„Der Immobilienbrief“ Nr. 496:

Im Editorial grüßt Werner Rohmert von Mallorca, auf das er sich aus Sicherheitsgründen zurückgezogen hat. Er vergleicht die Komplexheit früheren Reisens vor Euro und mit Grenzen mit der heutigen Einfachheit. Die Welt schreitet fort – auch im Benimm. Das wird von Webinar zu Webinar immer deutlicher. Ganz ohne Corona-Impf- und Statistik-Kopfschütteln geht es auch bei Rohmert nicht. Als wirtschaftliches Regulativ schlägt Rohmert ganz gegen seine Gewohnheiten eine neue Steuer vor. (S. 1)

  • Stimmung für Gewerbe-Immobilienfinanzierungen legt seit 9 Monaten zu- Homeoffice, ESG und Flexibilität werden wichtiger: Der vierteljährliche Stimmungsindikator für gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Deutschland DIFI von JLL und dem ZEW hat im 1. Quartal nach dem Totalabsturz im Corona-Quartal 2020 zum dritten Mal in Folge zugelegt und liegt jetzt wieder auf dem schon seit 2015 rückgängigem Erwartungsniveau vor Corona. (Rohmert, Seite 3)
  • Immobilienklimaindex dreht wieder auf Optimismus- Deutsche Hypo Immobilienklima im März positiver: Sowohl das Investmentklima als auch das Ertragsklima trugen zur Entwicklung bei.  (Wrede, Seite 5)
  • Investment-Februar bricht Negativrekord seit 2013 – Woher kommt die gute Stimmung: Erneut hat Savills in einem Market in Minutes den Investmentmarkt für Wohn- und Gewerbeimmobilien unter die Lupe genommen. Im Februar wechselten Objekte für rund 2,6 Mrd. Euro den Eigentümer – das ist  das niedrigste Monatsvolumen seit Beginn der Pandemie und gleichzeitig der niedrigste Monatsumsatz am Investmentmarkt seit Juli 2013. (Rohmert, Seite 5)
  • Parkhäuser entwickeln sich zu Mobility-Hub- Ertragsprognosen machen Investments attraktiv: Hinzu kommt auch ein „Neues Denken“ innerhalb der Objektkategorie bzw. Stadtplanung. Neue Quartiersgaragen decken für ein bestimmtes Einzugsgebiet den Parkbedarf der dort lebenden Bewohner ab und stehen bei Bedarf auch für andere Nutzergruppen zur Verfügung stehen. (Rohmert, Seite 8)
  • Büroimmobiliensektor in Asien wuchs 2020 trotz Corona – Dieser Zyklus ist anders: Im Gegensatz zu früheren Abschwüngen, bei denen das Flächenangebot am Ende der Aufschwungsphase in der Regel entweder schon hoch oder sich noch unumkehrbar mit Fertigstellungen im Tal beschleunigte, stand der sinkenden Nachfrage im Jahr 2020 nur ein sehr bescheidener Anstieg des gesamten Angebotszuwachses gegenüber. (Rohmert, Seite 9)
  • Deutsche Bank sieht Wohnimmobilienzyklus 2024 in der Wende: Übertreibungen im Wohnimmobilienzyklus wurden bereits mehrfach moniert. Bundesbank und empirica warnen seit einigen Jahren vor Überbewertungen bis 30%. Der Immobilienbrief sieht viele Portfolioinvestitionen rein zinsgetrieben und aus Verwaltungs- und damit auch aus Renditesicht vor dem Hintergrund zunehmender Regulierung auch der Mietanpassungsmöglichkeiten an eine etwaige Inflation eher kritisch. (Rohmert/Götza, Seite 10)
  • Demographie-Schwert bleibt scharf- Raumordnungsprognose sieht 5,5 Mio. weniger Erwerbsfähige bis 2040:
  • Seit Mitte der 80er Jahre geisterte das Gespenst der Demographie durch die Medien. Deutschland sei fertig gebaut. Wohnungsbau lohne sich nicht. (Rohmert, Seite 14)
  • Der neue „Grundsicherungsrelevante Mietspiegel“ (empirica) 2020 liegt vor – Wohnen wird auch im unteren Segment immer teurer: Die hohe Wohnungsnachfrage, angefeuert von demografischen und migratorischen Faktoren, den Trends zu Single-Haushalten, steigender Wohnfläche pro Kopf, und steigender Qualitätsansprüchen treibt die Mietpreise in die Höhe. (Wrede, Seite 15)
  • Deutsche Hotels mit minus 40%: Starke Spreizung zwischen Business- und Ferien-Hotels: Die Ferienhotellerie konnte sich durch den Sommer retten. In den Businesshotels blieb Totentanz. Insofern sind wir eher überrascht, dass überhaupt noch getanzt wird. Oft dürfte es auch nicht nur um das brandaktuelle Überleben gehen, sondern auch um die Überlegung, welche Geschäftsmodelle überhaupt noch aufgehen.(Rohmert, Seite 17)
  • Deutliche Unterschiede bei Logistikmieten im Neubau und Bestand – Mietpreise entwickeln sich heterogen: Während Logistikinvestments weiterhin gehypt werden, entwickeln sich die Mieten für Neubau- und Bestandsimmobilien in den unterschiedlichen Regionen sehr heterogen (Wrede, Seite 18)
  • Aus unserer Kooperation mit „immobilien intern“: Neuer Ratgeber: Mietpreisbremse 3.0 für Wohnungen (Seite 19)
  • „Denk“anstöße – Kapitalanlage Wohnen versus Büro: Im Rahmen der Zeitungslektüre der letzten Lockdown Monate kristallisiert sich die Schwarz-Weiß-Botschaft heraus: Investitionen in Wohnen profitiert von der aktuellen Entwicklung, Büro wird vom Home Office verdrängt. Ergibt sich bei näherer Betrachtung ein differenziertes Bild? (Denk, Seite 20)
  • Digitale Lagebeurteilung – Datenverdichtung durch Ratings und Scorings: „Eine gute Mikrolage ist besser als eine schlechte Makrolage.“ Absolute Aussagen wie diese mögen zutreffend sein, machen jedoch immer auch die Problematik subjektiver Einschätzungen in der immobilienwirtschaftlichen Lagediskussion deutlich. Auch die vielzitierten A-, B- und C-Lagen erlauben eine Klassifizierung nach der jeweiligen Bedeutung einer Stadt. Bei näherer Betrachtung gehen die jeweiligen Definitionen jedoch weit auseinander und erschweren einheitliche Vergleiche. In allen Fällen der Lageeinschätzung ist deshalb eine eindeutige Definition der Beurteilungskriterien von hoher Bedeutung. (Fahrländer, Seite 21)
  • UBS Euroinvest Immobilien: Jahresbericht zum 31. August 2020: Das Fondsvermögen ist seit Jahren rückläufig. Die Öffnung des Fonds für Privatanleger scheint daher vor allem dem Zweck zu dienen, den Mittelabzug durch institutionelle Anleger zu kompensieren. (Fanderl, Seite 22)
  • Scope übernimmt Euler Hermes Rating: Die Ratingagentur Scope treibt die Konsolidierung im europäischen Ratingmarkt weiter voran. Die Übernahme stärkt insbesondere Scopes Kapazitäten für SMEs und Projektfinanzierungen. Beide Bereiche profitieren von steigendem Investoreninteresse. (Krentz, Seite 25)
  • ZEW-Studie zeigt Grundsteuer belastet vor allem ärmere Haushalte in Mietwohnungen. (Krentz, Seite 25)
  • PROJECT Investment zum »Top Arbeitgeber im deutschen Mittelstand 2021« gekürt (Seite 27)
  • *Der*5 Minuten*Hospitality*Experte*:„Gott ist ein Kreativer. Kein Controller.“ Das Hotel Financial Statement müssen wir trotzdem neu denken. (Völcker, Seite 27 )
  • Immobilienverrentung: Die Zahl der unterschiedlichen Immobilienverwertungs-Modelle ist in den vergangenen Jahren explodiert. Und immer mehr neue Anbieter kommen auf diesen wachsenden Markt der Altersfinanzierung in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Das Gezänk um die Seriosität der Angebote wird größer. (Hoffmann; Seite 28)
  • Produktmangel limitiert Kölner Investmentmarkt: Das Rekordergebnis des Vorjahres wurde erwartungsgemäß um 55% verfehlt. (Junghanns, S. 30)

Mit freundlichen Grüßen

Werner Rohmert sowie
Ihr Team von „Der Immobilienbrief“
Research Medien AG