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Category Archives: Marktforschung

Investorenumfrage: Corona mischt Karten für Büroinvestments neu

Hamburg, 8. Februar 2021 (OPM):

© pixabay
  • Bonitätsstarke Mieter mit langfristigen Verträgen sind gefragt
  • B- und C-Lagen werden gemieden

Im Zuge der Corona-Pandemie ändern die europäischen Immobilien-Investoren ihre Strategie auf den Büroimmobilienmärkten. Hieß es bisher vor allem Lage, Lage, Lage, könnte man die aktuelle Situation am besten mit Core, Core, Core beschreiben. Rund die Hälfte (48 Prozent) der von Union Investment im Rahmen ihrer Investitionsklima-Studie befragten 150 Immobilienunternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien achten nun stärker auf bonitätsstarke, krisenfeste Mieter mit langfristigen Verträgen. 46 Prozent der Umfrage-Teilnehmer meiden Investments in B- und C-Lagen. In Frankreich ist dieser Strategiewechsel besonders stark ausgeprägt: 73 Prozent der Befragten suchen vermehrt nach bonitätsstarken, krisenfesten Mietern mit langfristigen Verträgen, 78 Prozent sind für B- und C-Lagen nicht zu gewinnen.

Sicherheit ist derzeit das Gebot der Stunde. Für 48 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ist dies der wichtigste Aspekt bei ihren Anlageentscheidungen. 37 Prozent achten vor allem auf die Rendite, 11 Prozent nannten die Marktliquidität als einen wichtigen Aspekt. Nur in Großbritannien stimmten die Profianleger anders ab: Für 70 Prozent der Befragten steht die Rendite an erster Stelle. Nur 28 Prozent der britischen Umfrage-Teilnehmer setzen vor allem auf Sicherheit. „Das liegt vor allem an der Besonderheit der britischen Mietverträge mit ihren „Upward only“-Klauseln sowie den durchschnittlich noch immer deutlich längeren Mietvertragslaufzeiten, die neben Sicherheit auch immer zusätzliches Renditepotenzial bieten“, erklärt Olaf Janßen, Leiter Immobilien-Research bei Union Investment.

Homeoffice und die Büroflächennachfrage
Das Arbeiten im Homeoffice hat während der Corona-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen. Das sorgt bei den befragten Immobilieninvestoren für Unsicherheit bezüglich der künftigen Flächennachfrage auf dem Büroimmobilienmarkt. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer (56 Prozent) rechnet damit, dass die künftige Nachfrage nach Büroflächen durch das zunehmende Arbeiten im Homeoffice gegebenenfalls schwächer wird.

Ein Einbruch der Büroflächennachfrage ist allerdings nicht in Sicht, insbesondere nicht in Core-Lagen. „Mögliche Flächenrückgaben werden aufgrund der noch bestehenden Mietverträge gestreut über die kommenden Jahre anfallen und dürften durch die steigende Zahl der Bürobeschäftigten kompensiert werden“, sagt Olaf Janßen. Das Arbeiten im Homeoffice als fester Baustein einer neuen Arbeitskultur bedeute nicht, dass klassische Büroarbeitsplätze zwangsläufig zum Auslaufmodell werden. Janßen: „Im Gegenteil: Der persönliche Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen sowie die soziale Interaktion im Büro sind nicht vollständig durch Videokonferenzen zu ersetzen.“

Das „neue Core“
Langfristig gesicherte attraktive Büroflächen werden für Unternehmen in Zukunft wesentlicher Bestandteil eines hybriden Arbeitsplatz-Ökosystems sein. In der „Nach-Corona-Welt“ dienen Core-Immobilien als Anker-Fläche für Markenidentität, Talent-Magnet und für die Ausführung unabdingbarer Präsenz-Funktionen. „Diese Anker-Flächen werden ergänzt um flexible, mobile und zunehmend digitalbasierte Arbeitsplatzmodelle in einem Verhältnis, das sich branchenabhängig erst in den kommenden Jahren herausbilden wird“, so Janßen.

Preise bleiben stabil
44 Prozent der befragten Investoren erwarten in den kommenden sechs Monate dementsprechend stabile Preise auf den Büroimmobilienmärkten. Allerdings rechnen auch 53 Prozent vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie  mit fallenden Preisen. „Das gilt jedoch vor allem für Objekte mit Herausforderungen und kurzen Mietverträgen“, so Janßen und weiter: „Core-Immobilien sind und bleiben hart umkämpft. Entsprechend sind auch nur geringe  Veränderungen beim Pricing zu erwarten. Die Anfangsrenditen bleiben stabil.“

Investitionsklimaindex: Frankreich und UK erholen sich wieder
Insgesamt zeigt sich der Immobilien-Investitionsklimaindex in den drei Befragungsregionen nach längerer Zeit wieder überraschend einheitlich, mit einem Abstand von gerade einmal 1,5 Punkten zwischen den niedrigsten Wert (Frankreich) und dem höchsten in UK. In Frankreich ist das Stimmungsbarometer um 2,1 auf 60,2 Punkte gestiegen, in Großbritannien um 3,4 auf 61,7 Punkte. In der letzten Erhebung vor sechs Monaten war der Index in Frankreich noch um 9,5 Punkte, in Großbritannien um 6,1 Punkte gefallen. Nur in Deutschland, das seine Spitzenposition an UK abgetreten hat, ist der Index gegenüber der letzten Erhebung leicht gesunken, um 1,2 auf 61,4 Punkte.Über die Union Investment-Umfrage
Der europäische Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment wird seit 2005 ermittelt, seit Frühjahr 2008 halbjährlich. Der Index berechnet sich aus den vier Teilindikatoren „Marktstruktur“, „Rahmenbedingungen“, „Standortbedingungen“ und „Erwartungen“, die mit jeweils 25 Prozent gewichtet werden. Für die aktuelle Auswertung hat das Marktforschungsinstitut Ipsos von November 2020 bis Januar 2021 insgesamt 150 Immobilienunternehmen und institutionelle Immobilieninvestoren in Deutschland (n=59), Frankreich (n=51) und Großbritannien (n=40) befragt.

Quelle: Astrid Lipsky
Managerin Marketing, Kommunikation
Union Investment Real Estate GmbH

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Drei deutsche Städte unter den Top 10 des E-REGI Index 2020 von LaSalle

  • London ist trotz Brexit Spitzenreiter im europäischen Vergleich, Paris folgt auf Platz 2
  • München, Stuttgart und Berlin behaupten sich als führende deutsche Immobilienstandorte
  • Zu den weiteren Gewinnern des Index zählen Skandinavien und die CEE-Region

MÜNCHEN (17. November 2020) – Mit drei Städten in den Top 10 des European Regional Economic Growth Index („E-REGI“) 2020, beweist der deutsche Immobilienmarkt auch in pandemiebedingten Krisenzeiten wirtschaftliche Resilienz.

Zu diesem Schluss kommt LaSalle Investment Management, eine der weltweit führenden Immobilien-Investmentgesellschaften, im diesjährigen Index. Dieser identifiziert in seiner nunmehr 21. Ausgabe mithilfe umfassender Bewertungskriterien (wie Wachstumspotenzial, Wohlstandsniveau und Geschäftsumfeld) die Regionen und Städte Europas mit den größten konjunkturellen Wachstumsaussichten. Die Hauptfaktoren für die starke Leistung der deutschen Märkte trotz ökonomischer Unsicherheiten sieht LaSalle vorrangig in einem widerstandsfähigen Wirtschaftswachstum, dem frühen und effizienten Handeln der Regierung als Antwort auf die COVID-19-Pandemie sowie einem soliden Staatshaushalt. Im E-REGI Index 2020 finden sich mit München (5), Stuttgart (9) und Berlin (10) insgesamt drei deutsche Standorte unter den zehn leistungsstärksten Märkten Europas (Tabelle 1). Hierbei hält München seinen relativen Status der Vorjahre im gesamtdeutschen Vergleich, während Berlin mit den diesjährigen Ergebnissen das erste Mal in der Geschichte des Index unter den zehn wachstumsstärksten Städten zu finden ist. Seit 2000 gab es keine weitere deutsche Stadt, die in der Analyse eine so kontinuierliche und starke Dynamik vorweisen kann wie Berlin. Als größter Einflussfaktor auf diese enorme Entwicklung ist vor allem die breit diversifizierte Wirtschaft der Hauptstadt in Kombination mit einem überdurchschnittlichen Potenzial an Humankapital zu nennen. Berlin ist die mit Abstand am wenigsten vom produzierenden Gewerbe abhängige deutsche Stadt im E-REGI Index und verzeichnet im gesamtdeutschen Vergleich das stärkste BIP-Wachstum seit 2019.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen:

Quelle: Brian Klinksiek, Head of European Research bei LaSalle

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DEUTSCHE FINANCE GROUP gründet Immobilien Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft

München, 02.04.2020 (OPM): Die DEUTSCHE FINANCE GROUP gründet mit der DF Deutsche Finance Development GmbH eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft für Gewerbe- und Wohnimmobilien mit Fokus auf den deutschen Immobilienmarkt.

Über Direkt-Investments, Club Deals und Joint Ventures bietet die Deutsche Finance Development Investoren Zugang zu lukrativen Investmentstrategien. Als Geschäftsführer der Gesellschaft mit Sitz in München zeichnen Roland Wüst und Markus G. Neuper verantwortlich. Beide verfügen über eine langjährige Erfahrung im Bereich Projektentwicklung und Immobilienmanagement und waren zuvor in leitender Position bei der JOST HURLER GRUPPE in München Schwabing tätig. „Mit der Deutsche Finance Development erweitern wir unsere Investment-Plattform Strategie und freuen uns, dass wir mit Roland Wüst und Markus G. Neuper, zwei sehr erfahrene und kompetente Geschäftsführer gewinnen konnten.“, so Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer, Executive Partner der DEUTSCHE FINANCE GROUP.

Quelle: DEUTSCHE FINANCE GROUP

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Börsencrash zwingt EZB zu stärkerer Reaktion und Saudi-Arabien kann nicht allzu lang gegen Russland spielen

Ein Kommentar von Andreas Billmeier, Sovereign Research Analystder Legg-Mason-Tochter Western AssetManagement

© pixabay

Bis zum Wochenende bestand die wahrscheinlichste Vorgehensweise für die EZB darin, ausreichend Liquidität für die Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Eine Zinssenkung um zehnBasispunkte war zwar voll eingepreist, aber nur ein entfernter zweiter Schritt. Dies hat sich jetzt geändert. Für die Sitzung der EZB am Donnerstag (12. März 2020) sind nun eine Zinssenkung, Liquiditätsmaßnahmen und möglicherweise auch eine Verstärkung des Programms zum Asset-Ankauf zu erwarten.

Warum? Seit Donnerstag gab eszwei zusätzliche Schocks: Erstens hat Italien zunächst das Kernindustriegebiet Lombardei und 14 benachbarte Provinzen geschlossen, was ungefähr 45bis 50Prozentdes nationalen BIP ausmacht, und mittlerweile das ganze Land unter Quarantäne gestellt. Während Italien deshalb im ersten Quartal 2020 sehr wahrscheinlich in eine Rezession gerät, wird diese Maßnahme zumindest sehr deutliche Auswirkungen auf die europäische Kernproduktions-und Logistikkette haben. Dies betrifft Italien, Teile Österreichs, der Schweiz und Süddeutschlands.

Deutschland und die Eurozone können zwar aus definitorischer Sicht im ersten Quartal nicht in eine Rezession fallen, da dazu zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativen Vorzeichen beim Wachstum stehen müssen. Aber dieser Punkt ist im Wesentlichen akademisch –der wirtschaftliche Schock wird stark sein und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Eurozone steigt zum zweiten Quartal. Mit anderen Worten: Auch die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Wiederaufschwungs schwindet.

Deshalb kann die EZB den erweiterten Charakter des Schocks nicht länger ignorieren, muss handeln und das geeignete Instrument ist eine Zinssenkung. Zu bedenken ist auch, dass der Euro nach der jüngsten Aufwertung nicht mehr in seiner Komfortzone um die 1,15 liegt und die EZB zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht sehr an einer Aufwertung der Währung interessiert ist.

Zudem werden der Zusammenbruch des OPEC+-Abkommens und die offensichtlichen Auswirkungen auf den Rohölpreis zusätzlich zum stärkeren Euro die Gesamtinflation in der Eurozone auf nullund möglicherweise sogar noch darunter drücken, wenn der Ölpreisschock nicht schnell rückgängig gemacht wird. Während die Auswirkungen auf die Kerninflation weniger stark sein werden, wird sich die Übertragung auf die Inflationserwartungen verändern: Nur weil einige Prognosen zu niedrigeren Inflationserwartungen kommen, würde die EZB nicht zu weiteren Schritten greifen. Jetzt aber hat sich die Situation umgekehrt: Wenn zu erwarten ist, dass die Gesamtinflation auf oder sogar unter null sinkt, ist fast sicher, dass die Analystenschätzungen für die Inflation absacken. Dann aber kann sie genauso gut schon jetzt dagegen vorgehen, indem sie den Betrag der gekauften Vermögenswerte von 20 auf 30 oder 40 Milliarden Euro erhöht und möglicherweise die Mischung ein wenig verändert.

Insofern ist von der EZB-Sitzung am Donnerstag nun ein relativ breites Maßnahmenpaket zu erwarten, das eine Zinssenkung, erhebliche Anstrengungen auf der Seite der Liquiditätsversorgung und auch eine Erhöhung des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten umfasst.

Exkurs zu Opec, Saudi-Arabien und Russland

Die Inflationserwartungen stehen insofern unter einer gewissen Unsicherheit, als sich die angespannte Lage zwischen Saudi-Arabien und Russland fast ebenso schnell wieder auflösen könnte, wie sie entstanden ist. Der wirtschaftliche und politische Druck auf Saudi-Arabien ist viel größer als auf Russland. Die russische Wirtschaft ist durch die Anhäufung von Reserven (+150 Milliardenin den letzten fünfJahren) seit geraumer Zeit viel immuner geworden, während für Saudi-Arabien das Gegenteil zutrifft: Die offiziellen Reserven sind im gleichen Zeitraum um etwa 250 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Aus fiskalischer Sicht betragen die Haushaltsdefizite außerhalb des Ölsektors nach den entsprechenden Berichten des IWF etwa 30 Prozent des BIP in Saudi-Arabien im Gegensatz zu etwa sechs Prozent des BIP in Russland. Saudi-Arabien kann dieses Spiel nicht sehr lange spielen.

Quelle: Legg Mason Investments (Ireland) Limited

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k-mi-Platzierungszahlen: Vermögensanlagen und Anlageklassen

©pixabay: Gerhard Altmann

Am 14.02.2020 hatten wir Ihnen die Volumina der geschlossenen Sachwertemissionen bei Privatanlegern und institutionellen Anlegern im Jahr 2019 präsentiert und das Anlagesegment der Publikums-AIF beleuchtet (vgl. ‘k-mi’ 07/20).

Die Eckdaten des Marktes im Jahr 2019: Privatanleger zeichneten 2,127 Mrd. € im Bereich der geschlossenen Sachwertinvestments (+34 % im Vergleich zu 2018). Ca. 60 % bzw. 1,283 Mrd. € entfallen hiervon auf geschlossene Publikums-AIF (vgl. ‘k-mi’ 07/20). Vermögensanlagen kommen in 2019 auf einen Marktanteil von ca. 36 % , der somit etwas höher als im Vorjahr liegt (32 % in 2018). In absoluten Zahlen platzierten Anbieter von Vermögensanlagen im Jahr 2019 knapp 770 Mio. € bei Privatanlegern. Gegenüber 2018 (505 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 52,5 %. Der Aufwärtstrend belegt, dass Vermögensanlagen zunehmend eine substantielle Rolle bei der Emission von Sachwerten einnehmen. Während die relative Verteilung der Anlagevehikel – knapp 2/3 Publikums-AIF, ca. 1/3 Vermögensanlagen – zuletzt nur geringfügig variierte, untermauert der Zuwachs der Vermögensanlagen in absoluten Zahlen am deutlichsten den Aufwärtstrend bei den geschlossenen Sachwert-Emissionen.

Bemerkenswert ist ein weiterer Aspekt: Der Aufwärtstrend wird mittels immer weniger Einzel-Emissionen getragen. Während 2017 die BaFin 93 Prospekte für Vermögensanlagen billigte (ohne Crowdinvestments), waren es 2018 nur noch 84. Im Jahr 2019 wird die Zahl deutlich darunter liegen, bei nur noch ca. 40 prospektpflichtigen Emissionen (die offizielle Anzahl der Gestattungen veröffentlicht die BaFin im Rahmen des Jahresberichts im Mai). Dieser Trend gilt im Übrigen auch für Publikums-AIF: Wurden im Jahr 2018 36 Publikums-AIF angeboten, waren es im Jahr 2019 nur noch 25.

Die Marktanteile der Unterkategorien von Vermögensanlagen am Gesamt-Platzierungsergebnis bei Privatanlegern im Jahr 2019 verteilen sich wie folgt: ++ Unternehmensbeteiligung (§ 1 Abs. 2 Ziffer 1 VermAnlG) 18,2 % ++ Namensschuldverschreibung gemäß (§ 1 Abs. 2 Ziffer 6) 10,2 % ++ Private Placement (§ 2 Abs. 1 Ziffer 3) 2,3 % ++ Nachrangdarlehen (§ 1 Abs. 2 Ziffer 4) 2,2 % ++ Direktinvestment (§ 1 Abs. 2 Ziffer 7) 1,7 % ++ Genussrecht (§ 1 Abs. 2 Ziffer 5) 1,6 %. Die gravierendste Veränderung gegenüber 2018 besteht darin, dass der Anteil der Direktinvestments von 7,3 auf 1,7 % gefallen ist.

Der Spitzenreiter im Jahr 2019 ist die ThomasLloyd Group mit einem Platzierungsvolumen von 308,51 Mio. € im deutschen Absatzmarkt im Bereich Vermögensanlagen. Hiermit nimmt ThomasLloyd in 2019 auch im Gesamtmarkt wie im Vorjahr bei den Privatanlegern den 1. Platz ein. Inklusive des Platzierungsanteils am geschlossenen AIF CTI 6 beläuft sich somit die  Gesamtvertriebsleistung von ThomasLloyd in 2019 im deutschen Privatkundengeschäft auf 309,75 Mio. €. Auf Platz 2 liegt die One Group mit einem Ergebnis von 151,2 Mio. €, auf Platz 3 TSO-DNL mit 108,3 Mio. € (umgerechnet). Die Top 10 wird komplettiert von asuco, Wattner, Solvium, DEGAG, Deutsche Lichtmiete, IMMAC und Hahn. Der nebenstehenden Tabelle können Sie die einzelnen Ergebnisse entnehmen. Hinweis: Die dort aufgeführten Umsätze enthalten neben Vermögensanlagen zu einem geringeren Teil auch ‘sonstige’ Vehikel wie stille Beteiligungen oder Privatanlegerumsätze aus Spezial-AIF etc.

Bei der Verteilung der Anlageklassen – vehikelübergreifend – im Gesamtmarkt der Privatanleger ergeben sich im langjährigen Vergleich keine signifikanten Verschiebungen: ++ Nahezu die Hälfte (48,8 %) des Privatanlager-Kapitals fließt in die Assetklasse ‘Immobilien Deutschland’ (inkl. Zweitmarktbeteiligungen) ++ ‘Internationale Immobilieninvestitionen’ akquirieren 23 %, nachdem u. a. Jamestown im Jahr 2019 wieder mit einem Fonds vertreten war  ++ Er-neuerbare Energien (inkl. energienahe Infrastruktur) kommen auf 18,6 %. Die weiteren Assetklassen können Sie der Tabelle entnehmen: Der Anteil von Container-(Direkt)-Investments nimmt weiter ab. Auch Private Equity konnte den Marktanteil des letzten Jahres (ca. 7 %) nicht halten.

‘k-mi’-Fazit: Trotz einiger Unsicherheiten aufgrund der Regulierungspläne der Politik haben sich Vermögensanlagen als wichtiges konzeptionelles Instrument für Sachwertemissionen etabliert. Bei den Anlageklassen lagen im Jahr 2019 deutsche Immobilien wieder vorn, gefolgt von den Assetklassen Internationale Immobilien und Erneuerbare Energien/Infrastruktur, die sich beide im Aufwärtstrend befinden. In den kommenden Wochen werfen wir einen detaillierten Blick in die einzelnen Anlageklassen.

Verantwortlich für den Inhalt: kapital-markt intern Verlag GmbH, Grafenberger Allee 337a, 40235 Düsseldorf, Tel: +49(0)211 6698-199, www.kapital-markt-intern.de

Quelle: wmd-brokerchannel

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Damoklesschwert des drohenden Berliner Mietendeckels lässt Kaufpreise und Mieten von Neubaueigentumswohnungen unbeeindruckt

©Project Research

Bamberg, 22.01.2020 (OPM): Berlin debattiert weiterhin über Sinn und Unsinn eines Mietendeckels. Währenddessen bestätigt die aktuelle Marktstudie von PROJECT Research auch im vierten Quartal 2019 steigende Kaufpreise bei Neubaueigentumswohnungen in der Spreemetropole als auch in allen sieben weiteren untersuchten Metropolregionen. Mit zweistelligen Zuwachsraten sind die Stadtgebiete von Düsseldorf und Köln Spitzenreiter.

Trotz der aktuellen Mietendeckeldebatte weist die Bundeshauptstadt in Q4/2019 weiterhin ein stabiles preisliches Wachstum im Verhältnis zum Vorjahresquartal auf. Seit Dezember 2018 sind die Kaufpreise um 6,7 Prozent auf einen Quadratmeterpreis von 6.761 Euro im Dezember 2019 gestiegen. Im vorherigen Quartal Q3/2019 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6.674 Euro. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent.

Berliner Bestandsmieten steigen

Ein volatiles Bild zeichnen die Neubaumietpreise: War die Entwicklung von Q3/2018 auf Q3/2019 noch leicht negativ (–1,6 Prozent), sind die Mietpreise zwischen Q4/2018 und Q4/2019 deutlich gestiegen (+8,6 Prozent). Auch beim Blick auf die Bestandsmieten ergibt sich ein Anstieg, der im Vorjahresvergleich (+0,8 Prozent) als auch im Vergleich zu Q3/2019 (+0,9 Prozent) jedoch deutlich moderater ausfällt als die Neubaumietpreise. Bis Q2/2019 war die Bestandsmietpreisentwicklung in den letzten Jahren meist konstant positiv. Im dritten Quartal 2019 sanken die Preise plötzlich um 0,30 Euro/qm, was als Effekt des angekündigten Mietendeckels gedeutet werden konnte, der in Q2/2019 bekannt wurde. »In Q4/2019 sind die Bestandsmieten wieder leicht angestiegen, was darauf hindeuten könnte, dass die Effekte des angekündigten Mietendeckels noch nicht spürbar sind bzw. weniger stark ausfallen«, so Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG.

Verlangsamung am Main, Preisboom am Rhein

Gegenüber der Studie Q3/2019 hat sich der Kaufpreisanstieg im Frankfurter Stadtgebiet von 10,1 Prozent auf 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verlangsamt. Im Düsseldorfer Stadtgebiet stiegen die Preise im vierten Quartal 2019 dagegen mit 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zweistellig, dicht gefolgt von Köln mit einem Anstieg von 11,9 Prozent. Im Mittel kostete damit ein Quadratmeter in Düsseldorf 7.399 Euro und in Köln 5.770 Euro. München liegt mit einer Kaufpreissteigerung von 7,7 Prozent im Stadtgebiet auf dem dritten Rang. Durchschnittlich lag der Angebotspreis für einen Quadratmeter bei 10.239 Euro. »In der Spitze wurde mit einem maximalen Angebotspreis von 22.627 Euro mehr als das Doppelte im Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis aufgerufen«, so Schindler. Berlin markiert mit einem maximalen Quadratmeterpreis von 20.244 Euro Platz zwei im Ranking der teuersten Städte. Frankfurt liegt mit 17.813 Euro derzeit auf dem dritten Platz.  Der maximale Quadratmeterpreis ergibt sich aus dem Durchschnitt der Angebote innerhalb eines Objekts.

Die seit 2017 quartalsweise von PROJECT Research veröffentlichte Studie »Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen« analysiert die Angebotskaufpreise im privat finanzierten Geschosswohnungsbau für die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Wien. Weitere Informationen unter www.project-research.de.

Quelle: PROJECT Research

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Kapital findet kaum Objekte – Zweistelliger Rückgang beim Transaktionsvolumen am Hotelinvestmentmarkt

Frankfurt am Main, 10.07.2019 (Marktnews): Deutlich unter dem Halbjahresniveau des Vorjahres bewegt sich das Transaktionsvolumen des Hotelinvestmentmarktes Ende Juni 2019.

Nach knapp 600 Mio. Euro in den ersten drei Monaten flossen im zweiten Quartal mit ca. 870 Mio. Euro zwar 45 Prozent mehr in die Assetklasse. In toto mit 1,47 Mrd. Euro schlägt bis zur Jahresmitte aber ein Minus von 20 Prozent zu Buche. Zweistellig ist auch der Rückgang beim Vergleich mit dem Fünfjahresschnitt (- 14%). „Die Transaktionsvolumina der Jahre 2015 bis 2018 gehören erst einmal der Vergangenheit an. In der Tat könnten auch die wenig euphorisierende Anzahl der Transaktionen von insgesamt 39 auf einen drastischen Nachfragerückgang hinweisen. Erfreulicherweise jedoch stimmt die reine Statistik nicht überein mit den realen Interessen der Investoren. Viele Anleger würden ihr Kapital nämlich gerne in einer Hotelimmobilie unterbringen, finden aber kein adäquates Produkt. Dieser Engpass betrifft insbesondere Bestandsobjekte in zentralen Lagen mit langfristigen Laufzeiten“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Und Giesemann fährt fort: „Ein Großteil der Märkte zeigt eine solide Performance mit erfreulichen Übernachtungszahlen. Triebfeder ist hier der weiterhin boomende Tourismussektor und die Nullzinspolitik, die auch bei steigenden Preisen den Käufern eine auskömmliche Rendite beschert.“

Den ausführlichen Bericht können Sie unter http://jll.de/Presse nachlesen.

Quelle: Jones Lang LaSalle SE

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Baugenehmigungen: Baupolitik ist eingeschlafen

Berlin, 19.06.2019 (Marktnews): Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen von Januar bis April 2019 in Deutschland um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sei um 5,2 Prozent, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent gesunken.

„Die Zahlen sprechen einmal mehr eine deutliche Sprache: Die Baupolitik in Deutschland ist größtenteils eingeschlafen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Offenbar schreckt Regulierung ab. Mietpreisdeckel und Modernisierungsstopp werden noch weitere Tribute fordern. Wenn das bezahlbare Wohnen und Bauen zur sozialen Frage unserer Zeit erklärt wird, dann braucht es auch die hierzu passenden Instrumente. Das bedeutet unter anderem: Stopp der Grunderwerbsteuer-Rallye der Bundesländer, Einführung der digitalen Bauakte und Erhöhung der linearen AfA. Bis das alles zieht, hilft nur ein besseres Wohngeld statt Regulierung. Wir haben Vorschläge geliefert, die Politik muss diese nur aufgreifen.“

Die 28 Vorschläge des ZIA zur Beschleunigung bei Stadtentwicklung, Planung und Bau finden Sie unter diesem LINK.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Performancewachstum trotzt schwächelnder Wirtschaftsentwicklung

FRANKFURT, 03. Mai 2019 – Der VICTOR Prime Office Indikator bestätigt im ersten Quartal 2019 mit einem Plus von 1,9 Prozent den Trend aus dem Vorquartal (Q4 2018: +2,1 %). Der aktuelle Indikatorstand liegt bei 195,7 Punkten und klettert damit weiter auf einen neuen Höchststand. Ein Großteil der Performanceänderung resultiert, ähnlich dem vierten Quartal, aus dem nochmaligen Rückgang der Spitzenrendite in der Frankfurter Bankenlage. „Damit trotzt die Entwicklung der Preise für Bürospitzenimmobilien der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung in Deutschland“, so Ralf Kemper, Head of Valuation & Transaction Advisory JLL Germany. Kemper erläutert: „2018 basierte die Performance des VICTOR im Wesentlichen auf Mietsteigerungen in der Breite, einem kontinuierlichen Ansteigen der Spitzen- und Durchschnittsmieten in den untersuchten Märkten. Im Gegensatz dazu war die Mietentwicklung während der ersten drei Monate 2019 lediglich in zwei Märkten positiv.“ Weiter zugelegt haben die nach Indikatorstand führenden Spitzenlagen in Berlin und Hamburg, während sich die Dynamik des Vorjahres in München, Frankfurt und Düsseldorf beruhigt hat. „Isoliert betrachtet müsste sich diese Beruhigung auf Grund kürzlich veröffentlichter Prognosen, beispielsweise der Absenkung des Wirtschaftswachstums in Deutschland für 2019 auf lediglich 0,5 % oder der laut Ifo-Index nach einem Zwischenhoch aktuellen Verschlechterung der Stimmung in den deutschen Firmen, verstetigen. Was allerdings prinzipiell gegen eine Stagnation der Mietpreise spricht, sind die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten in den deutschen Bürohochburgen. Die zeigen sich unbeeindruckt: Hohe Nachfrage, aber wenig Auswahl, teilweise herrscht quasi Vollvermietung“, so Kemper, und der JLL Experte ergänzt: „Dies dürfte das Mietpreisniveau in den 1A-Bürolagen in 2019 weiter ansteigen lassen. Offensichtlich ist auch, dass die Toplagen weiterhin viel Kapital anziehen, nationales wie internationales. Zusammen mit den möglichen Impulsen aus dem Vermietungsmarkt sorgt das im laufenden Jahr in einzelnen Märkten für eine weitere Renditekompression. Immer vorausgesetzt, für die vielfältigen Unwägbarkeiten werden akzeptable Lösungen gefunden.“

Starke Renditekompression der Frankfurter Bankenlage als Wachstumstreiber

Wie bereits im Vorquartal (+3,3%) bleibt die Frankfurter Bankenlage mit einem satten Performanceanstieg von +4,6 Prozent Spitzenreiter. Der neue Indikatorstand beträgt 191,0 Punkte und liegt nur noch knapp unter dem Durchschnitt der fünf untersuchten Metropolen. Vor allem in den letzten beiden Quartalen hat Frankfurt einen deutlichen Zuwachs bei der Wertperformance erlebt. Die Frankfurter Bankenlage hat in den vergangenen Monaten durch Renditekompression eine rasante Preisentwicklung hingelegt. Die Spitzenrendite ist seit Herbst 2018 insgesamt um 30 Basispunkte gesunken. Angedeutet hatte sich das bereits Anfang 2018, konnte damals aber mangels gehandeltem Produkt noch nicht verlässlich nachvollzogen werden. Transaktionen von Anfang dieses Jahres wie etwa das Eurotheum oder das Marienforum haben nun das 31-fache bzw. sogar mehr als das 33-fache einer Jahresmiete erzielt. „Das Geld für Investments ist in ausreichender Menge vorhanden. Wenn auch das entsprechende Büroobjekt im Angebot ist, ist die Bereitschaft einiger Investoren groß, für Top-Immobilien Top-Preise zu zahlen. Das hat die Spitzenrendite im ersten Quartal 2019 in Frankfurt erstmals auf unter 3 Prozent gedrückt – und das Ende der Fahnenstange dürfte damit noch nicht erreicht sein“, so Kemper. Frankfurt folgt damit Berlin, wo die Spitzrendite bereits seit Ende 2017 bei 2,9 Prozent liegt.

Platz zwei in der Performance-Statistik geht an die Münchener Innenstadt, die einen Anstieg des Indikators um +2,1 Prozent auf 194,9 Punkte verzeichnet, ebenfalls basierend zum einen auf einer Anpassung der Spitzenrendite um 10 Basispunkte, zum anderen auf einem weiteren leichten Anstieg der Spitzenmiete. In den anderen Städten konnten im ersten Quartal 2019 keine signifikanten Änderungen beobachtet werden. Immerhin zugelegt haben noch die Hamburger Innenstadt mit einem Plus von 0,9 Prozent (neuer Indikatorstand 207,3 Punkte) sowie die Berliner Innenstadt (+0,5 %, 211,2 Punkte). Schlusslicht ist die Düsseldorfer Bankenlage mit einem Performancerückgang von – 0,3 Prozent: In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben, nach deutlichen Anstiegen bei Spitzen- und Durchschnittsmieten im vergangenen Jahr, im ersten Quartal 2019 mehr Transaktionen im mittleren Spitzensegment stattgefunden mit der Folge, dass die Durchschnittsmiete in der 1A-Bürolage leicht zurückgegangen ist. Der neue Indikatorstand liegt bei 179,8 Punkten.

Unter dem Strich hat sich die laufende Jahresperformance in den 1A-Bürolagen mit +6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Q4 2018: +6,3 %) nur minimal verändert, bewegt sich damit deutlich unter den Werten der Vergangenheit, die mit über 17% ihren Höchststand im ersten Quartal 2017 erreicht hatten. Auch der Total Return notiert im ersten Quartal auf ähnlichem Niveau wie drei Monate zuvor (+9,6 % gegenüber +9,5 % in Q4 2018). Dieses Gesamtbild verändert sich lagebezogen: Nach Platz vier im letzten Quartal hat sich die Frankfurter Bankenlage mit +12,3 Prozent an die Spitze der Total Return Statistik gesetzt, gleichauf mit Düsseldorf. Dort profitiert die Bankenlage von der starken Entwicklung im gesamten Jahr 2018. Der aktuell leichte Performance-Rückgang hat am guten Standing nichts geändert. Dafür waren die Ergebnisse der Quartale zuvor zu stark. Frankfurt und Düsseldorf verbuchen also einen deutlich überdurchschnittlichen, zweistelligen Zuwachs. Für die 1A-Bürolagen in den anderen drei Städten ist ein jeweils merklich niedrigerer Total Return zu notieren: Die Berliner Innenstadt verzeichnet ein Plus von 9,2 Prozent, München und Hamburg kommen auf + 6,8 Prozent bzw. +6,5 Prozent. Auch eine weitere Kennziffer weist auf eine positive Entwicklung hin. Der Risikoaufschlag (JLLPRP, Prime Risk Premium), der kalkulatorische Aufschlag auf den risikofreien Zins, den ein Investor für sein Investment in eine Spitzenimmobilie erwartet, hat unter den bestehenden Rahmenbedingungen auch im ersten Quartal 2019 nur mäßig nachgegeben. Mit 239 Basispunkten notiert er lediglich 11 Basispunkte unter dem Niveau des dritten Quartals in 2017. Damit sind seit 15 Monaten trotz der Verteuerung der Kaufpreise, die sich auch im Victor Indikatorstand niederschlagen, keine großen Schwankungen zu beobachten. Ein sinkender risikoloser Zinssatz steht damit einer in gleichem Maße sinkenden internen Zinsfußerwartung der Investoren gegenüber. Kemper abschließend: „Die Meinungen gehen bei der Frage, inwieweit der Markt sich inzwischen dem ‚Peak‘ angenähert hat, nach wie vor auseinander. Dies gilt auch für die Diskussion, ob die nun zuletzt beschleunigte Renditekompression in Frankfurt möglicherweise die Hinleitung zu einer allgemeinen Trendwende ist. Für diese These könnte sprechen, dass die Preise in der Frankfurter Spitzenlage während der letzten Boomphase im bundesweiten Vergleich am spätesten anzogen haben, erst kurz vor der Finanzkrise das niedrigere Renditeniveau der anderen vier Immobilienhochburgen erreicht wurde und es danach mit dem Indikatorstand in allen Städten bergab ging. Allerdings: die momentane Preisentwicklung ist stark getrieben durch anhaltenden Kapitaldruck gepaart mit signifikanter Produktknappheit im Spitzensegment und starken Impulsen aus den Vermietungsmärkten. Dies alles spricht eher für eine lange Hochpreis- Phase. Bis dato haben alle geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken keinen essentiell negativen Einfluss auf das Investitionsverhalten in Deutschland. Und auch derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich 2019 daran etwas ändern wird und eine nachhaltige Eintrübung der Investmentmärkte in Deutschland zu erwarten ist. Schwächere Weltkonjunktur, Halbierung der Wachstumsprognose in Deutschland, globale Handelsdispute, Unklarheiten beim Brexit mit dem worst case eines ungeordneten Ausstiegs: diese stetigen Begleiter lassen die Unternehmen allerdings vorsichtiger agieren.“

Quelle: JLL Deutschland

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Fonds sammeln über 77 Milliarden Euro ein

Frankfurt, 8. November 2018 – Investmentfonds erzielten von Anfang Januar bis Ende September Netto-Zuflüsse von 77,2 Milliarden Euro.

Offene Spezialfonds steuerten 58,3 Milliarden Euro bei. Offene Publikumsfonds sammelten 17,8 Milliarden Euro und geschlossene Fonds 1,1 Milliarden Euro ein. Aus freien Mandaten flossen 13,8 Milliarden Euro ab. Allein im September verzeichneten Fonds ein Neugeschäft von knapp 6 Milliarden Euro. Die Fondsbranche verwaltet ein Vermögen in Fonds und Mandaten von über 3 Billionen Euro.

Aktiv gemanagte Aktienfonds mit Zuflüssen

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen Mischfonds mit 19,2 Milliarden Euro an. Davon flossen 14,2 Milliarden Euro in Fonds, die jeweils zur Hälfte in Aktien und in Renten investieren. Diese Gruppe hat ihren Anteil am Neugeschäft seit Anfang 2017 wieder ausgebaut. Derzeit entfallen auf ausgewogene Mischfonds knapp drei Viertel der Zuflüsse. Aktienbetonte Mischfonds sammelten 3 Milliarden Euro und Fonds mit Fokus auf Anleihen 2 Milliarden Euro ein.

Immobilienfonds belegen mit Netto-Zuflüssen von 4,4 Milliarden Euro den zweiten Platz auf der Absatzliste. Es folgen Aktienfonds, die 4 Milliarden Euro erzielten. Davon entfällt jeweils die Hälfte auf aktiv gemanagte Fonds und auf Aktien-ETFs. Aus Rentenfonds zogen Anleger per Saldo 4,8 Milliarden Euro ab. Abflüsse verzeichneten insbesondere Rentenfonds mit Schwerpunkt auf kurzlaufende Anleihen im Umfang von 2,6 Milliarden Euro und Fonds mit Schwerpunkt auf Unternehmensanleihen im Umfang von 1,7 Milliarden Euro.

Eine Billion Euro verwalten Spezialfonds für Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen

Der Anteil von Altersvorsorgeeinrichtungen, zum Beispiel Pensionskassen und Versorgungswerke, am Vermögen der offenen Spezialfonds ist seit Ende 2016 von 22 Prozent auf 28 Prozent gestiegen. Sie haben 463 Milliarden Euro in Spezialfonds investiert. Die volumengrößte Anlegergruppe sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Sie haben ein Vermögen von 553 Milliarden Euro angelegt. Ihr Anteil ist seit Ende 2016 von 37 Prozent auf 34 Prozent gesunken.

Die Zuflüsse bei Spezialfonds stammen überwiegend von Altersvorsorgeeinrichtungen. Sie vertrauten den Fonds von Anfang Januar bis Ende September 2018 netto 20,3 Milliarden Euro neue Mittel an. Das ist über ein Drittel des Neugeschäfts. Bereits in den beiden Vorjahren waren Altersvorsorgeeinrichtungen der Treiber im Neugeschäft.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 08. November 2018

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