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Category Archives: Immobilien Ausland

Vertrieb des TSO Active Property III fortgeführt

Nach der initialen Platzierungsphase des TSO Active Property III, die Anfang Oktober 2020 endete, ist nun am 3. November 2020 dessen Fortführungsverkaufsprospekt gebilligt worden. Anleger haben ab sofort bis Anfang November 2021 die Chance, weiter in die erfolgreiche Anlagestrategie von TSO zu investieren.

Bereits bis August 2020 konnten ca. 50 Millionen US-Dollar für den TSO Active Property III eingeworben werden. Dieser Wert ist nunmehr auf über 70 Millionen US-Dollar angewachsen (Stand Anfang November 2020). Dabei kann TSO auf eine stattliche durchschnittliche Anlagesumme blicken, sie beläuft sich auf ca. 51.000 US-Dollar. Eine weitere Zahl, die beweist, dass Anleger auf TSO-Produkte vertrauen: Von den insgesamt ungefähr 1.400 Anlegern haben über 1.000 bereits in die vorherigen Beteiligungen von TSO investiert. „Gerade die Wiederanlagequote bestärkt uns immer wieder in unserer Strategie. Hier findet sich sogar eine ganze Reihe von Anlegern, die bereits in mehr als nur zwei Produkte investiert haben,“ so Christian Kunz, Sales & Marketing Manager bei TSO.

Erfreulicherweise konnte auch die weltweite Corona-Pandemie den Erfolg des TSO Active Property III nicht bremsen. „Wir sind zuversichtlich, dass der TSO Active Property III weiterhin sehr gut angenommen wird. Für uns ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die guten Zahlen auch das Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern sind. Sie machen gerade auch in dieser Corona-Pandemie einen hervorragenden Job,“ betont Christian Kunz. „Die Fortführung gibt uns jetzt die Möglichkeit, den TSO Active Property III gemeinsam weiter nach vorne zu bringen.“

Im Oktober 2019 aufgelegt, absolvierte die Beteiligung eine sehr gute Frühzeichnerphase und konnte auch in der schwierigen Zeit ab März 2020 überdurchschnittliche Erfolge verzeichnen. Wer frühzeitig in den TSO Active Property III investiert hatte, konnte bereits einen Frühzeichnerbonus von 4 % seiner Beteiligungssumme verbuchen, auch die Quartalsausschüttungen von 2 % (8 % p.a.) konnte die Beteiligung planmäßig vornehmen. Im Januar 2020 wurden die Class A-Immobilien Mansell I und II in Alpharetta (Georgia) für die Beteiligung angekauft, später folgten zwei Grundstücke in Naples (Florida) sowie Venice (Florida), auf denen Selbstlagerzentren errichtet werden. Weitere Projekte werden aktuell auf den Weg gebracht.

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Deutscher BeteiligungsPreis 2020 für PATRIZIA

Die erhaltene Urkunde zum BeteiligungsPreis 2020 in der Kategorie TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen

Die Jury des Deutschen BeteiligungsPreis zeichnet die PATRIZIA AG in der Kategorie TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen (Immobilien Europa) für das Produkt Patrizia Wohnen Europa Plus aus. Herzlichen Glückwunsch.

Herr Friedrich Wanschka ehrte die Preisträgerin folgendermaßen:

Liebe Teilnehmer des diesjährigen Deutschen Beteiligungspreises. Leider hat Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. So kann ich meine Laudatio an Patrizia nur per Video vornehmen. 

Es wird für Anleger immer schwieriger positive Erträge in der Kapitalanlage zu erwirtschaften. Die langandauernde Niedrigzinsphase und die Auswirkungen von Corona auf die Börsen machen Sachwertinvestitionen immer attraktiver. Besonders sicherheitsorientierte Angebote wie Gold, Silber oder Immobilien. 

Für Normalanleger wie institutionelle Investoren ist die Wohnimmobilie zuletzt immer stärker in den Fokus gerückt. Früher als langweiligste Immobilien-Assetklasse verschrien, ist diese heute ein Stabilitätsbringer in jedem Immobilienportfolio.  

Es ist klassischer Weise nicht einfach in Wohnimmobilien zu investieren. Die Preise in den Metropolen sind hoch, die Risiken durch Vermietung einer einzelnen Immobilie sollte man auch nicht übersehen. Investitionen in AIF-Produkte kann man ab 10.000 – 20.000 Euro tätigen, in sogenannte Crowdfundingangebote kann man bereits ab 500 Euro investieren, diese haben aber auch Ausfallrisiken durch Nachrangmodelle und etwaige Mängel in der Verwaltung die zu Insolvenzen führen können. 

Diese Lücke schliesst nach Ansicht der Jury der aktuelle PATRIZIA Grundinvestment- Fonds „Europa Wohnen Plus“. 

Der Fonds investiert den größten Teil der möglichen Investitionen in den bereits existierenden Spezial-AIF „PATRIZIA Europe Residential Plus“ einem alternativen Investmentfonds nach luxemburgischen Recht mit einer Mindestanlagesumme von 200.000 Euro für professionelle und semiprofessionelle Investoren.   

Daneben sollen Investitionen in weitere Zielfonds bzw. geeignete Vermögensgegenstände zur Diversifizierung getätigt werden. 

Schwerpunkt ist die Wohnimmobilie und gemischt genutzte Immobilien mit untergeordneten ergänzenden Nutzungsarten wie Parken, Praxen oder Büros.  

Alternative Wohnformen können Studentenappartements, betreutes Wohnen und Mikroappartments sein. 

Der Fonds plant Auszahlungen von 3,5 und 4 Prozent vor Steuern pro Jahr. Als Gesamtrendite wird 4,5 Prozent p.a. angestrebt. 

Die Besonderheit für diesen Publikums AIF sind die Eliminierung von doppelten Gebührenstrukturen durch die weitgehende Vermeidung von Kosten im Publikumsfonds sowie die niedrige Einstiegsgröße von 5.000 Euro zzgl. Agio. 

Patrizia als Emittent und der Firmenverbund ist seit mehr als 35 Jahren erfolgreich auf dem europäischen Immobilienmarkt aktiv und hat mehr als 42 Milliarden Immobilien under Management.    

Das Argument der Jury:  

„Patrizia ist mit dem Immobilien-AIF Europa Wohnen Plus ein Publikumsfonds gelungen, der zum einen in ein derzeit begehrtes und risikoarmes Immobiliensegment investiert sowie durch seine Konzeption und Mindestzeichnung eine echte transparentere Alternative zu einem offenen Immobilienfonds darstellt.“ 

Herzliche Gratulation meinerseits an die PATRIZIA zur Auszeichnung mit dem Deutschen Beteiligungspreis 2020! 

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Der Deutsche BeteiligungsPreis 2020 würdigt Herausragende der Sachwertbranche

Landshut, 23.10.20- Die Verlegerlegende Dr. Frank Werner wird mit dem persönlichen Ehrenpreis im Rahmen des Deutschen BeteiligungsPreises 2020 geehrt

„Die Sachwertbranche trotzt der Corona-Pandemie“- das hätte Edmund Pelikan, Juryvorsitzender des Deutschen BeteiligungsPreises, gerne verkündet. Aber die am 23. Oktober 2020 geplante kleine Feierstunde in Landshut, fiel den erhöhten Corona-Schutzmaßnahmen der letzten Tage zum Opfer. So wurden kurzerhand neben Einzelverleihungen die neuen Medien genutzt um digitale Preisübergaben zu vollziehen.

Trotz der Verlagsentscheidung die Preise 2020 nicht persönlich im festlichen Rahmen zu verleihen, stehen auch dieses Jahr noch die Menschen beim Deutschen BeteiligungsPreis im Mittelpunkt.

Den Ehrenpreis Medien erhielt Dr. Frank B. Werner für sein über Jahrzehnte andauerndes außerordentliches Wirken als Verleger und Investor insbesondere im Münchner Finanzenverlag. Laudator Frederick Garnies würdigte ausführlich Dr. Werners Verdienste für die Finanz- und Sachwertbranche und überreichte der Verlegerlegende die Ehrung.

Alle persönlichen Ehrenpreisträger werden in die Hall of Fame der Beteiligungsbranche aufgenommen, die unter dem Link beteiligungsreport.de/hall-of-fame/ abrufbar ist.

Die weiteren Preisträger, die 2020 ausgezeichnet wurden sind:

In der die Kategorie TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen (Immobilien Deutschland)+ die Zusatzauszeichnung „Performer des Jahres“
PI ProInvestor Immobilienfonds 5, Röthenbach

In der Kategorie TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen (Immobilien Europa)
Patrizia GrundInvest Europa Wohnen Plus, Augsburg

In der Kategorie TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen (Immobilien USA)
DNL Exclusive Opportunity 1, Düsseldorf

In der Kategorie TOP institutionelles Investmentvermögen (Energie)
ÖKORENTA ÖKOstabil 7 (Spezial-AIF), Aurich

In der Kategorie TOP institutionelles Investmentvermögen
Nixdorf-LHI Immobilienfonds Wohnen im Alter (Spezial-AIF), München-Pullach

In der Kategorie TOP anlegerorientierte Investmentberatung
Werner Dörrbecker, Osirs Investments, Schwalmstadt

In der Kategorie TOP Managementseriosität
PROJECT Imvestment, Bamberg

In der Kategorie Ehrenpreis der Journalisten + der Zusatzauszeichnung „AIF des Jahres“
Primus Valor ImmoChance Deutschland Rendite Plus 10, Mannheim

In der Kategorie TOP Direktinvestment

12.18, BEECH Resort, Fleesensee

Die Sachwertbranche erfährt gerade in Corona-Pandemie-Zeiten, die flankiert werden durch Staatsschuldenexplosion, großen Zuspruch – und das auch im institutionellen Bereich. Dabei sollte aber immer die Qualität im Auge behalten werden und offen nach Leistungsbilanzen beziehungsweise Performanceberichten gefragt werden. Hier schreiten viele der oben ausgezeichneten Unternehmen mit überdurchschnittlicher Transparenz vorneweg. Deshalb bittet Juryvorsitzender Edmund Pelikan bei seinen Gratulationsschreiben die Preisträger, in punkto Anlegerorientierung nicht nachzulassen und die Investoren weiterhin mit Qualität zu überzeugen. Sein Dank gilt dabei auch den Medienkollegen Beatrix Boutonnet, Werner Rohmert, Friedrich Wanschka sowie den weiteren Laudatoren Frederick Garnies, Stefan Helm, Dr. Stefan Kunowski, Dr. Alfred Schmeding, Helmut Schulz-Jodexnis und Volker Weber.

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TSO schüttet in Krisenzeiten über 10 Millionen US-Dollar aus

Frankfurt, 02. September 2020 – Dank eines sorgfältigen Cash-Managements in der gegenwärtigen Krisensituation ist TSO in der Lage, über 10 Millionen US-Dollar für das zweite Quartal 2020 an die Investoren auszuschütten. Damit hat TSO nun seit 56 Quartalen, bzw. seit 14 Jahren, ohne Unterbrechung Quartalsausschüttungen geleistet.

Im Juni dieses Jahres hat TSO das 14. Jahr erfolgreicher und profitabler Geschäftstätigkeit abgeschlossen: Seit 2006 wurden etwa 764,7 Millionen US-Dollar im Rahmen der öffentlich angebotenen Beteiligungen am deutschen Marktplatziert. Voraussichtlich wird noch in diesem Jahr die 800 Millionen US-Dollar-Marke überschritten. TSO hat in dieser Zeit kontinuierlich Ausschüttungen vorgenommen, die bis heute mehr als 377,4 Millionen US-Dollar betragen.

„Auf diese Leistungsbilanz sind wir besonders stolz. Wir sind äußerst dankbar für das Vertrauen, das uns unsere Anleger über diesen Zeitraum entgegengebracht haben und hoffentlich auch in Zukunft entgegenbringen werden“, so A. Boyd Simpson, Gründer und Präsident von The Simpson Organization (TSO). „Es ehrt uns, bereits mehr als 7.000 deutsche Limited Partner in unseren Beteiligungen betreuen zu dürfen und mit Hunderten von Vertriebspartnern auf dem deutschen Markt zusammenzuarbeiten.“

In einer Zeit, die aufgrund von COVID-19 und politischer Disruption, großer Unsicherheit unterliegt, passt TSO die kurz- und langfristigen Geschäftspläne an die sich ständig ändernde Faktenlage an. „Auf der Grundlage zahlreicher Peer-Group-Daten zu Mieterhebungen aus öffentlichen und privaten Quellen und einer sehr genauen Analyse jedes einzelnen Mieters unserer Objekte, haben wir die Ausschüttungen für das zweite Quartal 2020 sorgfältig und auf konservativer Basis bemessen“, erläutert Simpson. „Gegenwärtig betrachten wir ein sorgfältiges und umsichtiges Cash-Management als unser oberstes Ziel.“
Die TSO Beteiligungen können dadurch folgende Ausschüttungen leisten:
Der TSO-DNL Fund II, TSO-DNL Fund III und der TSO-DNL Active Property II schütten jeweils volle 2 Prozent aus.
Bei drei Vermögensanlagen werden die Ausschüttungen reduziert. Dazu gehören der TSO-DNL Fund IV, bei dem die Ausschüttung um 1 Prozent reduziert werden, wodurch das kostenintensivste Darlehen der Beteiligung (im Objekt Executive Tower) bedient werden kann. Somit fallen keine Fremdkapitalkosten mehr an.
Der TSO-DNL Active Property reduziert wegen der Einzelhandelsimmobilien Vero Beach und Warehouse Row die Ausschüttung um 0,75 Prozent.
Zusätzlich nutzt der TSO RE Opportunity die Marktchancen und erwirbt ein weiteres Grundstück (Southern Commons). In diesem Rahmen reduziert sich die Ausschüttung auf 1 %.
Gute Nachrichten gibt es auch für die Anleger der TSO Active Property III: nach dem bereits ausgeschütteten Frühzeichnerbonus leistet TSO nun die ersten Quartalsausschüttungen in Höhe von 2 Prozent pro Quartal für das 4. Quartal 2019 sowie das 1. und 2. Quartal 2020.
Immobilien schneiden in Abschwungphasen besser als viele andere Anlageklassen ab: Die Zinssätze für Fremdfinanzierung von Gewerbeimmobilien sind niedriger als jemals zuvor in der Geschäftstätigkeit von TSO. „Dies bietet eine bedeutende Gelegenheit für Einsparungen im Rahmen von Refinanzierungen, was wir im großen Stil umsetzen. Daneben können Darlehen für neue Immobilien zu ausgezeichneten Konditionen aufgenommen werden, weshalb wir auch an dieser Stelle das Tempo erhöhen“, erklärt Simpson.

TSO konnte in den letzten Monaten Refinanzierungen von sieben Objekten abschließen, was den Cashflow des Unternehmens insgesamt um etwa 3 Millionen US-Dollar pro Jahr verbessern wird. Gegenwärtig verfolgt TSO sieben weitere Refinanzierungen, die, wenn sie gemäß der Zielvorgabenabgeschlossen werden, zu einer zusätzlichen Portfoliooptimierung von über 4 Millionen US-Dollar jährlich führen werden.
„Wir setzen unser Management entschlossen fort, um die kurzfristigen Auswirkungen auf unser Geschäft zu minimieren und Gelegenheiten zur langfristigen Wertsteigerung zu nutzen“, fasst Simpson zusammen. Betreffend Mieteinnahmen in den Krisenmonate führt er aus: „Mit unseren Bemühungen sind wir auch bislang erfolgreich. Unsere erzielten Ergebnisse liegen unter den obersten 10% des Marktumfelds.“

Quelle: The Simpson Organization, Inc. („TSO“) (Pressemitteilung vom 02.09.2020)

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BVT investiert für aktuellen Publikumsfonds in Boston

München, 03. Juli 2020 –Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat als Spezialist für Investitionen in Projektentwicklungen im US-Mietwohnungsmarkt mit der BVT Residential USA 15 GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (BVT Residential USA 15) die erfolgreiche Serie mit Investments in US Multi-Family Housing mit einem weiteren Fonds für private Anleger fortgesetzt. Bereits in der frühen Platzierungsphase konnte der BVT Residential USA 15 eine Kapitalbeteiligung von 91,7 Prozent an der Projektentwicklungsgesellschaft „The Residences at the Loop, LLP“ anbinden, die ein Projekt mit 156 Apartments in Methuen, Massachusetts, entwickelt.

BVT Residential USA 15 konnte die „Class-A“ Projektentwicklung Criterion „Methuen“ mit 156 Apartments in 83 Pleasant Valley Street in Methuen, Massachusetts, durch eine Kapitalbeteiligung von 91,7 Prozent anbinden. Methuen ist mit 51.000 Einwohnern Teil von „Greater Boston“ mit rund 4,9 Millionen Einwohnern und liegt 32 Meilen nördlich der Bostoner Innenstadt. Aufgrund der ausgezeichneten Anbindung an das Bundesstraßennetz und den öffentlichen Nahverkehr ist Methuen vor allem als Wohnort beliebt. Die Zugpendelstrecke „MBTA Commuter Rail“ führt von Methuen direkt in die Bostoner Innenstadt. Boston gilt mit über 80 Colleges und Universitäten und mehr als 250.000 Studenten als Wirtschafts-, Kultur- und Wissenschaftszentrum der Neuenglandstaaten. Hochschulen von Weltruf sind hier ansässig, wie die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.). Boston gehört laut dem Immobilienanalysten CBRE zu den Top-4-Märkten für Multi-Family Residential in den USA. In dem Zielmarkt Boston hat die BVT bereits mehrere Residential-Projekte erfolgreich begleitet.

Quelle: BVT Unternehmensgruppe (PM vom 03.04.2020)

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Wie sich COVID-19 auf europäische Immobilien auswirkt

© shutterstock

London, 8. April 2020 – Da sich COVID-19 immer weiter ausbreitet und die Reaktion der Regierung sich daran orientiert, analysieren wir die jüngsten Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt.

Am 12. März erklärte die Weltgesundheitsorganisation Europa zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Die Regierungen auf dem Kontinent versuchen, die Ausbreitung des Virus durch beispiellose Maßnahmen wie begrenzte, soziale Interaktionen zu unterdrücken. Einige Maßnahmen mögen strikter sein als andere. Nichtsdestoweniger stören diese Maßnahmen die Wirtschaftstätigkeit auf bislang ungeahnte Weise – mit erheblichen Auswirkungen auf den Immobiliensektor.In China lässt sich zunehmend erkennen, dass eine erzwungene Pause in großen Teilen der Wirtschaft zu drastischen Produktionseinbrüchen führt. Dies gibt uns einen deutlichen Hinweis darauf, wohin sich die europäische Wirtschaft entwickelt.

Die Auswirkungen können sich je nach geografischer Lage unterscheiden. In einigen Ländern ist die Bevölkerung älter – und damit auch anfälliger. Einige haben stabilere Gesundheitssysteme, während andere Länder stärker unter den gestörten Lieferketten leiden oder eine größere Abhängigkeit vom Tourismus aufweisen. Allen Ländern ist gemeinsam, dass sie mit Bangen in die nahe Zukunft blicken.

Schnelle Reaktionen sind entscheidend

Für Immobilienanleger sind etliche Ertragsströme bedroht, da die Mieter nicht genügend Einnahmen erzielen, um Mietzahlungen zu leisten und im Extremfall ihre Geschäftstätigkeit zu erhalten. Restaurants, Cafés und Bars sind geschlossen. Viele Geschäfte sind entweder auf absehbare Zeit geschlossen oder verzeichnen einen starken Rückgang der Kundenfrequenz. Andere Unternehmen leiden unter unterbrochenen Lieferketten, praktischen Einschränkungen für die normale Geschäftstätigkeit und einem starken Rückgang der Nachfrage.

In einem derart schwierigen Umfeld versuchen die Anleger abzuschätzen, wie lange diese strikten staatlichen Maßnahmen noch in Kraft bleiben werden und ob die politischen Entscheidungsträger geeignete Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen ergreifen.

Die Realität ist, dass wir nicht wissen, wie lange die Unterbrechung des normalen Lebens dauern könnte. Vieles wird von der Fähigkeit der Gesundheitssysteme abhängen, die Kapazitäten aufrechtzuerhalten und hoffentlich bei Bedarf zu erweitern. Auch das Tempo, mit dem die Durchführung von Tests gesteigert und beschleunigt werden können, ist entscheidend. Und obwohl nicht klar ist, ob pharmazeutische Interventionen kurzfristig Abhilfe schaffen können, werden zu diesem Zweck enorme Ressourcen eingesetzt.

Was die Eingriffe der Politik betrifft, können die bisherigen Reaktionen der Regierungen und Zentralbanken ein gewisser Trost sein. Es wurden große finanz- und geldpolitische Pakete angekündigt, und – was entscheidend ist – die Staaten haben immer wieder ihre Bereitschaft signalisiert, mehr zu tun.

Einige Hilfsmittel und Strategien, die im Zuge der globalen Finanzkrise entwickelt wurden, sind verfügbar, und die politischen Entscheidungsträger setzen sie in schnellem Tempo ein. Die Corona-Krise ist jedoch anders geartet als frühere Krisen. Die globale Finanzkrise war eine Liquiditätskrise, die eine Solvenzkrise nach sich zog. Im Gegensatz dazu stehen wir heute vor einer globalen Gesundheitskrise, die sich unmittelbar und direkt auf die Solvenz auswirkt.

Es gibt daher Grenzen für das, was die Geldpolitik erreichen kann. Massive Anleiheankaufprogramme und Liquiditätsspritzen tragen dazu bei, disruptive Verwerfungen auf den Finanzmärkten zu verhindern und das Bankensystem gesund genug zu halten, um die Kreditvergabe an in Schieflage geratene Unternehmen (mit staatlichen Garantien) aufrecht zu erhalten. Entscheidend sind jedoch gezielte finanzpolitische Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um die Unternehmen so lange über Wasser zu halten, wie die Auswirkungen dieser Krise andauern.

In Frankreich kündigte die Regierung Notfallmaßnahmen an, darunter die Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Sie ist auch bereit, Kreditgarantien von bis zu 300 Milliarden Euro anzubieten. Die britische Regierung hat ähnliche Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 544 Milliarden Pfund Sterling getroffen.

Langfristig werden Zinssenkungen, quantitative Lockerung und große Konjunkturpakete die Erholung beschleunigen, wenn sie eintritt. In der Zwischenzeit stehen die Immobilien-Investmentmärkte jedoch vor großen Herausforderungen. Die Geschäftsvolumina verringern sich und da die Preisfindung schwer fassbar ist, wird die Marktaktivität wahrscheinlich für längere Zeit gedämpft werden. Nach einem stabilen Jahresbeginn haben wir im Vereinigten Königreich beispielsweise im März einen Rückgang der Anzahl der am Markt platzierten Vermögenswerte erlebt.

An den öffentlichen Märkten weist die Preisgestaltung auf ein Abwärtsrisiko für die Bewertungen hin. An den privaten Immobilienmärkten erfolgen die Anpassungen tendenziell in einem gleichmäßigeren Tempo – unter der Prämisse, dass dies keine normalen Zeiten sind.

Die Auswirkungen der Krise werden unterschiedlich sein

Sogenannte Long-Income Vermögenswerte, die langfristige Erträge erbringen, haben in der Vergangenheit in Abschwungphasen defensive Eigenschaften gezeigt. Fonds, die sich auf solche Vermögenswerte konzentrierten, erzielten während der globalen Finanzkrise eine relative Outperformance. Die Anleger bevorzugten die sicheren, langfristigen Cashflows dieser Fonds. Immobilienwerte, die durch langlaufende staatliche oder staatlich geförderte Ertragsströme gesichert sind, dürften am widerstandsfähigsten sein.

Am anderen Ende des Spektrums scheinen risikoreichere, wachstumsorientierte Immobilienstrategien in naher Zukunft anfälliger zu sein. Was die Erschließungen betrifft, besteht angesichts der unterbrochenen Lieferketten und des vorübergehend verringerten Arbeitskräfteangebots eine erhöhte Unsicherheit hinsichtlich des Zeitplans und der Kosten der Projekte. Bei Erschließungen, die in den kommenden Monaten abgeschlossen werden, wird das Vermietungsgeschäft wahrscheinlich gedämpft sein. Generell ist es wahrscheinlich, dass Anleger Vermögenswerte meiden werden, wenn es Leerstände gibt oder Mietverträge kurz vor dem Auslaufen stehen.

Konjunkturrückgänge können auch strukturelle Veränderungen beschleunigen. Dies gibt Anlass zur Sorge bezüglich des Einzelhandels für zyklische Konsumgüter, der als einer der ersten Sektoren von COVID-19 betroffen war, insbesondere in vom Tourismus abhängigen Regionen. Neben dem Gastgewerbe gibt es hier erste Anzeichen für ausbleibende Mietzahlungen und mögliche Insolvenzen. Anleger, die versucht haben, den Veränderungen im Verbraucherverhalten zuvorzukommen, indem sie ihr Engagement in schwächeren Einzelhandelsimmobilien reduziert haben, werden wahrscheinlich weniger Verluste erleiden.

Einzelhändler im Bereich der Basiskonsumgüter wie Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sind möglicherweise weniger von einem starken Nachfragerückgang betroffen, können aber dennoch vor operativen Herausforderungen stehen.

Im Bürosektor sind die Stabilität der Verträge und Qualität der Bilanzen der Mieter entscheidende Faktoren. Vermögenswerte an den öffentlichen Kreditmärkten werden so bewertet, als ob das Ausfallrisiko bei schwächeren Verträgen schnell gestiegen wäre. Vermögenswerte, die durch Mietverträge mit dem Staat und öffentlichen Körperschaften gesichert sind, gehören wahrscheinlich zu den widerstandsfähigsten. Unternehmen, die eine systemrelevante Rolle für Gesellschaft und Wirtschaft spielen, erhalten möglicherweise eher staatliche Unterstützung. Im Gegensatz dazu dürften die Mieter im Transport-, Tourismus- und Industriesektor anfälliger sein. Bei Portfolios, die durch ihre Ausrichtung auf starke Mieter und hochwertige Vermögenswerte nachhaltige Erträge erzielen sollen, ist mit einer geringeren Unterbrechung der Cashflows zu rechnen.

In der Logistikbranche werden die Geschicke wahrscheinlich unterschiedlich verlaufen. Mieter können von den unterbrochenen globalen Lieferketten und einem möglichen Arbeitskräftemangel betroffen sein und die Ladengeschäfte werden möglicherweise ihre Nachfrage reduzieren. Allerdings könnte in der Zeit der erzwungenen sozialen Isolation ein größerer Prozentsatz der Bevölkerung vom E-Commerce abhängig werden, wodurch dieser Sektor in gewisser Weise unterstützt würde. Alles in allem dürften Vermögenswerte, die stärker mit Verbrauchern und insbesondere Arbeitnehmern verbunden sind, stabiler sein.

Studentenunterkünfte sind generell ein defensiver Sektor. Die Mieteinnahmen sollten hier auf kurze Sicht weniger stark beeinträchtigt werden als in vielen anderen Sektoren. Wenn jedoch der weltweite Reiseverkehr und die Hochschulen bis zum Spätsommer noch immer von Störungen betroffen sind, werden die Belegungsraten für das akademische Jahr 2020-2021 unter Druck geraten.

Aktuell müssen Vermieter eng mit den Kunden ihrer Mieter zusammenarbeiten, um die Erträge zu schützen. Diejenigen, die stabile, vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut haben, werden am besten in der Lage sein, die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu überwinden.

Ein wesentliches Merkmal von Immobilien besteht darin, dass Anleger sich so positionieren können, dass sie über einen Informationsvorteil verfügen. So können sie sich beispielsweise auf bestimmte Märkte konzentrieren, in denen sie starke Beziehungen zu lokalen Interessengruppen aufbauen können. Diese Eigenschaft ist besonders wertvoll in volatilen Zeiten, wenn die Preise vom Wert abweichen, da sie es ermöglicht, stabile Anlagemöglichkeiten zu identifizieren. Die kommenden Monate werden für alle Anleger sehr schwierig werden. Diejenigen mit der höchsten Marktkompetenz und den stärksten lokalen Beziehungen sollten für langfristige Stabilität am besten positioniert sein.

Quelle: Aviva Investors (Mitteilung vom 08.04.2020)

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DEUTSCHE FINANCE GROUP erhält institutionelles Mandat über USD 400 Mio. und erwirbt die Immobilie „530 Broadway“ in New York City

München, 10.03.2020 (OPM): Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat als Investmentmanager in New York für rund 400 Mio. USD die Immobilie „530 Broadway“ erworben und in ein institutionelles Mandat überführt.

Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat als Investmentmanager in New York für rund 400 Mio. USD die Immobilie „530 Broadway“ erworben und in ein institutionelles Mandat überführt. Die Prime-Immobilie liegt am Broadway, Ecke Spring Street, und befindet sich inmitten des renommierten SoHo Districts in einer der attraktivsten und gefragtesten Einzelhandels- und Bürolagen in New York City.

„Das Gebäude hat durch langfristige Mietverträge von Beginn an eine hohe cash on cash Verzinsung“, so Sven Neubauer, Executive Partner der DEUTSCHE FINANCE GROUP. „In den letzten 24 Monaten haben wir 11 Transaktionen mit einem Gegenwert von mehr als 3,1 Mrd. USD erfolgreich in den USA durchgeführt, auch über den Erwerb dieser attraktiven Immobilie sind wir sehr stolz und bedanken uns bei unseren institutionellen Kunden für das uns entgegengebrachte Vertrauen.“, so Sven Neubauer weiter.

Quelle: DEUTSCHE FINANCE GROUP

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BVT legt neuen Publikumsfonds der Residential USA Serie nach

© pixabay

München, 20. Februar 2020 – Die BVT Unternehmensgruppe, München, setzt als Spezialist für Investitionen in Projektentwicklungen im US-Mietwohnungsmarkt mit der BVT Residential USA 15 GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (BVT Residential USA 15) die Serie von Investments in US Multi-Family Housing mit einem weiteren Fonds für Privatanleger fort. Der Vorgängerfonds wurde, nach 10-jähriger erfolgreicher Fokussierung auf Produkte für institutionelle Anleger, Mitte 2019 als Publikums-AIF aufgelegt und schneller als erwartet ausplatziert. Der BVT Residential USA 15 knüpft nun auf Basis des bewährten Investitionskonzepts bei einer geplanten Laufzeit von drei bis vier Jahren und einer Mindestbeteiligung von 30.000 USD direkt an den Vorgänger an.

Die BVT Unternehmensgruppe ist seit 1976 mit geschlossenen Beteiligungen in den USA aktiv. Nach annähernd 10-jähriger Spezialisierung bei US-Produkten auf institutionelle Anleger legte die BVT als Pionier im Bereich US-Multi-Family Projektentwicklungen im vergangenen Jahr erstmals wieder für Privatanleger einen Fonds auf. Bereits zum Jahresende war nach nur sechs Monaten das Eigenkapital von 41,2 Mio. USD eingeworben. Auf Grund der langjährigen US-Präsenz der BVT mit entsprechendem Netzwerk und gut gefüllter Projekt-Pipeline konnte der Fonds in die Entwicklung von zwei Class-A-Apartmentanlagen in Florida investieren und sein Portfolio damit komplettieren.

Der neue BVT Residential USA 15 schreibt das Erfolgskonzept der Vorgängerfonds fort. Das flexibel geplante Platzierungsvolumen von 40 bis 60 Mio. Eigenkapital ermöglicht das Investment in zwei oder mehr Projekte. In der Prüfung befinden sich mehrere Class-A-Apartmentprojekte an der US-Ostküste mit Fokus auf Boston, Washington und Florida. Der ohne konkrete Anlageobjekte startende Fonds mit einer geplanten Laufzeit der einzelnen Projektentwicklungen zwischen drei und vier Jahren wird nach vorliegenden Erfahrungen und mit Blick auf die bereits in Prüfung befindlichen Investitionsmöglichkeiten voraussichtlich sehr schnell – in Abhängigkeit von der laufenden Platzierung – mit Projekten gefüllt werden können. Die Mindestbeteiligung beträgt 30.000 USD.

Quelle: BVT (Pressemitteilung vom 20.02.2020)

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Bulgariens Krieg gegen ausländische Investoren

Aufnahme der Überwachungskamera des betroffenen Solarparks
Aufnahme der Überwachungskamera des betroffenen Solarparks

Trostberg/ Bulgarien, 24.01.2020 – Vor rund einem Jahr hatte der BeteiligungsReport bereits über die Auseinandersetzung eines deutsch-österreichischen Solarpark-Investors in Bulgarien mit den Eliten des Landes berichtet. Quasi alle rechtsstaatlichen Mittel wurden ausgeschöpft und die Trostberger P&P Group ging als Sieger aus diesem langwierigen und aufwendigen Prozess hervor. Schließlich sprach das oberste Kassationsgericht der Unternehmensgruppe Recht zu und bestätigte rechtskräftig deren Ansprüche.

Mitte Januar 2020 geschah nun das Unglaubliche: Eine paramilitärische Einheit namens DELTA GUARD LTD. überfiel den Solarpark der deutsch-österreichischen Investoren und besetzte ihn mit etwa 50 Mann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Das Sicherheitspersonal des Eigentümers, das zum Schutze des Solarparks eingesetzt war, wurde angesichts der schieren Anzahl der Angreifer überrannt. Der Überfall wurde durch die Überwachungskameras dokumentiert. Die herbeigerufene Polizei blieb untätig. Die Besetzer beriefen sich darauf, im Auftrag zu handeln und unter dem Schutz eines Oberstaatsanwaltes zu stehen.

Inzwischen wurde der bulgarische Präsident, die Deutsche Botschaft und die Chefin der EU-Kommission informiert und zum Handeln aufgefordert. Unbestätigten Informationen zufolge wurden ähnliche Vorkommnisse auch von ausländisch finanzierten bulgarischen Hotels an der Schwarzmeerküste gemeldet. Das alles klingt nach einem Enteignungs-Krieg gegen exterritoriale Investoren mit stark mafiösen Strukturen. Die europäische Politik ist hier aufgerufen zu handeln. Nicht nur um deutsche Investoren zu schützen, sondern auch die bulgarische Bevölkerung. Denn die Investitionen bringen Arbeit, Wohlstand und Sicherheit ins Land. An diesem Beispiel ist zu sehen, dass sich derzeit eine korrupte Elite einfach bereichert.

Als überzeugter Europäer, Wirtschaftsökonom und Finanzjournalist kann ich nur hoffen dass,

+ der bulgarische Botschafter zu einer Klärung der Rechtsstaatlichkeit in seinem Land einbestellt wird,

+ das EU–Parlament eine Aufnahme Bulgariens in den Schengenraum wegen nachhaltiger Verstöße gegen Rechtsgrundsätze und dem Vorhandensein tiefergreifender korrupter Strukturen ablehnt,

+ die EU-Kommission jegliche Fördergelder an Bulgarien zurückzuhält, bis sichergestellt ist, dass diese auch bei den richtigen Empfängern ankommen und nicht zweckentfremdet oder später enteignet werden,

+ die bereits getätigten Investitionen von privaten und staatlichen Investoren den Schutz erhalten, den diese zur Sicherung der Arbeitsplätze der ehrlichen Zivilbevölkerung inklusive Versorgungssicherheit brauchen.

Red.

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Vatikanstaat ist pleite – oder wie Fehlmeldungen entstehen

Landshut, 06.12.2019 (epk media)

– Ein Impuls für Vermögensverwalter.

Es war die Schlagzeile Ende Oktober. Die Aufmacher reichten von „Heiliger Crash“ über „Steht der Vatikan kurz vor dem Bankrott“ bis hin zu „Der Vatikan ist in vier Jahren pleite“. Basis dieser Meldungen ist ein neues Buch „Guidizio universale“ des angesehen Investigativjournalist Gianluigi Nuzzi, was soviel wie „Das jüngste Gericht“ bedeutet. Detailreich werden dort Fakten und Einschätzungen einer drohenden finanziellen Misere beschrieben, die er durch Aktenstudium von mehr als 3000 bisher noch nie veröffentlichten Dokumenten zusammengetragen hat. Nuzzi erhebt dabei schwere Missmanagement-Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen des Kirchenstaates.

Richtig und unbestritten ist, dass dem Buch und unabhängigen Quellen zur Folge die Einnahmen aus den Diözesen – vor allem aus den reichen in Deutschland und den USA – sich seit 2006 deutlich reduziert. Es heißt, dass diese sich von über 100 Millionen Euro p.a. auf rund 50 Millionen Euro halbiert hätten. Der Vorwurf, dass davon lediglich 20 Prozent an soziale und karitative Einrichtungen der Kirche gehen, ist hierbei eher ein ethisches wie ökonomisches Dilemma. Missmanagement ist gemäß den Recherchen von Nuzzi in der Güter- und Immobilienverwaltung des Kirchenstaates, dem sogenannten APSA, zu unterstellen, wenn man liest, dass von 4.421 verwalteten Immobilien 800 Leerstehen sowie von den verbleibenden Immobilien 15 Prozent mietfrei und die Hälfte unter Preis vermietet sind. Da kommt einem der Skandal vor Jahren in den Sinn, wo ein führender Kardinal eine 400 Quadratmeter-Wohnung in für sich und sein Personal aufwendig renovieren hat lassen. Dazu muss man wissen, dass Kardinale meist mietfrei in Objekten des Vatikans leben. Dies alles hat zur Folge, dass das Defizit der ASPA derzeit bei 63,3 Millionen Euro liegen soll, was eine Steigerung von 200 Prozent in den letzten fünf Jahren bedeutet.

Soweit so gut. Jetzt kommt aber der kritische Blickwinkel auf die plakative Überschrift. Und hier darf ich mit einem Einblick aus dem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ von Daniel Stelter aufklären. Stelter schreibt ein ganzes Kapitel über den Unterschied zwischen Einkommen und Vermögen. Am Beispiel Deutschland zeigt er, dass mit einem Bruttoinlandsprodukt – also im Bereich Einkommen (=Flussgröße) – von rund 48.000 USD gemäß dem IWF pro Kopf man an Platz 20 zu den best verdienenden Länder gehört. Jedoch besitzen die Deutschen wenig Vermögen (=Bestandsgröße). Selbst der kapitalismuskritischen Reichtumsforscher Thomas Piketty, der umfangreiches Datenmaterial zum Entwicklung von Vermögen in den einzelnen Euroländern ausgewertet hat, kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Deutschen besitzen im Durchschnitt weniger Vermögen als die Italiener, Franzosen oder Spanier. Dies nur zur Erläuterung des Unterschieds zwischen Einkommen und Vermögen.

Zurück zum Vatikan: Gerne würde man ein Bruttoinlandsprodukt für den Vatikan ausweisen, aber dies wird nicht für die weniger als 500 Staatsbürger ermittelt. Aber wenn man einen Blick in den kommunizierten Jahreshaushalt von etwa 300 Millionen wirft und allein das Immobilienvermögen, was rund 3 Milliarden umfassen soll, dagegenstellt, kann von einer Pleite keine Rede sein. Und das Immobilienvermögen ist ja nur ein Bruchteil des kirchlichen Vermögens. Die unschätzbaren Kunstschätze, das weitverzweigte und intransparente Stiftungs- und Firmengeflecht spricht eine deutliche Sprache. Der Vatikan ist reich und wenn es eine Steigerung von reich gebe, würde dies für den Vatikan zutreffen. Maximal steckt der Kirchenstaat in Liquiditätsproblemen. Und diese basieren auf, und hier ist ein Buch wie das von Gianluigi Nuzzi zur Offenlegung unschätzbar, Missmanagement, Korruption und totaler Unkenntnis von finanzökonomischer Regel und vermögensverwaltungstechnischer Methoden. Dies hört aber nicht im Vatikan auf. In Deutschland zeigt der Millionenschaden beim Bistum in Eichstätt, welche wirtschaftliche Dilettanten hier für die Verwaltung der Gelder zuständig ist. Und dies potenziert sich in der römischen Kurie um ein Vielfaches.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Bei ihrem kolportierten exorbitanten Vermögen ist der Vatikan bei weitem nicht pleite, maximal in Zahlungsschwierigkeiten. Bei entsprechender Vermögensverwaltung könnte wahrscheinlich der Kirchenstaat autark allein aus dem Vermögen überleben.
  • Nicht nur weil es sich oft um (Spenden)Gelder auch aus Deutschland sollte ein „Sozialunternehmen“ wie die Kirche und der Kirchenstaat professionelle Vermögensverwaltung in Gelddingen beherzigen.
  • Auch in monarchischen Systemen wie der absolutistische Stuhl Petri ist es an der Zeit für Transparenz und einem angemessenen Vermögensreporting.

Quelle: epk media Verlag

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