Skip to Content

Category Archives: Sachwerte

Bislang kein Corona-Effekt bei Wohnimmobilien Metaanalyse Immobilien Deutschland

Zürich, 17. Juli 2020 – Aufgrund der globalen Wirtschaftskrise sowie der steigenden Staatsverschuldung wird in den kommenden Jahren keine Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erwartet.

Damit bleibt der Anlagedruck weiterhin hoch, und ein deutlicher Rückgang der Immobilienpreise ist eher unwahrscheinlich.
„Die konjunkturelle Lage sowie ungelöste Probleme in den Staatshaushalten vieler, auch großer Euro- Länder ‚verbieten‘ vorderhand Zinserhöhungen seitens der EZB“, sagt Dr. Stefan Fahrländer, CEO von FPRE. „Dies wurde durch die Corona-Krise noch weiter verschärft.“

Somit ist in den nächsten Monaten und Jahren nicht mit einer Erhöhung der Zinsen zu rechnen, die sich nun schon seit einigen Jahren auf einem
Rekordtief befinden, wie die Metaanalyse Deutschland von FPRE zeigt (Abbildung 1).


Verschiedene Zentralbanken haben zum Ausdruck gebracht, dass sie die Konjunktur mit geldpolitischen Maßnahmen weiterhin unterstützen werden, bis die Wirtschaft wieder richtig in Schwung kommt. Dies kann
aber noch dauern. Das ifo Institut geht in seinen neuesten Konjunkturprognosen von einem BIP-Wachstum von -6,7% im Jahr 2020 und 6,4% im Jahr 2021 aus. Die Inflationsprognose senkte es auf 0,5% für das Jahr 2020 und auf 1,1% für das Jahr 2021 (Frühjahrsprognose: 1,0% und 1,5%). Dieser Wert liegt aber noch deutlich unter dem 2%-Inflationsziel der EZB. Somit ist nicht verwunderlich, dass verschiedene Banken
keine Zinserhöhung bis mindestens Ende 2021 erwarten.

Laut Fahrländer gibt es neben dem schon seit Jahren bestehenden Zinseffekt auch noch eine weitere Erklärung dafür, dass die Immobilienpreise (Wohneigentum) bislang keinen „Corona-Effekt“ zeigen: Es ist schlicht noch zu früh, denn staatliche Hilfen konnten Einbußen bei Mietzinseinnahmen bisher begrenzen.
„Entscheidend für die volkswirtschaftlichen Auswirkungen und letztlich auch die Auswirkungen auf die Immobilienmärkte ist die Dauer der Krise“, sagt Stefan Fahrländer. „Je länger diese ist, desto gravierender
werden die Folgen.“ In der Frühjahrsumfrage von FPRE vom Mai 2020 gingen jedenfalls trotz Corona noch ein Großteil der Teilnehmer von weiterhin steigenden Preisen für Eigentumswohnungen aus. Die nächste
Umfrage findet im Herbst statt.

Quelle: Mitteilung der Fahrländer Partner AG

0 Continue Reading →

IMMAC startet Vertrieb des 104. Renditefonds

„Braunschweiger Hof“ Langelsheim, © ESCAPEFilmproduktionGmbH

Hamburg 16.07.2020Mit Genehmigung der BaFin vom 26.06.2020 startete der Vertrieb des „IMMAC Sozialimmobilien 104. Renditefonds GmbH & Co. KG geschlossene Investmentkommanditgesellschaft“.
Der durch die HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH aufgelegte Publikums-AIF mit einer Mindestbeteiligung von 20.000.- Euro investiert in zwei substanziell hochwertige Alten- und Pflegeeinrichtungen mit Sitz in Langelsheim und Visselhövede, Niedersachsen.
Das Investitionsvolumen des Fonds beträgt rund 18,5 Millionen Euro, davon entfallen rund 9,1 Millionen Euro auf das Kommanditkapital. Die Ausschüttung p.a. beträgt 4,5% und wird in monatlichen Teilraten ausgezahlt.

Alten- und Pflegeheim „Braunschweiger Hof“, Langelsheim
Die Kleinstadt Langelsheim mit ihren rund 11.400 Einwohnern liegt im Harz innerhalb des Landkreises Goslar. Das dort befindliche Alten- und Pflegeheim „Braunschweiger Hof“ besteht aus zwei miteinander verbundenen Gebäudeteilen. Insgesamt stehen 56 vollstationäre Pflegeplätze, die auf 24 Einzel- und 16 Doppelzimmern untergebracht sind, zur Verfügung. Bedingt durch die Nähe zum Harz und zu verschiedenen Seen, Grünflächen und Wäldern existieren sehr gute Naherholungsmöglichkeiten im Umfeld der Pflegeeinrichtung.


Senioren- und Pflegeresidenz „Zur Mühle“, Visselhövede
Die Kleinstadt Visselhövede hat rund 9.900 Einwohnern und ist die südlichste Gemeinde innerhalb des Landkreises Rotenburg (Wümme) im Bundesland Niedersachsen. Der Landkreis liegt am Westrand der Lüneburger Heide und befindet sich im Städtedreieck zwischen Bremen, Hamburg und Hannover. Die Senioren- und Pflegeresidenz „Zur Mühle“ liegt im Herzen von Visselhövede und umfasst drei Gebäude. 99 vollstationäre Pflegeplätze, aufgeteilt auf 95 Einzel- und 2 Doppelzimmer, sind hier untergebracht. In direkter Nachbarschaft befinden sich die wichtigsten Infrastruktur- und Nahversorgungseinrichtungen genauso wie Grünflächen und eine Parkanlage, so dass ein idealer Standort für die Pflegeinrichtung gegeben ist.

Quelle: IMMAC Immobilienfonds GmbH

0 Continue Reading →

Versicherungsmakler und unabhängige Finanzanlagenvermittler werden wieder optimistischer

Berlin, 15.07.2020 (OPM): Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW hat Ende Juni 2020 eine zweite „Corona-Umfrage“ unter seinen Mitgliedern durchgeführt, an der 461 Mitglieder teilgenommen haben.

Auf die Frage, wie die Mitglieder ihre geschäftliche Zukunft bis Jahresende 2020 einschätzen würden, antworteten knapp 31% mit „Katastrophe“ oder „Schlecht“, 36,5% waren noch „unentschieden“ und 31,3% schätzen ihre Geschäftsentwicklung in den kommenden 6 Monaten sogar mit „gut“ oder „sehr gut“ ein. Damit hat sich das Klima unter den Vermittlern in den vergangenen 8 Wochen etwas verbessert, denn Ende April hatten auf diese Frage noch 47% mit „Katastrophe“ oder „Schlecht“ geantwortet, 35% waren unentschieden und nur 18% blickten optimistisch in die Zukunft.

In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt das, dass die befragten Vermittler im Durchschnitt einen Rückgang ihres Provisionsumsatzes um 14% im Vergleich zum Vorjahr erwarten.

„Viele Vermittler haben in einem bewundernswerten Tempo ihre Prozesse an die Corona-Wirklichkeit angepasst und fühlen sich so gerüsteter für die Zukunft“, analysiert AfW-Vorstand Frank Rottenbacher die Umfrageergebnisse. „Wenn natürlich ganze Kunden-Branchen wegbrechen, dann kann auch der am besten organisierteste Vermittler nicht dagegen ankommen. Hier braucht es auch Unterstützung seitens der Produktpartner, um diese Zeiten überstehen zu können“, so Rottenbacher weiter.

Auf die Frage, für welche Produkte die Vermittler durch die Corona-Krise eine steigende Nachfrage erwarten, antwortete fast jeder zweite Teilnehmer „offene Investmentvermögen“ (44,7%). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Biometrie (31%) sowie Altersvorsorge (27%). Im Vergleich zur April-Umfrage hat damit die „gewerbliche Versicherung“ an Wichtigkeit verloren (von Platz zwei auf Platz sieben abgerutscht), was sicher mit den Diskussionen rund um das Thema Betriebsschließungsversicherung zu begründen ist.

50% der Kundentermine finden zurzeit telefonisch statt, 25% schon als Video-/Onlineberatung und ein weiteres Viertel in Form persönlicher Treffen. „75% aller Kundentermine finden somit zurzeit ohne direkten Kundenkontakt statt. Vor einem halben Jahr wäre diese hohe Zahl noch unvorstellbar gewesen“, analysiert AfW Vorstand Frank Rottenbacher.


Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister und Versicherungsmakler. 
Der Verband vertritt die Interessen von ca. 40.000 Versicherungsmaklern sowie unabhängigen Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittlern aus über 2.000 Mitgliedsunternehmen.

Fotos des Vorstandes (RA Norman Wirth, Frank Rottenbacher und Matthias Wiegel) sowie das Verbandslogo finden Sie HIER

Quelle: Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e.V.



0 Continue Reading →

Scope-Umfrage zu institutionellen Immobilienfonds

Berlin, 09. Juli 2020 – Scope hat das Angebot an institutionellen Immobilienfonds erhoben und analysiert. Der Nutzungsarten-Fokus hat sich im Vergleich zur Vorgängerumfrage aus dem Jahr 2018 deutlich verschoben.

Die Ratingagentur Scope hat im Zeitraum von Februar bis Mai das Angebot an Immobilienfonds, in die deutsche Institutionelle derzeit investieren können, erhoben und analysiert. Insgesamt 21 Asset Manager haben an der Umfrage teilgenommen und Auskunft über ihr derzeitiges Angebot an indirekten Immobilienanlagen für deutsche Investoren gegeben. Das Ergebnis:

Aktuell sind mindestens 52 alternative Investmentfonds investierbar. Das geplante Eigenkapitalvolumen (EK) der Fonds beträgt mehr als 42 Mrd. Euro.

Rund 40% der Fonds haben einen breiten Investitionsfokus auf Europa. Mehr als ein Drittel der Fonds konzentriert sich rein auf deutsche Immobilien. Mit deutlichem Abstand folgen Fonds mit einer globalen Strategie sowie dem Investmentziel USA.

Die Nutzungsart Büro weist mit 14 Fonds die größte Anzahl am Angebot auf. Es folgen Wohnimmobilien (10 Fonds), Fonds mit mehreren Nutzungsarten (10), Mikro- und Studentenwohnungen (6), Hotel (4) und Logistik (2).

Interessant: Aktuell gibt es keinen einzigen Fonds mit einem Fokus auf Einzelhandelsimmobilien. In der Umfrage von 2018 zählte Einzelhandel mit 15 Fonds zur dritt-beliebtesten Nutzungsart. Dies zeigt: Die Perspektiven für Einzelhandelsimmobilien haben sich deutlich eingetrübt.

34 der 52 Fonds und zusammen mehr als 80% des EK-Zielvolumens investieren in die risikoarme Risikoklasse „Core“. Weitere zwölf Fonds setzen auf „Core+“-Strategien. Lediglich sechs Fonds werden in Objekte mit dem Risikoprofil bzw. der Anlagestrategie „Value Add“ investieren.

49 der 52 Fonds haben Angaben zur Renditeerwartung gemacht. 34 dieser Fonds verwenden dazu die IRR-, 14 Fonds die BVI-Methode. Die durchschnittliche Renditeerwartung der Fonds nach IRR- bzw. BVI-Methode liegt bei 6,8% bzw. 4,1% p.a. Ein Fonds mit Fokus auf deutsche Wohnimmobilien stellt bei der Renditeerwartung auf das ausschüttungsfähige Ergebnis ab.

Quelle: Scope

0 Continue Reading →

Logistik-Investments trotzen der Krise

© pixabay

Frankfurt, 10. Juli 2020 – Der Markt für Logistik-Investments zeigte sich im ersten Halbjahr noch verhältnismäßig unbeeindruckt von der Corona-Krise. Mit einem Transaktionsvolumen von 3,74 Mrd. € wurde der langjährige Durchschnitt um beeindruckende 61 % getoppt, sodass unterm Strich das zweitbeste Halbjahresergebnis aller Zeiten steht. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Zwar trägt insbesondere der Rekordjahresauftakt aus Q1 maßgeblich zum überdurchschnittlichen Abschneiden bei, jedoch ist auch das zweite Quartal für sich genommen mit 1,42 Mrd. € alles andere als ein Indiz für einen auf Sparflamme laufenden Markt“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. So ist das aktuelle Quartalsergebnis deutlich niedriger als der Schnitt der vergangenen zehn Quartale, steht aber gleichzeitig in der Tradition des regelmäßig zur Jahresmitte etwas abflachenden Marktgeschehens. Zieht man nur die Q2-Ergebnisse als Vergleichsbasis heran, schlägt ebenfalls das zweitbeste Ergebnis aller Ze iten zu Buche. Als besonders außergewöhnlich präsentiert sich derweil der mit knapp 68 % sehr hohe Anteil der Einzeltransaktionen. Unter anderem gleich sieben Abschlüsse jenseits der 100 Mio.-€-Marke katapultieren das Umsatzvolumen auf satte 2,53 Mrd. € und sorgen so für einen neuen Rekord.

Frankfurt mit Rekordhalbjahr

Die großen Investmentstandorte bieten zum Halbjahr ein gemischtes Bild. So legt etwa Frankfurt mit insgesamt 257 Mio. €, maßgeblich bedingt durch den Kauf eines Teils des Neckermann-Areals durch Interxion, sein bisher bestes Halbjahr hin. Auch Berlin (301 Mio. €) und Hamburg (174 Mio. €) präsentieren sich bärenstark. Das Ergebnis der Hansestadt basiert jedoch vollständig auf Umsätzen aus dem ersten Quartal, sodass trotz herausragendem Jahresauftakt ein neuer Rekord zur Jahresmitte verpasst wurde. Einen deutlichen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet derweil München (136 Mio. €; -34 %), wobei sich der Abschwung dramatischer liest, als er tatsächlich ist, da sich das Ergebnis in etwa m langjährigen Durchschnitt bewegt. Ähnlich sieht es in Leipzig aus. Mit 47 Mio. € wurden gut 44 % weniger als im Vorjahr umgesetzt, jedoch liegt das Ergebnis damit nichtsdestotrotz fast ein Drittel über dem langjährigen Schnitt.

Die Verteilung des Umsatzes auf die Größenklassen zeigt eindeutig, dass Großabschlüsse das erste Halbjahr dominiert haben. Sowohl anteilig als auch absolut liegt das Segment größer 100 Mio. € auf dem zweithöchsten je registrierten Niveau. Bedeutenden Anteil hieran hat eine ungewöhnliche Häufung von Einzeltransaktionen im dreistelligen Millionenbereich, die es so zum Halbjahr bisher noch nie gab.

Da es bisher nur punktuell zu Ausfällen von Mietern gekommen ist, präsentieren sich Logistik-Investments im Vergleich zu anderen Assetklassen im Zuge der Corona-Pandemie als äußerst robust. Sie konnten daher trotz des allgemeinen Krisenumfelds für eine Vielzahl von Anlegertypen sogar an Attraktivität dazugewinnen. So verwundert es nicht, dass sich das Käuferspektrum auch zum Ende des zweiten Quartals äußerst diversifiziert zeigt. Am aktivsten waren im ersten Halbjahr Spezialfonds (26 %), mit deutlichen Abstand gefolgt von Investment Managern (20,5 %) und offenen Fonds (14 %). Weitere bedeutende Anteile entfallen auf Immobilien AGs/REITs (9 %), Corporates (6 %), Equity/Real Estate Funds (5 %) und Versicherungen (4 %). Dass 15,5 % des Investmentumsatzes auf die Sammelkategorie der übrigen Investoren entfällt, ist noch einmal ein deutlicher Beleg dafür, dass sich das Spektrum der Käufer im Vergleich zu den vorherigen Jahren noch einmal deutlich verbreitert hat.

Deutsche Investoren stellen Rekord auf

Nachdem der Markt für Logistik-Investments in den vergangenen Jahren so stark wie keine andere Assetklasse von ausländischen Investoren geprägt war, haben sich die Kräfteverhältnisse aktuell genau ins Gegenteil verkehrt. Mit einem Umsatz von 2,2 Mrd. € bzw. anteilig 58 % stammt so viel Kapital wie in keinem ersten Halbjahr jemals zuvor von deutschen Investoren. Zum Vergleich: Im langjährigen Schnitt liegt der Wert bei gerade einmal 1 Mrd. €. Als aktivste ausländische Gruppe präsentieren sich nordamerikanische Käufer (14 %), dicht gefolgt von den Europäern (13 %). Die in der Vergangenheit häufig im Zusammenhang mit Käufen großer paneuropäischer Portfolios in Erscheinung getretenen asiatischen Investoren sind bislang kaum aktiv gewesen (7 %).

Renditen bleiben stabil

Nachdem sich zum Anfang des Jahres noch leichte Preissteigerungen abgezeichnet haben, waren seit Beginn der Corona-Krise keine signifikanten Anpassungsprozesse zu beobachten. Die Nettospitzenrenditen für Logistikimmobilien in den großen Standorten liegen dementsprechend weiterhin stabil bei 3,70 %, bzw. 4,05 % in Leipzig.

Perspektiven

„Logistik-Investments konnten während der Corona-Krise bei den Anlegern mit Stabilität punkten, weshalb die Nachfrage ungebrochen hoch bleibt. Nichtsdestotrotz kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich mit einiger zeitlicher Verzögerung doch noch eine kleinere Eintrübung im Umsatz bemerkbar macht. So wurden zu den Hochzeiten des Lockdowns einige Ankaufsprozesse on hold gesetzt, die e rst mit Verzögerung auf die Zielgerade einbiegen werden. Ob am Ende des Jahres die 7 Mrd.-€-Marke ein viertes Mal in Folge geknackt wird, bleibt abzuwarten, erscheint aber derzeit als nicht unwahrscheinlich “, fasst Christopher Raabe die weiteren Aussichten zusammen.

Quelle: BNP Paribas (PM vom 10.07.2020)

0 Continue Reading →

Hotelinvestmentmarkt: Historische Einbußen im zweiten Quartal

© pixabay

Frankfurt, 10. Juli 2020 – Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat durch Corona Einbußen in bis dato nicht gekannter Größenordnung hinnehmen müssen. Bei lediglich acht Transaktionen in den Monaten April bis Ende Juni haben Investoren 260 Mio. Euro in die Hand genommen, um Hotelobjekte zu kaufen. Drei Monate vorher konnten noch 1 Mrd. Euro und 27 Transaktionen bilanziert werden. Ein Trostpflästerchen für die Statistiker immerhin. Denn durch den starken Jahresauftakt mildert sich der Rückgang für das Halbjahr auf ein Minus von lediglich 15 Prozent, gleichbedeutend einem Transaktionsergebnis von 1,25 Mrd. Euro (H1 2019: 1,47 Mrd. Euro). Der 5-Jahresvergleich mit den in diesem Zeitraum stark zugenommenen Volumina liegt da schon eher im Argen: – 28 Prozent schlagen zu Buche. Es hätte aber auch noch schlimmer kommen können.

„Wie befürchtet hat sich die Pandemie im zweiten Quartal den operativen Märkten folgend auch auf den Investmentmärkten bemerkbar gemacht“, so Heidi Schmidtke, Managing Director der JLL Hotels & Hospitality Group. Und weiter: „Auch ist nicht wegzudiskutieren, dass die wenigen Aktivitäten im zweiten Quartal ihre Anfänge bereits meist vor Corona genommen hatten.“

Einzeltransaktionen kamen in den ersten sechs Monaten auf ein Volumen von knapp 632 Mio. Euro, verteilt auf 29 Transaktionen – mit deutlich schwächerem Ergebnis im zweiten Quartal. Im Halbjahresvergleich mit dem Vorjahr ist ein Rückgang von 34 Prozent zu notieren. Die durchschnittliche Größe in den ersten sechs Monaten von knapp 22 Mio. Euro bewegt sich rund 7 Mio. Euro unter der Größenordnung des Vorjahres, also hin zu kleinvolumigeren Transaktionen.

Projektentwicklungen machten bis Ende Juni 2020 bei einem Volumen von ca. 270 Mio. Euro 22 Prozent des Gesamtvolumens aus, im Vergleichszeitraum des letzten Jahres war es knapp die Hälfte (706 Mio. Euro) des Gesamtvolumens. „Es gibt Investoren, die gerade in diesen Zeiten vor dem erhöhten Risiko einer nicht zeitplangerechten Fertigstellung des Objekts zurückschrecken. Hinzu kommt, dass derzeit vielfach die Finanzierung von Projekten schwierig ist. Aber wir sprechen auch mit Investoren, die auf Basis eines zukünftigen Szenarios kalkulieren, bei dem also bis zur Fertigstellung eine Erholung der Märkte zu erwarten ist und kein Verzug der Pachtzahlungen berücksichtigt werden muss“, erklärt Heidi Schmidtke.

Zu den größten Einzeltransaktionen im zweiten Quartal gehörten unter anderem:

➢ der Verkauf des nhow Berlin, bei dem Signing und Closing direkt am Anfang des zweiten Quartals stattgefunden hatten. Dabei hatte EPH European Property Holdings 89,9 Prozent der Anteile des Hotels von der kanadischen Jesta Group erworben.
➢ der Erwerb der im Bau befindlichen Projektentwicklung the niu Cure in Erlangen als Teil der gemischt genutzten Immobilie Paul Carré durch Kingstone Investment Management. Verkäufer war der Entwickler S&P Commercial Development.
➢ der Ankauf des im November neu eröffneten Holiday Inn Express Kaiserslautern durch eine Fondsgesellschaft aus Hamburg. Verkäufer war die Ten Brinke Group.
➢ der Verkauf des Park Hotel Egerner Höfe am Tegernsee Ende April. Molkerei-Unternehmer Christian Ehrmann hatte das familiengeführte Traditionshaus von Klaus Dieter Graf von Moltke gekauft.

Lediglich eine Portfoliotransaktion wurde im zweiten Quartal 2020 mit dem Ankauf der Ferienpark Plattform Roompot durch KKR realisiert, beraten durch JLL. Verkäufer war Ende Juni der französische Investor PAI Partners. Der Transaktionswert betrug insgesamt 1 Mrd. Euro, auf Deutschland entfiel mit zwei Häusern lediglich ein geringer Anteil.
Das Gesamtvolumen für die sechs Portfoliotransaktionen im ersten Halbjahr 2020 beläuft sich damit auf über 610 Mio. Euro, knappe 18 Prozent über dem Vorjahresergebnis – maßgeblich bedingt durch die Mehrheitsübernahme an TLG durch Aroundtown.

„Dass auch in diesen schwierigen Zeiten eine so große Transaktion wie der Ankauf der Roompot Plattform möglich war, ist nicht nur ein erfreuliches Signal für den Hotelinvestmentmarkt insgesamt. Die Transaktion könnte auch als Indikator dafür gedeutet werden, dass sich der Fokus von Investoren verstärkt auf solche Investments richtet. Denn die Ferienhotellerie erholt sich aktuell mit am schnellsten. Hotels am Meer und in den Bergen erleben vor allem durch inländische Besucher einen veritablen Nachfrageboom“, so Heidi Schmidtke.

Ein Gros des Kapitaleinsatzes ging erneut auf das Konto institutioneller Investoren: in den ersten sechs Monaten wurden 14 Transaktionen mit insgesamt 508 Mio. Euro registriert, gefolgt von Immobiliengesellschaften, die bei drei Transaktionen 381 Mio. Euro investiert hatten. Insgesamt knapp 80 Mio. Euro (3 Transaktionen) wurden durch Private Equity platziert. Diese Investorengruppe ist in derzeit laufenden Prozessen der aktivste Marktteilnehmer.

„Eine Schärfung des Investitionsfokus auf bestimmte Märkte mit gutem Mix aus Business und Leisure und auf Segmente wie Budget Hotels oder Serviced Apartments, ist wahrscheinlicher als eine grundsätzliche Ablehnung der Assetklasse Hotel“, so Heidi Schmidtke. Die Hotelexpertin weiter: „Märkte, die nicht zu sehr auf internationale Nachfrage angewiesen sind und zumindest auch eine hohe freizeittouristische Attraktivität haben, wird die Krise weniger stark treffen.“

Eines sei sicher: Bislang sei der Hotelmarkt fest in der Hand der Verpächter gewesen. Mit dem Risiko, den Betreiber zu verlieren und einen Leerstand zu riskieren, drehe sich der Spieß nun um. „Noch können langfristige Trends zwar nicht definitiv ausgemacht werden. Bisher zumindest galt Mietstundung statt -ausfall oder -reduktion. Nun geht es jedoch in die nächste Phase. Ob temporäre Maßnahmen während der Krisenzeit oder dauerhafte Vertragsanpassungen – die allgemeingültige Lösung gibt es nicht. Und Trends müssen sich erst noch herauskristallisieren, etwa mehr Flexibilität bei Mietstruktur mit höheren variablen Anteilen und Corona-Klauseln in Verträgen“, betont Heidi Schmidtke.

Gibt es sie, die zarten grünen Triebe auf dem Hotelmarkt? „Ja, die gibt es“, ist sich Heidi Schmidtke sicher. „Allerdings muss das große Ganze gesehen werden. Vom versprochenen ‚Wumms‘ des deutschen Finanzministers bis zu einer Neuerfindung der gesamten Reisebranche reicht das Spektrum. Die staatliche Rettung einer Fluggesellschaft ist da nur ein Steinchen im Mosaik, genauso wie das individuelle Reiseverhalten der Geschäftsleute.“ Schmidtke abschließend: „2020 wird kein Glanzjahr in den Geschichtsbüchern des Hotelinvestmentmarktes. Die Krise ist nämlich noch lange nicht überstanden. Eine Rückkehr zu Leistungskennzahlen auf Vor-Corona-Level liegt noch in weiter Ferne, je nach Markt und Objekt kann dies zwei bis drei Jahre oder länger dauern. In jedem Fall befinden wir uns in einem Umbruch. Vielleicht sollte auch daran erinnert werden, dass Renditen im Hotelinvestmentmarkt zuletzt denen von Bürotransaktionen zu ähnlich wurden und nicht genügend reflektiert wurde, dass operatives Geschäft immer auch ein höheres Risiko beinhaltet. 2020 wird sich auf jeden Fall deutlich unter dem 5-Jahresdurchschnitt von 4,4 Mrd. Euro bewegen. Aber Kapital und Investoren stehen bereit. Und die Übernachtung außerhalb der eigenen vier Wände wird es auch zukünftig geben. Denn sie ist Teil unseres zivilisierten Lebens. Dessen Koordinaten brauchen eine Nachjustierung und eine tragfähige Vision künftigen Reisens.“

Quelle: JLL (PM vom 10.07.2020)

0 Continue Reading →

Erholung zur neuen Normalität noch ungewiss

© pixabay

London, 9. Juli 2020 – Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc., rechnet laut ihrem aktuellen House View-Ausblick für das dritte Quartal 2020 damit, dass sich die Wirtschaftsaktivität in der zweiten Jahreshälfte weiter erholen wird. Ein Grund hierfür ist die allmähliche Lockerung der Einschränkungen, die verhängt wurden, um die Ausbreitung des COVID-19-Virus einzudämmen. Eine Rückkehr zur Normalität wird jedoch nicht ganz reibungslos verlaufen und der Weg dorthin in den einzelnen Ländern und Regionen unterschiedlich sein. Erneuten Ausbrüchen muss möglicherweise durch die Wiedereinführung einiger Beschränkungen entgegengewirkt werden.

Die schwache Konjunktur dürfte sich auf das zweite Quartal beschränken, in dem das Bruttoinlandsprodukt in den wichtigsten Industrieländern etwa um 10 Prozent bis 20 Prozent sinken wird. Die seit Mai eingesetzte Erholung wird sich erst in den Zahlen des dritten Quartals widerspiegeln, sobald Produktion und Nachfrage um 5 Prozent bis 15 Prozent zugelegt haben. Obwohl die wirtschaftliche Erholung als V-förmig bezeichnet werden kann, ist es unwahrscheinlich, dass diese vor Mitte des nächsten Jahres ihr früheres Aktivitätsniveau vor COVID-19 erreicht.

Trotz der kompromisslosen monetären und fiskalischen Reaktionen in den jeweiligen Ländern dürfte es zu einigen dauerhaften Schäden und Verlusten kommen, deren genauer Umfang und Ausmaß sich erst nach einiger Zeit zeigen werden. Hinzu kommt, dass sich einige Ansichten und Verhaltensweisen aufgrund der Pandemie in Zukunft möglicherweise ändern.

Die derzeitigen Umstände bleiben deshalb nach wie vor herausfordernd. Investitionsstrategien sollten darauf abzielen, Kapital zu erhalten und sich vor Abwärtsrisiken zu schützen. Sie sollten aber nach Möglichkeit auch versuchen, Chancen für eine Welt nach COVID zu erkennen, in der qualitativ hochwertige Vermögenswerte dann überverkauft sein dürften.

Michael Grady, Head of Investment Strategy und Chief Economist bei Aviva Investors, sagt:
„Wir ziehen es vor, globale Aktien infolge überzogener Bewertungen und erhöhter Risiken für die Wirtschaftsaussichten leicht unterzugewichten. Bei Unternehmensanleihen haben wir eine Übergewichtung, da sie eine relativ attraktivere Bewertungsmetrik aufweisen und zudem durch die Zentralbankkäufe unterstützt werden. Wir bevorzugen hierbei US-amerikanische sowie europäische Investment-Grade-Papiere. Im Bereich der Staatsanleihen sind wir leicht übergewichtet, mit einer Präferenz für die USA, wo es Spielraum für weitere Renditerückgänge gibt. Dies gleichen wir teilweise durch eine Untergewichtung in den europäischen Kernmärkten aus, obwohl wir Italien leicht übergewichtet haben, da das Land von positiven Entwicklungen des EU-Wiederaufbaufonds und anderen politischen Initiativen profitieren dürfte.“

Quelle: Aviva Investors (PM vom 09.07.2020)

0 Continue Reading →

Ausgezeichnetes Ergebnis auf dem Retail-Investmentmarkt dank Portfolios

© pixabay

Frankfurt, 9. Juli 2020 – So wie der Lockdown und die schrittweise durchgeführten Wiedereröffnungen dem stationären Einzelhandelsmarkt im zweiten Quartal ganz entscheidend seinen Stempel aufgedrückt haben, so hatte auch das Portfoliosegment einen prägenden Einfluss auf den Retail-Investmentmarkt im ersten Halbjahr: In Zahlen ausgedrückt generierten Paketverkäufe gut 71 % der insgesamt rund 7,1 Mrd. €, die in den ersten sechs Monaten in Retail-Investments geflossen sind. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Zu den entscheidendsten Umsatztreibern zählten hierbei insbesondere die Unternehmensübernahmen von REAL und der TLG Immobilien AG sowie die verschiedenen Beteiligungen an Galeria Karstadt Kaufhof Immobilien. Im Vorjahres- und im langjährigen Vergleich betrachtet, ordnet sich die Halbjahresbilanz nicht zuletzt aufgrund der genannten Sonderfaktoren gut 32 % über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2019 und 30 % oberhalb des zehnjährigen Mittelwerts ein“, erläutert Christoph Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services. Im Segment der Einzeldeals, das gerade einmal die 2-Mrd.-€-Marke knacken konnte (2,05 Mrd. €), fehlen dagegen rund eine Milliarde Euro, die 2019 mehr investiert wurden. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Einzelverkäufe im dreistelligen Millionenbereich bislang nahezu ausgeblieben sind.

Prekäre Situation kommt in A-Städten zum Ausdruck

Das angesprochene Fehlen großvolumiger Einzelverkäufe, die zumeist den Unterschied zwischen hohen und niedrigen Volumina in den Top-Märkten ausmachen, spiegelt sich im Resultat der A-Standorte wider: So haben die wichtigsten Einzelhandelsmetropolen zur Jahresmitte nur 1,2 Mrd € und damit lediglich 16 % zum Gesamtergebnis beigesteuert. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch über 1,8 Mrd. € nd anteilig 34 %. Den umfangreichsten Beitrag lieferten die Beteiligungen am Retail-Portfolio der Signa Prime Selection und in Berlin die TLG-Objekte. Somit setzt sich die Hauptstadt mit einem für den Markt allerdings durchschnittlichen Resultat von 468 Mio. € vor München (270 Mio. €) und Hamburg (150 Mio. €) abermals an die Spitze des Städterankings. Auf den weiteren Plätzen folgen Düsseldorf (136 Mio. €), Stuttgart (74 Mio. €) und Frankfurt (60 Mio. €).

Fachmarkt-Segment auch in der Krise weiter lebhaft

Dass die Fachmarktsparte rund 70 % aller registrierten Deals im zweiten Quartal auf sich vereinen konnte, ist nicht nur ein Indiz für die Abhängigkeit des Retail-Investmentmarkts von dieser Objektart, sondern auch für die Krisenresistenz von Fachmarkt-Investments. In der Summe kommen sie mit 4,5 Mrd. € auf zwei Drittel des Umsatzes und eine neue Rekordbilanz zur Jahresmitte. Mit einigem Abstand und anteilig gut 25 % folgen Kaufhäuser, vor Geschäftshäusern (8 %) und Shoppingcentern(4%).

Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Investorengruppen

Vor dem Hintergrund der skizzierten Marktentwicklung ist es wenig überraschend, dass auch das Ranking der Käufer von denjenigen bestimmt wurde, die umfangreich im Portfoliosegment tätig waren. So setzen sich Investment/Asset Manager, die neben der REAL-Übernahme für weitere umfangreiche Investments in der Fachmarkt-Sparte verantwortlich zeichneten, mit knapp 26 % knapp vor Equity/Real Estate Funds (anteilig gut 24 %). Letztere traten in erster Linie im Kaufhaussegment u. a. durch amerikanische Player wie RFR oder Apollo in Erscheinung. Auf den dritten Podestplatz schieben sich im Zuge der TLG-Übernahme durch Aroundtown sowie zahlreiche kleinere Investments Immobilien AGs/REITs (anteilig rund 17 %). Die traditionell sehr aktiven Spezialfonds erzielen mit weniger als einer Milliarde Euro und fast 13 % dagegen eine für die Anlegergruppe vergleichsweise schwache Zwischenbilanz. Deutlich überdurchschnittlich stellt sich im Vergleich zum gesamten Gewerbeimmobilienmarkt weiterhin der Anteil internationaler Käufer dar, der sich auf gut 47 % beläuft. Neben nordamerikanischen Investoren (25 %) waren zudem Anleger aus dem Nahen Osten stark vertreten (15 %).

Insgesamt wurden bei den im ersten Halbjahr abgeschlossenen Verkäufen vergleichbare Renditen wie Ende 2019 erzielt. Da seit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise noch keine nennenswerten neu zu verhandelnden Objekte verkauft wurden, die ein verändertes Renditeniveau belegen würden, sind demzufolge noch keine Anpassungen zu konstatieren. Vor diesem Hintergrund liegen bei den Spitzenrenditen für Geschäftshäuser in den absoluten Top-Lagen Berlin und München weiterhin gleichauf (jeweils 2,80 %) vor Hamburg (3,00 %), Frankfurt (3,10 %) sowie Düsseldorf, Köln und Stuttgart (jeweils 3,20 %). Gleiches gilt auch für die einzelnen Assetklassen: Hier notieren Fachmarktzentren weiterhin bei 4,30 % und einzelne Fachmärkte bei 5,30 %. Bezogen auf Shoppingcenter kann aufgrund fehlender Transaktionen dagegen aktuell marktseitig keine abgesicherte Spitzenrendite ausgewiesen werden.

Perspektiven

„Das hervorragende Halbjahresresultat darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter dem Ergebnis in ganz entscheidendem Maße Portfolio-Transaktionen stehen, die wiederum durch Übernahmen und Beteiligungen befeuert wurden. Großvolumige Einzeldeals, die eng mit der Bilanz an den A-Standorten verknüpft sind und wichtige Stützen des Retail-Investmentmarkts bilden, fehlten dagegen weitgehend in den ersten sechs Monaten. Auch der Ausblick gestaltet sich aufgrund nach wie vor vorhandener Unsicherheiten schwierig. Allerdings zeigen sich erste Ansätze, dass größere Retail-Objekte, bei denen der Preis und vor allem die Lage stimmen, wieder auf etwas steigendes Investoreninteresse treffen, sodass in diesem Marktsegment im weiteren Jahresverlauf leicht steigende Umsätze nicht auszuschließen sind“, so Christoph Scharf.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 09.07.2020)

0 Continue Reading →

Scope: ESG-Analyse bietet eine neue Perspektive auf Nachhaltigkeit

Berlin, 08.04.2020 – Die Ratingagentur Scope veröffentlicht erstmals einen ESG-Ansatz, der unabhängig von Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen ist, globale Lieferketten vollständig berücksichtigt und die ESG-Auswirkungen konkret in Euro angibt.

„ESG-Investitionen haben sich zu einem Multi-Billionen-Markt entwickelt“, so Diane Menville, Leiterin der ESG-Analyse bei Scope und ehemalige Spezialistin für Markt- und Counterparty-Risiken bei der Weltbank. „Die meisten Nachhaltigkeits-Bewertungen haben jedoch drei zentrale Schwächen.“

1.            Bestehende Nachhaltigkeitsbewertungen orientieren sich meistens an den von Unternehmen selbst bereitgestellten Informationen. Fehlende einheitliche Berichtsstandards erschweren eine unabhängige Beurteilung.

2.            Ein Großteil der ökologischen und sozialen Auswirkungen entsteht innerhalb der Lieferkette. Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen berücksichtigen diese Einflüsse jedoch nicht weitestgehend.

3.            Die Vergleichbarkeit der Bewertungsergebnisse wird durch eine uneinheitliche Gewichtung von einzelnen Nachhaltigkeitsthemen erschwert.

„Mit unserem ESG Impact Review haben wir auf diese Herausforderungen reagiert und einen umfassenden und objektiven Ansatz zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen geschaffen“, sagt Menville.

Scopes „ESG Impact Review“…

1.            … ist ein datenbasierter und von Unternehmensangaben unabhängiger Ansatz, der sich auf anerkannte internationale Datenquellen stützt (z.B. OECD, ILO, Weltbank). Der resultierende ESG-Score ist eine statistische Modellierung der ökologischen und sozialen Auswirkungen eines Unternehmens.

2.            … misst die Auswirkungen in den drei ESG-Dimensionen – Umwelt, Soziales und Governance – durch eine konsequente Betrachtung der globalen Wertschöpfungsketten beginnend bei der Rohstoffquelle bis hin zur Endmontage des Produkts bzw. der Dienstleistung. Das Scope-Modell deckt rund 450 Sektoren in 48 Ländern und Regionen ab.

3.            … beziffert einen monetären Wert für die ESG-Auswirkungen eines Unternehmens und erlaubt Investoren objektive Vergleichbarkeit von Unternehmen und Sektoren

„Ratingagenturen spielen bei der Wandlung hin zu einer nachhaltigeren Form des Wirtschaftswachstums eine zentrale Rolle, da sie mit ihren Bewertungen die Allokation von Kapital massiv beeinflussen werden“, sagt Florian Schoeller, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Scope Group. „Europa braucht auch für das so relevante Zukunftsthema Nachhaltigkeit eine eigene und gewichtige europäische Stimme.“

Über die digitale Plattform „ScopeOne“ stellt Scope institutionellen Investoren seine ESG-Analyse zur Verfügung. Zum Start sind Bewertungen für mehr als 1.600 Unternehmen des MSCI World Index verfügbar. Die Abdeckung wird in den kommenden 24 Monaten entsprechend den Anforderungen der angeschlossenen Investoren deutlich ausgebaut. Diese ESG-Methodik ist auf das sämtliche Unternehmen anwendbar, von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu großen, börsennotierten multinationalen Konzernen.

Quelle: Scope Group

0 Continue Reading →

ÖKORENTA: Erfolgsgeschichte für nachhaltige Investoren wird fortgesetzt

Landshut, 08.07.2020 (PM epk media GmbH & CO.KG): Fondsbesprechung ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11
©shutterstock

Der Initiator

Die ÖKORENTA Gruppe mit Sitz im ostfriesischen Aurich feierte im letzten Jahr ihr 20- jähriges Firmenjubiläum und ist seit nunmehr 21 Jahren einer der führenden Marktplayer in der Assetklasse Erneuerbare Energien. Das Managementteam gilt als herausragender Marktkenner, das seine Expertise den Investoren  in einer sehr fairen Form zur Verfügung stellt. Auch das ist Nachhaltigkeit. Der auf der Firmen-Homepage aktuellste Performancebericht von 2018 weist 7.785

Anleger aus mit einem ursprünglich platzierten Eigenkapital von 288 Millionen Euro. Diese sind laut der Leistungsschau in 2.887 Anteilskäufe bzw. 273 Energieobjekte investiert. Heute dürften dies noch etwas mehr sein.

Damit gehört das Auricher Unternehmen zu den Pionieren im grünen und nachhaltigen Investitionsmarkt. Schwerpunkt bleibt die Anlage in Erneuerbare Energiefonds, die seit der Regulierung in einem regulatorisch bedingten zweistöckigen Konstrukt verarbeitet werden.

Seit einiger Zeit werden auch Chancen durch Investments in Spezial-AIF und Repowering Projekte genutzt.

Das Konzept

Erfolgsschlüssel ist das Investitionskonzept. Und dies hat sich über die Jahre kaum verändert, natürlich mit Ausnahme der regulatorischen Anforderungen seit Einführung des KAGB. Unsere Fondsbesprechung legt das besondere Augenmerk auf die bisherige Gesamtleistung und die Erfolgsstrategie der Fondsserie.  In einem Flyer zum ÖKORENTA Energie-

portfolio heißt es: „Besonderheit der ÖKORENTA Produktwelt sind breit an- gelegte Portfolios. Investiert wird in zahlreiche Energieparks gleichzeitig. …“. Wie bereits bei der Fondsbesprechung zum ÖKORENTA Erneuerbare Energie 10 betont, lohnt ein Blick hinter die Kulissen: Das Asset Management begreift Streuung als Diversifikation auf allen Ebenen und kann dies auch durch seine langjährige Marktkenntnis zum Wohle der Anleger in seinen Fonds umsetzen. Das heißt, küstennahe Standorte werden für die Portfolios mit Binnenlandstandorten, Standorte im europäischen Ausland und mit Solarinvestments breit gestreut. Dadurch erreicht das Management aus der jahrelangen Erfahrung, dass „Mindererträge oder sogar der komplette Ausfall einzelner Anlagen verkraftbar sind und – anders als bei Investitionen in Einzelprojekte – kaum Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Gesamterfolg haben.“ Neu beim ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11 ist das Potential, auch in europäische Standorte zu investieren.

Stabilität wird auch durch den Verzicht auf Fremdkapital beziehungsweise Derivate auf Fondsebene und durch fokussierte Investments in bereits bestehende Energieerzeugungsanlagen erreicht.

Dadurch können Genehmigungs-, Entwicklungs- und Errichtungsrisiken nahezu ausgeschlossen werden. Der Datenfundus für alle Analysen und Bewertungen ist, über den das Asset Management der ÖKORENTA verfügt, einer der größten Werte und der USP der Auricher. Darin fließen Erfahrungen aus Beteiligungen an weit über 273 Energieparks ein, um auf der Basis eines umfassenden Bewertungssystems die Investitionen zu ermöglichen.

Das Gesamtkonzept gliedert im Einzelnen folgende Leistungen des Fondsmanage- ments:

+ Identifikation lukrativer Erneuerbarer Energien Projekte (auch im Zweitmarkt)

+ Analyse- und Bewertung neuer Beteiligungen (Wind- und Solarenergie)

+ Analyse- und Bewertung der bestehenden Beteiligungs-Portfolios

+ Konzeption und Begleitung neuer Kapitalanlagen / Emissionen

+ Prüfung und Bewertung von Repoweringentscheidungen / Optimierungspotenzialen

+ Berichtswesen (Performanceberichte, Geschäftsberichte, Zwischenberichte)

+ Enger Kontakt und laufende Abstimmungen mit den Betreibergesellschaften der Energieparks

Kurz: Alles, was ein Privatanleger oder auch ein Semiinstitutioneller nicht in der Lage wäre selbst durchzuführen.

Die Zahlenwelt

Das geplante Kommanditkapital des AIF beläuft sich auf 10 Millionen Euro, aufstockbar auf 15 Millionen. Es werden Auszahlungen an die Anleger in Höhe von ca. 141 Prozent vor Steuern der Beteiligungssumme im Standardmodell und 153 Prozent im Good-Case-Szenario während des Anlagezeitraums bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Auf Grundlage der WAI werden die Initialkosten mit ca. 7,3 Prozent der Einlage – eine Reduzierung der Kosten im Vergleich zum Vorgängerfonds – und die laufenden Kosten mit bis zu 2,89 Prozent des Nettoinventarwerts angegeben.

Das gefällt uns

+ Erfahrenes Emissionshaus

+ Nachhaltiger Markt der Erneuerbaren Energien + Ausgezeichneter Track Rekord bei Energiefonds

+ Reines Euroinvestment

+ Reiner Eigenkapitalfonds

+ Sehr breite Diversifikation

+ Ausgezeichnete Marktkenntnisse

Was der Anleger bedenken sollte

+ Konzeptionsbedingter Blindpool

+Regulierungsbedingte zweistöckige Konstruktion

+ Inzwischen hauseigene KVG

+ Marktbedingte Preisschwankungen

br+ Kommentar

Der zehnte Portfoliofonds aus dem Hause ÖKORENTA setzt das Erfolgsmodell der ostfriesischen Energiefondsspezialisten fort. Das Besondere an dem Konzept ist und bleibt, dass man über ein Spezial-AIF in bestehende Zielfonds investiert, bei denen der Cashflow gerade bei den teilweise bereits entschuldeten Windfonds bekannt und damit kalkulierbar ist. Die Verantwortlichen der ÖKORENTA  beweisen seit Jahren ihre Kompetenz mit stabilen Auszahlungen und langjähriger Rentabilität bei ihren breitgestreuten Zweitmarktfonds.

Das Konzept einer erfolgsabhängigen Vergütungskomponente ermöglicht gleichgerichtetes Interesse von Anleger und Management. Aufgrund der Managementkompetenz und dem exzellenten Markteinblick erscheint das Angebot im Marktvergleich als überdurchschnittlich und den diversen ESG-Grundsätzen vollkommen entsprechend.

Eine Anmerkung zum Schluss: Diese Managementqualität verdient Respekt. Zum Deutschen BeteiligungsPreis 2020 nominiert ist dieses Jahr der Spezial-AIF ÖKORENTA ÖKOstabil 7 für professionelle und semiprofessionelle Investoren .

Unser Resümee

++++ (ausgezeichnet)

Quelle: epk media GMbH & CO. KG

0 Continue Reading →