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Category Archives: Kritisch berichtet

Damoklesschwert des drohenden Berliner Mietendeckels lässt Kaufpreise und Mieten von Neubaueigentumswohnungen unbeeindruckt

©Project Research

Bamberg, 22.01.2020 (OPM): Berlin debattiert weiterhin über Sinn und Unsinn eines Mietendeckels. Währenddessen bestätigt die aktuelle Marktstudie von PROJECT Research auch im vierten Quartal 2019 steigende Kaufpreise bei Neubaueigentumswohnungen in der Spreemetropole als auch in allen sieben weiteren untersuchten Metropolregionen. Mit zweistelligen Zuwachsraten sind die Stadtgebiete von Düsseldorf und Köln Spitzenreiter.

Trotz der aktuellen Mietendeckeldebatte weist die Bundeshauptstadt in Q4/2019 weiterhin ein stabiles preisliches Wachstum im Verhältnis zum Vorjahresquartal auf. Seit Dezember 2018 sind die Kaufpreise um 6,7 Prozent auf einen Quadratmeterpreis von 6.761 Euro im Dezember 2019 gestiegen. Im vorherigen Quartal Q3/2019 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6.674 Euro. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent.

Berliner Bestandsmieten steigen

Ein volatiles Bild zeichnen die Neubaumietpreise: War die Entwicklung von Q3/2018 auf Q3/2019 noch leicht negativ (–1,6 Prozent), sind die Mietpreise zwischen Q4/2018 und Q4/2019 deutlich gestiegen (+8,6 Prozent). Auch beim Blick auf die Bestandsmieten ergibt sich ein Anstieg, der im Vorjahresvergleich (+0,8 Prozent) als auch im Vergleich zu Q3/2019 (+0,9 Prozent) jedoch deutlich moderater ausfällt als die Neubaumietpreise. Bis Q2/2019 war die Bestandsmietpreisentwicklung in den letzten Jahren meist konstant positiv. Im dritten Quartal 2019 sanken die Preise plötzlich um 0,30 Euro/qm, was als Effekt des angekündigten Mietendeckels gedeutet werden konnte, der in Q2/2019 bekannt wurde. »In Q4/2019 sind die Bestandsmieten wieder leicht angestiegen, was darauf hindeuten könnte, dass die Effekte des angekündigten Mietendeckels noch nicht spürbar sind bzw. weniger stark ausfallen«, so Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG.

Verlangsamung am Main, Preisboom am Rhein

Gegenüber der Studie Q3/2019 hat sich der Kaufpreisanstieg im Frankfurter Stadtgebiet von 10,1 Prozent auf 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verlangsamt. Im Düsseldorfer Stadtgebiet stiegen die Preise im vierten Quartal 2019 dagegen mit 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zweistellig, dicht gefolgt von Köln mit einem Anstieg von 11,9 Prozent. Im Mittel kostete damit ein Quadratmeter in Düsseldorf 7.399 Euro und in Köln 5.770 Euro. München liegt mit einer Kaufpreissteigerung von 7,7 Prozent im Stadtgebiet auf dem dritten Rang. Durchschnittlich lag der Angebotspreis für einen Quadratmeter bei 10.239 Euro. »In der Spitze wurde mit einem maximalen Angebotspreis von 22.627 Euro mehr als das Doppelte im Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis aufgerufen«, so Schindler. Berlin markiert mit einem maximalen Quadratmeterpreis von 20.244 Euro Platz zwei im Ranking der teuersten Städte. Frankfurt liegt mit 17.813 Euro derzeit auf dem dritten Platz.  Der maximale Quadratmeterpreis ergibt sich aus dem Durchschnitt der Angebote innerhalb eines Objekts.

Die seit 2017 quartalsweise von PROJECT Research veröffentlichte Studie »Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen« analysiert die Angebotskaufpreise im privat finanzierten Geschosswohnungsbau für die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Wien. Weitere Informationen unter www.project-research.de.

Quelle: PROJECT Research

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Scope bestätigt das Asset Management Rating der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG im Segment Immobilien von AA (AMR)

Berlin, 17 Jan 2020 (OPM): Damit wird dem Unternehmen weiterhin eine sehr hohe Qualität und Kompetenz im Asset Management von Immobilien bescheinigt.

Die HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG war die erste Kapitalverwaltungsgesellschaft am deutschen Markt, der von der BaFin die Erlaubnis zur Auflage geschlossener Publikums- und Spezial-AIF erteilt wurde. Unter dem etablierten Markennamen IMMAC setzt sie als Marktführerin die Emission von Fonds im Segment Sozialimmobilien für private, semiprofessionelle und professionelle Anleger fort.

In dieser Assetklasse verfügt die Unternehmensgruppe über eine sehr hohe Asset Management-Kompetenz und ist in der Lage, das operative Geschäft vollständig intern abzubilden. Hervorzuheben sind sowohl eine konzerneigene Betreiberholdinggesellschaft als auch ein Projektentwicklungs- und Bauträgerunternehmen unter dem Dach der eigentümergeführten Profunda Gruppe sowie das hauseigene Research und die umfassend aufgebaute Pflegedatenbank.

Der aktuell hochpreisigen Marktsituation begegnet das Unternehmen weiterhin mit einer sehr selektiven Ankaufspolitik und Zurückhaltung. Der exzellente Marktzugang und die tiefe Wertschöpfungskette mit der eigenen Projektentwicklungsgesellschaft bieten hier klare Wettbewerbsvorteile. Jedoch wurden 2019 ausschließlich Spezial- und keine Publikums-AIF im Segment Sozialimmobilien emittiert.

Unter dem Markennamen Deutsche Fondsvermögen AG (DFV) werden zudem seit 2017 AIF im Segment Hotelimmobilien emittiert. Bis Ende 2019 konnten in dieser Assetklasse bereits rund 157 Mio. Euro investiert und 58 Mio. Euro Eigenkapital platziert werden. Die DFV konnte somit neben der IMMAC erfolgreich als zweites Standbein etabliert werden. Auch hinsichtlich der Hotelinvestments sieht Scope jedoch die Herausforderung, sich im aktuell hochpreisigen Marktumfeld behaupten zu müssen. Eine langjährige Expertise wie im Segment Sozialimmobilien liegt hier naturgemäß noch nicht vor, so dass man sich beim Research zusätzlich externer Partner bedient. Diese Einbindung von Know-how ist somit zielführend, kann allerdings Risiken bergen.

Positiv ist jedoch die grundsätzliche Kompetenz im Umgang mit Betreiberimmobilien hervorzuheben, die besonders im Segment Sozialimmobilien klar definierte Reporting-Standards und eine tiefgreifende Analyse der Finanzstruktur der Betreiber beinhaltet.

Die Hanseatische weist aufgrund einer diversifizierten Einnahmebasis sowie einer hohen und nachhaltigen Platzierungsstärke eine große finanzielle Stabilität auf. Die Assets under Management stiegen zum 31.12.2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4% auf nun mehr als 1,4 Mrd. Euro. Damit gehört die Hanseatische zwar zu den kleineren, jedoch hoch spezialisierten Immobilien-Asset Managern. Im Pflegeimmobiliensegment hat sie in Deutschland die Marktführerschaft inne.

Die Beteiligungsangebote im Bestand erfüllen weit mehrheitlich die prospektierten Performancekennziffern und die Ausschüttungsrenditen der Fonds stellen sich als marktüberdurchschnittlich dar. Besonders positiv bewertet Scope den klar strukturierten Investitionsprozess, wobei ein mehrheitlich unabhängig besetzter Investitionsausschuss die Grundlage bildet, um das Risiko von Interessenkonflikten zu minimieren. Des Weiteren begrüßt Scope die Umsetzung der internen Revision, welche auch von Seiten des Wirtschaftsprüfers des Jahresabschlusses der HKA als adäquat betrachtet wird.

Das Rating basiert maßgeblich auf der sehr hohen Produkt- und Performancequalität der Hanseatischen und darauf, dass sie im Rahmen weiterer Investitionssegmente und Länder die angestrebte Strategie weiterverfolgt und erfolgreich umsetzt. Abschmelzende Assets under Management durch laufzeitbedingte Objektverkäufe können aus Sicht von Scope durch die aktuell in Emission und Planung befindlichen Produkte kompensiert werden. Ebenfalls positiv findet die im Jahr 2019 abgeschlossene konzerninterne Auslagerung der IT-Infrastruktur Würdigung.

Begrenzt wird das Rating zum einen durch die erhöhte Fluktuation auf der ersten und zweiten Führungsebene. Zum anderen ist eine stärkere ESG-Fokussierung aus Sicht von Scope wünschenswert.

Das von der DFV ebenfalls verfolgte Segment Private Equity ist nicht Bestandteil dieses Asset Management Ratings.

Quelle: Scope Analysis GmbH, Berlin

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Green Deal: ZIA sieht hohen Investitionsbedarf für Gebäudesektor

©Shutterstock

Berlin, 14.01.2020 (OPM): Vor dem Hintergrund des heute als Teil des European Green Deal in Brüssel vorgestellten Sustainable Europe Investment Plan rechnet der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, mit einem Investitionsbedarf von rund 100 Milliarden Euro jährlich bis 2030 in Gebäude und Anlagentechnik. Hinzu kommen Mehrkosten in Höhe von jährlich bis zu 34 Milliarden Euro – je nach Szenario und angestrebter Reduktion von CO2. „Die Ziele des Green Deal für den Gebäudesektor formulieren eine gewaltige Aufgabe, bei der alle Akteure an einem Strang ziehen müssen“, so ZIA-Vizepräsident Jochen Schenk. „Wichtig ist, dass alle Nutzungsarten berücksichtigt werden und der Blick nicht bei Wohnimmobilien aufhört.“

Laut der dena-Gebäudestudie sind bei einer CO2-Reduktion von 80 Prozent beziehungsweise 95 Prozent mit einem Technologiemix zusätzlich Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Wenn die Ziele allein mit Elektrifizierung erreicht werden sollen, schraubt sich dieser Wert hoch auf 30 Milliarden Euro beziehungsweise 34 Milliarden Euro für eine CO2-Reduktion von 95 Prozent.

„Angesichts dieser Zahlen ist das private Engagement der Schlüssel, um die Klimaziele zu erreichen“, so Schenk. „Es ist daher nur folgerichtig, dass die Kommission die hohe Bedeutung von privaten Investitionen berücksichtigt. Damit der Kapitalmarkt seiner Lenkungswirkung auch gerecht werden kann, braucht es intelligente und marktgerechte Regelungen, die bei allen weiteren politischen Vorhaben im Vordergrund stehen müssen – insbesondere bei der anstehenden Überprüfung der aktuellen Kapitalmarktregulierung, aber auch bei der Einführung neuer Bankenregeln aus Basel.“

Mit dem Sustainable Europe Investment Plan legt die Europäische Kommission fest, aus welchen Quellen der enorme Kapitalbedarf für neue Technologien und klimaschutzfreundliche Projekte stammen soll. Ziel der Kommission ist dabei, bis 2030 öffentliche und private Investitionen in Klimaprojekte von mindestens einer Billion Euro zu mobilisieren. Im Vergleich zu anderen Sektoren sieht sie den größten Investitionsbedarf im Gebäudesektor. Hier seien zusätzliche Investitionen in Höhe von etwa 120 Milliarden Euro für Wohngebäude und 75 Milliarden Euro für Gebäude der öffentlichen Hand und des Dienstleistungssegments notwendig, um die Energie- und Klimaziele für 2030 zu erreichen.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Scope bestätigt das aktuelle Asset Management Rating der DF Deutsche Finance Holding AG im Segment Private Equity von A+ (AMR)

Berlin, 14.01.2020 (OPM): Damit wird dem Unternehmen weiterhin eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management bescheinigt.

Die Unternehmenshistorie geht auf die Gründung der Deutsche Finance Group im Jahr 2005 zurück. Gründer und heutiger Executive Partner der DF Deutsche Finance Holding AG („Deutsche Finance“) ist Thomas Oliver Müller. Die inhabergeführte Deutsche Finance ist ein erfahrener Investmentmanager für global investierende Private Equity-Portfolios im Immobilien- und Infrastruktursegment mit einem langjährig aufgebauten Netzwerk zu lokal agierenden und fokussierten Zielfondsmanagern. Der den Privatanlegern mittels Publikums-AIF ermöglichte Zugang zu solchen institutionellen Strategien stellt das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens dar. In den beiden letzten Jahren sind eigene Transaktionsteams in Großbritannien und den USA hinzugekommen, mit denen für institutionelle Kunden ein signifikantes Volumen an Immobilien-Direktinvestitionen generiert werden konnte.

Die Deutsche Finance Group verwaltet per 30.6.2019 ein Gesamtvermögen von 4,15 Milliarden Euro (plus 2,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr), wovon 16% für Privatanleger und 8% für Family Offices / institutionelle Mandate global gestreut in indirekten Private Equity Zielfonds sowie 32% bzw. 44% für institutionelle Anleger in Direktinvestments in Europa bzw. den USA investiert waren.

Scope würdigt die strategische Transformation der Unternehmensgruppe von einem reinen Dachfondsmanager hin zu einer breiter aufgestellten Investmentgesellschaft mit wachsender Produktpalette, eigener Strukturierungs- und Transaktionskompetenz, sehr stark gesteigerten Assets under Management und damit einhergehender verbesserter Marktwahrnehmung. Zuletzt neu aufgelegte Produkte umfassen u. a. einen Single Asset Club Deal Publikums-AIF und einen OGAW-Fonds im Bereich Listed Real Estate. Darüber hinaus gelang es der Deutsche Finance Group im Betrachtungszeitraum ihren European Value Add Fund mit einem Volumen von rund 450 Millionen Euro bei institutionellen Anlegern zu platzieren und ihren Kreis institutioneller Investoren um einige namhafte ausländische Adressen zu erweitern. Konsequenterweise stieg die Anzahl der Mitarbeiter innerhalb der Gruppe auf Jahressicht um 23% auf 96 Mitarbeiter, verteilt auf die Standorte München, London, Denver, Zürich und Luxemburg.

Sämtliche Dachfonds im Retailbereich zeigen seit Auflage positive Wertzuwächse, unabhängig vom Vintage, wodurch das Konzept der globalen Diversifikationsstrategie unter Einbindung von rund fünfzig spezialisierten institutionellen Zielfondsmanagern bisher bestätigt wurde.

Das Rating wird noch teilweise durch die bisher noch nicht ausreichend belastbare Performancehistorie der Deutsche Finance Group begrenzt: Diese ist im Publikumsfondsbereich aufgrund der Konzeption von langen Fondslaufzeiten und zum Teil Ansparmodellen durch bisher geringe kumulative Kapitalrückflüsse an die Dachfondsanleger geprägt. Es gibt bisher erst eine erfolgte Fondsauflösung: Der Gesamtmittelrückfluss beim Fonds PPP in Höhe von rund 145% seit Auflage im Jahr 2006 liegt leicht unter der damaligen Prognose von 150%, was allerdings in Anbetracht des Anfangsinvestitionszeitraumes kurz vor der Finanzkrise und der geringen Fondsgröße als durchaus zufriedenstellend anzusehen ist.

Als Asset Manager von Immobilien-Direktinvestments in den USA und Europa verfügt das Unternehmen aktuell noch über einen kurzen Track Record. Aus Sicht von Scope hat die Deutsche Finance Group allerdings seit 2017 eine Reihe von Immobilien mit vielversprechenden Entwicklungsplänen akquiriert, die Investoren beträchtliches Renditepotenzial bieten. Teilweise bereits deutlich zweistellige Renditen bei laufenden institutionellen Mandaten sind ein Indiz hierfür.

Kritisch wird von Scope weiterhin die hohe Kostenbelastung der Retailfonds gesehen. Diese macht eine entsprechend hohe Bruttorendite auf Objektebene der Zielfonds i. H. v. ca. 15-19% p.a. erforderlich, um die in Aussicht gestellte Fondsrendite von 6-8% p. a. zu erreichen (Angaben jeweils in IRR). Die Deutsche Finance hat bisher noch keine durchgängige Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten, umsetzbaren und messbaren Zielen bezogen auf das eigene Unternehmen oder den Investmentprozess implementiert. Aus Sicht von Scope ist somit noch größeres Potential für den Ausbau des Nachhaltigkeitsbereichs vorhanden, wenngleich die Unterzeichnung der UNPRI (UN Principles for Responsible Investment) zum Jahresende 2017 erfolgte sowie ESG-Themen inzwischen in den Investitionsprozess der Deutsche Finance International implementiert wurden. Auch sollte die geplante Erweiterung des Fragebogens für die Zielfondsmanager um ESG-Komponenten für mehr Transparenz in den Zielfonds sorgen.

Quelle: Scope Analysis GmbH

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Jetzt verfügbar: BeteiligungsReport 114/2019 | Immobilieninvestment sind die Lösung – aber richtig durchdacht

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr. 114/2019 finden Sie folgende Themen:

Seite 2 EDITORIAL

Seite 3 Das Wichtigste zuerst

Seite 4 NEWS – Kurzmeldungen

Seite 8 Titelstory: Immobilieninvestments sind die Lösung- aber richtig durchdacht

Seite 11 Pro offenen Immobilienfonds Pro geschlossenen Immobilienfonds

Seite 12 Aktuelle Publikums-AIF am Markt

Seite 14 Deutscher Beteiligungspreis 2019

Seite 18 Mark my word- Vatikanstaat ist pleite?

Seite 19 Personelles

Seite 20 Veranstaltungen und Veranstaltungshinweise 2020

Bleiben Sie kritisch – für mehr #finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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ZIA unterstützt Berliner Demonstration gegen Mietendeckel

Berlin, 09.12.2019 (OPM): Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die heutige Kundgebung eines breiten Bündnisses der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft, der Kleinvermieter und sonstiger Betroffener gegen den Berliner Mietendeckel. Der Sprecher der ZIA-Region Ost, Niclas Karoff, sagte: „Es ist gut, dass die Betroffenen des unsinnigen Mietendeckelgesetzes auf die Straße gehen. Es muss deutlich werden, wie sehr dieses Gesetz die Wirtschaft und auch die Mieter und Vermieter in der Stadt negativ betreffen wird.“

Das Problem in Berlins angespanntem Wohnungssektor seien nicht die Bestandsmieten, sondern das knappe Wohnraumangebot. Hier müsse man ansetzen, indem mehr Wohnungen entstehen, so Karoff weiter. Der Mietendeckel sei als Instrument jetzt schon absehbar keine Lösung.

„Abgesehen von der ungeklärten Verfassungskonformität des Gesetzentwurfs, spitzt sich mit dem Mietendeckel die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter zu. Der Mietendeckel verhindert Modernisierungen und führt mittelfristig zu Wohnungen, die nicht instandgehalten werden können. Die Sanierung einer Wohnung kostet (je nach Größe und Zustand) rund 25.000 Euro, von einer energetischen Sanierung der Wohnhäuser ganz zu schweigen. Dafür muss eine moderate Mieterhöhung möglich sein, damit sowohl Mieter als auch Vermieter und die Umwelt profitieren können“, sagte Karoff.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Vatikanstaat ist pleite – oder wie Fehlmeldungen entstehen

Landshut, 06.12.2019 (epk media)

– Ein Impuls für Vermögensverwalter.

Es war die Schlagzeile Ende Oktober. Die Aufmacher reichten von „Heiliger Crash“ über „Steht der Vatikan kurz vor dem Bankrott“ bis hin zu „Der Vatikan ist in vier Jahren pleite“. Basis dieser Meldungen ist ein neues Buch „Guidizio universale“ des angesehen Investigativjournalist Gianluigi Nuzzi, was soviel wie „Das jüngste Gericht“ bedeutet. Detailreich werden dort Fakten und Einschätzungen einer drohenden finanziellen Misere beschrieben, die er durch Aktenstudium von mehr als 3000 bisher noch nie veröffentlichten Dokumenten zusammengetragen hat. Nuzzi erhebt dabei schwere Missmanagement-Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen des Kirchenstaates.

Richtig und unbestritten ist, dass dem Buch und unabhängigen Quellen zur Folge die Einnahmen aus den Diözesen – vor allem aus den reichen in Deutschland und den USA – sich seit 2006 deutlich reduziert. Es heißt, dass diese sich von über 100 Millionen Euro p.a. auf rund 50 Millionen Euro halbiert hätten. Der Vorwurf, dass davon lediglich 20 Prozent an soziale und karitative Einrichtungen der Kirche gehen, ist hierbei eher ein ethisches wie ökonomisches Dilemma. Missmanagement ist gemäß den Recherchen von Nuzzi in der Güter- und Immobilienverwaltung des Kirchenstaates, dem sogenannten APSA, zu unterstellen, wenn man liest, dass von 4.421 verwalteten Immobilien 800 Leerstehen sowie von den verbleibenden Immobilien 15 Prozent mietfrei und die Hälfte unter Preis vermietet sind. Da kommt einem der Skandal vor Jahren in den Sinn, wo ein führender Kardinal eine 400 Quadratmeter-Wohnung in für sich und sein Personal aufwendig renovieren hat lassen. Dazu muss man wissen, dass Kardinale meist mietfrei in Objekten des Vatikans leben. Dies alles hat zur Folge, dass das Defizit der ASPA derzeit bei 63,3 Millionen Euro liegen soll, was eine Steigerung von 200 Prozent in den letzten fünf Jahren bedeutet.

Soweit so gut. Jetzt kommt aber der kritische Blickwinkel auf die plakative Überschrift. Und hier darf ich mit einem Einblick aus dem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ von Daniel Stelter aufklären. Stelter schreibt ein ganzes Kapitel über den Unterschied zwischen Einkommen und Vermögen. Am Beispiel Deutschland zeigt er, dass mit einem Bruttoinlandsprodukt – also im Bereich Einkommen (=Flussgröße) – von rund 48.000 USD gemäß dem IWF pro Kopf man an Platz 20 zu den best verdienenden Länder gehört. Jedoch besitzen die Deutschen wenig Vermögen (=Bestandsgröße). Selbst der kapitalismuskritischen Reichtumsforscher Thomas Piketty, der umfangreiches Datenmaterial zum Entwicklung von Vermögen in den einzelnen Euroländern ausgewertet hat, kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Deutschen besitzen im Durchschnitt weniger Vermögen als die Italiener, Franzosen oder Spanier. Dies nur zur Erläuterung des Unterschieds zwischen Einkommen und Vermögen.

Zurück zum Vatikan: Gerne würde man ein Bruttoinlandsprodukt für den Vatikan ausweisen, aber dies wird nicht für die weniger als 500 Staatsbürger ermittelt. Aber wenn man einen Blick in den kommunizierten Jahreshaushalt von etwa 300 Millionen wirft und allein das Immobilienvermögen, was rund 3 Milliarden umfassen soll, dagegenstellt, kann von einer Pleite keine Rede sein. Und das Immobilienvermögen ist ja nur ein Bruchteil des kirchlichen Vermögens. Die unschätzbaren Kunstschätze, das weitverzweigte und intransparente Stiftungs- und Firmengeflecht spricht eine deutliche Sprache. Der Vatikan ist reich und wenn es eine Steigerung von reich gebe, würde dies für den Vatikan zutreffen. Maximal steckt der Kirchenstaat in Liquiditätsproblemen. Und diese basieren auf, und hier ist ein Buch wie das von Gianluigi Nuzzi zur Offenlegung unschätzbar, Missmanagement, Korruption und totaler Unkenntnis von finanzökonomischer Regel und vermögensverwaltungstechnischer Methoden. Dies hört aber nicht im Vatikan auf. In Deutschland zeigt der Millionenschaden beim Bistum in Eichstätt, welche wirtschaftliche Dilettanten hier für die Verwaltung der Gelder zuständig ist. Und dies potenziert sich in der römischen Kurie um ein Vielfaches.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Bei ihrem kolportierten exorbitanten Vermögen ist der Vatikan bei weitem nicht pleite, maximal in Zahlungsschwierigkeiten. Bei entsprechender Vermögensverwaltung könnte wahrscheinlich der Kirchenstaat autark allein aus dem Vermögen überleben.
  • Nicht nur weil es sich oft um (Spenden)Gelder auch aus Deutschland sollte ein „Sozialunternehmen“ wie die Kirche und der Kirchenstaat professionelle Vermögensverwaltung in Gelddingen beherzigen.
  • Auch in monarchischen Systemen wie der absolutistische Stuhl Petri ist es an der Zeit für Transparenz und einem angemessenen Vermögensreporting.

Quelle: epk media Verlag

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Mietendeckel: Normenkontrolle – jetzt erst recht

Berlin, 18.11.2019 (OPM): Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hält laut Medienberichten den Berliner Mietendeckel für verfassungswidrig. Nach Auffassung des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, muss der Bundestag jetzt erst recht eine Normenkontrolle beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: „Wir können nicht erst nach Jahren feststellen, dass die meisten Berliner Mietverhältnisse neu bewertet werden müssen. Dies ist ein Bärendienst für die Mieter – es gilt großen Schaden von Berlin abzuwenden. Dabei ist ganz besonders der Bundestag gefragt, denn die Berliner Landesregierung will gegen die grundgesetzlich festgeschriebene Gesetzgebungskompetenz verstoßen.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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BeteiligungsReport – Immobilien Spezial

Landshut, 18.11.2019 – Editorial von Edmund Pelikan Narrative Pseudologie und monetäre Fehleinschätzung prägen deutsche Anlegersicht

„Die Renten sind sicher“ war eines der besten Beispiele, bei dem Arbeitnehmern in Deutschland vorgegaukelt wurde, dass alles in Ordnung sei. Ähnlich war die Aussage der Kanzlerin 2008, dass die Einlagen bei deutschen Banken sicher sind. Zu diesem Zeitpunkt waren knapp zwei Billionen Euro im Feuer gestanden. Keine Kanzlerin hätte diese bewahren können. Seit dieser Zeit sind die Börsen- und Immobilienwerte explodiert, und die Geldwerte werden durch eine Kombination aus Inflation und Nullzinsen sukzessiv aufgezehrt.

Und die Politik hat auch für die Zukunft vorgebaut. Leider nicht im Sinne der vermögenden Anleger. Die Sicherheitsschwelle für Geld auf Konten wurde europaweit
auf 100.000 Euro angeglichen. Selbst wenn eine höhere Einlagensicherung von dem Bankinstitut kommuniziert wird, zeigt das Beispiel Zypern, dass diese politisch nicht hält. Am 3. März 2014 reflektierte Gerd Höhler in der Süddeutschen Zeitung die Zypernkrise rückblickend punktgenau: „Land gerettet, Bürger pleite“ – und das will in Deutschland wohl keiner.
Aber es gibt Alternativen. Ein ganz normales Depot, Sachwerte oder ein Fondsvermögen gelten als Sondervermögen und werden von der Bank nur verwaltet, sind aber außerhalb des Bankvermögens zu sehen, und deshalb einem Zugriff eines potentiellen Insolvenzverwalters verwehrt. Deshalb würde der Depotwert
immer dem Anleger zugerechnet werden, auch bei einer Bankenpleite, egal ob er 200.000, 500.000 oder über 1.000.000 Euro Wert aufweist.

Es ist die Zeit für mündige Anleger gekommen. Das heißt nicht, alles über Finanzen selbst zu wissen. Partner in Finanzfragen müssen den Anleger und Investor in Zukunft kompetent begleiten und nicht bevormunden, wie wir es immer wieder in alten Bankenstrukturen kennengelernt haben.
Wir zeigen in diesem Magazin einige Beispiele für Sachwertanlagen. Bleiben Sie kritisch und zeigen Sie #finanzbewusstsein

Quelle: epk media GmbH & Co.KG


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Jetzt verfügbar: BeteiligungsReport 112/2019 | Deutscher BeteiligungsPreis 2019

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr. 112/2019 finden Sie folgende Themen:

Seite 2 EDITORIAL
Seite 3 Das Wichtigste zuerst

Seite 4 NEWS – Kurzmeldungen

Seite 6 Titelstory: Brexit, Zinspolitik, bezahlbares Wohnen: Immobilienprofis sagen ihre Meinung
MARKTBERICHT
Seite 8 Auszeichnungen Deutscher BeteiligungsPreis 2019
ASSET
Seite 10 Aktuelle Publikums-AIF am Markt
CONTROL

Seite 12 USB, IW-Forscher und EZB-Risikowächter verunsichern
Seite 13 Mit UIP startet ein neuer AIF-Anbieter auf dem Markt
Seite 14 Personelles
Seite 15 Erscheinungstermine im Überblick
Seite 16 Veranstaltungen und Veranstaltungshinweise

Bleiben Sie kritisch – für mehr #finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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