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Category Archives: Marktforschung

DEUTSCHE FINANCE GROUP gründet Immobilien Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft

München, 02.04.2020 (OPM): Die DEUTSCHE FINANCE GROUP gründet mit der DF Deutsche Finance Development GmbH eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft für Gewerbe- und Wohnimmobilien mit Fokus auf den deutschen Immobilienmarkt.

Über Direkt-Investments, Club Deals und Joint Ventures bietet die Deutsche Finance Development Investoren Zugang zu lukrativen Investmentstrategien. Als Geschäftsführer der Gesellschaft mit Sitz in München zeichnen Roland Wüst und Markus G. Neuper verantwortlich. Beide verfügen über eine langjährige Erfahrung im Bereich Projektentwicklung und Immobilienmanagement und waren zuvor in leitender Position bei der JOST HURLER GRUPPE in München Schwabing tätig. „Mit der Deutsche Finance Development erweitern wir unsere Investment-Plattform Strategie und freuen uns, dass wir mit Roland Wüst und Markus G. Neuper, zwei sehr erfahrene und kompetente Geschäftsführer gewinnen konnten.“, so Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer, Executive Partner der DEUTSCHE FINANCE GROUP.

Quelle: DEUTSCHE FINANCE GROUP

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Börsencrash zwingt EZB zu stärkerer Reaktion und Saudi-Arabien kann nicht allzu lang gegen Russland spielen

Ein Kommentar von Andreas Billmeier, Sovereign Research Analystder Legg-Mason-Tochter Western AssetManagement

© pixabay

Bis zum Wochenende bestand die wahrscheinlichste Vorgehensweise für die EZB darin, ausreichend Liquidität für die Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Eine Zinssenkung um zehnBasispunkte war zwar voll eingepreist, aber nur ein entfernter zweiter Schritt. Dies hat sich jetzt geändert. Für die Sitzung der EZB am Donnerstag (12. März 2020) sind nun eine Zinssenkung, Liquiditätsmaßnahmen und möglicherweise auch eine Verstärkung des Programms zum Asset-Ankauf zu erwarten.

Warum? Seit Donnerstag gab eszwei zusätzliche Schocks: Erstens hat Italien zunächst das Kernindustriegebiet Lombardei und 14 benachbarte Provinzen geschlossen, was ungefähr 45bis 50Prozentdes nationalen BIP ausmacht, und mittlerweile das ganze Land unter Quarantäne gestellt. Während Italien deshalb im ersten Quartal 2020 sehr wahrscheinlich in eine Rezession gerät, wird diese Maßnahme zumindest sehr deutliche Auswirkungen auf die europäische Kernproduktions-und Logistikkette haben. Dies betrifft Italien, Teile Österreichs, der Schweiz und Süddeutschlands.

Deutschland und die Eurozone können zwar aus definitorischer Sicht im ersten Quartal nicht in eine Rezession fallen, da dazu zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativen Vorzeichen beim Wachstum stehen müssen. Aber dieser Punkt ist im Wesentlichen akademisch –der wirtschaftliche Schock wird stark sein und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Eurozone steigt zum zweiten Quartal. Mit anderen Worten: Auch die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Wiederaufschwungs schwindet.

Deshalb kann die EZB den erweiterten Charakter des Schocks nicht länger ignorieren, muss handeln und das geeignete Instrument ist eine Zinssenkung. Zu bedenken ist auch, dass der Euro nach der jüngsten Aufwertung nicht mehr in seiner Komfortzone um die 1,15 liegt und die EZB zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht sehr an einer Aufwertung der Währung interessiert ist.

Zudem werden der Zusammenbruch des OPEC+-Abkommens und die offensichtlichen Auswirkungen auf den Rohölpreis zusätzlich zum stärkeren Euro die Gesamtinflation in der Eurozone auf nullund möglicherweise sogar noch darunter drücken, wenn der Ölpreisschock nicht schnell rückgängig gemacht wird. Während die Auswirkungen auf die Kerninflation weniger stark sein werden, wird sich die Übertragung auf die Inflationserwartungen verändern: Nur weil einige Prognosen zu niedrigeren Inflationserwartungen kommen, würde die EZB nicht zu weiteren Schritten greifen. Jetzt aber hat sich die Situation umgekehrt: Wenn zu erwarten ist, dass die Gesamtinflation auf oder sogar unter null sinkt, ist fast sicher, dass die Analystenschätzungen für die Inflation absacken. Dann aber kann sie genauso gut schon jetzt dagegen vorgehen, indem sie den Betrag der gekauften Vermögenswerte von 20 auf 30 oder 40 Milliarden Euro erhöht und möglicherweise die Mischung ein wenig verändert.

Insofern ist von der EZB-Sitzung am Donnerstag nun ein relativ breites Maßnahmenpaket zu erwarten, das eine Zinssenkung, erhebliche Anstrengungen auf der Seite der Liquiditätsversorgung und auch eine Erhöhung des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten umfasst.

Exkurs zu Opec, Saudi-Arabien und Russland

Die Inflationserwartungen stehen insofern unter einer gewissen Unsicherheit, als sich die angespannte Lage zwischen Saudi-Arabien und Russland fast ebenso schnell wieder auflösen könnte, wie sie entstanden ist. Der wirtschaftliche und politische Druck auf Saudi-Arabien ist viel größer als auf Russland. Die russische Wirtschaft ist durch die Anhäufung von Reserven (+150 Milliardenin den letzten fünfJahren) seit geraumer Zeit viel immuner geworden, während für Saudi-Arabien das Gegenteil zutrifft: Die offiziellen Reserven sind im gleichen Zeitraum um etwa 250 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Aus fiskalischer Sicht betragen die Haushaltsdefizite außerhalb des Ölsektors nach den entsprechenden Berichten des IWF etwa 30 Prozent des BIP in Saudi-Arabien im Gegensatz zu etwa sechs Prozent des BIP in Russland. Saudi-Arabien kann dieses Spiel nicht sehr lange spielen.

Quelle: Legg Mason Investments (Ireland) Limited

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k-mi-Platzierungszahlen: Vermögensanlagen und Anlageklassen

©pixabay: Gerhard Altmann

Am 14.02.2020 hatten wir Ihnen die Volumina der geschlossenen Sachwertemissionen bei Privatanlegern und institutionellen Anlegern im Jahr 2019 präsentiert und das Anlagesegment der Publikums-AIF beleuchtet (vgl. ‘k-mi’ 07/20).

Die Eckdaten des Marktes im Jahr 2019: Privatanleger zeichneten 2,127 Mrd. € im Bereich der geschlossenen Sachwertinvestments (+34 % im Vergleich zu 2018). Ca. 60 % bzw. 1,283 Mrd. € entfallen hiervon auf geschlossene Publikums-AIF (vgl. ‘k-mi’ 07/20). Vermögensanlagen kommen in 2019 auf einen Marktanteil von ca. 36 % , der somit etwas höher als im Vorjahr liegt (32 % in 2018). In absoluten Zahlen platzierten Anbieter von Vermögensanlagen im Jahr 2019 knapp 770 Mio. € bei Privatanlegern. Gegenüber 2018 (505 Mio. €) entspricht dies einem Anstieg von 52,5 %. Der Aufwärtstrend belegt, dass Vermögensanlagen zunehmend eine substantielle Rolle bei der Emission von Sachwerten einnehmen. Während die relative Verteilung der Anlagevehikel – knapp 2/3 Publikums-AIF, ca. 1/3 Vermögensanlagen – zuletzt nur geringfügig variierte, untermauert der Zuwachs der Vermögensanlagen in absoluten Zahlen am deutlichsten den Aufwärtstrend bei den geschlossenen Sachwert-Emissionen.

Bemerkenswert ist ein weiterer Aspekt: Der Aufwärtstrend wird mittels immer weniger Einzel-Emissionen getragen. Während 2017 die BaFin 93 Prospekte für Vermögensanlagen billigte (ohne Crowdinvestments), waren es 2018 nur noch 84. Im Jahr 2019 wird die Zahl deutlich darunter liegen, bei nur noch ca. 40 prospektpflichtigen Emissionen (die offizielle Anzahl der Gestattungen veröffentlicht die BaFin im Rahmen des Jahresberichts im Mai). Dieser Trend gilt im Übrigen auch für Publikums-AIF: Wurden im Jahr 2018 36 Publikums-AIF angeboten, waren es im Jahr 2019 nur noch 25.

Die Marktanteile der Unterkategorien von Vermögensanlagen am Gesamt-Platzierungsergebnis bei Privatanlegern im Jahr 2019 verteilen sich wie folgt: ++ Unternehmensbeteiligung (§ 1 Abs. 2 Ziffer 1 VermAnlG) 18,2 % ++ Namensschuldverschreibung gemäß (§ 1 Abs. 2 Ziffer 6) 10,2 % ++ Private Placement (§ 2 Abs. 1 Ziffer 3) 2,3 % ++ Nachrangdarlehen (§ 1 Abs. 2 Ziffer 4) 2,2 % ++ Direktinvestment (§ 1 Abs. 2 Ziffer 7) 1,7 % ++ Genussrecht (§ 1 Abs. 2 Ziffer 5) 1,6 %. Die gravierendste Veränderung gegenüber 2018 besteht darin, dass der Anteil der Direktinvestments von 7,3 auf 1,7 % gefallen ist.

Der Spitzenreiter im Jahr 2019 ist die ThomasLloyd Group mit einem Platzierungsvolumen von 308,51 Mio. € im deutschen Absatzmarkt im Bereich Vermögensanlagen. Hiermit nimmt ThomasLloyd in 2019 auch im Gesamtmarkt wie im Vorjahr bei den Privatanlegern den 1. Platz ein. Inklusive des Platzierungsanteils am geschlossenen AIF CTI 6 beläuft sich somit die  Gesamtvertriebsleistung von ThomasLloyd in 2019 im deutschen Privatkundengeschäft auf 309,75 Mio. €. Auf Platz 2 liegt die One Group mit einem Ergebnis von 151,2 Mio. €, auf Platz 3 TSO-DNL mit 108,3 Mio. € (umgerechnet). Die Top 10 wird komplettiert von asuco, Wattner, Solvium, DEGAG, Deutsche Lichtmiete, IMMAC und Hahn. Der nebenstehenden Tabelle können Sie die einzelnen Ergebnisse entnehmen. Hinweis: Die dort aufgeführten Umsätze enthalten neben Vermögensanlagen zu einem geringeren Teil auch ‘sonstige’ Vehikel wie stille Beteiligungen oder Privatanlegerumsätze aus Spezial-AIF etc.

Bei der Verteilung der Anlageklassen – vehikelübergreifend – im Gesamtmarkt der Privatanleger ergeben sich im langjährigen Vergleich keine signifikanten Verschiebungen: ++ Nahezu die Hälfte (48,8 %) des Privatanlager-Kapitals fließt in die Assetklasse ‘Immobilien Deutschland’ (inkl. Zweitmarktbeteiligungen) ++ ‘Internationale Immobilieninvestitionen’ akquirieren 23 %, nachdem u. a. Jamestown im Jahr 2019 wieder mit einem Fonds vertreten war  ++ Er-neuerbare Energien (inkl. energienahe Infrastruktur) kommen auf 18,6 %. Die weiteren Assetklassen können Sie der Tabelle entnehmen: Der Anteil von Container-(Direkt)-Investments nimmt weiter ab. Auch Private Equity konnte den Marktanteil des letzten Jahres (ca. 7 %) nicht halten.

‘k-mi’-Fazit: Trotz einiger Unsicherheiten aufgrund der Regulierungspläne der Politik haben sich Vermögensanlagen als wichtiges konzeptionelles Instrument für Sachwertemissionen etabliert. Bei den Anlageklassen lagen im Jahr 2019 deutsche Immobilien wieder vorn, gefolgt von den Assetklassen Internationale Immobilien und Erneuerbare Energien/Infrastruktur, die sich beide im Aufwärtstrend befinden. In den kommenden Wochen werfen wir einen detaillierten Blick in die einzelnen Anlageklassen.

Verantwortlich für den Inhalt: kapital-markt intern Verlag GmbH, Grafenberger Allee 337a, 40235 Düsseldorf, Tel: +49(0)211 6698-199, www.kapital-markt-intern.de

Quelle: wmd-brokerchannel

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Damoklesschwert des drohenden Berliner Mietendeckels lässt Kaufpreise und Mieten von Neubaueigentumswohnungen unbeeindruckt

©Project Research

Bamberg, 22.01.2020 (OPM): Berlin debattiert weiterhin über Sinn und Unsinn eines Mietendeckels. Währenddessen bestätigt die aktuelle Marktstudie von PROJECT Research auch im vierten Quartal 2019 steigende Kaufpreise bei Neubaueigentumswohnungen in der Spreemetropole als auch in allen sieben weiteren untersuchten Metropolregionen. Mit zweistelligen Zuwachsraten sind die Stadtgebiete von Düsseldorf und Köln Spitzenreiter.

Trotz der aktuellen Mietendeckeldebatte weist die Bundeshauptstadt in Q4/2019 weiterhin ein stabiles preisliches Wachstum im Verhältnis zum Vorjahresquartal auf. Seit Dezember 2018 sind die Kaufpreise um 6,7 Prozent auf einen Quadratmeterpreis von 6.761 Euro im Dezember 2019 gestiegen. Im vorherigen Quartal Q3/2019 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6.674 Euro. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent.

Berliner Bestandsmieten steigen

Ein volatiles Bild zeichnen die Neubaumietpreise: War die Entwicklung von Q3/2018 auf Q3/2019 noch leicht negativ (–1,6 Prozent), sind die Mietpreise zwischen Q4/2018 und Q4/2019 deutlich gestiegen (+8,6 Prozent). Auch beim Blick auf die Bestandsmieten ergibt sich ein Anstieg, der im Vorjahresvergleich (+0,8 Prozent) als auch im Vergleich zu Q3/2019 (+0,9 Prozent) jedoch deutlich moderater ausfällt als die Neubaumietpreise. Bis Q2/2019 war die Bestandsmietpreisentwicklung in den letzten Jahren meist konstant positiv. Im dritten Quartal 2019 sanken die Preise plötzlich um 0,30 Euro/qm, was als Effekt des angekündigten Mietendeckels gedeutet werden konnte, der in Q2/2019 bekannt wurde. »In Q4/2019 sind die Bestandsmieten wieder leicht angestiegen, was darauf hindeuten könnte, dass die Effekte des angekündigten Mietendeckels noch nicht spürbar sind bzw. weniger stark ausfallen«, so Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG.

Verlangsamung am Main, Preisboom am Rhein

Gegenüber der Studie Q3/2019 hat sich der Kaufpreisanstieg im Frankfurter Stadtgebiet von 10,1 Prozent auf 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verlangsamt. Im Düsseldorfer Stadtgebiet stiegen die Preise im vierten Quartal 2019 dagegen mit 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zweistellig, dicht gefolgt von Köln mit einem Anstieg von 11,9 Prozent. Im Mittel kostete damit ein Quadratmeter in Düsseldorf 7.399 Euro und in Köln 5.770 Euro. München liegt mit einer Kaufpreissteigerung von 7,7 Prozent im Stadtgebiet auf dem dritten Rang. Durchschnittlich lag der Angebotspreis für einen Quadratmeter bei 10.239 Euro. »In der Spitze wurde mit einem maximalen Angebotspreis von 22.627 Euro mehr als das Doppelte im Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis aufgerufen«, so Schindler. Berlin markiert mit einem maximalen Quadratmeterpreis von 20.244 Euro Platz zwei im Ranking der teuersten Städte. Frankfurt liegt mit 17.813 Euro derzeit auf dem dritten Platz.  Der maximale Quadratmeterpreis ergibt sich aus dem Durchschnitt der Angebote innerhalb eines Objekts.

Die seit 2017 quartalsweise von PROJECT Research veröffentlichte Studie »Wohnungsmarktanalyse Neubauwohnungen in ausgewählten Metropolregionen« analysiert die Angebotskaufpreise im privat finanzierten Geschosswohnungsbau für die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Wien. Weitere Informationen unter www.project-research.de.

Quelle: PROJECT Research

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Kapital findet kaum Objekte – Zweistelliger Rückgang beim Transaktionsvolumen am Hotelinvestmentmarkt

Frankfurt am Main, 10.07.2019 (Marktnews): Deutlich unter dem Halbjahresniveau des Vorjahres bewegt sich das Transaktionsvolumen des Hotelinvestmentmarktes Ende Juni 2019.

Nach knapp 600 Mio. Euro in den ersten drei Monaten flossen im zweiten Quartal mit ca. 870 Mio. Euro zwar 45 Prozent mehr in die Assetklasse. In toto mit 1,47 Mrd. Euro schlägt bis zur Jahresmitte aber ein Minus von 20 Prozent zu Buche. Zweistellig ist auch der Rückgang beim Vergleich mit dem Fünfjahresschnitt (- 14%). „Die Transaktionsvolumina der Jahre 2015 bis 2018 gehören erst einmal der Vergangenheit an. In der Tat könnten auch die wenig euphorisierende Anzahl der Transaktionen von insgesamt 39 auf einen drastischen Nachfragerückgang hinweisen. Erfreulicherweise jedoch stimmt die reine Statistik nicht überein mit den realen Interessen der Investoren. Viele Anleger würden ihr Kapital nämlich gerne in einer Hotelimmobilie unterbringen, finden aber kein adäquates Produkt. Dieser Engpass betrifft insbesondere Bestandsobjekte in zentralen Lagen mit langfristigen Laufzeiten“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Und Giesemann fährt fort: „Ein Großteil der Märkte zeigt eine solide Performance mit erfreulichen Übernachtungszahlen. Triebfeder ist hier der weiterhin boomende Tourismussektor und die Nullzinspolitik, die auch bei steigenden Preisen den Käufern eine auskömmliche Rendite beschert.“

Den ausführlichen Bericht können Sie unter http://jll.de/Presse nachlesen.

Quelle: Jones Lang LaSalle SE

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Baugenehmigungen: Baupolitik ist eingeschlafen

Berlin, 19.06.2019 (Marktnews): Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen von Januar bis April 2019 in Deutschland um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sei um 5,2 Prozent, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent gesunken.

„Die Zahlen sprechen einmal mehr eine deutliche Sprache: Die Baupolitik in Deutschland ist größtenteils eingeschlafen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Offenbar schreckt Regulierung ab. Mietpreisdeckel und Modernisierungsstopp werden noch weitere Tribute fordern. Wenn das bezahlbare Wohnen und Bauen zur sozialen Frage unserer Zeit erklärt wird, dann braucht es auch die hierzu passenden Instrumente. Das bedeutet unter anderem: Stopp der Grunderwerbsteuer-Rallye der Bundesländer, Einführung der digitalen Bauakte und Erhöhung der linearen AfA. Bis das alles zieht, hilft nur ein besseres Wohngeld statt Regulierung. Wir haben Vorschläge geliefert, die Politik muss diese nur aufgreifen.“

Die 28 Vorschläge des ZIA zur Beschleunigung bei Stadtentwicklung, Planung und Bau finden Sie unter diesem LINK.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Performancewachstum trotzt schwächelnder Wirtschaftsentwicklung

FRANKFURT, 03. Mai 2019 – Der VICTOR Prime Office Indikator bestätigt im ersten Quartal 2019 mit einem Plus von 1,9 Prozent den Trend aus dem Vorquartal (Q4 2018: +2,1 %). Der aktuelle Indikatorstand liegt bei 195,7 Punkten und klettert damit weiter auf einen neuen Höchststand. Ein Großteil der Performanceänderung resultiert, ähnlich dem vierten Quartal, aus dem nochmaligen Rückgang der Spitzenrendite in der Frankfurter Bankenlage. „Damit trotzt die Entwicklung der Preise für Bürospitzenimmobilien der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung in Deutschland“, so Ralf Kemper, Head of Valuation & Transaction Advisory JLL Germany. Kemper erläutert: „2018 basierte die Performance des VICTOR im Wesentlichen auf Mietsteigerungen in der Breite, einem kontinuierlichen Ansteigen der Spitzen- und Durchschnittsmieten in den untersuchten Märkten. Im Gegensatz dazu war die Mietentwicklung während der ersten drei Monate 2019 lediglich in zwei Märkten positiv.“ Weiter zugelegt haben die nach Indikatorstand führenden Spitzenlagen in Berlin und Hamburg, während sich die Dynamik des Vorjahres in München, Frankfurt und Düsseldorf beruhigt hat. „Isoliert betrachtet müsste sich diese Beruhigung auf Grund kürzlich veröffentlichter Prognosen, beispielsweise der Absenkung des Wirtschaftswachstums in Deutschland für 2019 auf lediglich 0,5 % oder der laut Ifo-Index nach einem Zwischenhoch aktuellen Verschlechterung der Stimmung in den deutschen Firmen, verstetigen. Was allerdings prinzipiell gegen eine Stagnation der Mietpreise spricht, sind die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten in den deutschen Bürohochburgen. Die zeigen sich unbeeindruckt: Hohe Nachfrage, aber wenig Auswahl, teilweise herrscht quasi Vollvermietung“, so Kemper, und der JLL Experte ergänzt: „Dies dürfte das Mietpreisniveau in den 1A-Bürolagen in 2019 weiter ansteigen lassen. Offensichtlich ist auch, dass die Toplagen weiterhin viel Kapital anziehen, nationales wie internationales. Zusammen mit den möglichen Impulsen aus dem Vermietungsmarkt sorgt das im laufenden Jahr in einzelnen Märkten für eine weitere Renditekompression. Immer vorausgesetzt, für die vielfältigen Unwägbarkeiten werden akzeptable Lösungen gefunden.“

Starke Renditekompression der Frankfurter Bankenlage als Wachstumstreiber

Wie bereits im Vorquartal (+3,3%) bleibt die Frankfurter Bankenlage mit einem satten Performanceanstieg von +4,6 Prozent Spitzenreiter. Der neue Indikatorstand beträgt 191,0 Punkte und liegt nur noch knapp unter dem Durchschnitt der fünf untersuchten Metropolen. Vor allem in den letzten beiden Quartalen hat Frankfurt einen deutlichen Zuwachs bei der Wertperformance erlebt. Die Frankfurter Bankenlage hat in den vergangenen Monaten durch Renditekompression eine rasante Preisentwicklung hingelegt. Die Spitzenrendite ist seit Herbst 2018 insgesamt um 30 Basispunkte gesunken. Angedeutet hatte sich das bereits Anfang 2018, konnte damals aber mangels gehandeltem Produkt noch nicht verlässlich nachvollzogen werden. Transaktionen von Anfang dieses Jahres wie etwa das Eurotheum oder das Marienforum haben nun das 31-fache bzw. sogar mehr als das 33-fache einer Jahresmiete erzielt. „Das Geld für Investments ist in ausreichender Menge vorhanden. Wenn auch das entsprechende Büroobjekt im Angebot ist, ist die Bereitschaft einiger Investoren groß, für Top-Immobilien Top-Preise zu zahlen. Das hat die Spitzenrendite im ersten Quartal 2019 in Frankfurt erstmals auf unter 3 Prozent gedrückt – und das Ende der Fahnenstange dürfte damit noch nicht erreicht sein“, so Kemper. Frankfurt folgt damit Berlin, wo die Spitzrendite bereits seit Ende 2017 bei 2,9 Prozent liegt.

Platz zwei in der Performance-Statistik geht an die Münchener Innenstadt, die einen Anstieg des Indikators um +2,1 Prozent auf 194,9 Punkte verzeichnet, ebenfalls basierend zum einen auf einer Anpassung der Spitzenrendite um 10 Basispunkte, zum anderen auf einem weiteren leichten Anstieg der Spitzenmiete. In den anderen Städten konnten im ersten Quartal 2019 keine signifikanten Änderungen beobachtet werden. Immerhin zugelegt haben noch die Hamburger Innenstadt mit einem Plus von 0,9 Prozent (neuer Indikatorstand 207,3 Punkte) sowie die Berliner Innenstadt (+0,5 %, 211,2 Punkte). Schlusslicht ist die Düsseldorfer Bankenlage mit einem Performancerückgang von – 0,3 Prozent: In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben, nach deutlichen Anstiegen bei Spitzen- und Durchschnittsmieten im vergangenen Jahr, im ersten Quartal 2019 mehr Transaktionen im mittleren Spitzensegment stattgefunden mit der Folge, dass die Durchschnittsmiete in der 1A-Bürolage leicht zurückgegangen ist. Der neue Indikatorstand liegt bei 179,8 Punkten.

Unter dem Strich hat sich die laufende Jahresperformance in den 1A-Bürolagen mit +6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Q4 2018: +6,3 %) nur minimal verändert, bewegt sich damit deutlich unter den Werten der Vergangenheit, die mit über 17% ihren Höchststand im ersten Quartal 2017 erreicht hatten. Auch der Total Return notiert im ersten Quartal auf ähnlichem Niveau wie drei Monate zuvor (+9,6 % gegenüber +9,5 % in Q4 2018). Dieses Gesamtbild verändert sich lagebezogen: Nach Platz vier im letzten Quartal hat sich die Frankfurter Bankenlage mit +12,3 Prozent an die Spitze der Total Return Statistik gesetzt, gleichauf mit Düsseldorf. Dort profitiert die Bankenlage von der starken Entwicklung im gesamten Jahr 2018. Der aktuell leichte Performance-Rückgang hat am guten Standing nichts geändert. Dafür waren die Ergebnisse der Quartale zuvor zu stark. Frankfurt und Düsseldorf verbuchen also einen deutlich überdurchschnittlichen, zweistelligen Zuwachs. Für die 1A-Bürolagen in den anderen drei Städten ist ein jeweils merklich niedrigerer Total Return zu notieren: Die Berliner Innenstadt verzeichnet ein Plus von 9,2 Prozent, München und Hamburg kommen auf + 6,8 Prozent bzw. +6,5 Prozent. Auch eine weitere Kennziffer weist auf eine positive Entwicklung hin. Der Risikoaufschlag (JLLPRP, Prime Risk Premium), der kalkulatorische Aufschlag auf den risikofreien Zins, den ein Investor für sein Investment in eine Spitzenimmobilie erwartet, hat unter den bestehenden Rahmenbedingungen auch im ersten Quartal 2019 nur mäßig nachgegeben. Mit 239 Basispunkten notiert er lediglich 11 Basispunkte unter dem Niveau des dritten Quartals in 2017. Damit sind seit 15 Monaten trotz der Verteuerung der Kaufpreise, die sich auch im Victor Indikatorstand niederschlagen, keine großen Schwankungen zu beobachten. Ein sinkender risikoloser Zinssatz steht damit einer in gleichem Maße sinkenden internen Zinsfußerwartung der Investoren gegenüber. Kemper abschließend: „Die Meinungen gehen bei der Frage, inwieweit der Markt sich inzwischen dem ‚Peak‘ angenähert hat, nach wie vor auseinander. Dies gilt auch für die Diskussion, ob die nun zuletzt beschleunigte Renditekompression in Frankfurt möglicherweise die Hinleitung zu einer allgemeinen Trendwende ist. Für diese These könnte sprechen, dass die Preise in der Frankfurter Spitzenlage während der letzten Boomphase im bundesweiten Vergleich am spätesten anzogen haben, erst kurz vor der Finanzkrise das niedrigere Renditeniveau der anderen vier Immobilienhochburgen erreicht wurde und es danach mit dem Indikatorstand in allen Städten bergab ging. Allerdings: die momentane Preisentwicklung ist stark getrieben durch anhaltenden Kapitaldruck gepaart mit signifikanter Produktknappheit im Spitzensegment und starken Impulsen aus den Vermietungsmärkten. Dies alles spricht eher für eine lange Hochpreis- Phase. Bis dato haben alle geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken keinen essentiell negativen Einfluss auf das Investitionsverhalten in Deutschland. Und auch derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich 2019 daran etwas ändern wird und eine nachhaltige Eintrübung der Investmentmärkte in Deutschland zu erwarten ist. Schwächere Weltkonjunktur, Halbierung der Wachstumsprognose in Deutschland, globale Handelsdispute, Unklarheiten beim Brexit mit dem worst case eines ungeordneten Ausstiegs: diese stetigen Begleiter lassen die Unternehmen allerdings vorsichtiger agieren.“

Quelle: JLL Deutschland

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Fonds sammeln über 77 Milliarden Euro ein

Frankfurt, 8. November 2018 – Investmentfonds erzielten von Anfang Januar bis Ende September Netto-Zuflüsse von 77,2 Milliarden Euro.

Offene Spezialfonds steuerten 58,3 Milliarden Euro bei. Offene Publikumsfonds sammelten 17,8 Milliarden Euro und geschlossene Fonds 1,1 Milliarden Euro ein. Aus freien Mandaten flossen 13,8 Milliarden Euro ab. Allein im September verzeichneten Fonds ein Neugeschäft von knapp 6 Milliarden Euro. Die Fondsbranche verwaltet ein Vermögen in Fonds und Mandaten von über 3 Billionen Euro.

Aktiv gemanagte Aktienfonds mit Zuflüssen

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen Mischfonds mit 19,2 Milliarden Euro an. Davon flossen 14,2 Milliarden Euro in Fonds, die jeweils zur Hälfte in Aktien und in Renten investieren. Diese Gruppe hat ihren Anteil am Neugeschäft seit Anfang 2017 wieder ausgebaut. Derzeit entfallen auf ausgewogene Mischfonds knapp drei Viertel der Zuflüsse. Aktienbetonte Mischfonds sammelten 3 Milliarden Euro und Fonds mit Fokus auf Anleihen 2 Milliarden Euro ein.

Immobilienfonds belegen mit Netto-Zuflüssen von 4,4 Milliarden Euro den zweiten Platz auf der Absatzliste. Es folgen Aktienfonds, die 4 Milliarden Euro erzielten. Davon entfällt jeweils die Hälfte auf aktiv gemanagte Fonds und auf Aktien-ETFs. Aus Rentenfonds zogen Anleger per Saldo 4,8 Milliarden Euro ab. Abflüsse verzeichneten insbesondere Rentenfonds mit Schwerpunkt auf kurzlaufende Anleihen im Umfang von 2,6 Milliarden Euro und Fonds mit Schwerpunkt auf Unternehmensanleihen im Umfang von 1,7 Milliarden Euro.

Eine Billion Euro verwalten Spezialfonds für Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen

Der Anteil von Altersvorsorgeeinrichtungen, zum Beispiel Pensionskassen und Versorgungswerke, am Vermögen der offenen Spezialfonds ist seit Ende 2016 von 22 Prozent auf 28 Prozent gestiegen. Sie haben 463 Milliarden Euro in Spezialfonds investiert. Die volumengrößte Anlegergruppe sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Sie haben ein Vermögen von 553 Milliarden Euro angelegt. Ihr Anteil ist seit Ende 2016 von 37 Prozent auf 34 Prozent gesunken.

Die Zuflüsse bei Spezialfonds stammen überwiegend von Altersvorsorgeeinrichtungen. Sie vertrauten den Fonds von Anfang Januar bis Ende September 2018 netto 20,3 Milliarden Euro neue Mittel an. Das ist über ein Drittel des Neugeschäfts. Bereits in den beiden Vorjahren waren Altersvorsorgeeinrichtungen der Treiber im Neugeschäft.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 08. November 2018

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Performance des VICTOR Prime Office Indikator bestätigt moderaten Wachstumstrend

© shutterstock

Frankfurt, 24. Oktober 2018 – Im dritten Quartal verzeichnet der VICTOR Prime Office Indikator ein Performancewachstum von 1,5 Prozent und setzt damit das moderate Wachstum in 2018 fort.

Die Zwei-Prozentmarke bleibt damit im laufenden Jahr allerdings nach wie vor unerreicht, 2017 war sie drei Mal übertroffen worden. Grund für die verringerte Wachstumsrate ist überwiegend das Ausbleiben von Renditeabsenkungen in den meisten der analysierten Märkte. Wachstumsimpulse kommen, wie bereits prognostiziert, aus dem Vermietungsmarkt. Ende September liegt der neue Indikatorstand bei 188,1 Punkten.

Ralf Kemper, Head of Valuation & Transaction Advisory JLL Germany: „Im Vergleich zu den großen Performancesprüngen in der Preisbildung durch Renditeanpassungen im vergangenen Jahr erweist sich das moderate, mietgetriebene Wachstum als plausibler, weil weniger spekulationsgetrieben. Dies war auch Konsens, der die diesjährige Expo Real begleitete und auf der deutlich wurde, dass sich der Investmentmarkt in Deutschland weiter zunehmend internationaler Beachtung erfreut. Das anhaltende Mietwachstum verschafft Investoren ein breiteres Angebot. Risikoreiche Investitionen, z.B. bei „Value-Add“ oder opportunistischen Produkten, lassen sich aus Risiko-Rendite-Gesichtspunkten investorenseitig besser darstellen. Die rein von Angebot und Nachfrage getriebene Preisbildung wäre sicherlich bereits auf einem anderen Kurs, würden Investoren sich nicht durch die momentane Mietpreisentwicklung in ihrem Handeln nachhaltig bestätigt sehen.“

Düsseldorfer Bankenlage erneut Best-Performer – Anleger investieren ohne Vorbehalte in Spitzenprodukte der Toplagen

Wie bereits im Vorquartal ist die Bankenlage in Düsseldorf der Best-Performer im dritten Quartal. Zum zweiten Mal in Folge sorgt eine Absenkung der Spitzenrendite um 10 Basispunkte, gekoppelt mit einem Anstieg der Miete, für einen Performanceanstieg von 3,7 Prozent. Im dritten Quartal notiert die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen bei 177,5 Punkten. Auch auf dem zweiten Platz bleibt alles beim Alten: Der Zuwachs für die Berliner Spitzenlage von 1,8 Prozent ist rein marktmietgetrieben und bringt den Indikator der Bundeshauptstadt auf einen neuen Stand von 204,3 Punkten (Jahresperformance: 9,1 Prozent). Während Hamburg sich von seiner Negativentwicklung im zweiten Quartal erholt und immerhin auf ein Plus von 1,1 Prozent (Jahresperformance 8,8 Prozent) kommt, damit ebenfalls einen neuen Indikatorstand von 202,4 Punkten ausweisen kann, stagnieren die Entwicklungen in den Spitzenlagen von Frankfurt und München bei unter einem Prozent (+0,9 Prozent, 176,7 Punkte bzw. +0,5 Prozent, 189,6 Punkte). Die Jahresperformance in München liegt bei 6,9 Prozent.

Das insgesamt etwas gedämpfte Wachstum führt in 2018 bislang für die Spitzenlagen in allen fünf Märkten mit gemittelt + 8,4 Prozent zu einer relativ stabilen Jahresperformance (Q3 2018 gegenüber Q 3 2017). Im zweiten Quartal 2018 lag die gemittelte Jahresperformance bei 9,3 Prozent, im ersten Quartal bei 8,6 Prozent. Damit verbleibt auch der Total Return mit + 11,7 Prozent auf stabilem Niveau (+12,7 Prozent im zweiten und +12,0 Prozent im ersten Quartal). Dieses Gesamtbild verändert sich allerdings lagebezogen: Spitzenreiter Düsseldorf verbucht einen überdurchschnittlichen Jahresanstieg von 18,9 Prozent, während Frankfurt bei nur 2,9 Prozent stagniert. Die Preisentwicklungen der Spitzenlagen in den fünf Immobilienhochburgen zeigen also sehr deutliche Unterschiede.

Ralf Kemper: „Bei den kurz- und mittelfristigen Entwicklungen auf den Immobilienmärkten herrscht bei den meisten Marktteilnehmern nach wie vor eine positive Einschätzung vor. Für Vermieter und Verkäufer erweisen sich die Märkte immer noch als eine Insel der Seligen. Viele potenzielle Gefahren in Europa und weltweit belasten die Märkte bislang nicht. Ob, wann und warum es zu einer Trendwende kommen könnte, und wie etwaige Korrekturen ausfallen könnten, ist eine von niemand realistisch zu beantwortende Frage.“

In den USA hat die Kombination aus Zinserhöhungen, Staatsverschuldung und Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung zu ersten Wertverlusten in Spitzenlagen des Wohnimmobiliensegments geführt. Ein möglicher Vorbote auch für Deutschland und für andere Assetklassen in solchen Lagen? Kemper weiter: „Unsere nationalen und internationalen Kunden agieren ohne Vorbehalte bei Investments in Spitzenprodukte der Toplagen, und das obwohl sich mögliche Returns auf eingegangenes Risiko weiter verringert haben. Stichwort Kapitaldruck.“ Das gemessene JLL-PRP sank von 229, 227 und 228 Basispunkten in den vorangegangenen Quartalen auf 210 Basispunkte Ende des dritten Quartals. „Selbst Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank lassen Investoren nicht langsamer treten. Sei es die Vorstellung, dass durch eine drohende Neuverschuldung Italiens der Leitzins niedrig bleiben muss oder sei es der Optimismus über die prognostizierte Mietentwicklung: Investoren scheinen dem Investitionsdruck der Kapitalmärkte zu erliegen. Neben der Preisentwicklung ist auch das im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich gestiegene Transaktionsvolumen ein Indikator für diese These“, so Kemper. Wir erwarten ein Rekordjahr mit Gewerbeimmobilientransaktionen in Höhe von um die 60 Milliarden Euro.

Quelle: JLL, Pressemitteilung vom 24. Oktober 2018

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Investmentfonds fließen 70 Milliarden Euro zu

Frankfurt, 8. Oktober 2018 – Investmentfonds flossen bis Ende August 2018 netto 70,4 Milliarden Euro neue Gelder zu. Offene Spezialfonds dominierten mit 53,4 Milliarden Euro das Neugeschäft. Aus freien Mandaten zogen Anleger seit Jahresbeginn 13 Milliarden Euro ab. Allein im August sammelten Investmentfonds 12,9 Milliarden Euro ein. Die Fondsgesellschaften verwalten ein Gesamtvermögen von 3,1 Billionen Euro. Davon entfallen 1,6 Billionen Euro auf offene Spezialfonds, 1,1 Billionen Euro auf offene Publikumsfonds, 368 Milliarden Euro auf freie Mandate und 7 Milliarden auf geschlossene Fonds.

Bei den offenen Publikumsfonds sind Aktienfonds die volumengrößte Gruppe. Sie verwalten ein Vermögen von 401 Milliarden Euro. Es folgen Mischfonds mit 285 Milliarden Euro. Ihr Vermögen stieg in den letzten zwölf Monaten um 13 Prozent. Dazu haben Zuflüsse und Wertsteigerungen beigetragen. Die drittgrößte Gruppe sind Rentenfonds mit einem Vermögen von 206 Milliarden Euro.

Immobilienfonds verwalten Netto-Vermögen von 185 Milliarden Euro

In Immobilienfonds verwalteten die Fondsgesellschaften Ende August ein Netto-Vermögen von insgesamt 185,3 Milliarden Euro. Ergänzend zu den 95,4 Milliarden Euro in offenen Publikumsfonds entfallen 85,3 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, 2,9 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds und 1,7 Milliarden Euro auf geschlossene Publikumsfonds.

Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Spezialfonds und Publikumsfonds den Anteil von Büro und Praxisräumen in den letzten beiden Jahren reduziert und dafür mehr auf Handel und Gastronomie gesetzt haben. Bei den Publikumsfonds liegt mit 55 Prozent weiterhin der Schwerpunkt auf Büro und Praxis, gefolgt von Handel und Gastronomie mit 25 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen Hotels. Ihr Anteil stieg von 6 Prozent auf 9 Prozent. Bei den Spezialfonds entfallen 36 Prozent auf Büro und Praxis sowie 30 Prozent auf Handel und Gastronomie. Wohnimmobilien haben ihren Anteil von 8 Prozent auf 11 Prozent ausgebaut.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

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