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Category Archives: Hall of Fame

Christoph Kahl

Christoph Kahl wurde 2013 in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen.

Text von Edmund Pelikan

Christoph Kahl, geboren am 18. Juli 1954 in Köln, ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der JAMESTOWN US-Immobilien GmbH, des Marktführers für geschlossene US-Immobilienfonds in Deutschland. Er studierte von 1973 bis 1977 an der Universität Köln (Abschluss: Diplom-Kaufmann).

Schon kurz nach seinem Studium spezialisierte sich Christoph Kahl auf US-Immobilien. Ab 1. April 1979 ist er selbstständig und als Firmengründer später ausschließlich Gewerbeimmobilien in den USA als Kapitalanlage deutscher Anleger verbunden. In den USA wurde hierfür die JAMESTOWN L.P. gegründet, bei der Christoph Kahl seit 1. April 1985 General Partner und seit dem 1. April 2006 Managing Partner ist. Zur Betreuung der Anleger in Deutschland dient die JAMESTOWN US-Immobilien GmbH, in der Christoph Kahl seit Ende 1990 Geschäftsführer und Gesellschafter ist.

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Jürgen Salamon †

Jürgen Salamon †

Jürgen Salamon († 2012) wurde 2013 postum in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen.

Nachruf von Edmund Pelikan

Als Anerkennung und Würdigung seiner Leistungen im oft schwierigen Beteiligungsmarkt möchten wir den im November 2012 plötzlich und unerwartet verstorbenen Unternehmer Jürgen Salamon in die Hall of Fame der Beteiligungsbranche aufnehmen. Folgende Meldung, die anlässlich des Todes von Jürgen Salamon von der Dr. Peters Group veröffentlicht wurde, beschreibt in kurzen Zügen sein überaus erfolgreiches und nachahmenswertes unternehmerisches Handeln:

Jürgen Salamon, Inhaber der Dr. Peters Group mit Sitz in Dortmund und Hamburg sowie der drei Autohäuser Köpper in Dorsten, erlag am Abend des 13. November 2012 vermutlich einem Herzinfarkt. Sein Tod kam für alle, die ihm nahe standen und die mit ihm arbeiteten, unverhofft und völlig überraschend.

Mit Jürgen Salamon verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit und einen charismatischen sowie extrem erfolgreichen Unternehmer. Er übernahm die Dr. Peters GmbH im Jahr 1990 und entwickelte sie mit einem kumulierten Investitionsvolumen von mehr als 6,7 Milliarden Euro zu einem der größten inhabergeführten Initiatoren unternehmerischer Beteiligungen. Dabei traf er wegweisende und erfolgreiche Entscheidungen – auch gegen die einhellige Meinung von Branchenteilnehmern. Dazu gehörten die Entscheidungen in Tankschiffe mit Langfristcharterverträgen zu investieren und im Jahr 2007 das Segment der Luftfahrt zu erschließen. Seine Größe als Unternehmer zeigte sich nicht nur in guten Zeiten. Insbesondere in den letzten schwierigen Schifffahrtsjahren setzte sich der Vollblutunternehmer für die in schweres Fahrwasser geratenen Schiffsbeteiligungen unermüdlich ein. Und er hat dafür gesorgt, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Denn sein verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln als Unternehmer zeigt sich auch mit seinem Tod. Bereits seit vielen Jahren hat er seine Unternehmen gesellschaftsrechtlich wie operativ so ausgerichtet, dass im Falle seines Ablebens der Geschäftsbetrieb in seinem Sinne weiter geführt wird. So sind die Gesellschafter der Unternehmen seine hinterbliebene Familie, die den Weiterbetrieb der Dr. Peters Group wünscht und unterstützt. Das operative Management der Dr. Peters Group wird von dem Konzerngeschäftsführer Anselm Gehling fortgeführt, und alle Funktionsbereiche der Gruppe sind mit Geschäftsführern als Doppelspitzen besetzt. Damit ist die volle Handlungsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt.

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Dr. Helmut Knepel

Dr. Helmut Knepel

Dr. Helmut Knepel erhielt 2012 den Deutschen BeteiligungsPreis “Lebenswerk” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Oliver Porr, Vorstandsvorsitzender bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen (ehemals VGF)

Sehr geehrter Dr. Knepel, sehr verehrte Damen und Herren,

Mark Twain hat gesagt: Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein, und es nicht zu verdienen. Ich sage: Glücklicherweise trifft auf Sie beides zu – Sie werden geehrt, und Sie verdienen es.

Ich darf Ihnen heute den Ehrenpreis für Ihr Lebenswerk überreichen. Wer sich in unserer Branche ein wenig auskennt, weiß, dass das nicht oft geschieht. Denn die Gefilde der geschlossenen Fonds können wechselhaft und unbeständig sein: wirtschaftlich, steuerlich, politisch. Umso wichtiger sind die handelnden Personen. Auch da gibt es viele, die unsere Bühne schnell betreten und wieder verlassen.

Die wenigen, die lange dabei sind, fallen dann umso mehr auf. Wie Sie: Seit 1992, also seit zwanzig Jahren, sind Sie bei Feri; zunächst als Partner und Mitglied der Geschäftsführung der Feri GmbH, dann als Vorstand der Feri Finance AG und später als Sprecher des Vorstands der Feri EuroRating Services AG. Inzwischen sitzen Sie dem Aufsichtsrat vor.

Sie haben in Ihrem Unternehmen die Bereiche Real Estate und Research aufgebaut und geprägt. Sie haben die Entwicklung von Feri begleitet und vorangetrieben.

Wer in unserer Branche so lange präsent ist, der macht sich messbar. Und das ist gerade in Ihrem Tätigkeitsfeld ja das A und O. Volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge haben schon Ihre akademische Laufbahn geprägt.

Das Messbare und die Analyse, das ist Ihr Thema und damit haben Sie wiederum die Branche der geschlossenen Fonds maßgeblich beeinflusst. Denn Feri hat als erstes Unternehmen den Schritt weg von journalistischen Bewertungen geschlossener Fonds gemacht.

Unter Ihrer Federführung hat sich ein analytischer, methodisch belastbarer Ansatz für die Bewertung unserer Produkte etabliert. Das hat Sachlichkeit in die Debatte gebracht. Und Transparenz. Beides sind wichtige Themen unserer Branche.

Für sein Lebenswerk geehrt wird bekanntlich, wer Impulse setzt, die lange nachwirken. In Ihrem Fall, verehrter Dr. Knepel, gilt das sowohl für das Unternehmen, dem Sie vorstehen, als auch für die Branche, in der Sie aktiv sind.

Ich danke Ihnen für ihr Engagement und freue mich, Ihnen diesen Preis zu überreichen. Herzlichen Glückwunsch!

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Ludwig Riepl

Ludwig Riepl

Ludwig Riepl erhielt 2012 den Deutschen BeteiligungsPreis “Medien” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Werner Rohmert, Rohmert Medien, Herausgeber Der Immobilienbrief

Lieber Ludwig,

wie Du weißt, sind die letzten Eindrücke immer die prägendsten. Von Deiner Liebe zum Wein habe ich erst vor wenigen Wochen erfahren. Allerdings sind wir nicht soweit ins Thema eingestiegen, ob Du eine der ersten Weinmeisterinnen Deutschlands deswegen geheiratet hast oder ob umgekehrt die Liebe Dich zum Weinfachmann gemacht hat. Wir beide teilen uns die Mühen, uns alljährlich Ausreden einfallen zu lassen, um die Einladungen zum Oktoberfest zu umgehen. Auf jeden Fall zeigt ein Blick in Deinen Lebenslauf auf, dass der Journalismus Dir nicht in die Wiege gelegt wurde. Über Deinen Jahrgang schweigen wir uns aus. Aber der nächste runde Geburtstag ist ein Upgrade auf 6.0, aber der hat noch viel Zeit.

Gelernt hast Du eigentlich etwas Anständiges. Als „Gelernter Schreiner“ hättest Du wie Dein Bruder im wunderschönen Rottach am Tegernsee eine Schreinerei betreiben können. Wahrscheinlich wäre es Dir in die Wiege gelegt, kleine Kunstwerke zu schaffen oder – noch besser – Häuser zu bauen – und es dem Standort zu überlassen, Dich in Ruhe reich zu machen. Stattdessen hast Du das Gelübde anhaltender ökonomischer Verwerfungen durch Journalismus abgelegt. Aber noch heute hören wir „aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“, dass Deine handwerkliche Ausbildung nicht umsonst war und Du immer noch im Verlag überall anpackst, wo Du gebraucht wirst.

Auch sonst hast Du gezeigt, dass Du nicht allein mit dem Second Hand Life des Journalisten und des Analysten Deinen Lebensunterhalt bestreiten willst, sondern Dir das unternehmerische Element, das Dich heute zum Verleger gemacht hat, durchaus zu eigen ist. In den 60er und 70er Jahren hast Du mit alten Büchern gehandelt. Mit dem Weinhandel hattest Du auch zu tun. Vor Deiner journalistischen Tätigkeit beim WirtschaftsKurier und bei Business 2.0 warst Du im Projektmanagement tätig und hast einen der ersten Internet-Lehrgänge zu diesem Thema für mittelständische Unternehmen umgesetzt.

Und damit sind wir endlich beim eigentlichen Thema des heutigen Tages angekommen. Als Journalist bist Du fester Bestandteil der Szene. Vor Fonds & Co, das Du zusammen mit Ronny Kohl aufgebaut hast, warst Du Redakteur bei Euro am Sonntag. Zur Jahrtausendwende hattest Du das Magazin Business 2.0 aufgelegt, das dann aber den Weg des Internet-Booms ging. Auch hier teilt uns eine Gemeinsamkeit. Mein eigenes damaliges Buch „Internet in der Immobilienwirtschaft“ hat auch nur Karriere als Autoren-Geschenk gemacht. Trotzdem ist es schön sich zu erinnern: Wir hatten Recht mit unseren Thesen. Aber zumindest als Autor des Fotobuchs „Digital Fotografieren“, das Du zusammen mit Deiner Frau Dr. Barbara Schweighofer 1997 gemacht hast, hast Du Bleibendes hinterlassen.

Damit sind wir beim Thema, das uns heute eint: Der Politik und ihren Folgen. Oder: Wie ein Ministerialrat die Welt sehen und prägen darf. Auch da eint uns Vergangenheit und Gegenwart. Während Du als früherer „langhaariger Linker“ startetest und heute eher liberal bist, begann ich als „langhaariger Realo-Liberaler“. Zum Heute schweigen wir lieber. Aber Du liest immer noch sehr viel auch zum Thema Politik, während ich erst beim Wirtschaftsteil starte. Ansonsten bist Du familienorientiert. Aber mit Kindern bleibt ja sowieso nichts anderes über – oder anders formuliert: „es bleibt sowieso nichts über für anderes“, wie ich selbst bestätigen kann.

Jetzt sind wir in der Gegenwart angekommen. Du bist Verleger geworden. Mit „Fonds & Co“ bist Du wesentlicher Bestandteil der Szene. Politische Auszeit des gesunden Menschenverstandes, die sich im aktuellen AIFM Gesetzesentwurf manifestiert, könnte Dich genauso treffen wie unseren Gastgeber Edmund Pelikan mit dem BeteiligungsReport oder natürlich auch mich mit Der Immobilienbrief und Der Fondsbrief. Wir leben am Ende alle von denselben Umsätzen, die viele von Ihnen im Fondsgeschäft machen. Hoffentlich, lieber Ludwig, eint uns hier nicht wieder ein gemeinsamer Irrtum im „Glauben an das Gute im Initiator“. Insbesondere mit Blick auf manche Verbandsaktivitäten, die wohl nur partielle Interessen vollständig vertreten, und für die Politik jederzeit hilfsbereit ein belehrendes Wort übrighaben, teilen wir uns manches Kopfschütteln.

Eigentlich wäre es mir mit Blick auf Deinen Preis lieber, etwas mehr über die Zukunft sagen zu können als über die Vergangenheit. Ich glaube auch an die alte Volksweisheit, dass die Temperatur der Speisen sich zum Genusszeitpunkt von den Herstellungstemperaturen unterscheiden. Ähnlich ist es auch in der Politik, die ja in ihren Entwürfen zunächst einmal den Vorschlag maximalen volkswirtschaftlichen Schadens unterbreiten muss, um nach langen Diskussionen und Rückzugsgefechten noch eine spürbare Wirkung hinterlassen zu können. Ich gebe aber zu, dass ich jetzt nach ziemlich genau 30 Jahren in der Branche erstmalig Zukunfts-Befürchtungen habe. Ich glaube, dass geht Dir genauso.

Jetzt den Bogen zurück in „Feierstimmung“ zu finden, ist nicht ganz einfach. Aber mit Blick auf die Person „Ludwig Riepl“ gelingt das. Es hat immer Freude gemacht, mit Dir zusammenzuarbeiten. Du warst immer vernünftig, bodenständig und nie belehrend. Ich hoffe, Du bleibst uns als Journalist und nicht allein als Verleger erhalten. Dir steht da das alte kirchliche Spagat bevor: „Darf man beim Beten essen? Natürlich nicht. Darf man beim Essen beten? Aber selbstverständlich, man darf immer beten!“ Und damit gebe ich Dir als Glaubensbekenntnis mit auf den Weg: Man kann als guter Journalist auch Unternehmer sein. Lieber Ludwig, damit danke ich Dir für die Zusammenarbeit der letzten Jahre. Zu Deinem Preis beglückwünsche ich Dich von ganzem Herzen. Ich habe mich gefreut, die Laudatio halten zu dürfen. Ich wünsche Dir in Deinem erweiterten Lebenswerk

VIEL ERFOLG!

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Sönke Fanslow †

Sönke Fanslow

Sönke Fanslow († 2012) wurde 2012 postum in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen.

Nachruf von Rechtsanwalt Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des bsi Bundesverabnd Sachwerte und Investmentvermögen (ehemals VGF)

Als Sönke Fanslow am 23. Mai 2012 starb, war er erst seit Februar Mitglied im Vorstand des VGF. Wir hatten nur wenig Zeit mit ihm, und trotzdem hat er einen tiefen Eindruck hinterlassen. Er hat der Arbeit des Verbandes wichtige Impulse gegeben. Im Kreis des VGF-Vorstands haben wir ihn als kenntnisreichen und für die Belange der Branche engagierten Menschen schätzen gelernt.

Dass Sönke Fanslow Mitglied im Vorstand des VGF wurde, war im Rückblick nur kon-sequent. Wer sich in der Branche der geschlossenen Fonds und dort insbesondere in den Bereichen Schiffs- und Flugzeugfinanzierung engagierte, der kam an Sönke Fanslow nicht vorbei. Und das lag nicht daran, dass er sich selbst so groß gemacht hätte. Im Gegenteil. Es waren die anderen. Ganz gleich, wen man fragte – Initiator, Vertrieb, Berater oder Journalist – die Menschen der Branche schätzten Sönke Fanslow. Sie schätzten seine Integrität, sein schier unerschöpfliches Wissen, das Herzblut und die Leidenschaft, mit der er für sein Unternehmen arbeitete.

In seinen elf Jahren bei Hansa Treuhand hat er enorm viel geleistet, persönlich wie unternehmerisch.

Persönlich war er ein neugieriger, wissensdurstiger, lernfreudiger Mensch. Als er bei Hansa Treuhand anfing, war er bereits ausgebildeter Schifffahrtskaufmann und hatte einen Abschluss als Diplom-Volkswirt in der Tasche. Dann legte er 2003, parallel zu seiner Tätigkeit im Vertrieb und der Projektierung, den Steuerberater nach.

Unternehmerisch arbeitete er ebenso intensiv. 2004 initiierte er die Hansa Treuhand Finance, mit der sich das Unternehmen den Bereich der Flugzeugfinanzierung erschloss, und das er als geschäftsführender Gesellschafter leitete. 2006 wurde er auch Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Hansa Treuhand. Schließlich holte ihn sein Unternehmen in den Vorstand der Holding AG.

Sönke Fanslow hat für sein Unternehmen und seine Ziele gelebt. Er war denen, die ihn kannten und mit ihm arbeiteten, Inspiration und Vorbild. Mit ihm haben wir einen Menschen verloren, der die besten Seiten unserer Branche verkörperte.

Er fehlt.

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Michael Rathmann

Michael Rathmann

Michael Rathmann wurde 2012 in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Die Mira GmbH & Co. KG fing im Jahr 1994 mit der Analyse und dem Vertrieb von Schiffsbeteiligungen an. Zunächst im konventionellen Verfahren mit den üblichen Mailings. Ab 1996 wurden über Faxabruf Kampagnen entwickelt unter dem Thema: Informationen ohne Verkaufsgespräch.

Dieser Grundsatz, der dem interessierten Anleger die Möglichkeit schaffen sollte, ein Maximum an Informationen zu erhalten, ohne von Anbeginn in Gespräche verwickelt zu werden, war die Philosophie der Mira. Der informierte Anleger sollte von sich aus das Gespräch suchen, wenn ihm die Informationen interessant erschienen.

Dieser Philosophie ist die MIRA bis heute treu geblieben und daraus entwickelte sich die Internetplattform mira-anlagen.de. Am 31.Juli 1998 ging es an den Start, und die Mira war der erste Vertrieb bundesweit, der Kapitalanlagen aus dem Bereich der Schifffahrt im Internet angeboten hat. Im Vordergrund dieser Internetplattform stand die Idee, den interessierten Lesern ein Maximum an Information zu bieten. Zu diesem Zweck hat die Mira von Beginn an einen Newsletter betrieben, der sehr schnell eine große Verbreitung fand und auch heute noch von vielen Tausend Lesern per Email bezogen wird.

Mit diesem Newsletter hat die Mira nicht nur neue Produkte vorgestellt, sondern auch sehr kritisch auf Missstände im Markt, schlechte Produkte und zweifelhafte Vertriebsmethoden hingewiesen.

Im Sommer 1999 stellte die Mira erstmalig einen Emissionsprospekt für ein Schiffsbeteiligungsangebot als PDF-Datei zum Download ins Internet und führte dies kontinuierlich fort. Damit schuf sie völlig neue Dimensionen im Vertrieb und das zu Zeiten, als sämtliche Nutzer des Internets noch mit einem Modem arbeiteten. Aber exzellente Technik machte es möglich, die Downloadzeiten für einen solchen Prospekt sehr gering zu halten, und die Downloadzahlen gingen bereits im ersten Jahr in die Tausende. In den Folgejahren wurde diese Maßnahme kopiert, und Prospekte als PDF-Dateien wurden Branchenstandard.

Aber die Mira ließ es damit nicht auf sich beruhen und beschritt weitere Wege, die bisher keiner probiert hatte. Im Herbst 1999 präsentierte die Mira als erster Vertrieb die Downloadmöglichkeit eines Steuerberechnungsprogramms auf ihrer Homepage, mit dem die angebotenen Beteiligungen von den Anlegern individuell zu Hause am eigenen Rechner durchgerechnet werden konnten. Die Nachfrage nach diesem Steuerberechnungsprogramm war umwerfend.

Im Herbst 2000 präsentierte die Mira erstmalig eine eigene Leistungsbilanz, die Auskünfte über den Verlauf der empfohlenen und vertriebenen Beteiligungsangebote gab. Darauf aufbauend begann die Mira in der Folgezeit mit der Analyse von Leistungsbilanzen der Emissionshäuser von Schiffsbeteiligungen und publizierte das Ergebnis der Leistungsbilanzen per 31.12.2000 erstmalig im Internet. Eine solche Analyse hatte es bisher in Deutschland nicht gegeben. Mit den dort dargestellten Zahlen konnten die Anleger mit einem Blick erkennen, wie der Verlauf ihrer eigenen Beteiligungen war und welche Qualität die Emissionshäuser insgesamt zu bieten hatten.

Durch die permanente Kritik der Mira an den völlig unterschiedlichen Darstellungen der Leistungsbilanzen der Emissionshäuser, die sich dadurch nur schwer vergleichen ließen, schaffte die Mira im Verlauf von nur vier Jahren einen Standard für die Erstellung der Leistungsbilanzen, dem sich fast alle Emissionshäuser anpassten. Dieser Standard entspricht dem, der Jahre später vom VGF mit einigen Modifikationen definiert wurde.

Die Mira entwickelte einen eigenen Charterratenindex für Containerschiffe, der auf der Stellplatzzahl der Container auf den Schiffen basiert. Diese Zahl ist identisch mit derjenigen Angabe, die die Anleger aus den Emissionsprospekten kennen. Dieser Index, MIRAX genannt, reicht zurück bis zum 1.1.1999. Ferner entwickelte die Mira einen Tankertrendreport, aus dem das durchschnittlich erwartete Charterratenniveau in der Tankschifffahrt ersichtlich ist. Natürlich basieren diese Werte auf den Angaben führender Brokerhäuser.

Die permanente Beobachtung des Marktes führte dazu, dass seit 2011 im Abstand von ca. 2 Monaten ein Marktreport für die Bereiche Containerschiffe, Tanker und Bulker geschrieben wird, der per Newsletter verschickt und auf der Homepage veröffentlicht wird. Dies führte trotz eines schwierigen Umfeldes in der Schifffahrt in den letzten 12 Monaten zu über 71.000 Besuchen der Homepage.

Der Ideengeber und Akteur Michael Rathmann hinter der Mira ist heute in sehr vielen Beiräten von Schiffsgesellschaften vertreten, schreibt regelmäßig kritische Kommentare im maritimen Journal HANSA und hält Vorträge zum Thema Schifffahrt im In- und Ausland. Als Gründer und Koordinator eines Einnahmepools mit 40 Containerschiffen zwischen 2500 und 2800 TEU in 2010 hat er dem Markt in der Krise einen neuen Impuls gegeben

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Werner Rohmert

Werner Rohmert © Robert Schadt

Werner Rohmert erhielt 2011 den Deutschen BeteiligungsPreis „Medien“ damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Sehr geehrte Damen und Herren,
was kann man über einen Mann eigentlich noch sagen, der quasi ein Urgestein einer ganzen Branche ist. Er ist auf allen wichtigen Kongressen mit Vorträgen oder Moderationen vertreten…Er verbindet wie kein Zweiter die kompetente Unternehmensberatung und den professionellen Fachjournalismus… Die Liste seiner Aktivitäten ist lang. Zuallererst ist hier die Funktion als Vorstand seines Verlages Research Medien AG zu nennen. Dazu sorgt er für Immobilienkompetenz im wöchentlich erscheinenden „Platow Brief“, aber auch in Gastbeiträgen anderer Magazine, so zum Beispiel im BeteiligungsReport

Aber auf die Frage, was er für einen Beruf eingeschlagen hätte, wenn es nicht die Immobilienwirtschaft geworden wäre, antwortete der Dipl. Kaufmann und Dipl. Volkswirt Werner Rohmert: „Professor oder Lehrer!“ Das wiederum kann ich mir wunderbar vorstellen.

Zum 10-jährigen Jubiläum des „Immobilienbriefes“ überschlugen sich die Gratulanten in der Sonderausgabe vom 29. Juli dieses Jahres mit Lob und Anerkennung – und das völlig zu Recht.

Der Ehrenpreis Medien des Deutschen BeteiligungsPreises 2011 geht an Werner Rohmert – Herzliche Gratulation!

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Frank Schäffler

Frank Schäffler © Studio Kohlmeier, Berlin

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2011 in der Kategorie Ehrenpreis Politik.

Laudator: Oliver Porr, Vorstandsvorsitzender bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen (ehemals VGF)

Martin Walser hat einmal gesagt: „Persönlich hält es doch keiner länger als 5 Minuten auf einem Standpunkt aus.“ Sie, Herr Schäffler, sind das lebende Beispiel dafür, dass Martin Walser – ausnahmsweise – einmal nicht recht hat… Seit Monaten schon werden Sie nicht müde, über die Risiken der Euro-Krise zu sprechen und Stabilität für den Euro-Raum einzufordern. Und Sie bleiben auch dann noch bei Ihrem Nein zum ESFS, wenn das Wohl der Kanzlermehrheit daran hängt…Die Standhaftigkeit, mit der Sie bei Ihren Überzeugungen bleiben, ist selten geworden in der deutschen Politik…

Selten ist auch die Klarheit, mit der Sie Ross und Reiter nennen, wenn es um die Ursachen der derzeitigen Krise geht. Die lässt sich allerdings weniger gut auf ihre Herkunft zurückführen…

All das zählt zu den Gründen, aus denen Ihnen heute hier beim Deutschen BeteiligungsPreis der Ehrenpreis Politik verliehen wird… Es gab wenige, die – statt auf Wählerfang zu gehen – echte Politik mit echter Überzeugung gemacht haben. Ich freue mich, in Ihnen einen solchen Menschen kennengelernt zu haben und Ihnen diesen Preis überreichen zu können.

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Klaus Hildebrand †

Klaus Hildebrand († 2010) wurde 2011 postum in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte im Zuge des Deutschen BeteiligungsPreises 2011.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Klaus Hildebrand († 2010)

Sehr geehrte Damen und Herren,

es sollte immer eine Zeit geben innezuhalten und zurückzublicken, um dann wieder nach vorne zu sehen, auch wenn es nicht immer leicht ist. In so einer Situation war die Beteiligungsbranche im Dezember 2010. Die Branche und ich ganz persönlich waren betroffen und tief bewegt vom überraschenden Tod von Klaus Hildebrand.

Durch viele persönliche Begegnungen habe ich Herrn Hildebrand als eine ganz besondere Persönlichkeit kennen und schätzen gelernt…

Gerne erinnere ich mich an eine Veranstaltung in den Münchner Reithallen, wo viele zufriedene Anleger und Partner, begeistert von der Idee eines greifbaren Investments in Flusskreuzfahrtschiffe, das 10-jährige Jubiläum des Emissionshauses Premicon AG feierten. Und Sie, verehrte Frau Hildebrand, und Ihr Mann begrüßten alle anwesenden Anleger persönlich mit Handschlag und wechselten ein paar Worte mit ihnen..

Klaus Hildebrand hatte die Premicon AG 1998 mitgegründet und als einer der Vorstände und größten Anteilseigner zum führenden Anbieter geschlossener Schiffsfonds mit Schwerpunkt Flusskreuzfahrten entwickelt. Die internationale Premicon-Flotte umfasst heute 25 Flusskreuzfahrtschiffe, ein Hochseeschiff und neun Frachtschiffe.

Klaus Hildebrand setzte nicht nur in der Tourismusbranche und im Finanzmarkt wichtige Akzente, sondern gab auch dem Kreuzfahrtschiffsbau immer wieder Impulse, zum Beispiel mit der Entwicklung des neuartigen Schiffstyps TwinCruiser. Auch Engagements bei der Sächsischen Dampfschiffahrt und bei der Köln-Düsseldorfer Deutschen Rheinschiffahrt AG dürfen hierbei erwähnt werden…

Heute wollen wir uns aber an eine große Unternehmerpersönlichkeit, an einen warmherzigen Menschen erinnern. Deshalb begründen das Fachmagazin BeteiligungsReport und der Branchenclub Deutsches BeteiligungsForum die „Hall of Fame der Beteiligungsbranche“ und wollen damit die Großen der Branche würdigen.

Es ist uns eine Freude und Verpflichtung zugleich, Klaus Hildebrand für sein Schaffen und seine Visionen postum zu ehren und wollen das Andenken an ihn mit der Aufnahme in die Hall of Fame der Beteiligungsbranche“ bewahren.

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Harald von Scharfenberg

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2011 in der Kategorie Lebenswerk.

Laudator: Werner Rohmert, Herausgeber Der Immobilienbrief

 

Harald von Scharfenberg, © Robert Schadt; epk media GmbH & Co. KG

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Ehrenpreis für das Lebenswerk ist etwas anderes als der Preis für eine gute Idee, einen guten Fonds oder ein gutes Geschäftsjahr. Vielleicht ist es auch etwas früh, bei Ihnen von Lebenswerk zu sprechen. Bis heute sind Sie Motor und Innovator Ihres Unternehmens und werden das wohl auch noch eine Reihe von Jahren sein. Aber da der Preis nun einmal Lebenswerk heißt, ist damit auch der Maßstab gegeben, an den sich die Laudatio hält.

Lebenswerk heißt etwas anderes, als immer gutes Geschäft gemacht zu haben oder seine persönliche Altersvorsorge auf gehobenem Niveau sichergestellt zu haben. Lebenswerk hat einen inneren Aspekt und einen gesellschaftlichen Aspekt. Die wichtige Frage, ob Sie das gemacht haben, was Ihnen selber die meiste Freude gemacht hat, und ob es das war, was Sie sich selber vorgenommen hatten, müssen Sie selber beantworten. Aus externer Sicht lässt sich da nur sagen, dass Sie erfolgreich waren und dass Sie im persönlichen Gespräch immer den Eindruck machten, als hätten Sie Freude an Ihrer Aufgabe.

Der Grund für die Preisverleihung war aber wohl eher der unternehmerische und gesellschaftliche Aspekt. Unternehmerisch hatten Sie Erfolg. Die BVT gehört jetzt seit Jahrzehnten zu den Top Ten der unabhängigen Fondsinitiatoren.

Lebenswerk bedeutet mehr, als Fondsideen zu entwickeln. Ihr Lebenswerk war der Umgang mit anderer Leute Geld. In der Kapitalanlage haben Sie immer Verantwortung gezeigt. Unter Profis brauchen wir auch nicht zu diskutieren, dass in 35 Jahren und weit über 150 Fonds nicht immer alles nach Plan lief. Zuletzt hat die Finanzkrise Zusammenhänge aufgezeigt, auf die man selbst vorher nie gekommen wäre. Dass es im US-Geschäft Blessuren gab, liegt wohl auf der Hand. Aber andererseits zeigt auch gerade die Residential-Serie auf, wie Profis für das Geld und das Vertrauen ihrer Anleger kämpfen.

Mit Blick auf den Ehrenpreis „Lebenswerk“ steht eben nicht zur Diskussion, dass es in 35 Jahren Planabweichungen gegeben hat, sondern die Gesamtbilanz und vor allem der Umgang mit Planabweichungen standen auf dem Prüfstand. Hier haben Sie Vorbildliches geleistet. Lange bevor die Finanzkrise neue Perspektiven des Schiefgehens aufzeigte, war am Markt ausnahmslos zu hören, dass Harald von Scharfenberg sich auch unter Einsatz seines Privatvermögens immer „gekümmert“ hat. Das ist bis heute unbestritten. Das ist auch der Grund, warum das Fondsgeschäft bei Unternehmern besser aufgehoben ist als bei Angestellten, die bei Auslauf des ersten Mietvertrages einer Immobilie längst das Weite gesucht haben.

Und mit Blick auf den heutigen Ehrenpreis „Lebenswerk“ möchte ich betonen, warum ich mich hier heute geehrt fühle, die Laudatio zu halten: Sehr geehrter Herr von Scharfenberg, Sie haben in 35 Jahren immer dem Bild des „ordentlichen Kaufmann“ entsprochen, auf den Deutschland traditionell stolz war.

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