Berlin, 24.11.2020 – Bund und Länder könnten am Mittwoch weitreichende Neuerungen in der Corona-Krise beschließen, darunter auch eine Verschärfung für den Einzelhandel. Laut einer aktualisierten Fassung des Länderentwurfs soll sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmater Verkaufsfläche aufhält.

ZIA-Präsident Andreas Mattner erklärt dazu: „Diese Regel führt ohne Not zu Problemen an den Kassen, weil sich der Abstand zum nächsten Kunden dann um ein Vielfaches vergrößern würde zu allen Seiten. In keinem Lebensbereich gilt ein solch großer Abstand, weshalb im Handel? Die 25 qm-Regel würde zudem dazu führen, dass nur so wenig Menschen in die Geschäfte dürfen, dass man andere aussperren müsste. Dies könnte zum Stau vor den Eingängen der Geschäfte führen. Ohnehin frustrierte und kaufmüde Kunden wären das Ergebnis. Die Kunden-Frequenzen befinden sich derzeit wieder im freien Fall, die Arbeitsplätze werden folgen. Der Handel hat in den Monaten März und April bei ähnlich drastischen Maßnahmen je 40 Milliarden Euro verloren, das wird kein Hilfsprogramm infolge ähnlicher Maßnahmen auffangen können. Die 25 qm-Regel vernichtet demnach nur Arbeitsplätze, aber nicht das Virus.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.