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Category Archives: Kritisch berichtet

Globaler Bürovermietungsmarkt verhalten in schwierigem Umfeld Anzeichen von Optimismus – Mieterfreundliche Marktbedingungen

FRANKFURT, 17. Mai 2021 (OPM): Die Auswirkungen der Pandemie sind auf den Büromärkten weltweit nach wie vor spürbar. Gleichzeitig sind erste Anzeichen einer Verbesserung erkennbar.
Insgesamt ist der weltweite Büroflächenumsatz im ersten Quartal 2021 mit 6,1 Mio. m² um 31 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020. Damit bilanziert das vierte Quartal in Folge mit lediglich verhaltener Aktivität. In allen drei Regionen war das Umsatzvolumen rückläufig.

„Entscheidungsprozesse von Unternehmen bleiben verlangsamt. Pläne für eine Rückkehr ins Büro werden noch ausgearbeitet und Entscheidungen über zukünftige Flächenanforderungen aufgeschoben. Strukturelle Veränderungen im Zusammenhang mit Remote-Work-Programmen und einer Diversifizierung des Arbeitskräfte-Einsatzes werden einen dauerhaften Einfluss auf den Büromarkt haben. Dessen Auswirkungen werden wahrscheinlich von Land zu Land sehr unterschiedlich sein. In den meisten Märkten herrschen weiterhin mieterfreundliche Bedingungen, gleichzeitig bleiben Nutzer angesichts der anhaltenden Unsicherheit kostenbewusst. Spitzenmieten stehen weiterhin unter Druck, die Anreizpakete seitens der Vermieter sind immer noch großzügig“, so Hela Hinrichs, Senior Director, JLL EMEA Research & Strategy.
Der Leerstand mit einem Anstieg allein im ersten Quartal um 70 Basispunkte auf 13,6 Prozent setzte seinen Aufwärtstrend fort und erreichte den höchsten Stand seit 2012.
Marktbeschränkungen und Unterbrechungen in der Lieferkette, die allerdings mittlerweile größtenteils aufgehoben sind, führten zunächst zu Verzögerungen bei vielen Bauprojekten. Hela Hinrichs: „Für 2021 erwarten wir einen Anstieg der Baufertigstellungen von über 40 Prozent auf den höchsten Stand seit 2008. Dies wird den Druck auf die Leerstandsquoten im laufenden Jahr noch weiter verstärken. In den nächsten 12 Monaten wird sich der Baubeginn neuer Projekte wahrscheinlich auf Märkte mit niedrigen Leerstandsquoten und auf Projekte mit bedeutenden Ankermietern beschränken.“

Überblick nach Regionen: unterschiedliches Erholungstempo
• Nach einem langsamen Jahresstart gab es auf den europäischen Büromärkten im Februar und März erste Anzeichen für verstärkte Aktivitäten. Insbesondere in einigen deutschen Immobilienhochburgen wie Berlin (+ 20 %) oder Hamburg (+31 %) gestaltete sich das Umsatzgeschehen in den ersten drei Monaten deutlich positiver als vor Jahresfrist. Die Vermietungsaktivität lag im ersten Quartal europaweit nur noch – 8 % unter dem Vorjahreswert bei rund 2,2 Mio. m², in Deutschland verfehlte das Umsatzvolumen in den Big 7 mit 715.000 m² das Vorjahresergebnis nur knapp (- 1 %). „Trotz der insgesamt hoffnungsvollen Vorzeichen deutet Einiges auf reduzierte Größenanforderungen der Nutzer als Folge der Pandemie hin. Gleichzeitig wird ein verstärkter Fokus auf die Qualität des Objekts und der Ausstattung gelegt“, so Hela Hinrichs. Die europäische Leerstandsquote stieg im ersten Quartal um 34 Basispunkte auf 7,1 Prozent. Sie wird diese Aufwärtstendenz aufgrund der sich beschleunigenden Entwicklungspipeline wahrscheinlich weiter beibehalten. Die zunehmende Verfügbarkeit von Untermietflächen erhöht diesen Druck noch zusätzlich.

Schwerpunkt auf Gesundheit und Wohlbefinden
Die Pandemie hat die Bedeutung der gebauten Umwelt – einschließlich der Büroflächen – für die Gesundheit und die Gestaltung des individuellen und gemeinschaftlichen Wohlbefindens unterstrichen. Dies spiegelt sich in einer stärkeren Fokussierung der Nutzer wider, verbunden mit einer wahrscheinlichen Verstärkung der bestehenden Polarisierung der Nachfrage zwischen erstklassigen und sekundären Beständen. In den USA bietet die rasche Zunahme von Konzessionspaketen eine einzigartige Gelegenheit für Mieter, ihre Flächen zu reduzierten Kosten nachzurüsten.
Die Beschleunigung der Impfprogramme in Europa und den USA sollte sicherstellen, dass sich die zaghaften Anzeichen einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte in einem erhöhten Vermietungsvolumen manifestiert.
Anfragen für Flex Spaces nehmen zu Vor dem Hintergrund der Ausweitung der Impfprogramme und mehr Klarheit über Wiedereinstiegsstrategien berichten Betreiber von flexiblen Flächen von einem Anstieg der Anfragen. Auch die Besichtigungszahlen verbessern sich. Die Entscheidungsprozesse verlaufen jedoch weiterhin langsam. Die Mieter konzentrieren sich auf komplett in sich geschlossene, maßgeschneiderte Flächen-Ausstattung. Darüber hinaus ist der Fokus auf die Schaffung von mehr Raum für Zusammenarbeit ein allgemeiner Trend in vielen Märkten. Die meisten Betreiber haben ihre Expansionspläne ausgesetzt oder verschoben und überprüfen derzeit ihre Portfolios. „Zusammengefasst wird für 2021 ein Rückgang der flexiblen Büroflächen in Europa um etwa 5 Prozent erwartet. Der Wunsch nach Flexibilität wird andererseits weiter steigen und es wird daher langfristig davon ausgegangen, dass das Wachstum des flexiblen Bürobestands auf Vor-Corona-Niveau zurückkehrt. Bis dahin werden Tagespässe angeboten in Kombination mit On-demand-Zugängen zu flexiblen Räumlichkeiten“, so Hela Hinrichs.

Den vollständigen Beitrag finden Sie unter: Globaler Bürovermietungsmarkt verhalten in schwierigem Umfeld (jll.de)

Quelle: Hela Hinrichs, Senior Director, JLL EMEA Research & Strategy

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Ergebnisse Q1: Starker Start in das Jahr 2021

 – Umsatzerlöse steigen im ersten Quartal 2021 um 14,4 Prozent auf 36,0 Mio. EUR
 – EBITDA steigt in den ersten drei Monaten 2021 um rund 29 Prozent auf 2,8 Mio. EUR;
EBIT steigt um 55 Prozent auf 1,7 Mio. EUR
 – Nachhaltiger Wachstumstrend trotz Lockdown intakt; Guidance wird bestätigt

Wiesbaden, 12.05.2021 (OPM): Die JDC Group AG (ISIN DE000A0B9N37) bestätigt mit den heute veröffentlichten Zahlen des ersten Quartals 2021 einmal mehr ihren Wachstumskurs. Der Umsatz ist im ersten Quartal 2021 um 14,4 Prozent auf 36,0 Mio. EUR gestiegen (Q1 2020: 31,4 Mio. EUR). Der Umsatz des Geschäftsbereichs Advisortech stieg um rund 13 Prozent auf 30,6 Mio. EUR. Der Geschäftsbereich Advisory konnte seinen Umsatz in den ersten drei Monaten 2021 um rund 17 Prozent auf 8,3 Mio. EUR steigern.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um rund 29 Prozent auf 2,8 Mio. EUR (Q1 2020: 2,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg sogar um rund 55 Prozent auf 1,7 Mio. EUR (Q1 2020: 1,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis stieg ebenfalls deutlich um rund 74 Prozent auf 1,2 Mio. EUR nach 0,7 Mio. EUR im Vergleichsquartal.
Einer der wichtigsten Schritte in der bisherigen Historie der JDC war die Anbahnung der Kooperation mit der Provinzial Versicherungsgruppe und deren rund 120 Sparkassen im ersten Quartal 2021. Über ein gemeinsames Joint Venture zwischen JDC und Provinzial soll auf Basis der JDC IT & Services den Sparkassen und deren Kunden im Geschäftsgebiet der Provinzial eine digitale Versicherungsplattform zur Verfügung gestellt werden. Der gemeinsame Businessplan sieht vor, dass binnen 5 Jahren rund 1 Mio. Kunden diese digitale Versicherungsplattform nutzen werden.
Aber auch außerhalb dieses Groß-Projekts waren die JDC-Teams erfolgreich: Die in Deutschland führende Multibanking-App Finanzguru ist inzwischen neuer Plattform-Kunde der JDC. Mit Hilfe der JDC-Plattformtechnologie bietet Finanzguru ihren rund 500.000 App Usern künftig auch die Verwaltung und den Abschluss von Versicherungen an.

Vom Versicherungsmagazin wurde das Maklerverwaltungsprogramm des JDC Konzerns (iCRM) vor wenigen Wochen auf Platz 2 aller in Deutschland angebotenen Systeme gewählt (Vorjahr Platz 4). Vor JDC ist nur noch ein Unternehmen platziert, welches nur IT und keine eigenen Abwicklungsleistungen anbietet. Unter den Technolgie- und Abwicklungsplattformen hat JDC damit die Top Positionierung erreicht.
„Der Start in das Jahr 2021 ist sehr gelungen“ kommentiert Ralph Konrad, CFO/COO der JDC Group die Quartalszahlen. „Wir konnten trotz der anhaltenden Lockdown Maßnahmen unser zweistelliges Wachstum bestätigen und eine weitere Skalierung des EBITDA zeigen. Zudem konnten wir zahlreiche neue Features bei unserer Plattform live schalten. Wir freuen uns deshalb ganz besonders über die Auszeichnung des Versicherungsmagazins für unser Maklerverwaltungsprogramm iCRM.“
„Vor wenigen Jahren haben wir das Ziel formuliert, unsere Digitalplattform zur ersten Wahl der größeren Makler, Vermittler und Banken zu machen“, ergänzt CEO Dr. Sebastian Grabmaier. „Inzwischen haben wir eine Vielzahl professioneller Ausschreibungen gewonnen. Wir freuen uns über die Erreichung unseres Zwischenziels und wollen nun zur größten Versicherungsplattform in Deutschland und damit in Europa aufsteigen!“

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2021 bestätigen wir unsere positive Einschätzung und die veröffentlichte Guidance: 2021 erwartet das Unternehmen auf der Basis bereits abgeschlossener Kooperationen einen Umsatzzuwachs auf 135 Mio. EUR bis 142 Mio. EUR sowie ein EBITDA von mehr als 7 Mio. EUR.
Den Aktionärsbrief für das erste Quartal 2021 und weitere Informationen zur JDC Group AG finden Sie unter www.jdcgroup.de.

Quelle: JDC Group AG

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IMMAC research: Aktuelle Pflegestatistik bestätigt Wachstum im ambulanten Bereich; Betreutes Wohnen ist Trend

Cita Born, Leiterin von IMMAC research

Hamburg, 2. März 2021 (OPM): …“Die Erkenntnisse aus der Pflegestatistik 2019 zeigen unter anderem, dass sich neben den fest etablierten vollstationären Pflege- und Versorgungangeboten, zunehmend auch Wohn- und Versorgungsangebote mit ergänzenden ambulanten Pflegekonzepten als vom Markt anerkannte und nachgefragte Wohnformen im Alter durchsetzen“, so Cita Born, Leiterin von IMMAC research.

Mit der im Dezember 2020 durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Pflegestatistik (erscheint alle zwei Jahre), wurden die allgemeinen Wachstumsprognosen zur Entwicklung im deutschen Pflegemarkt empirisch bestätigt. Insgesamt sind der Pflegemarkt im Allgemeinen und der stationäre Pflegemarkt im Speziellen Wachstumsmärkte und werden es
aller Voraussicht nach auch bleiben. Die demographischen und gesellschaftlichen Entwicklungen führen zwangsläufig zu einer höheren Nachfrage.

Basierend auf aktuellen Daten aus Dezember 2019 ist die Anzahl pflegebedürftiger Menschen (im Sinne von § 14 SGB XI) im Vergleich zum Jahr 2017 um knapp 21 Prozent auf 4,1 Mio. gestiegen. Dieser sehr deutliche Anstieg verdeutlicht u.a. immer noch Effekte durch den seit dem 01.01.2017 weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriff und damit der Erweiterung der Leistungsempfänger.
Eine weitere Ursache liegt im fortschreitenden demographischen Wandel und der damit einhergehenden Alterung der Bevölkerung in Deutschland.
Insgesamt wurden rund 51 Prozent der 4,1 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2019 ausschließlich von Angehörigen zu Hause gepflegt und erhielten damit Pflegegeld. Die professionelle Versorgung pflegebedürftiger Menschen kann hingegen durch ambulante oder stationäre Dienstleistungen oder eine Kombination beider Leistungsarten erfolgen.
Entsprechend beträgt der Anteil dieser Gruppe rund 49 Prozent laut Pflegestatistik.
Die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, lässt sich anhand einer altersspezifischen Pflegequote bemessen. Diese Quote beschreibt dabei den Anteil der Pflegebedürftigen an der jeweiligen Altersgruppe. Die Nachfrage nach vollstationärer Pflege wird von IMMAC research mit der Pflegequote der 65-Jährigen und Älteren gleichgestellt. Sie betrug laut Statistischem
Bundesamt im Jahr 2019 in Deutschland 4,19 Prozent und ist damit im Vergleich zum Jahr 2017 (4,27 Prozent) leicht gesunken. Ursache für diesen Rückgang liegt u.a. in der konstanten Entwicklung der vollstationär im Heim versorgten Personen im Vergleich der Jahre 2017 zu Zeitgleich ist die Zahl der 65-Jährigen und Älteren in Deutschland weiter angestiegen.
Hinzu kommt ein im Vergleich zu 2017 höherer Anteil an ambulant betreuten Pflegebedürftigen.
Dass besonders der ambulante Bereich in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen hatte, geht sowohl aus der Pflegestatistik als auch aus den Leitlinien der Politik hervor. Durch die politische Stärkung der ambulanten Pflege gewinnen neue alternative Wohnformen (im ambulanten Bereich) immer weiter an Bedeutung. Der Barmer
Pflegereport 2019 spricht dabei von einem deutlichen „Trend zur Ambulantisierung“ in der Pflege. Durch Anreizstrukturen wie Wahlfreiheit bei Buchung einzelner Pflegeleistungen sowie einer damit einhergehenden Flexibilität steigt die Zahl derer, die auf ambulante Versorgungsstrukturen zurückgreifen. Grundsätzlich löst die ambulante Versorgung höhere
Kosten für die Leistungsträger aus. Denn Anbieter ambulanter Versorgungsstrukturen können Leistungen sowohl über die Pflege- als auch Krankenversicherung abrechnen. Als Folge daraus können die maximalen pflegebedingten Leistungshöhen, die erstattet werden, rund doppelt so hoch wie in der stationären Versorgung ausfallen.
Andreas Jantsch, Teamleiter Transaktionen für den Bereich Healthcare der IMMAC group, führt aus: „Wir beobachten den Trend des sogenannten Betreuten Wohnens sehr aufmerksam und haben auch an dieser Stelle unser Ankaufsprofil geschärft.“ Dies unterstreichen jüngste Objektankäufe in Leipzig und Eilenburg. Weitere Objektankäufe in diesem Segment stehen unmittelbar bevor. Auch IMMAC Sozialbau setzt verstärkt in ihrer Projektentwicklung auf die Kombination von vollstationärer Pflege und Betreutem Wohnen. Bereits im Jahr 2018 wurde in Soltau in Ergänzung zu der bereits im IMMAC Portfolio vorhandenen Bestandseinrichtung ein
Erweiterungsbau für Betreutes Wohnen erfolgreich fertiggestellt. Aktuelle Bauprojekte wie in Bückeburg und Rinteln werden nach ihrer Fertigstellung ebenso jeweils vollstationäre Pflege und Betreutes Wohnen anbieten.
Quelle: Felicitas von Kap-herr
Presse und Kommunikation
IMMAC Verwaltungsgesellschaft mbH

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Solvium Capital schließt Logistik Opportunitäten Nr. 2

Jürgen Kestler, Geschäftsführer

Hamburg, 2. März 2021 (OPM): Schon nach 8 Monaten ist die Vermögensanlage „Logistik Opportunitäten Nr. 2“ von Solvium Capital ausplatziert. Mit verschiedenen Boni können Anleger der Namensschuldverschreibung planmäßig eine Rendite von über 5 Prozent jährlich erhalten.
Die Investitionskriterien des Angebots sehen genaue Renditekennziffern vor; diese werden von einer externen Prüfungsgesellschaft kontrolliert. Die zweite sogenannte „nachgelagerte Investitionsbeteiligung bescheinigt erneut eine Rendite der bis Ende Januar getätigten Investitionen deutlich oberhalb der Zielmarke von 9,25 Prozent.
Nächste Vermögensanlage in Billigung, erster AIF wird gut angenommen.
Ein Nachfolgeprodukt ist bei der zuständigen Behörde eingereicht. Dazu Jürgen Kestler, Geschäftsführer der Solvium Capital Vertriebs GmbH: „Ein erfolgreiches Produkt möchte man natürlich am liebsten ununterbrochen anbieten können. Wir hoffen, die Billigung in wenigen Wochen zu erhalten. In der Zwischenzeit sollten Anleger und Vertriebspartner prüfen, ob unser erster Alternativer Investmentfonds (AIF) für sie attraktiv ist.“
Die „Solvium Logistic Fund One GmbH & Co. geschlossene InvKG“ wird mittelbar in Logistikequipment investieren. Die Laufzeit des AIF beträgt nur rund 6 Jahre. Das geplante Volumen von 18 Millionen Euro lässt sich bei Bedarf in dieser Zeit auf bis zu 50 Millionen Euro aufstocken. Während der gesamten Laufzeit sind Auszahlungen in Höhe von 4,56 Prozent jährlich bei quartalsweise nachschüssiger Auszahlung prognostiziert. www.solvium-capital.de

Quelle: Solvium Capital

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Und täglich grüßt das Murmeltier

Editorial des Beteiligungsreport 123/2021 (Vorab-Veröffentlichung)

Lieber Leser,

manchmal komme ich mir vor, wie der Protagonist in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich wache jeden Tag auf und es ist immer noch Lockdown. Man geht ins Büro, führt Telefonate und Videomeetings – einfach immer der gleiche Tagesablauf. Und in den Nachrichten oder im Internet: Lauterbach, Drosten, Streeck, die die Apokalypse für uns kommen sehen und eine Bundeskanzlerin, deren Furchen links und rechts des Mundes immer tiefer werden. Freiheit ist heute nicht mehr die Norm, sondern Beschränkungen, Grenzschließungen und Ausgangssperren herrschen derzeit vor. Aber halt! Da ist ja noch der Sonnenkönig Markus Söder, der das politische mediale Bollwerk gegen die Pandemie zu sein scheint. Ich finde das alles nicht sehr schlüssig. Aber ich muss auch zugeben, dass ich nicht die Beweise für einen besseren Weg hätte. Für mich war immer der schwedische Weg der Selbstverantwortung sinnstiftend, weil dieser nicht gleich die Wirtschaft platt macht. Und jetzt knicken die Nordlichter ein – welch eine Niederlage in der Diskussion mit meiner Frau.
Aber ich habe beschlossen, der Pandemie mit ihrer Hilfe etwas entgegenzusetzen. Ich habe keine Corona-Hilfen beantragt. Die wären eh nicht ausgezahlt worden. Ich sehe nach vorne: Im 20. Jubiläumsjahr unseres Verlages habe ich von meinem geschätzten Kollegen die Geschäftsanteile übernommen. Ich glaube einfach an die Idee der medialen Vermittlung von

Finanzbewusstsein und die Notwendigkeiten von Sachwerten in dieser Zeit.

Deshalb bringen wir dieses Jahr das Jahrbuch BeteiligungsKompass 2021 als real asset branch book heraus. Neben unserer Jubiläumsausgabe des BeteiligungsReports, einer Doppelausgabe mit der Idee einer Print-Sachwert-Messe Ende April 2021, planen wir mit unserem altruistischen Projekt Stiftung Finanzbildung das Deutsche FinanzbildungsForum am 05.07.2021 – im Zweifel als Hybrid-Online-Veranstaltung. Hier ist zumindest mit Hilfe von strategischen Partnern Kostendeckung geplant.
Und ich bringe verstärkt mein Wissen rund um die strukturierte und reale Sachwertwelt ein bei Vermögensverwalter und Family Offices. Ein erster Beratungsvertrag mit einer Family Office ist geschlossen, ein Sitz in einem Anlageausschuss für ein Spezial-AIF übernommen. Und mit Kooperationen zu Druckereien in Polen können Prospekte, Bücher und andere Druckerzeugnisse zu guten Preisen in bester Qualität, auch in kleinen Auflagen und vor allem individuell anbieten.

Ich habe somit meinen persönlichen Kampf gegen die ökonomischen Corona-Folgen aufgenommen. Ich bitte aber auch Sie, liebe Leser, Consultant, KVGs und Asset-Manager, ebenso Flagge zu zeigen und nicht zu erwarten, alles kostenlos zu bekommen. Dabei denke ich nicht nur an mich und die epk media. In diesem Jahr hat auch mein geschätzter Kollege und Freund, Werner Rohmert ein Doppeljubiläum: Die 500. Ausgabe des hervorragenden Immobilienbriefes – eine Pflichtlektüre in der Immobilienwelt sowie ebenfalls das 20-jährige Jubiläum. Dazu erscheint eine Immobilienbrief-Jubiläumsausgabe am 12. Mai 2021. Oder, die so wichtige Leuchtturm-Analyse „Marktstudie Geschlossene Publikums-AIF und Vermögensanlage 2021“ von Stefan Loipfinger, die trotz des ausgefallenen Sachwert-Kolloquiums jetzt für 295 Euro verfügbar ist. Es gäbe so viele zu erwähnen, allein der Platz dafür fehlt. Viele tragen zur Transparenz des Marktes bei und wenn dieser Pluralismus verschwindet, wird ein Markt nicht besser. Die Sachwertbranche verschwindet eher in die Bedeutungslosigkeit. Deshalb: Auch wenn wir Schreibenden den Markt oft kritisieren, wir sind Teil dieses Marktes und ohne uns fehlt etwas. Viel Freude beim Lesen.


Ihr Edmund Pelikan

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ZIA erwartet klare Aussagen zum Wann und Wie von Öffnungen

Berlin, 15.02.2021 (OPM): Im Vorfeld des von Bundeswirtschafsminister Peter Altmaier für den kommenden Dienstag anberaumten Gipfels mit Vertretern von führenden Wirtschaftsverbänden, hat der Zentrale Immobilien Ausschusses (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, klare Ergebnisse vom Treffen eingefordert. „Wir dürfen uns nicht wieder auf eine reine Situationsbeschreibung beschränken und die Strategiefindung der Staatskanzleileiter von Termin zu Termin schieben. Es geht um klare Abmachungen und Verlässlichkeit. Mit jeder Verschiebung gehen Unternehmen in die Insolvenz“, sagte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. 

Nach den Gesprächen der Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin fehle es weiterhin an Öffnungsperspektiven für den Handel. „Angesichts von monatlichen Kosten von 34 Milliarden Euro allein im Handel brauchen wir verbindliche Aussagen des Ministers zum Wann und Wie einer Öffnung, gleiches gilt für Hotelimmobilien“, forderte er.

Erneut wies Mattner darauf hin, dass von Handel und Hotel nachweislich keine Infektionen ausgehen. Zuletzt hatte die Wirtschaftsministerkonferenz von der Bundesregierung eine entsprechende Forschung gefordert: „Es geht um die Existenzen vieler unserer Innenstädte und um Hundertausende von Arbeitsplätzen in vielen Branchen, dann kann es nicht sein, dass dies ein Jahr nach Beginn der Pandemie weiter unklar ist“, so Mattner. 

„Ich erwarte mir von diesem Gipfel ein Bekenntnis aller Beteiligten zu einem Lockdown-Ausstiegsszenario. Wir werden noch einmal sehr klar machen, dass der Handel keinen Infektionsherd darstellt. Das beweist der Lebensmitteleinzelhandel jeden Tag“, so Mattner. „Mit FFP2-Maskenpflicht, umfangreichen Hygienekonzepten und regelmäßige Testungen aller Mitarbeiter lassen sich auch andere Geschäfte problemlos öffnen. Öffnungen und Gesundheitsschutz schließen sich überhaupt nicht aus“, so Mattner.

Der ZIA hat ein Positionspapier zur Öffnung des Einzelhandels erarbeitet. Sie finden es hier: https://bit.ly/2Z3K3hd

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Umfrage: Zukunft der Finanzbranche

Plansecur-Studie: Welche Themen die Kunden der Finanzberater am meisten bewegen

©Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Kassel, 2. Februar 2021 – Welche Themen über die Auswirkungen der Pandemie hinaus sind für die Finanzbranche künftig am wichtigsten? Diese Frage stellte die unabhängige Finanzberatungsgesellschaft Plansecur ihren rund 100 Beratern. Das Ergebnis lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: Zwei Drittel der Experten stufen die anhaltende Niedrigzinspolitik und ihre Folgen als größte Herausforderung für die nächsten Jahre ein. Weitere Erkenntnisse der Umfrage sind im „Plansecur-Report: Finanzbranche 2021“ zusammengefasst. 

Umwelt- und Klimaschutz halten 46 Prozent der Finanzprofis für das herausragende Thema der Finanzbranche in naher Zukunft. Weitere 45 Prozent räumen der Neo-Ökologie immerhin einen gewissen Stellenwert ein. „Immer mehr Anlegern ist es wichtig, dass ihre Investitionen nicht nur ökonomisch, sondern eben auch ökologisch durchdacht sind“, erklärt Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan.

Weiteres laut Umfrage großes Thema ist die Digitalisierung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen. So halten drei Viertel der Finanzfachleute sogenannte „Silver Surfer“, also gegenüber der Digitalisierung aufgeschlossene Senioren, für eine zusehends wichtigere Zielgruppe in der Beratung. Die Hälfte der Finanzprofis ist überzeugt, dass künftig der Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Beratungsqualität beitragen kann. 54 Prozent vertreten die Auffassung, dass neue Finanztechnologie-Firmen – FinTechs – in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden gegenüber dem klassischen Bankwesen. Bei den Vertriebswegen für Finanzprodukte wird die Digitalisierung ebenfalls eine stärkere Rolle spielen, sind 38 Prozent fest überzeugt. Über 80 Prozent der Befragten begrüßen, dass die Einstiegshürde für Verbraucher in ein Beratungsgespräch durch die Digitalisierung niedriger wird.

„Die Digitalisierung bietet für Finanzberater enorme Chancen“, ist Johannes Sczepan überzeugt. Der Plansecur-Chef begründet: „Über Apps und Videochats können Interessenten viel leichter einen Berater finden und Kontakt aufnehmen.“ Eine Ablösung der Finanzprofis durch Roboterberatung befürchtet der Plansecur-Geschäftsführer nicht. „Im Gegenteil sind Menschen aus Fleisch und Blut als Ansprechpartner im Dschungel der digitalen Informationsüberflutung gefragter als je zuvor“, weist Johannes Sczepan auf Erfahrungen in der Corona-Krise hin, und fragt: „Finanz- und Lebensplanung hängen oft eng zusammen. Und wer will schon sein Leben auf Algorithmen aufbauen?“

Über 90 Prozent der Berater werden eigenen Angaben zufolge von ihren Kunden zumindest teilweise als eine Art „Lebenslotse“ verstanden. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) führen laut Umfrage sehr persönliche Kundengespräche weit über bloße Finanztransaktionen hinaus. Daher wird ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Finanzberater und Kunde in Zukunft noch wichtiger sein als heute schon, sind sich 94 Prozent der Befragten sicher.

Plansecur hat im Rahmen der Umfrage auch das Thema Provisions- versus Honorarberatung hinterfragt. Im ersten Fall ist die Beratung für den Kunden kostenfrei; sofern er ein Finanzprodukt erwirbt, fließt dafür aus dem Kaufpreis eine Provision an den Berater. Im zweiten Fall hingegen muss der Kunde vorab für die Beratung bezahlen, unabhängig davon, ob diese zu einem Resultat führt oder nicht. 62 Prozent der Plansecur-Berater plädieren „unbedingt“ für das Provisionsmodell, weitere 26 Prozent halten es für besser als den Honoraransatz. Das Argument: Leidtragende einer Abschaffung der Provisionsberatung wären in erster Linie Verbraucher mit einem geringen oder mittleren Einkommen, die sich selbst ein Honorar von wenigen Hundert Euro für eine Beratung nicht leisten können. „Das würde gerade diejenigen Menschen, die Hilfe etwa bei ihrer Altersversorgung besonders dringend benötigen, praktisch von der Finanzberatung abschneiden. Das wäre mit der allseits erhobenen politischen Forderung, die Menschen sollten sich selbst über die staatliche Rente hinaus auch privat um ihre Altersversorgung kümmern, unvereinbar“, fasst Plansecur-Chef Johannes Sczepan zusammen.

Quelle: euromarcom public relations

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Hahn Gruppe veröffentlicht Konzern-Nachhaltigkeitsbericht

– Bestandsaufnahme und Wesentlichkeitsanalyse

– Intensivierung des Stakeholder-Dialogs

– Zukünftiger Fokus auf Ressourceneffizienz und Klimaverträglichkeit

Bergisch Gladbach, 2. Dezember 2020 – Der Asset und Investment Manager Hahn Gruppe veröffentlicht seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Der Bericht orientiert sich an den international anerkannten Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Im Fokus steht eine erste umfassende Bestandsaufnahme, die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt wurde. Unter Abwägung der Anforderungen und Interessen der Stakeholder wurden die zukünftigen Kernthemen für eine Nachhaltigkeits-Agenda in den Feldern Umwelt, Soziales und Governance (ESG) abgeleitet.

Ein besonderer Fokus liegt auf der ökologischen Verantwortung. Das verwaltete Immobilienportfolio von rund 150 Standorten mit über 1,6 Mio. m² Mietfläche bietet einen entsprechend großen Stellhebel, um in Zusammenarbeit mit den Investoren und Mietern die Ressourceneffizienz sowie die Klimaverträglichkeit zu verbessern und den ökologischen Fußabdruck zu verringern. In einem ersten Schritt wurde die CO2-Neutralität beim Bezug von Strom und Wärmeenergie für die unmittelbar beeinflussbaren Flächen realisiert. Dies betrifft die Flächen der Hauptverwaltung und die Allgemein- und Nebenflächen der verwalteten Handelsimmobilien.

„Unsere Unternehmenshistorie basiert auf einer verantwortungsvollen Geschäftstätigkeit, die von Beginn an im Zeichen des partnerschaftlichen Erfolgs gestanden hat. Dies spiegelt unser erster umfassender Nachhaltigkeitsbericht sehr gut wider“, betont Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe. „Wir wollen nicht nur den Dialog intensivieren und transparent berichten, sondern in das Management unserer Handelsimmobilien-Investmentprodukte konsequent ESG-Kriterien integrieren. Insbesondere beim Umweltschutz nehmen die Herausforderungen für die Wirtschaftsakteure sprunghaft zu. Mittelfristiges Ziel ist das Angebot ausgewiesener Nachhaltigkeitsfonds.“ Der Hahn-Nachhaltigkeitsbericht 2021 steht unter www.hahnag.de/hahn-gruppe/nachhaltigkeit zum Download bereit.

Quelle: Hahn Gruppe

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Habona gewinnt Scope Award! Das Frankfurter Unternehmen ist – Bester Asset Manager Retail Real Estate Specialist

Frankfurt a.M., 27. November 2020: Habona Invest gewinnt den Scope Award 2021 als „Bester Asset Manager“ in der Kategorie „Retail Real Estate Specialist“. Am gestrigen Donnerstag haben Scope Analysis und das Handelsblatt aus über 4.500 Fonds und mehr als 280 Asset Managern und Zertifikatanbietern die besten Anbieter und Manager mit dem Scope Award 2021 ausgezeichnet.
Der Preis für Habona würdigt die durchweg erstklassigen Leistungen des in Frankfurt ansässigen Unternehmens in den vergangenen Jahren. Durch aktives Asset und Property Management nutzt Habona konsequent Wertsteigerungs-potentiale und sichert dadurch die Ertragssituation der von ihr aufgelegten Investmentfonds. Die Fokussierung auf den onlineresistenten und krisenfesten Nahversorgungsbereich hat sich in den vergangenen Monaten einmal mehr als weitsichtig erwiesen.
„Diese Auszeichnung bestätigt unsere Philosophie und unsere seit vielen Jahren hohe Leistung – das macht uns stolz. Die Auszeichnung spiegelt auch wider, wie sich unsere Unternehmensgruppe für Anleger und Geschäftspartner einsetzt. Dahinter steckt viel Arbeit in einem professionellen und sehr engagierten Team“, freut sich Johannes Palla, Geschäftsführender Gesellschafter der Habona Gruppe, nach der digitalen Verleihung des Preises.
Der „Scope Award“ ist eine der traditionsreichsten und bedeutendsten Auszeichnungen für Fonds- und Asset Manager im deutschsprachigen Raum und wird jährlich – seit 2005 – von der Scope Group, Europas führendem Anbieter von unabhängigen Kreditratings, ESG-Research und Fondsanalysen, gemeinsam mit dem Medienpartner Handelsblatt vergeben.

Quelle: Habona Invest GmbH

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AfW-Hauptstadtgipfel 2020 – Einsatz gegen Provisionsdeckel und Bafin-Aufsicht für Finanzanlagenvermittler hat sich gelohnt

Berlin, 27.11.2020 : Kommt der Provisionsdeckel für die Vermittlung von Lebensversicherungen doch noch? Und wann und wie erfolgt die im Koalitionsvertrag beschlossene Übertragung der Finanzanlagenvermittler unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin)? Der AfW-Hauptstadtgipfel fahndete bei Finanzpolitikern nach einer finalen Antwort auf diese und andere wesentliche Regulierungsfragen.

Führende Finanzexperten von CDU, SPD und FDP äußerten sich auf dem 17. Hauptstadtgipfel des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e. V. in Berlin zum Stand aktueller Regulierungsvorhaben der Koalition und stellten sich den Fragen der geladenen Branchenvertreter.

Wann kommt die BaFin-Aufsicht?

Im Koalitionsvertrag festgeschrieben, hat der Referentenentwurf zur Übertragung der Finanzanlagevermittler unter die Aufsicht der BaFin bereits die ersten Hürden genommen, wurde dann aber aufgrund großer Einwände vorerst gestoppt. „Der Normenkontrollrat etwa hat kritisiert, dass man keinerlei Alternativen geprüft hat, man hat die Bedenken der Fachleute einfach so weggewischt“, sagte Dr. Carsten Brodesser, CDU-Mitglied im Finanzausschuss.

Der letzte Kompromissvorschlag, eine schrittweise an Bedingungen gekoppelte Übertragung der Vermittler in Gruppen bis zum Jahr 2024, sei gescheitert. 80 Prozent der Kosten – etwa durch die Einrichtung von 280 neuen Vollzeitstellen bei der BaFin – würden nämlich im Vorfeld vollständig und nicht schrittweise anfallen. „Diese Kosten kann man nicht lediglich einem Teil aufbürden, nämlich den rund 9.000 Vermittlern der ersten geplanten Übertragungsstufe. Wie es nun weitergeht, ist noch offen“, sagte Brodesser.

Der CDU-Politiker betonte zudem, dass die Verbraucherschützer weiterhin auf eine volle Übertragung aller Finanzanlagevermittler zur BaFin drängen werden und danach wohl auch die Versicherungsvermittler im Blick haben. „Ich hätte da größte Bedenken, eine Vollübertragung werde ich mit allen Kräften bekämpfen“, so Brodesser.

Neue Regierung wird entscheiden

Lothar Binding (SPD), Mitglied im Finanzausschuss und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, schloss eine Verschiebung um ein bis zwei Jahre nicht aus, da momentan auch aufgrund der Corona-Krise sehr viele andere Gesetzesvorhaben vorrangig zu behandeln seien. Es gebe daher noch keinen neuen Zeitplan. Die SPD befürwortet eine einheitliche Regulierung durch die BaFin.

Die vom AfW Bundesverband errechneten großen Gebührensteigerungen durch die BaFin- Aufsicht stellte Binding in Frage. Es gebe unterschiedliche Einschätzungen. „Das Finanzministerium hat einen glaubhaften Durchschnittswert von rund 1.000 Euro pro Vermittler ermittelt. Die Mehrheit der betroffenen Vermittler wird damit logischerweise weniger zahlen. Im Vergleich zu heute werden die Mehrkosten für Finanzanlagenvermittler auf jeden Fall erträglich sein“, versicherte Binding. „In der Branche kolportierte Angaben von 4.000 Euro für einzelne Anlagevermittler könne auf Fachebene niemand nachvollziehen – dazu fehlt noch eine klare Berechnungsgrundlage der Branchenvertreter.“

Frank Schäffler, wie die beiden Politikerkollegen, Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags, lehnte die Übertragung auf die BaFin komplett ab. Der FDP-Politiker sah die Aufsichtsleistung der BaFin „nicht immer auf Höhe der Zeit, das ist auch eine Frage der Führung in dieser Behörde.“ Dies zeige auch der Skandal um das BaFin-überwachte Unternehmen Wirecard. „Grundsätzlich neue Regelungen zu schaffen halte ich für falsch, daher ist der Untersuchungsausschuss zu Wirecard wichtig, denn mögliches organisatorisches Fehlverhalten innerhalb der BaFin muss erst untersucht werden. Dann kann man entscheiden, ob man mit dem bestehenden Personal weitere Reformen umsetzt“, so Schäffler.

Provisionsdeckel bleibt aufgeschoben

Auch das andere große Regulierungsvorhaben, die Einführung einer Deckelung der Provisionen für Lebensversicherungen und Restschuldversicherungen, scheint zunächst gestoppt. FDP-Politiker Schäffler meinte, der Provisionsdeckel werde in dieser Legislaturperiode wohl keine Rolle mehr spielen. „Allerdings wird eine mögliche schwarz-grüne Regierung das Thema nach der Wahl Ende 2021 sicherlich wieder auf die Agenda setzen. Ein erneutes Aufbäumen der Branche wird dann erforderlich sein“, prognostizierte Schäffler. Für Restschuldversicherungen forderte Frank Schäffler anstelle eines Provisionsdeckels eine „Abkühlphase“. Für einen verbesserten Verbraucherschutz solle ähnlich wie in Großbritannien eine verpflichtende zeitliche Entkopplung zwischen dem Abschluss von Kredit- und Restschuldversicherungsabschluss eingeführt werden.

Hier pflichtete auch CDU-Kollege Brodesser bei. Allerdings müsste für die Restschuldversicherung ein doppelter Provisionsdeckel eingeführt werden. So würden einerseits die überwiegend bei den Banken bestehenden Provisionsexzesse beschnitten und andererseits wäre sichergestellt, dass die Beratung weiterhin über alle in Frage kommenden Risiken erfolgen würde. Der CDU-Vorschlag sieht vor, maximal 2,5 Prozent für die Provision und zusätzlich maximal 50 Prozent Verwendung der Prämie für die Provisionen einzuräumen. Den Provisionsdeckel für die Lebensversicherung bezeichnete Brodesser hingegen als „Schwachsinn im geplanten Modell“.

SPD-Finanzexperte Binding sprach davon, dass beim Provisionsdeckel in der Regierungskoalition ein Kompromiss denkbar sei, der darin bestehen könnte, nur eine alleinige Regelung für die Restschuldversicherung umzusetzen. Aber auch hier gebe es derzeit keinen konkreten Zeitplan.

Der Einsatz für die Vermittler geht weiter

„Wir haben die Bestätigung erhalten, dass unsere fundierten und klar formulierten Argumente in der Politik gehört werden und zu Änderungen im Sinne der existenziellen Belange der freien Vermittler führen, auch wenn dies bisweilen mühsame und langfristige Prozesse sind“, zog Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, ein positives Fazit der Veranstaltung. Weder der Provisionsdeckel für Lebensversicherungen noch die Verlagerung der Aufsicht für die Finanzanlagevermittler sind bislang umgesetzt worden. Von der nächsten Bundesregierung müsse man aber mit der Wiederauflage dieser problematischen Regulierungsvorhaben rechnen, daher werde der AfW seine Arbeit am Puls der politischen Entscheider weiter fortführen.

Der 17. AfW-Hauptstadtgipfel fand als hybride Veranstaltung unter strengen Corona-Hygienebestimmungen am 18. November im Berliner Hotel Bristol statt. Während Vertreter von rund 25 AfW-Fördermitgliedsunternehmen vor Ort waren, konnten weitere geladene Branchenexperten die Vorträge online verfolgen und sich ebenfalls mit Fragen aktiv an der Veranstaltung beteiligen. Gleichzeitig erhielten die Finanzexperten von SPD, FDP und CDU wertvolle Informationen aus der Beratungspraxis der Branchenvertreter.


Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister und Versicherungsmakler. 
Der Verband vertritt die Interessen von ca. 40.000 Versicherungsmaklern sowie unabhängigen Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittlern aus über 2.000 Mitgliedsunternehmen.

Quelle: Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e.V. (OPM)

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