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Category Archives: Hall of Fame

Marcus H. Schiermann

Marcus H. Schiermann

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2017 in der Kategorie Ehrenpreis 20-jähriges Firmenjubiläum IMMAC Holding.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Sehr geehrter Herr Schiermann,

es ist mir eine Freude, die IMMAC Holding nun zum Deutschen BeteiligungsPreis 2017 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums auszeichnen zu dürfen.

Wie wenige andere Häuser hat es IMMAC geschafft, professionell und fundiert die neue regulierte Welt zu lösen. Ihre Unternehmensgruppe bzw. Ihr Schwesterunternehmen die Hanseatische Kapitalverwaltung AG (HKA) waren 2013 das erste Haus, welches eine Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft bekommen hatte. Und regelmäßig wie ein Uhrwerk durchlaufen Sie erfolgreich mit neuen Produktgenehmigungen das Zulassungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Aber auch das partnerschaftliche Miteinander pflegen Sie intensiv. In der Produktkonzeption ist der faire Umgang Pflicht, wenn man einen gerechten Ausgleich zwischen Vermieter und Betreiber von Sozialimmobilien oder zwischen Emittent und Anleger erreichen will.

Innerhalb der Branche ist es dann die Kür, wenn man trotz einer gewissen Konkurrenz mit Mitbewerbern sogar gemeinsame Anleger- oder Vertriebspartnerveranstaltungen durchführt. Ihre Leistungsbilanz ist lupenrein – wer hat denn schon eine Leistungsbilanz in Publikumsfonds, die darauf basiert, dass IMMAC rund 120 Pflegeimmobilien ohne nachhaltige immobilienwirtschaftliche Planabweichungen erfolgreich managt.

Und das ist nicht selbstverständlich, wie ich bereits am Beispiel des „Schweizer-Franken-Problems“ an anderer Stelle berichtet hatte. Aber auch für das Management von Betreiberproblemen halten Sie ein hauseigenes Team bereit, die sofort übernehmen können, um Schaden von den Investoren zu nehmen. Mit einer neuen Sparte, der sogenannten Servicewohnungen als Direktimmobilien, decken Sie nun das Marktsegment vor dem Eintritt in ein Pflegeheim in der bekannten IMMAC-Qualität ab. Auch hier machen Sie keine halben Sachen und teilen real auf.

(Sie gestatten das kleine Wortspiel ähnlich dem muttersprachlichen Pfarrerskind bei Latein)

Und schließlich ist die IMMAC für uns als Journalisten und Publizisten immer ein verlässlicher und ehrlicher Ansprechpartner mit herausragendem Fachwissen auf dem Gebiet der Sozialimmobilien und der Bereitschaft, diese Kompetenz auch zu teilen. Ich kann mich an ein Pressetreffen in Hamburg erinnern, wo Herr Schiermann und die Leiterin ihres Researchteams einmal einen kleinen Einblick in den Analyseprozess sowie die Datenbank ihres Hauses für Sozialimmobilien gewährten. Beeindruckend, wenn man erfährt, dass der Match aus nahezu allen Sozialimmobilieninformationen und den demographischen Daten eine derart genaue Entscheidungsgrundlage über die langfristige Notwendigkeit von neuen Pflegeplätzen liefern kann.

Wenn alle Marktteilnehmer Ihr Format hätten, hätten geschlossene Investmentvermögen ein weitaus höheres Ansehen bei den Anlegern und Investoren.

Zum Jubiläum die besten Wünsche, verbunden mit einem kräftigen WEITER SO!

Der Deutsche BeteiligungsPreis in Form des Ehrenpreis 20 Jahre Firmenjubiläums geht 2017 an die IMMAC Holding.

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Thomas Roth

Thomas Roth mit Edmund Pelikan

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2017 in der Kategorie Ehrenpreis 20-jähriges Firmenjubiläum IMMAC Holding.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Sehr geehrter Herr Roth,

es ist mir eine Freude, die IMMAC Holding nun zum Deutschen BeteiligungsPreis 2017 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums auszeichnen zu dürfen. Sie persönlich hatten davon 15 Jahre aktiv mitgestaltet und sind das Gesicht der IMMAC nach außen für den Vertrieb und die Journalisten geworden.

Wie wenige andere Häuser hat es IMMAC geschafft, professionell und fundiert die neue regulierte Welt zu lösen. Ihre Unternehmensgruppe bzw. Ihr Schwesterunternehmen die Hanseatische Kapitalverwaltung AG (HKA) waren 2013 das erste Haus, welches eine Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft bekommen hatte. Und regelmäßig wie ein Uhrwerk durchlaufen Sie erfolgreich mit neuen Produktgenehmigungen das Zulassungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Aber auch das partnerschaftliche Miteinander pflegen Sie intensiv. In der Produktkonzeption ist der faire Umgang Pflicht, wenn man einen gerechten Ausgleich zwischen Vermieter und Betreiber von Sozialimmobilien oder zwischen Emittent und Anleger erreichen will.

Innerhalb der Branche ist es dann die Kür, wenn man trotz einer gewissen Konkurrenz mit Mitbewerbern sogar gemeinsame Anleger- oder Vertriebspartnerveranstaltungen durchführt. Ihre Leistungsbilanz ist lupenrein – wer hat denn schon eine Leistungsbilanz in Publikumsfonds, die darauf basiert, dass IMMAC rund 120 Pflegeimmobilien ohne nachhaltige immobilienwirtschaftliche Planabweichungen erfolgreich managt.

Und das ist nicht selbstverständlich, wie ich bereits am Beispiel des „Schweizer-Franken-Problems“ an anderer Stelle berichtet hatte. Aber auch für das Management von Betreiberproblemen halten Sie ein hauseigenes Team bereit, die sofort übernehmen können, um Schaden von den Investoren zu nehmen. Mit einer neuen Sparte, der sogenannten Servicewohnungen als Direktimmobilien, decken Sie nun das Marktsegment vor dem Eintritt in ein Pflegeheim in der bekannten IMMAC-Qualität ab. Auch hier machen Sie keine halben Sachen und teilen real auf.

(Sie gestatten das kleine Wortspiel ähnlich dem muttersprachlichen Pfarrerskind bei Latein)

Und schließlich ist die IMMAC für uns als Journalisten und Publizisten immer ein verlässlicher und ehrlicher Ansprechpartner mit herausragendem Fachwissen auf dem Gebiet der Sozialimmobilien und der Bereitschaft, diese Kompetenz auch zu teilen. Ich kann mich an ein Pressetreffen in Hamburg erinnern, wo Herr Schiermann und die Leiterin ihres Researchteams einmal einen kleinen Einblick in den Analyseprozess sowie die Datenbank ihres Hauses für Sozialimmobilien gewährten. Beeindruckend, wenn man erfährt, dass der Match aus nahezu allen Sozialimmobilieninformationen und den demographischen Daten eine derart genaue Entscheidungsgrundlage über die langfristige Notwendigkeit von neuen Pflegeplätzen liefern kann.

Wenn alle Marktteilnehmer Ihr Format hätten, hätten geschlossene Investmentvermögen ein weitaus höheres Ansehen bei den Anlegern und Investoren.

Zum Jubiläum die besten Wünsche, verbunden mit einem kräftigen WEITER SO!

Der Deutsche BeteiligungsPreis in Form des Ehrenpreis 20 Jahre Firmenjubiläums geht 2017 an die IMMAC Holding.

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Oliver Porr

© epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

© epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

verehrter Jubilar,

und damit würde ich schon einen riesigen Fehler machen. Wir wollen Herrn Oliver Porr nicht im engeren Sinne für das finale Lebenswerk ehren, sondern für einen aktuellen eindrucksvollen beruflichen Lebensabschnitt und für sein langjähriges unermüdliches Wirken in der Branche und beim Deutschen BeteiligungsPreis. Deshalb ist es mir eine besondere Ehre und Freude, Ihnen heute diesen ganz persönlichen Ehrenpreis zu überreichen.

Sie stehen damit in einer Reihe von Geehrten wie Harald von Scharfenberg, Dr. Helmut Knepel, Peter Mahler und Friedrich Patt. Alles herausragende Unternehmerpersönlichkeiten in der Sachwertbranche.

2012 gaben Sie, Herr Porr, Herrn Dr. Helmut Knepel bei der Überreichung desselben Preises folgendes Mark Twain Zitat mit auf den Weg: „Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein, und es nicht zu verdienen.“ Auch bei Ihnen gilt glücklicherweise: Sie werden geehrt und Sie verdienen es.

An diesem Zitat sieht man, wie lange Sie schon den Deutschen BeteiligungsPreis begleiten. Wie lang, kann man an folgender Anekdote am besten sehen. Es war nämlich im April 2012, als wir beide uns über Herrn Dr. Knepel als damaligen Preisträger abstimmten. Und ich kann mich an eine Aussage von Ihnen erinnern, dass es wohl im April 2012 das letzte Mal gewesen sein wird, nach Berlin Tegel zu fliegen. Ab Juni 2012 würde ja der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb gehen. Wir alle haben hier nicht die Rechnung mit der Politik gemacht. BER ist immer noch nicht eröffnet. Wir fliegen immer noch nach Tegel. Bauen können die Politiker wirklich nicht. Aber inzwischen ist das Kapitalanlagegesetzbuch in Kraft und das Kleinanlegerschutzgesetz als Sahnehäubchen obenauf. Und MiFID 2 ist schon im Anmarsch. Gesetze machen, das können die Politiker wirklich.

Und bei all dem haben Sie als bsi-Vorstandsvorsitzender versucht, die Politik einzubremsen und einen branchenverträglichen Weg zu finden. Leider ist die Branche sehr inhomogen, so dass sie als Brückenbauer gefragt waren.

Wie kein anderer haben Sie auch diesen Deutschen BeteiligungsPreis geprägt. Nahezu jährlich als pointierter Laudator, aber auch bereits als Preisträger stellvertretend für die Managementkompetenz der LHI. Aber keine Ehrung ist so persönlich wie der Ehrenpreis für das Lebenswerk.

Das Lebenswerk – fangen wir ganz vorne an:

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg und Kiel sowie einer Referendarzeit in Bamberg folgte ein kurzer Abschnitt als Fachanwalt für Steuerrecht.

1991 erkannten Sie das Potential der Finanzbranche und stiegen in Ihr heutiges Unternehmen – die LHI ein, zunächst als Leiter der Steuerabteilung.

1995 erfolgte die Berufung in die erweiterte Geschäftsführung. Es folgten einige Auslandsjahre für die LHI in Polen.

Seit 2001 übernahmen Sie dann die Geschäftsführung der LHI Gruppe und

schließlich dieses Jahr im Rahmen eines Management Buy Out auch mit drei weiteren Geschäftsführerkollegen die Gesellschaftsanteile.

Sie leben mit diesem Werdegang ganz persönlich Ihre LHI-Unternehmensphilosophie:

Stabilität durch Konsequenz

„Wechsel dich“ ist nicht unbedingt Ihr Motto – und das ist auch gut so und eher eine Seltenheit in der Branche. Und gleichzeitig nehmen Sie Herausforderungen an, was die Übernahme eines Emissionshauses als geschäftsführender Gesellschafter in einem schwierigen Marktumfeld zeigt. Gemeinsam mit Ihren Geschäftsführerkollegen haben Sie es geschafft, die Qualität und die Zuverlässigkeit für die LHI zu erhalten.

Erfolg durch Leistungsstärke

Mit einem verwalteten Investitionsvolumen von 21,5 Milliarden Euro und kumulierten platzierten Eigenkapital von rund 3,3 Milliarden Euro von 36.430 Anleger zum Stichtag 31.12.2014 gehören Sie zu den ganz Großen dieser Branche. Aber übermütig wurde Oliver Porr nie. Markus Gotzi hob in seiner Laudatio 2013 hervor, dass Sie immer der Versuchung des schnellen Erfolges widerstanden hatten: die LHI hatte weder Schiffsfonds oder Policenfonds noch Öl- und Gasfonds emittiert. Das zeichnet Sie heute wie damals aus.

Partnerschaft durch Fairness

Ganz persönlich habe ich Sie immer als gradlinigen, vertrauensvollen und ausgleichenden Gesprächspartner erlebt, der sich angenehm von so machen Testosteron gesteuerten Verbandsvorstand abgegrenzt hat. Nicht umsonst waren Sie acht Jahre lang Vorstandsvorsitzender des Sachwerteverbandes, ein Amt, das sie am 11. November 2015 niedergelegt haben. Sicherlich ist es nicht immer einfach gewesen, den politischen Unsinn und so manche Pseudologie der Finanzbranche vertreten zu müssen. Denn auch das konnte ich bei Ihnen immer erleben: Sie sind fair, ehrlich, sagen immer die Wahrheit, auch wenn manchmal die Wahrheit vertraulich bleiben musste.

Deshalb freut es mich, dass ich Ihnen, Herr Porr, in diesem Jahr voller Veränderungen bei Ihnen – ob in der LHI oder beim bsi – den Ehrenpreis für das Lebenswerk überreichen darf, im vollen Bewusstsein, dass wir von Ihnen und der LHI in den nächsten Jahren noch einiges erwarten dürfen.

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Alexander Heintze

© epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2015 in der Kategorie Ehrenpreis der Journalisten.

Laudatorin: Stephanie von Keudell

Lieber Alex,

ich freue mich sehr, dass ich die Laudatio auf Dich halten darf, weil Du ein Kollege bist, zu dem ich nicht nur im Wortsinne aufsehe und den ich sowohl fachlich als auch insbesondere menschlich sehr schätze. Insofern ist der Beteiligungspreis ein erfreulicher Anlass, das hier zu begründen:

Ich schätze Dich fachlich – als einen Journalisten, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat, angefangen als verantwortlicher Redakteur der Schülerzeitung am Gymnasium in Landsberg am Lech, über Mitarbeit in der örtlichen Lokalredaktion, ein Praktikum beim Münchner Lokalradio Xanadu, und schließlich das Volontariat beim Huss-Verlag mit begleitenden Volontärslehrgängen an der Akademie der Bayerischen Presse. Die erste Redakteursstelle bei der „Logistik heute“, anschließend Stationen beim „IT-Business-Magazin, dort Aufstieg zum CvD. Dann der Wechsel in die Wirtschaftspresse zu „Finanzen“ – ein Themenbereich, der Dir nicht nur wegen Deines Studiums der VWL besonders liegt und der Dich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Seit 2004 bist Du als freier Journalist tätig – mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Immobilien (seit letztem Jahr auch als freier Mitarbeiter der Immobilienzeitung), Finanzen, Sachwertinvestments, aber auch weiterhin mit Themen aus dem Bereich Logistik und zur Abrundung aus dem Bereich Gesundheit. Breit aufgestellt also, und nicht nur wegen Deiner Körpergröße mit einem guten Überblick ausgestattet. Das wird gewürdigt: 2008 hast Du zusammen mit Kollegen den Deutschen Journalistenpreis Immobilienwirtschaft in der Kategorie „Recherche“ erhalten, und profunde Recherche steht bei Deiner journalistischen Tätigkeit immer ganz oben auf der Agenda. Deine zweigleisige Ausbildung mit den Polen Volkswirtschaftsstudium und journalistische Praxis ermöglicht es Dir, hinter die Kulissen zu blicken und Märkte, Menschen und Meinungen unvoreingenommen zu beobachten und zu analysieren und Dir so ein eigenes Urteil zu bilden. Kein Wunder, dass Jonas Haberkorn von Gewerbe-Quadrat Dich im Herbst 2015 auf Rang 1 der 15 Experten der gewerblichen Immobilienbranche auf Twitter sieht – noch vor Kollegen wie Andreas Schulten von Bulwien Gesa und Christoph Rottwilm vom Manager Magazin.

Diese Urteilsfähigkeit und -freude, die in Deiner Reichweite und Deinem Einfluss auch in Social Media deutlich wird, entspringt dem Charakterzug, den ich an Dir besonders schätze – und jetzt sind wir bei der menschlichen Seite:

Dein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, das Deinen journalistischen Ethos antreibt und Dir das Ziel setzt, gründlich zu recherchieren, objektiv und unbestechlich zu berichten, Ungerechtigkeiten aufzudecken und anzuprangern. Dieser Sinn für Gerechtigkeit ist für mich im besten Wortsinne kindlich – nicht relativierend, nicht berechnend, sondern schlicht und einfach: Ursprünglich und ehrlich. Dieses bei Dir noch sehr lebendige Kind im Manne ist es auch, das Dich zu einem so wertvollen Freund und Kollegen macht: Du suchst Dir Menschen nicht nach ihrer Nützlichkeit aus und Du verfolgst keine Ziele mit Beziehungen zu Freunden und Kollegen, sondern Du begegnest Menschen unvoreingenommen. Alten Weggefährten hältst Du die Treue, so etwa als einziger 60er Fan in einer Familie von Bayern-Fans – Deine Loyalität ist wind- und wetterfest. Auch gegenüber Kollegen: Du hilfst, wo Not am Mann ist, und bist ein wertvoller Gesprächspartner, egal ob es um Erfahrungsaustausch über Honorarverhandlungen und Gesprächsführung geht oder um die ausbaufähige Auftragslage, um Fragen zur Interviewtechnik oder Probleme der Haushaltsführung mit Pubertisten.

Lieber Alex, ich bin mir ganz sicher, dass ich Dir nicht nur im Namen Deiner Kollegen, sondern auch im Namen der Beteiligungsbranche, die Du durch alle Höhen und Tiefen kritisch, aber nicht negativ begleitest, für Deine Arbeit und für die Haltung und Einstellung, mit der Du sie tust, danken darf.

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Hermann Ebel

Hermann Ebel

Hermann Ebel

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

 

Die 1983 von Hermann Ebel gegründete HANSA TREUHAND gehört zu den erfahrenen sowie renommierten Initiatoren der Beteiligungsbranche. Zum Jahresende 2014 hat das Unternehmen über 100 Schiffsfonds, zwei Private Equity sowie vier Flugzeugfonds mit einem Investitionsvolumen von rund 4,6 Milliarden Euro und einem Eigenkapitalvolumen von ca. 2,2 Milliarden Euro platziert. Bis Mitte 2015 wurden 64 Schiffe wieder verkauft. Die fahrende Flotte besteht derzeit aus 58 Schiffen.

Als Initiator von Schiffsbeteiligungen verstärkte sich die HANSA TREUHAND auch um den Bereich Bereederung. Der Großteil der Schiffe wird von der 1995 gegründeten gruppeneigenen HANSA SHIPPING bereedert (42 Containerschiffe, vier Tanker und zwei Kreuzfahrtschiffe). Weitere zehn Fondsschiffe werden von der Leonhardt & Blumberg Schiffahrtsgesellschaft GmbH & Co. KG (gegründet 1987) bereedert, an der die HANSA TREUHAND-Gruppe mit 25 Prozent beteiligt ist.

Mit den weiteren Tochtergesellschaften HANSA CHARTERING, United Maritime Brokers und Unicrewing ist die Unternehmensgruppe neben Hamburg auch in London, Singapur sowie Shanghai vertreten und deckt das gesamte Spektrum maritimer Leistungen ab. Dazu gehören neben der Bereederung die Vermittlung von Schiffsan- und -verkäufen, Neubaukonstruktion und -überwachung, Befrachtung und Crewing. Kreuzfahrterlebnisse auf 5-Sterne-Niveau bieten die beiden Windjammer, die von der unternehmenseigenen SEA CLOUD CRUISES gemanagt werden.

Im Jahr 2006 folgte die Gründung der Stiftung Hermann & Milena Ebel. Die Stiftung finanziert sich über einen Aktienanteil der HANSA TREUHAND Holding AG und widmet sich hauptsächlich der Förderung von Kinder- und Jugendkulturprojekten mit besonderem sozialen Anspruch. Hermann Ebel dazu: „Das Leben hat es gut mit uns gemeint, deshalb wollen wir auch etwas zurückgeben“. In diesem Sinne werden z. B. über den Fonds „Kultur bewegt“, eine Gemeinschaftsinitiative mit der Hamburger Kulturbehörde und der Hamburgischen Kulturstiftung, Projekte in Stadtgebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf gefördert, die im Rahmen eines inklusiven Ansatzes besonders Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen Chancen bieten, sich im Rahmen kultureller Projektarbeit zu entfalten.

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Friedrich Wilhelm Patt

Friedrich Wilhelm Patt

Friedrich Wilhelm Patt erhielt 2014 den Deutschen BeteiligungsPreis “Lebenswerk” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Oliver Porr, Vorstandsvorsitzender bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen (ehemals VGF)

Sehr geehrter Herr Patt, (lieber Friedhelm), sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin heute hier, weil Sie, Herr Patt, einen Preis für Ihr Lebenswerk erhalten. Das ist mir eine besondere Ehre, denn wir kennen uns nicht nur schon sehr lange – wir waren auch lange Wettbewerber. Wettbewerber beobachten sich aber naturgegebener Maßen.

Friedrich Wilhelm Patt hat sich mehr als 30 Jahre seines Lebens für Unternehmen engagiert – und für das Unternehmerische an sich. Als Volkswirt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater kennt er sein Thema durch und durch, er sieht die großen Zusammenhänge und die kleinen, wichtigen Details. Angefangen hat er auf Seiten der heutigen PwC, weitere Stationen führten zum Sparkassenverband Hessen-Thüringen und der Hessischen Landesbank. 1997 dann kam er zur Hannover Leasing, und er prägte die Geschicke dieses Unternehmens entscheidend bis Ende 2013.

Winston Churchill hat einmal gesagt: „Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht.“ Das mag eine raue Formulierung sein, auf Friedrich Wilhelm Patt aber trifft sie zu.

Als erster der drei großen Leasinganbieter hat er sich damals konsequent zum Publikumsgeschäft bekannt und es zu einem großen Erfolg gemacht. Unter seiner Führung wurde die Hannover Leasing zu einem der beständigsten Anbieter unternehmerischer Beteiligungen – und sie ist es heute immer noch. Das Unternehmen verwaltet allein in geschlossenen Beteiligungen rund 7,5 Milliarden Euro und gehört damit zu den zehn größten Anbietern der Branche.

In den wechselvollen Geschicken unserer Branche war Friedrich Wilhelm Patt eine Konstante. Als das Thema Medienfonds schwierig wurde, blieb er, wo er war. Er erklärte, vermittelte, suchte Lösungen, stand zu seinen Entscheidungen. Das von den einmal erhobenen Vorwürfen am Ende nichts blieb, bestätigte ihn und ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass ein wahrer Unternehmer eben genau das tut, was Churchill beschrieben hat: Er zieht den Karren, auch wenn es mal nicht glatt läuft. So einer ist Friedrich Wilhelm Patt.

Deshalb ist es mir eine Freude, dass ich heute einige ehrende Worte zu Ihnen sagen darf. Solche Unternehmerpersönlichkeiten gibt es nicht oft. Wenn man sie aber trifft – auch als Wettbewerber – dann ist das etwas Besonderes.

Ich freue mich, lieber Herr Patt, dass wir mit Ihnen heute eine solche Persönlichkeit ehren können.

Herzlichen Glückwunsch

 

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Stephanie von Keudell

Stephanie von Keudell erhielt 2014 den Deutschen BeteiligungsPreis “Medien” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Ludwig Riepl, Chefredakteur Fonds & Co

Ein bisschen Adel – aber bitte barfuß

Die Schar der Aufrechten schrumpft, – und noch stärker die Zahl der Seiten in den Publikationen und auf den Plattformen, die noch wohlwollend kritische Informationen zu den Geschlossenen Fonds verbreiten. Wenn das so weitergeht, werden wir den Ehrenpreis Medien in ein paar Jahren dann im Gasthaus „zur Sonnenfinsternis“ an einen im engsten Kreis weitergeben müssen – dann eine Laudatio vielleicht auf Edmund halten zu dürfen, wäre mir bei allem Unglück sonst eine Ehre.

Umso größer ist die Freude, jetzt […] das Loblied auf Stephanie von Keudell vorbereiten und halten zu dürfen.

Liebe Steffi den Ehrenpreis hast Du Dir red(witz)lich erschrieben. Ich könnte meine Laudatio also kurz machen: Du bist taff, absolut zuverlässig, kannst klar strukturiert denken und sehr charmant lästern, kritische Dinge auf den Punkt bringen und gut informiert schreiben. Kurzum, Du bist die ideale Partnerin. Man könnte mit Dir sogar Pferde stehlen, Du würdest sie reiten – das kannst Du perfekt – nur dürftest Du während der Aktion kein Sterbenswort verlieren – oder falls das zu viel verlangt ist allenfalls zwei, drei kurze Sätzchen leise flüstern.

[…]

In München geboren, in Schweinfurt eingeschult, in Rosenheim Abitur, das zeigt ein Bewegungsmuster, das dem Herrn Papa geschuldet war, einem Vereinsbankier aus der Tucher-Jugend – lauter Adelige, heute würde man sagen Private-Wealth-Türöffner: Kontakte waren die wichtigste Kompetenz. Und vor der – schlägerbewehrten – Generation Golf bedeutete das damals noch Pachten, Halali-Romantik, Jagdtrophäen und jede Menge Loden.

Noblesse oblige – und auch wenn Dir, liebe Steffi, das nicht in den Kram passt – der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Man kann sich nur leider nicht aussuchen von welchem. Deiner muss jedenfalls hagelbuchen gewesen sein, denn hart im Nehmen warst Du schon von klein auf. Statt als Prinzessin verzärtelt oder wenigsten ein bißchen respektvoll auf Händen getragen zu werden, wurde Dir die Abschottung schnell zur zweiten Natur, wie auch anders, wenn man als Achtjährige auf den Hochstand gezerrt wird, den Mund verboten und halbtote Tiere in die Hand gedrückt bekommt. Als Du bei einer Treibjagd die noch zappelnde Quackquack-Ente erschreckt fahren lässt, setzte es ordentlich eins – Piffpaff, Gottseidank, nur „handschriftlich“. Dein Resümee: Still sitzend den Herrn Papa bewundern, na dann Waidmanns-Dank in Frankenland.

Als es auch Deiner Mutter zu blöde wurde, ein ähnlich tumbes Schicksal weiter zu ertragen, ging es von Franken nach Oberbayern, von der Stadt aufs Land, wo die Familie mütterlicherseits in Oberaudorf eine kleine Enklave besaß. […]

Der damals zwölfjährigen Steffi – seit vier Jahren Ex-Schriftstellerin (sie hatte kaum ordentlich schreiben können, als sie einen 50-seitigen Roman aufsetzte – ein Road-Movie um eine Ausreißerin mit ihrem Collie) – kamen im neuen Domizil die Tränen. Weniger, weil Du jetzt mit Mama und Bruder allein, sondern weil Du ohne Deinen geliebten Jagdhund in die oberbayerische Diaspora verfrachtet worden warst.

[…]

Am Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasium hast du als Redakteurin und Antreiberin bei der Abiturzeitung geglänzt und natürlich auf den zahllosen Triangel-Bällen – gequatscht und getanzt was das Zeug hält und was die drei Gymnasien vor Ort an gemeinsamen (nicht nur Faschings-)Events zu bieten hatten.

Doch Schwung und Rausch gingen schnell vorbei – das Keudell’sche Apfel/Stamm-Metronom machte sich das erste Mal mit einem deutlichen „plopp“ bemerkbar. Statt dass die Lateinschülerin – Strukturen waren schon damals Dein Faible – Jura studierte, wie gewünscht und zur Seuffert-Linie passend, legte ein Vereinsbank-Kumpel des Vaters den Schalter auf BWL und Banklehre um. Blöd gelaufen – und nur mehr durch ein Senioren-Studium zu korrigieren. Es folgten eine Banklehre (BVB) und das Studium in Passau – mit genügend guten Noten für einen Start zum Assistentinnen-Dasein und Doktorarbeit.

[…]

Was Du daraufhin geleistet hast, ist strikt strukturierte Disziplin auf engstem Raum, das Heldentum aller allein erziehenden Mütter: Kinder wecken! Frühstück machen! Nase schneuzen! In Schule und Kindergarten abliefern! Dann zackzack halbtags in die Personalberatung – Gott sei Dank Personalwesen als Nebenfach im Studium genommen nebst Jura! Nicht in Erinnerungen schwelgen, Schreibtisch abarbeiten!

Denn das ganze Fixhopplahopp-Prozedere muss bereits nach wenigen Stunden wieder rückwärts abgespult werden! Sprösslinge abholen, Raubtiere füttern, zu den Hausaufgaben treiben usw. usw.

Halbtags bezahlt, ganztags geschafft.

Die ersten drei Konsolidierungswellen der Firma im nahen Bad Feilnbach hast Du überstanden – wer hätte auch Dein Lohn-/Leistungsprofil toppen können. Dann kam trotzdem das Aus, und damit musstest Du plötzlich wieder kleckern statt klotzen. Die Rettung kam mehr aus der Nähe, als dass sie naheliegend gewesen wäre. Uli Richter, der damals noch unverzichtbare Mann im Schatten von Stefan Loipfinger, war ein alter Bekannter. Die gemeinsamen Lehr- und Lernjahre in der örtlichen Sparkasse hatten die beiden Herren zusammengeschweißt – Uli hatte aber schon zuvor mit Dir am Ignaz Abitur gemacht, später geheiratet und rechtzeitig Kinder gezeugt. So kam sein Sohn Jakob mit Deiner Katharina in einer Klasse zu sitzen, es folgten Elternabende und allerlei Gespräche, auch über den fehlenden Job.

Der gute Uli wusste Rat und ermutigte Dich, „Steffi, Du machst das locker!“ Was war die Herausforderung? Stefan Loipfinger brauchte gute Schreiber und Kompetenz abseits der Immobilie. So kamst du 2007 directement zu ihm, dem fondstelegramm und den Geschlossenen Fonds, wenn man vom Kunden Bayernfonds in der Personalberatung absieht.

Gesagt, geschrieben. Kaum war mit einem kurzen Warming up (Private Equity & Co.) die Lehrzeit absolviert und in der heute allseits bekannten und nur in – im ganz wörtlichen Sinn – besseren Kreisen beliebten Keudell’schen Kaltschnäuzigkeit der erste Hardcore-Texte im fondstelegramm erschienen, schon klingelte das Telefon. […] Du hörtest, wie Heinz Gerlach, Gott hab ihn seelig, – diesmal mit dem Beraterhut auf – eine Millionenklage androhte, was aber Stefan damals wehrhaft für Dich als Novizin abblockte. Und das alles nur, weil Du zu einem Trend Capital Fonds geschrieben hattest: „Warum sich namhafte Fachleute aus der Life Science-Szene für ein derartiges Konzept hergeben, ist schleierhaft. Immerhin werden sie gut bezahlt, die Gebühren des Fonds liegen eher am oberen Ende der Marktskala. Auch zeigt die hohe, zur laufenden Kostendeckung vorgesehene Liquiditätsreserve, daß selbst das Management nicht mit zügigen Kapitalrückflüssen … rechnet. Zweifeln darf man auch am Platzierungserfolg … wobei das …Risiko komplett auf den Anleger abgewälzt wird. Investments in das hochgradig riskante, aber auch zukunftsträchtige Marktsegment Life Science sollten Anleger nicht mit Anbietern vornehmen, die in erster Linie selbst verdienen wollen.“ Hammerhart, hammerstark. Verhaftet wurde der Trend Capital-Geschäftsführer Frank Simon aber erst 2012.

Das war ein starker Einstieg – und eine starke Rückendeckung, von der man heute nur mehr träumen kann. Es folgten Artikel in den Publikationen von Werner Rohmert, im Fonds & Co., in Ass compact (wie spricht man das eigentlich aus) und später im Fondsbrief von Markus Gotzi, dem vorjährigen Preisträger. Die Steffi schrieb, der Name prägte sich ein. Die Texte waren stets handwerklich korrekt, größtenteils flott geschrieben und zwangsläufig nicht immer so schneidig wie die Erstlingswerke. Gar nicht so einfach bei der Bandbreite von Formaten, die du bedienen musstest um von der Journalisterei leben zu können. Hut ab!

Dass dabei auch wechselnd launige Beiträge entstehen versteht sich von selbst. […] Eine Stephanie Margarethe Elisabeth mag sich zwar stark und jedem Fonds-Bösewicht gewachsen fühlen, aber das Pippilotta-Viktualia-Rollgardina-Pfefferminz-Efraimstochter-Langstrumpf-Feeling war sowenig dauerhaft, wie Dein Vater König auf einer Südseeinsel. Wenigstens existierte Deine Mutter nicht nur im Off und konnte sich ab und zu um die Kinder kümmern.

Du hast Dich dann entspannter um die schriftstellerische Hausmannskost kümmern können, zu der mangels Masse heute auch Inhalte auf Webpages und NoName-Texte für allerlei zahlende Klientel gehören. Denn notabene: Die Regulierung ist auch für die engagiert schreibende Zunft alles andere als ein Segen.

[…]

Zum Schluss noch zwei in die Irre führenden Annahmen, die im fortgeschrittenen Stadium der Keudell’schen Analytik sicher ausgedient haben. Rollenverteilt lauten sie:

Frauen denken, Männer ändern sich.

Männer denken, Frauen ändern sich nicht.

Beide irren.

Bravo Steffi, großen Applaus für alle Veränderungen, die du in Deinem Leben gemeistert hast.

Und nein. Keine Entwarnung! Der Geschlossene Fonds, wie er ja laut KAGB weiterhin zu heißen hat, bleibt auch künftig eine harte Nuss. Die guten kritischen Medien brauchen engagierte Schreiberinnen wie Dich, die wissen, wie man solche Verpackungen knackt. Dein Wissen, Deine Erfahrung und Deine Rechenkünste werden auch künftig Lesern helfen, die fondsmäßig nicht viel mehr als etwas Reichtum beisteuern können. Nur durch gut recherchierte und flott geschriebene Artikel wie Deine bekommen sie ein Gespür dafür, was sie – fein säuberlich umhüllt – in guten wie in schlechten Produkten an Überraschungen erwartet.

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Peter Mahler †

Peter Mahler †

Peter Mahler († 2012) erhielt 2013 postum den Deutschen BeteiligungsPreis “Lebenswerk” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Gunnar Dittmann, HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Aufgabe übernommen, die mir sehr am Herzen liegt, die aber für mich auch sehr traurig ist. Ich darf heute meinen sehr guten Freund Peter Mahler ehren und ihm postum den Ehrenpreis für sein Lebenswerk überreichen.

Peter Mahler wurde am 19. April 1963 in Würzburg geboren. Er wuchs in dem kleinen Ort Leinach als Ältester von vier Brüdern auf und übernahm zuhause schon sehr früh Verantwortung für seine Familie. Für Peter Mahler stand fest, dass er nach dem Abitur das elterliche Wirtshaus nicht führen wollte. Er erlernte in der örtlichen Raiffeisenbank Margetshöchheim e.G. von 1980 bis 1983 den Beruf des Bankkaufmannes und bildete sich an der Akademie deutscher Genossenschaften in Montabaur weiter zum Diplom-Bankbetriebswirt. Nach einem dreijährigen Abstecher als Bezirksleiter bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall kehrte er im Jahr 1990 als Zweigstellenleiter zurück zu seiner Ausbildungsbank. Kurz darauf übernahm er dann im Jahr 1992 die Leitung der Wertpapierabteilung und die Betreuung vermögender Privat- und Firmenkunden in der Raiffeisenbank Höchberg, bevor er dann im Jahr 2000 seine endgültige berufliche Heimat bei der IC Consulting AG in Rosenheim fand. Er trat dort als Vorstand ein und bestimmte gemeinsam mit dem Gründer, Hans Jochen Roth, die Geschicke des Unternehmens maßgeblich. Unter seiner Leitung entwickelte sich die IC Consulting AG vom klassischen Vertriebsunternehmen zu einem führenden Auslagerungsdienstleister im Kapitalanlagenbereich.

Peter Mahler erkannte schon sehr früh die Zeichen der Zeit und machte die IC Consulting AG durch den Erwerb einer § 32 KWG-Lizenz zu einem lizenzierten Finanzdienstleister. Als Service-Dienstleister für Banken, Sparkassen und freie Vertriebspartner wurde die IC Consulting schnell einer der fortschrittlichsten und renommiertesten Finanzdienstleister am deutschen Kapitalmarkt. Auch auf die erheblichen Marktveränderungen durch die im vergangenen Jahr stattgefundene Vertriebsregulierung bereitete Peter Mahler die IC Consulting AG perfekt vor. Er entwickelte mit seinem Team eine bisher unübertroffene und maßgeschneiderte Vertriebslösung für seine Vertriebspartner: Eine Kombination aus ausgewählten Kapitalanlageprodukten von renommierten Initiatoren, verknüpft mit der entsprechenden kostenlosen Plausibilitätsprüfung, ei-
nem maßgeschneiderten Beratungsprozess und einer bisher nicht erreichten Versicherungslösung für den Vertrieb. Dieser Meilenstein veränderte den Markt der B-2-B-Anbieter nachhaltig.

Peter Mahler war auch der Initiator der Kompetenz-hoch-5 Veranstaltungsreihe. Unter seiner Regie fanden sich vier Qualitäts-Emissionshäuser aus den Assetklassen Pflegeimmobilien, erneuerbare Energien, Zweitmarktfonds und Flugzeugfonds zusammen, die gemeinsam mit der Vertriebsplattform IC Consulting AG ausgewählten Vertriebspartnern ihre Konzepte und Produkte vorstellen. Neu an dieser Idee ist, dass diese Unternehmen nicht als Konkurrenten, sondern als Partner auftreten. Die spürbare Kollegialität und die Übermittlung der gemeinsamen Wertvorstellungen kamen bei den Vertriebspartnern sehr gut an.

Peter Mahler hat mit unermüdlichem Einsatz und einer übermenschlichen Kraftanstrengung in der großen, noch andauernden Wirtschafts-, Finanz- und Schifffahrtskrise sehr viel für sein Unternehmen, seine Geschäftspartner und die Restrukturierung vieler Schiffsfonds geleistet und dabei nie den Mut verloren, sondern vielen Menschen mit seinem Optimismus Mut gemacht. Er war in vielen Beiräten vertreten und wurde dort als kompetenter und verlässlicher Berater geschätzt.

Mit Peter Mahler verliert die Branche eine herausragende Führungspersönlichkeit und einen anerkannten Kollegen. Ich persön-
lich verliere einen sehr guten und engen Freund, mit dem ich einige schwere, aber überwiegend viele schöne Stunden und Erlebnisse geteilt habe.
Peter Mahler war ein sehr fröhlicher Mensch, der immer ein gutes Wort für seine Mitmenschen fand und wirklich bei jedem beliebt war. Von wie vielen Menschen kann man das schon sagen? Peter, Du fehlst der Branche, aber ganz besonders mir.

Peter Mahler verstarb am 20. Juni 2013 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 50 Jahren.

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Markus Gotzi

Markus Gotzi

Markus Gotzi erhielt 2013 den Deutschen BeteiligungsPreis “Medien” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Ludwig Riepl, Fonds & Co.

 

Liebe Anwesende, lieber Markus,

ich will mich nicht lange dort aufhalten, wo andere Laudatoren stehengeblieben sind. Dass Du mit klar strukturierten Beiträgen Privatanlegern Immobilien und Geschlossene Fonds nahe gebracht hast, ist eigentlich das Brot und Buttergeschäft jedes Nutzwert-Redakteurs im Ressort Private Finanzen. Dieser Aufgabe hast Du Dich in den zurückliegenden Jahren sehr erfolgreich und in vielen schillernden Facetten immer wieder überzeugend gestellt. Und weil Du in Unternehmen und in Redaktionen gearbeitet hast, kennst Du Produkte wie Schaltstellen von innen und von außen ziemlich genau.

Gerade die Geschlossenen Fonds hatten und haben in Dir einen Fürsprecher, der sich kritisch und sachkundig mit den Strukturierungen auseinandersetzte. Doch der Prophet gilt nichts im eigenen Lande, diese Einsicht wird jedem Sachwert-Redakteur eingeprügelt – und sie bestimmte auch die Capital-Redaktion, für die du vier lange Jahre gearbeitet hast. Gute Immobilien- und Sachwert-Themen ins Heft zu bringen, setzt harte und ermüdende Überzeugungsarbeit in den Redaktionskonferenzen voraus.

Doch auch nach Deinem Abschied: Die Capital-Connection blieb – und sorgte für einen späten Triumph: Ausgerechnet das Heft mit dem Immobilienkompass, den Du als freier Autor aus der Taufe gehoben hast, erwies sich alljährlich als die Capital-Ausgabe, die sich am Kiosk am besten verkaufte.

Das Ruhrgebiet zählt darin nicht gerade zu den gefragten Standorten. Zumindest nicht Gelsenkirchen Horst, Deine Heimat. Hier eröffneten sich für ein typisches Kind des Kohlenpotts mit Tischtennis und Fünfkampf – Rennen, Springen, Kugelstoßen – nur kleine Fluchten. Das Quartier entspricht genau dem Klischee: Am Horizont damals noch die Zeche Hugo, davor eine Kokerei, da massenhaft Schwerindustrie und dazwischen staubige Straßen und Kumpel. Zur Sozialisation gehörte der sich fettig anfühlende Kohlenruß auf Grünpflanzen und Türklinken, später das Bier und schon von Kindesbeinen an die Liebe zu den Kickern im blau-weißen Dress, die nur das Rennen und Bolzen zum Schwitzen bringt. Das hast Du mit der Muttermilch eingesogen, nie werde ich – in der Früh-Phase der Handy-Zeit – ein Telefonat aus den USA vergessen. Originalton: „Wie hat Schalke gespielt? Wirklich? Und wie geht es Dir und den Kindern?“ Klare Prioritäten nennt man das wohl, und das kam ganz tief von Herzen.

Dein beruflicher Werdegang startete bodenständig: „Mach erst mal eine Lehre!“ Du wurdest Bankkaufmann bei der Deutschen Bank in Gelsenkirchen und später Student am Journalistik-Institut der TU Dortmund – ausgerechnet bei den Erzrivalen von Schalke 04 – den Borussen. Zu dieser Zeit hattest Du als freier Mitarbeiter bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung bereits Erfahrungen gesammelt und Zeilen gemacht. Und, wieder ganz zur üblichen Vorstellung eines Nachwuchs-Journalisten passend, unter anderem über Karnickelvereine und Kegelclubs berichtet.

Das machte das Studieren nicht einfacher: Theorie ohne Praxis ist schwer auszuhalten, wenn man schon einmal gründlich Bodenkontakt hatte. Also hat der Schreiber Gotzi als Bestandteil seines Studiums noch einmal „ordentlich“ bei der WAZ volontiert und später beim Westdeutschen Rundfunk in Münster Beiträge für Radio und Fernsehen produziert. Mit dem Abschluss als Diplom-Journalist folgten mehrere Stationen in fester Anstellung, darunter auch bei Capital, und 2005 der Start als Unternehmer. Durch saubere Recherche und faire Artikel konntest Du in der, zum gleichen Medienkonzern gehörenden, FTD als freier Journalist regelmäßig über Geschlossene Fonds berichten. Zusammen mit Werner Rohmert hast Du den Fondsbrief aus der Taufe gehoben und als Branchen-Newsletter etabliert, mit WMD-Chef Andy Wanschka kurze Video-Porträts zu Emissionshäusern, offenen Fragen und neuen Produkten produziert.

Das lief alles ziemlich rund, bis die Regulierung kam, die Branche sich mit ihrer Selbstdarstellung verhedderte und die Fonds-Finanzierungen wie aneinandergereihte Dominosteine umfielen. Nicht die Banken galten als die eigennützigen Bösewichte, diese Rolle wurde Emissionshäusern und Vertrieben übergestülpt. Ausgewogenheit ist nicht mehr gefragt, gedruckt werden rührseelige Anlegertragödien, Standardtyp Rentner, die – natürlich falsch beraten – mit dem Titanic-Schiffsfonds ihren schwerkranken Pudel für den Rest seines Lebens versorgt sehen wollten. So etwas kannst und willst Du nicht liefern.

Mittlerweile herrscht fast ein rien ne va plus. Die Assets werden rar, die FTD ist eingestellt, es gibt keine festen Seiten mehr in den übrigen Publikationen, keine Fürsprecher mehr in den Redaktionen und kaum noch neue Produkte. Dafür gibt es haufenweise Initiatoren, die ihr Publikumsgeschäft (hoffentlich nur vorläufig) einstellen.

Lieber Markus, es ehrt Dich, mit Herzblut in einer Branche positioniert zu sein, an die Du geglaubt hast und weiter glaubst. Nur stellt das Dir wie vielen anderen Engagierten jetzt ein Bein. Die soliden Initiatoren bremst der Regulierungsaufwand und die Unsicherheit über die Vorgaben aus. Richtig Gas geben die Firmen mit stolzen Provisionen und magerem Geschäftsmodell, um die Anleger und Qualitäts-Medien besser einen großen Bogen machen. Aber ich will hier nicht ins Negative abdriften, schließlich sind wir hier, um Dich zu feiern.

Du kannst stolz sein auf das Erreichte, Du wirst findig genug sein, um auch mit dem Kommenden das Beste herauszuholen, und Du machst mit aufrechter Haltung auch in Turnschuhen keine schlechtere Figur als in italienischen Edeltretern. Realvermögen braucht auch in Zukunft zuverlässige Fürsprecher wie Dich. Und gut gemanagte Geschlossene Fonds haben, egal wie man sie später einmal nennen wird, eine Zukunft, so sicher wie Schalke 04 wieder einmal deutscher Meister wird.

 

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Peter Groner

Peter Groner

Peter Groner wurde 2013 in die Hall of Fame der Sachwertbranche aufgenommen.

Text von Edmund Pelikan

Peter Groner ist ein Unternehmer par excellence und seit 30 Jahren erfolgreich im Immobiliengeschäft tätig. Die von ihm gegründete ZBI Gruppe ist ein Spezialist für deutsche Wohnimmobilien. Seit 2002 konzipiert das Emissionshaus Wohnimmobilienfonds für private und institutionelle Anleger und verfügt über einen positiven Track Record. Von sieben platzierten investorenbestimmten ZBI Professional-Fonds wurden bereits drei wieder mit Erträgen von mindestens 7,5 Prozent p. a. mit einer Laufzeit von maximal vier Jahren aufgelöst. Die ZBI Gruppe bildet die gesamte Wertschöpfungskette im Zyklus einer Immobilie, vom Einkauf über Finanzierung und Verwaltung bis hin zum Verkauf mit über 200 Mitarbeitern an acht Standorten ab. Aktuell verwaltet die ZBI Gruppe ca. 17.000 Wohnungen. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei ca. 1,5 Milliarden Euro. Heute ist Peter Groner Aufsichtsratsvorsitzender der ZBI.

 

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