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Erholung zur neuen Normalität noch ungewiss

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London, 9. Juli 2020 – Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc., rechnet laut ihrem aktuellen House View-Ausblick für das dritte Quartal 2020 damit, dass sich die Wirtschaftsaktivität in der zweiten Jahreshälfte weiter erholen wird. Ein Grund hierfür ist die allmähliche Lockerung der Einschränkungen, die verhängt wurden, um die Ausbreitung des COVID-19-Virus einzudämmen. Eine Rückkehr zur Normalität wird jedoch nicht ganz reibungslos verlaufen und der Weg dorthin in den einzelnen Ländern und Regionen unterschiedlich sein. Erneuten Ausbrüchen muss möglicherweise durch die Wiedereinführung einiger Beschränkungen entgegengewirkt werden.

Die schwache Konjunktur dürfte sich auf das zweite Quartal beschränken, in dem das Bruttoinlandsprodukt in den wichtigsten Industrieländern etwa um 10 Prozent bis 20 Prozent sinken wird. Die seit Mai eingesetzte Erholung wird sich erst in den Zahlen des dritten Quartals widerspiegeln, sobald Produktion und Nachfrage um 5 Prozent bis 15 Prozent zugelegt haben. Obwohl die wirtschaftliche Erholung als V-förmig bezeichnet werden kann, ist es unwahrscheinlich, dass diese vor Mitte des nächsten Jahres ihr früheres Aktivitätsniveau vor COVID-19 erreicht.

Trotz der kompromisslosen monetären und fiskalischen Reaktionen in den jeweiligen Ländern dürfte es zu einigen dauerhaften Schäden und Verlusten kommen, deren genauer Umfang und Ausmaß sich erst nach einiger Zeit zeigen werden. Hinzu kommt, dass sich einige Ansichten und Verhaltensweisen aufgrund der Pandemie in Zukunft möglicherweise ändern.

Die derzeitigen Umstände bleiben deshalb nach wie vor herausfordernd. Investitionsstrategien sollten darauf abzielen, Kapital zu erhalten und sich vor Abwärtsrisiken zu schützen. Sie sollten aber nach Möglichkeit auch versuchen, Chancen für eine Welt nach COVID zu erkennen, in der qualitativ hochwertige Vermögenswerte dann überverkauft sein dürften.

Michael Grady, Head of Investment Strategy und Chief Economist bei Aviva Investors, sagt:
„Wir ziehen es vor, globale Aktien infolge überzogener Bewertungen und erhöhter Risiken für die Wirtschaftsaussichten leicht unterzugewichten. Bei Unternehmensanleihen haben wir eine Übergewichtung, da sie eine relativ attraktivere Bewertungsmetrik aufweisen und zudem durch die Zentralbankkäufe unterstützt werden. Wir bevorzugen hierbei US-amerikanische sowie europäische Investment-Grade-Papiere. Im Bereich der Staatsanleihen sind wir leicht übergewichtet, mit einer Präferenz für die USA, wo es Spielraum für weitere Renditerückgänge gibt. Dies gleichen wir teilweise durch eine Untergewichtung in den europäischen Kernmärkten aus, obwohl wir Italien leicht übergewichtet haben, da das Land von positiven Entwicklungen des EU-Wiederaufbaufonds und anderen politischen Initiativen profitieren dürfte.“

Quelle: Aviva Investors (PM vom 09.07.2020)

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Ausgezeichnetes Ergebnis auf dem Retail-Investmentmarkt dank Portfolios

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Frankfurt, 9. Juli 2020 – So wie der Lockdown und die schrittweise durchgeführten Wiedereröffnungen dem stationären Einzelhandelsmarkt im zweiten Quartal ganz entscheidend seinen Stempel aufgedrückt haben, so hatte auch das Portfoliosegment einen prägenden Einfluss auf den Retail-Investmentmarkt im ersten Halbjahr: In Zahlen ausgedrückt generierten Paketverkäufe gut 71 % der insgesamt rund 7,1 Mrd. €, die in den ersten sechs Monaten in Retail-Investments geflossen sind. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Zu den entscheidendsten Umsatztreibern zählten hierbei insbesondere die Unternehmensübernahmen von REAL und der TLG Immobilien AG sowie die verschiedenen Beteiligungen an Galeria Karstadt Kaufhof Immobilien. Im Vorjahres- und im langjährigen Vergleich betrachtet, ordnet sich die Halbjahresbilanz nicht zuletzt aufgrund der genannten Sonderfaktoren gut 32 % über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2019 und 30 % oberhalb des zehnjährigen Mittelwerts ein“, erläutert Christoph Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services. Im Segment der Einzeldeals, das gerade einmal die 2-Mrd.-€-Marke knacken konnte (2,05 Mrd. €), fehlen dagegen rund eine Milliarde Euro, die 2019 mehr investiert wurden. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Einzelverkäufe im dreistelligen Millionenbereich bislang nahezu ausgeblieben sind.

Prekäre Situation kommt in A-Städten zum Ausdruck

Das angesprochene Fehlen großvolumiger Einzelverkäufe, die zumeist den Unterschied zwischen hohen und niedrigen Volumina in den Top-Märkten ausmachen, spiegelt sich im Resultat der A-Standorte wider: So haben die wichtigsten Einzelhandelsmetropolen zur Jahresmitte nur 1,2 Mrd € und damit lediglich 16 % zum Gesamtergebnis beigesteuert. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch über 1,8 Mrd. € nd anteilig 34 %. Den umfangreichsten Beitrag lieferten die Beteiligungen am Retail-Portfolio der Signa Prime Selection und in Berlin die TLG-Objekte. Somit setzt sich die Hauptstadt mit einem für den Markt allerdings durchschnittlichen Resultat von 468 Mio. € vor München (270 Mio. €) und Hamburg (150 Mio. €) abermals an die Spitze des Städterankings. Auf den weiteren Plätzen folgen Düsseldorf (136 Mio. €), Stuttgart (74 Mio. €) und Frankfurt (60 Mio. €).

Fachmarkt-Segment auch in der Krise weiter lebhaft

Dass die Fachmarktsparte rund 70 % aller registrierten Deals im zweiten Quartal auf sich vereinen konnte, ist nicht nur ein Indiz für die Abhängigkeit des Retail-Investmentmarkts von dieser Objektart, sondern auch für die Krisenresistenz von Fachmarkt-Investments. In der Summe kommen sie mit 4,5 Mrd. € auf zwei Drittel des Umsatzes und eine neue Rekordbilanz zur Jahresmitte. Mit einigem Abstand und anteilig gut 25 % folgen Kaufhäuser, vor Geschäftshäusern (8 %) und Shoppingcentern(4%).

Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Investorengruppen

Vor dem Hintergrund der skizzierten Marktentwicklung ist es wenig überraschend, dass auch das Ranking der Käufer von denjenigen bestimmt wurde, die umfangreich im Portfoliosegment tätig waren. So setzen sich Investment/Asset Manager, die neben der REAL-Übernahme für weitere umfangreiche Investments in der Fachmarkt-Sparte verantwortlich zeichneten, mit knapp 26 % knapp vor Equity/Real Estate Funds (anteilig gut 24 %). Letztere traten in erster Linie im Kaufhaussegment u. a. durch amerikanische Player wie RFR oder Apollo in Erscheinung. Auf den dritten Podestplatz schieben sich im Zuge der TLG-Übernahme durch Aroundtown sowie zahlreiche kleinere Investments Immobilien AGs/REITs (anteilig rund 17 %). Die traditionell sehr aktiven Spezialfonds erzielen mit weniger als einer Milliarde Euro und fast 13 % dagegen eine für die Anlegergruppe vergleichsweise schwache Zwischenbilanz. Deutlich überdurchschnittlich stellt sich im Vergleich zum gesamten Gewerbeimmobilienmarkt weiterhin der Anteil internationaler Käufer dar, der sich auf gut 47 % beläuft. Neben nordamerikanischen Investoren (25 %) waren zudem Anleger aus dem Nahen Osten stark vertreten (15 %).

Insgesamt wurden bei den im ersten Halbjahr abgeschlossenen Verkäufen vergleichbare Renditen wie Ende 2019 erzielt. Da seit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise noch keine nennenswerten neu zu verhandelnden Objekte verkauft wurden, die ein verändertes Renditeniveau belegen würden, sind demzufolge noch keine Anpassungen zu konstatieren. Vor diesem Hintergrund liegen bei den Spitzenrenditen für Geschäftshäuser in den absoluten Top-Lagen Berlin und München weiterhin gleichauf (jeweils 2,80 %) vor Hamburg (3,00 %), Frankfurt (3,10 %) sowie Düsseldorf, Köln und Stuttgart (jeweils 3,20 %). Gleiches gilt auch für die einzelnen Assetklassen: Hier notieren Fachmarktzentren weiterhin bei 4,30 % und einzelne Fachmärkte bei 5,30 %. Bezogen auf Shoppingcenter kann aufgrund fehlender Transaktionen dagegen aktuell marktseitig keine abgesicherte Spitzenrendite ausgewiesen werden.

Perspektiven

„Das hervorragende Halbjahresresultat darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter dem Ergebnis in ganz entscheidendem Maße Portfolio-Transaktionen stehen, die wiederum durch Übernahmen und Beteiligungen befeuert wurden. Großvolumige Einzeldeals, die eng mit der Bilanz an den A-Standorten verknüpft sind und wichtige Stützen des Retail-Investmentmarkts bilden, fehlten dagegen weitgehend in den ersten sechs Monaten. Auch der Ausblick gestaltet sich aufgrund nach wie vor vorhandener Unsicherheiten schwierig. Allerdings zeigen sich erste Ansätze, dass größere Retail-Objekte, bei denen der Preis und vor allem die Lage stimmen, wieder auf etwas steigendes Investoreninteresse treffen, sodass in diesem Marktsegment im weiteren Jahresverlauf leicht steigende Umsätze nicht auszuschließen sind“, so Christoph Scharf.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 09.07.2020)

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Scope: ESG-Analyse bietet eine neue Perspektive auf Nachhaltigkeit

Berlin, 08.04.2020 – Die Ratingagentur Scope veröffentlicht erstmals einen ESG-Ansatz, der unabhängig von Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen ist, globale Lieferketten vollständig berücksichtigt und die ESG-Auswirkungen konkret in Euro angibt.

„ESG-Investitionen haben sich zu einem Multi-Billionen-Markt entwickelt“, so Diane Menville, Leiterin der ESG-Analyse bei Scope und ehemalige Spezialistin für Markt- und Counterparty-Risiken bei der Weltbank. „Die meisten Nachhaltigkeits-Bewertungen haben jedoch drei zentrale Schwächen.“

1.            Bestehende Nachhaltigkeitsbewertungen orientieren sich meistens an den von Unternehmen selbst bereitgestellten Informationen. Fehlende einheitliche Berichtsstandards erschweren eine unabhängige Beurteilung.

2.            Ein Großteil der ökologischen und sozialen Auswirkungen entsteht innerhalb der Lieferkette. Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen berücksichtigen diese Einflüsse jedoch nicht weitestgehend.

3.            Die Vergleichbarkeit der Bewertungsergebnisse wird durch eine uneinheitliche Gewichtung von einzelnen Nachhaltigkeitsthemen erschwert.

„Mit unserem ESG Impact Review haben wir auf diese Herausforderungen reagiert und einen umfassenden und objektiven Ansatz zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen geschaffen“, sagt Menville.

Scopes „ESG Impact Review“…

1.            … ist ein datenbasierter und von Unternehmensangaben unabhängiger Ansatz, der sich auf anerkannte internationale Datenquellen stützt (z.B. OECD, ILO, Weltbank). Der resultierende ESG-Score ist eine statistische Modellierung der ökologischen und sozialen Auswirkungen eines Unternehmens.

2.            … misst die Auswirkungen in den drei ESG-Dimensionen – Umwelt, Soziales und Governance – durch eine konsequente Betrachtung der globalen Wertschöpfungsketten beginnend bei der Rohstoffquelle bis hin zur Endmontage des Produkts bzw. der Dienstleistung. Das Scope-Modell deckt rund 450 Sektoren in 48 Ländern und Regionen ab.

3.            … beziffert einen monetären Wert für die ESG-Auswirkungen eines Unternehmens und erlaubt Investoren objektive Vergleichbarkeit von Unternehmen und Sektoren

„Ratingagenturen spielen bei der Wandlung hin zu einer nachhaltigeren Form des Wirtschaftswachstums eine zentrale Rolle, da sie mit ihren Bewertungen die Allokation von Kapital massiv beeinflussen werden“, sagt Florian Schoeller, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Scope Group. „Europa braucht auch für das so relevante Zukunftsthema Nachhaltigkeit eine eigene und gewichtige europäische Stimme.“

Über die digitale Plattform „ScopeOne“ stellt Scope institutionellen Investoren seine ESG-Analyse zur Verfügung. Zum Start sind Bewertungen für mehr als 1.600 Unternehmen des MSCI World Index verfügbar. Die Abdeckung wird in den kommenden 24 Monaten entsprechend den Anforderungen der angeschlossenen Investoren deutlich ausgebaut. Diese ESG-Methodik ist auf das sämtliche Unternehmen anwendbar, von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu großen, börsennotierten multinationalen Konzernen.

Quelle: Scope Group

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ÖKORENTA: Erfolgsgeschichte für nachhaltige Investoren wird fortgesetzt

Landshut, 08.07.2020 (PM epk media GmbH & CO.KG): Fondsbesprechung ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11
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Der Initiator

Die ÖKORENTA Gruppe mit Sitz im ostfriesischen Aurich feierte im letzten Jahr ihr 20- jähriges Firmenjubiläum und ist seit nunmehr 21 Jahren einer der führenden Marktplayer in der Assetklasse Erneuerbare Energien. Das Managementteam gilt als herausragender Marktkenner, das seine Expertise den Investoren  in einer sehr fairen Form zur Verfügung stellt. Auch das ist Nachhaltigkeit. Der auf der Firmen-Homepage aktuellste Performancebericht von 2018 weist 7.785

Anleger aus mit einem ursprünglich platzierten Eigenkapital von 288 Millionen Euro. Diese sind laut der Leistungsschau in 2.887 Anteilskäufe bzw. 273 Energieobjekte investiert. Heute dürften dies noch etwas mehr sein.

Damit gehört das Auricher Unternehmen zu den Pionieren im grünen und nachhaltigen Investitionsmarkt. Schwerpunkt bleibt die Anlage in Erneuerbare Energiefonds, die seit der Regulierung in einem regulatorisch bedingten zweistöckigen Konstrukt verarbeitet werden.

Seit einiger Zeit werden auch Chancen durch Investments in Spezial-AIF und Repowering Projekte genutzt.

Das Konzept

Erfolgsschlüssel ist das Investitionskonzept. Und dies hat sich über die Jahre kaum verändert, natürlich mit Ausnahme der regulatorischen Anforderungen seit Einführung des KAGB. Unsere Fondsbesprechung legt das besondere Augenmerk auf die bisherige Gesamtleistung und die Erfolgsstrategie der Fondsserie.  In einem Flyer zum ÖKORENTA Energie-

portfolio heißt es: „Besonderheit der ÖKORENTA Produktwelt sind breit an- gelegte Portfolios. Investiert wird in zahlreiche Energieparks gleichzeitig. …“. Wie bereits bei der Fondsbesprechung zum ÖKORENTA Erneuerbare Energie 10 betont, lohnt ein Blick hinter die Kulissen: Das Asset Management begreift Streuung als Diversifikation auf allen Ebenen und kann dies auch durch seine langjährige Marktkenntnis zum Wohle der Anleger in seinen Fonds umsetzen. Das heißt, küstennahe Standorte werden für die Portfolios mit Binnenlandstandorten, Standorte im europäischen Ausland und mit Solarinvestments breit gestreut. Dadurch erreicht das Management aus der jahrelangen Erfahrung, dass „Mindererträge oder sogar der komplette Ausfall einzelner Anlagen verkraftbar sind und – anders als bei Investitionen in Einzelprojekte – kaum Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Gesamterfolg haben.“ Neu beim ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11 ist das Potential, auch in europäische Standorte zu investieren.

Stabilität wird auch durch den Verzicht auf Fremdkapital beziehungsweise Derivate auf Fondsebene und durch fokussierte Investments in bereits bestehende Energieerzeugungsanlagen erreicht.

Dadurch können Genehmigungs-, Entwicklungs- und Errichtungsrisiken nahezu ausgeschlossen werden. Der Datenfundus für alle Analysen und Bewertungen ist, über den das Asset Management der ÖKORENTA verfügt, einer der größten Werte und der USP der Auricher. Darin fließen Erfahrungen aus Beteiligungen an weit über 273 Energieparks ein, um auf der Basis eines umfassenden Bewertungssystems die Investitionen zu ermöglichen.

Das Gesamtkonzept gliedert im Einzelnen folgende Leistungen des Fondsmanage- ments:

+ Identifikation lukrativer Erneuerbarer Energien Projekte (auch im Zweitmarkt)

+ Analyse- und Bewertung neuer Beteiligungen (Wind- und Solarenergie)

+ Analyse- und Bewertung der bestehenden Beteiligungs-Portfolios

+ Konzeption und Begleitung neuer Kapitalanlagen / Emissionen

+ Prüfung und Bewertung von Repoweringentscheidungen / Optimierungspotenzialen

+ Berichtswesen (Performanceberichte, Geschäftsberichte, Zwischenberichte)

+ Enger Kontakt und laufende Abstimmungen mit den Betreibergesellschaften der Energieparks

Kurz: Alles, was ein Privatanleger oder auch ein Semiinstitutioneller nicht in der Lage wäre selbst durchzuführen.

Die Zahlenwelt

Das geplante Kommanditkapital des AIF beläuft sich auf 10 Millionen Euro, aufstockbar auf 15 Millionen. Es werden Auszahlungen an die Anleger in Höhe von ca. 141 Prozent vor Steuern der Beteiligungssumme im Standardmodell und 153 Prozent im Good-Case-Szenario während des Anlagezeitraums bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Auf Grundlage der WAI werden die Initialkosten mit ca. 7,3 Prozent der Einlage – eine Reduzierung der Kosten im Vergleich zum Vorgängerfonds – und die laufenden Kosten mit bis zu 2,89 Prozent des Nettoinventarwerts angegeben.

Das gefällt uns

+ Erfahrenes Emissionshaus

+ Nachhaltiger Markt der Erneuerbaren Energien + Ausgezeichneter Track Rekord bei Energiefonds

+ Reines Euroinvestment

+ Reiner Eigenkapitalfonds

+ Sehr breite Diversifikation

+ Ausgezeichnete Marktkenntnisse

Was der Anleger bedenken sollte

+ Konzeptionsbedingter Blindpool

+Regulierungsbedingte zweistöckige Konstruktion

+ Inzwischen hauseigene KVG

+ Marktbedingte Preisschwankungen

br+ Kommentar

Der zehnte Portfoliofonds aus dem Hause ÖKORENTA setzt das Erfolgsmodell der ostfriesischen Energiefondsspezialisten fort. Das Besondere an dem Konzept ist und bleibt, dass man über ein Spezial-AIF in bestehende Zielfonds investiert, bei denen der Cashflow gerade bei den teilweise bereits entschuldeten Windfonds bekannt und damit kalkulierbar ist. Die Verantwortlichen der ÖKORENTA  beweisen seit Jahren ihre Kompetenz mit stabilen Auszahlungen und langjähriger Rentabilität bei ihren breitgestreuten Zweitmarktfonds.

Das Konzept einer erfolgsabhängigen Vergütungskomponente ermöglicht gleichgerichtetes Interesse von Anleger und Management. Aufgrund der Managementkompetenz und dem exzellenten Markteinblick erscheint das Angebot im Marktvergleich als überdurchschnittlich und den diversen ESG-Grundsätzen vollkommen entsprechend.

Eine Anmerkung zum Schluss: Diese Managementqualität verdient Respekt. Zum Deutschen BeteiligungsPreis 2020 nominiert ist dieses Jahr der Spezial-AIF ÖKORENTA ÖKOstabil 7 für professionelle und semiprofessionelle Investoren .

Unser Resümee

++++ (ausgezeichnet)

Quelle: epk media GMbH & CO. KG

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Sehr gute Bewertungen von k-mi und TKL für PROJECT Metropolen 20

Bamberg, 08.07.2020 (OPM): Der am 1. Juli 2020 in die Platzierung gestartete Immobilienentwicklungsfonds Metropolen 20 hat im Rahmen von zwei unabhängigen externen Analysen sehr gute Bewertungen erhalten. Der Branchenexperte Kapital-markt intern (k-mi) kommt infolge der erprobten PROJECT Sicherheitsarchitektur mit reiner Eigenkapitalbasis zu einem empfehlenswerten Gesamturteil »gerade in unsicheren Zeiten«. Auch Ratingspezialist TKL erteilt dem nach Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) regulierten Alternativen Investmentfonds (AIF) ein sehr gutes 5-Sterne-Rating und beruft sich unter anderem auf die »ausgeprägte Erfahrung in der Projektentwicklung«.

Wie auch bei den Vorgängerfonds hat der Branchenexperte Kapital-markt intern eine Analyse des aktuellen Publikums-AIF vorgenommen. Von dem zum 1. Juli 2020 in die Platzierung gestarteten Immobilienentwicklungsfonds »Metropolen 20« zeigen sich die Fondsspezialisten aufgrund des auf Stabilität ausgerichteten Investmentkonzepts des Bamberger Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten überzeugt. »Bei dem aktuellen Angebot eines der führenden Anbieter wird die bewährte Anlagestrategie der Vorgängerfonds u. a. mit der rein eigenkapitalbasierten Investition ausschließlich in Metropolregionen fortgeführt, so dass es sich durch eine gelungene Kombination attraktiver Ertragschancen mit einem starken Sicherheitskonzept gerade in unsichereren Zeiten auszeichnet«, resümiert k-mi.

Unterdurchschnittliche Kosten in der Betriebsphase

Im Rahmen der Untersuchung, die sich aus den fünf Einzelwertungen (1) Initiator, (2) Konzeption, (3) Investitionsobjekt, (4) Ankaufsprozess sowie (5) Kostenstruktur und Ergebnisverteilung zusammensetzt, konnte der Publikums-AIF die TKL-Analyseexperten mit einem sehr guten 5-Sterne-Rating überzeugen. Besonders positiv wird die Kosteneffizienz beurteilt: »Die Fondskosten in der Investitionsphase sind marktüblich, die Kosten in der Betriebsphase sind unterdurchschnittlich. Positiv anzumerken ist, dass im Gesellschaftsvertrag ein Abschöpfen von möglichen Zwischengewinnen beim Objekteinkauf durch PROJECT-Gesellschaften oder deren Gesellschafter ausgeschlossen ist. Dadurch wird das Risiko versteckter Kosten reduziert. (…) Insgesamt handelt es sich um ein sehr gutes Angebot mit in der Projektentwicklung sehr erfahrenem Management, das über sehr ausgeprägtes Immobilien-Know-how verfügt«, so das TKL Gesamturteil.

Quelle: PROJECT Investment AG

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Verifort Capital unterstützt den Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e. V. als Fördermitglied

andreas klingberg für AfW Berlin

Berlin, 08.07.2020 (OPM): Verifort Capital ist einer der führenden Anbieter im Bereich Alternativer Investmentfonds in Deutschland. Der Fonds- und Asset-Manager erwirbt über seine Fonds hauptsächlich Gewerbeimmobilien mit Wertsteigerungspotenzial, restrukturiert diese und bringt die Objekte anschließend erfolgreich zurück an den Markt. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren des Unternehmens zählen neben seiner Branchenexpertise seine langfristige Kooperation mit renommierten Partnern sowie das erfahrene Asset Management, das die Fondsobjekte individuell betreut.

„Wir freuen uns sehr, den Bundesverband Finanzdienstleistung AfW als Fördermitglied unterstützen zu können. Mit unserer Erfahrung und Branchenexpertise wollen wir helfen, die Ziele des Verbands voranzubringen“, sagt Rauno Gierig, CSO von Verifort Capital. „Gleichzeitig profitieren auch wir und unsere Partner von dem breiten Netzwerk und Austausch mit Vermittlern und Vertriebsorganisationen. Wir können unseren Vertriebspartnern so noch gezielter zur Seite stehen und ihnen die individuelle und professionelle Unterstützung bieten, die sie benötigen.“

„Der Vorstand des Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e.V. freut sich sehr über die Entscheidung des Fond- und Asset-Managers Verifort Capital, das Engagement des Verbandes für den Erhalt und die Stärkung des freien Vertriebs von Finanzdienstleistungen in Deutschland mit einer Fördermitgliedschaft zu unterstützen“, ergänzt Matthias Wiegel, Mitglied des Vorstandes beim AfW.



Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister und Versicherungsmakler. 
Der Verband vertritt die Interessen von ca. 40.000 Versicherungsmaklern sowie unabhängigen Finanzanlagen- und Immobiliardarlehensvermittlern aus über 2.000 Mitgliedsunternehmen.

Quelle: Bundesverband Finanzdienstleistung AfW e.V.

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Wohn-Investmentmarkt 1. Halbjahr 2020: Zweitbestes Ergebnis aller Zeiten

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Frankfurt, 6. Juli 2020 – „Die Wohninvestment-Märkte in Deutschland entwickeln sich weiter ausgesprochen positiv und sind im Vergleich zu anderen Assetklassen deutlich weniger von negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Das Investitionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen (ab 30 Wohneinheiten) beläuft sich im ersten Halbjahr 2020 auf knapp 12,7 Mrd. € und hat damit gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um über 80 % zugelegt. Auch wenn man nur das zweite Quartal betrachtet, in dem der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen voll wirksam waren, ergibt sich ein erfreuliches Bild. Mit 3,35 Mrd. € wurde auch in diesem gesamtwirtschaftlich sehr schwierigen Quartal das beste Ergebnis der letzten fünf Jahre erzielt und auch der langjährige Schnitt wurde um 16 % übertroffen“, erläutert Udo Cordts-Sanzenbacher, Geschäftsführer und Co-Head Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Wesentlich zu dem hervorragenden Ergebnis beigetragen hat die Übernahme der Adler Real Estate durch Ado Properties, auf die knapp die Hälfte des Resultats entfällt. Dass Großabschlüsse das Transaktionsvolumen erheblich beeinflussen, ist aber keine Besonderheit des laufenden Jahres.  Beispiele dafür sind etwa der Gagfah Deal in Q1 2015 oder auch die Übernahme der österreichischen Buwog in Q1 2017. Unabhängig davon war aber vor allem auch im kleinteiligen und mittelgroßen Marktsegment viel Bewegung zu beobachten. Insgesamt wurden mit Deals bis 100 Mio. € im ersten Halbjahr knapp 4 Mrd. € umgesetzt, was einer Steigerung von fast 50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch in diesem Marktsegment wurde der Schnitt der letzten fünf Jahre trotz Corona leicht überschritten. Einen weiteren Beleg für das äußerst lebhafte Marktgeschehen liefert die Anzahl der registrierten Deals, die bei rund 220 liegt, wovon knapp 100 im zweiten Quartal abgeschlossen wurden.

Aufgrund der Adler Übernahme überrascht es nicht, dass Bestandsportfolios erneut mit Abstand am meisten zum Gesamtumsatz beitragen und sich mit knapp 64 % klar an die Spitze gesetzt haben. Damit bewegen sie sich auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts, der bei rund zwei Drittel liegt. Demgegenüber fällt der Anteil von Projektentwicklungen mit nur knapp 13 % spürbar niedriger aus als in den Vorjahren. Dies ist allerdings nicht auf ein geringeres Investoreninteresse zurückzuführen, sondern liegt an der sich weiter verknappenden Grundstückssituation in den großen deutschen Städten. Absolut betrachtet wurde mit über 1,6 Mrd. € ähnlich viel in Forward-Deals investiert wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. 

Wie häufig in der Vergangenheit stellen Immobilien AGs die mit Abstand wichtigste Käufergruppe dar und zeichnen für rund 62 % des Gesamtvolumens verantwortlich. Hier zeigt sich, dass sich große Übernahmen naturgemäß in den strukturellen Kennzahlen des Marktgeschehens überproportional niederschlagen. Lässt man diese Sondersituation unberücksichtigt, ist es erfreulich, dass eine ganze Reihe unterschiedlicher Investorentypen weiterhin großes Interesse an Wohn-Investments zeigen. Neben Spezialfonds (knapp 10 %) und Immobilienunternehmen (knapp 9 %) haben beispielsweise auch Pensionskassen (gut 3 %) umfangreich investiert. Nachdem der Wohn-Investmentmarkt in den vergangenen Jahren ganz klar in der Hand inländischer Investoren lag, dominieren im ersten Halbjahr mit 57 % ausländische Investoren. Auch hier spiegelt sich die Adler-Übernahme wider. Im Laufe des Jahres dürfte sich das Verhältnis wieder zu Gunsten der deutschen Investoren verschieben.

Der Anteil der A-Standorte am bundesweiten Investmentumsatz fällt verglichen mit einigen Vorjahren mit gut 27 % im ersten Halbjahr unterproportional aus. Geschuldet ist dies dem insgesamt sehr hohen Umsatz. Betrachtet man demgegenüber das absolute Volumen, das sich auf knapp 3,5 Mrd. € beläuft, bewegt es sich in der gleichen Größenordnung wie in den drei vorangegangenen Jahren. Am meisten investiert wurde wie immer in der Hauptstadt Berlin mit gut 1,4 Mrd. €, gefolgt von Hamburg mit rund 655 Mio. €. Auch Düsseldorf fährt mit fast 430 Mio. € ein sehr gutes Ergebnis ein. Aber auch in München (406 Mio. €) Frankfurt (389 Mio. €) und Köln (165 Mio. €) wurde umfangreich in größere Wohnungsbestände investiert.

„Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen deutlich, dass auf den Wohnungsmärkten der Nachfrageüberhang grundsätzlich weiter Bestand hat und Wohnimmobilien demzufolge stark im Blickpunkt der Anleger stehen. Hinzu kommt, dass die Cashflows sehr stabil und das Risiko größerer Mietausfälle erheblich geringer ist als bei gewerblichen Immobilien. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass die Kaufpreise sich trotz Corona-Pandemie und vereinzelter regulatorischer Restriktionen des Gesetzgebers stabil zeigen. An dieser Situation wird sich auch im weiteren Jahresverlauf nichts ändern. Für das Gesamtjahr liegt ein Investmentumsatz von über 20 Mrd. € durchaus im Bereich des Möglichen“, fasst Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Co-Head Residential Investment, die Aussichten zusammen.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 06.07.2020)

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Büronutzer schalten in den Krisenmodus

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Frankfurt, 06. Juli 2020 – Nach dem Schock das große Durchatmen? So lässt sich der jüngste ifo-Geschäftsklimaindikator durchaus interpretieren. Die Unternehmen in Deutschland sehen wieder Licht am Ende des Tunnels – als diffusen Schimmer zumindest. Denn die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind noch immer allgegenwärtig. Der konjunkturelle Einbruch ist unvermeidlich und die jüngst vorgelegten Zahlen zum Arbeitsmarkt mit über 630.000 Arbeitslosen mehr als im letzten Jahr sowie zur Kurzarbeit sind Spiegelbild dieser negativen Entwicklung. Konkret erwarten die Ökonomen für das zweite Quartal 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 2,2 Prozent und für das Gesamtjahr von 6,5 Prozent.

Und was ist mit dem Wiederaufschwung? Über dessen Start streiten die Experten. Laut Consensus Economics wird das Wachstum 2021 mit 5,2 Prozent deutlich schwächer ausfallen als der Abschwung dieses Jahr. Einig sind sich die Wirtschaftsinstitute darin, dass erst 2022 das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht werden wird. Tiefe Einschnitte also und nach wie vor viele Fragezeichen und Unsicherheiten. Hätte die Bundesregierung mit ihrem Konjunkturpaket nicht gegengesteuert, die Verwerfungen wären noch gravierender. Nach Berechnungen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wäre das BIP 2020 und 2021 ohne das Paket jeweils um einen Prozentpunkt niedriger ausgefallen.

„All das kann nicht spurlos an den deutschen Vermietungsmärkten vorbeigehen, zumal es neben der Industrie in dieser Krise eben auch die Dienstleistungsunternehmen gleichermaßen trifft. Im Moment ist nicht die Zeit, um Umzüge zu realisieren oder Expansionen voranzutreiben. In vielen Unternehmen regiert der Rotstift, es gilt, Arbeitsplätze zu erhalten und die vorhandenen Büroflächen an die neuen Gegebenheiten in punkto Abstands- und Hygieneregeln anzupassen“, bewertet Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany, die Lage.

Nachfrage nach Büroflächen sinkt auch im zweiten Quartal deutlich

In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden rund 1,28 Mio. m² Bürofläche in den Big 7 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) vermietet oder an Eigennutzer verkauft. Das entspricht einem Rückgang zum Vorjahresvolumen um fast 36 Prozent. „Nachdem sich die Auswirkungen der Pandemie in den Statistiken des ersten Quartals noch nicht vollständig niedergeschlagen hatten, standen die Monate April bis Juni voll unter Corona-Einfluss. In Anbetracht der stärksten Rezession in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg fiel der Umsatzrückgang noch relativ moderat aus. Man könnte sogar positiv argumentieren, dass die Nachfrage im zweiten Quartal immerhin rund 45 Prozent zum Halbjahresergebnis beigetragen hat.

Andererseits bleibt das zweite Quartal 2020 das umsatzschwächste zweite Quartal seit Mitte 2009. Es liegt insofern im jeweiligen Auge des Betrachters, wie diese Zahlen zu interpretieren sind“, gibt Helge Scheunemann zu bedenken.
Der Blick auf die einzelnen Städte zeigt, dass keine der Hochburgen sich dem Rückgang entziehen konnte. München und Berlin liegen mit 332.000 m² bzw. 329.000 m² fast gleichauf: die Einbußen liegen in beiden Metropolen mit 19 und 22 Prozent auch deutlich unter dem Gesamtschnitt. Über die Hälfte des kumulierten Halbjahresumsatzes aller Big 7 machen diese beiden Städte aus. Zu deren Ergebnis beigetragen haben zwei herausragende Vermietungen mit zusammen über 110.000 m² – auch solche Abschlüsse können also nach wie vor getätigt werden. Umso kräftiger sanken die Umsätze in den anderen Hochburgen, am deutlichsten in Frankfurt um 60 Prozent auf nur noch knapp 112.000 m² und damit auf den niedrigsten Halbjahreswert seit 1993. Hier fehlen schlichtweg die traditionellen Großanmietungen der Banken- und Finanzbranche.

Wie könnte es weitergehen?

Damit einher geht die Frage, wie die zweite Jahreshälfte aussehen wird? „Derzeit gehen wir von einer moderaten Belebung in den nächsten Monaten aus und erwarten für das Gesamtjahr einen Büroflächenumsatz von rund 2,8 Mio. m². Das entspräche dann einem Minus im Vergleich zu 2019 von 29 Prozent. Aber natürlich stehen auch diese Prognosen unter der Voraussetzung, dass wir keinen weiteren Lockdown erleben werden und dass die konjunkturellen Unterstützungsmaßnahmen der Politik weiter greifen. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, werden wir uns an ein fragiles und volatiles Marktumfeld gewöhnen müssen – auch bei den Vermietungsmärkten“, prognostiziert der JLL-Chefresearcher. Und Scheunemann weiter: „Die Volatilität schlägt sich aktuell auch in den Büro-Belegungsquoten nieder. Immer noch pendeln zahlreiche Beschäftigte zwischen Home-Office und Büroarbeitsplatz, ein normaler Betrieb im Büro ist immer noch nicht möglich. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis der Beschäftigten nach persönlicher Kommunikation mit den Kollegen und der Rückkehr ins Büro als Ort der Begegnung und des Austauschs. Dieses Thema wird uns noch lange belgleiten und ist insofern auch ein marktbeeinflussender Parameter, da sich viele Unternehmen erst einmal selber neu aufstellen und organisieren müssen – in ihren aktuell vorhandenen Flächen. Ein Umzug steht dabei oftmals nicht ganz oben auf der Tagesordnung, zumal sich bei vielen Unternehmen etwaige Flächenknappheiten durch die Verlagerung der Tätigkeiten ins Home-Office erübrigt haben dürften.“

Leerstände steigen nur leicht an – Konjunkturpaket unterstützt

Damit es an den Vermietungsmärkten nicht zu einer signifikanten Verwerfung kommt, sollte zumindest die Angebotsseite positive Signale aussenden und zur Stabilisierung des Gesamtmarktes beitragen. Und ja, in punkto des kurzfristig verfügbaren Angebotes lässt sich augenblicklich noch kein besorgniserregender Anstieg ausmachen. Insgesamt stehen in den sieben Hochburgen Ende Juni knapp 3 Mio. m² Bürofläche leer. Das liegt immer noch leicht unter dem Vorjahresergebnis. Allerdings bestätigt sich damit der seit Ende 2019 anhaltende Trend, dass der Tiefpunkt beim Leerstand erreicht ist und wieder von langsam ansteigenden Volumina auszugehen ist. Derzeit steht die aggregierte Leerstandsquote bei nach wie vor sehr niedrigen 3,2 Prozent. „Angesichts dieser Statistiken kann man immer noch nicht von einer Entspannung an der Angebotsfront sprechen. Wenn Unternehmen neue Flächen suchen, bleibt die Auswahl an modernen und flexiblen Neubauflächen der besten Qualität auch jetzt noch eingeschränkt. Und das ist – man muss es immer wieder betonen – ein massiver Unterschied zu der Krise von vor 10 Jahren. Damals liefen die Märkte mit einer mittleren Leerstandsquote von über 8 Prozent in die globale Finanzkrise hinein. Und: Bei aller nachfragbedingter Schwäche, die derzeitige Situation auf der Angebotsseite stützt gegenwärtig die Mietpreise bzw. hält diese auf dem Vor-Corona-Niveau“, erklärt Helge Scheunemann.

Ein weiteres „Hilfsmittel“ kommt von der Politik. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden durch das aktuelle Rettungspaket der Bundesregierung in diesem und im nächsten Jahr in den 20 am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen rund 370.000 Arbeitsplätze gerettet. „Wenn wir diesen Effekt auf die Bürobeschäftigten und auf die sieben Hochburgen herunterrechnen, lässt sich konstatieren, dass das Konjunkturpaket einen Anstieg der Leerstandsquote im laufenden Jahr um 0,4 Prozentpunkte, 2021 um weitere 0,5 Prozentpunkte verhindert. Eine durchaus relevante Größenordnung mit deutlich über 2 Mio. m²“, konstatiert Scheunemann.

Bis zum Jahresende werden die Leerstände moderat ansteigen mit einer Leerstandsquote, die sich über alle Hochburgen hinweg bei 3,6 Prozent einpendeln könnte. Dabei dürfte das Thema Untervermietung an Relevanz zunehmen, dies aber sicherlich nur schrittweise und erst dann, wenn die neuen ‚Nach-Corona-Bürokonzepte‘ inklusive des Umgangs mit der Home-Office-Thematik abschließend und ausreichend geklärt sind.

Volumen der Fertigstellungen noch auf Vorjahresniveau – Vorvermietungen sinken

Im ersten Halbjahr 2020 wurden Büroflächen mit einem Volumen von insgesamt rund 438.000 m² fertiggestellt und damit nahezu genau so viele wie im ersten Halbjahr 2019. Besonders interessant und für die Einschätzung der Vermietungsmärkte insgesamt relevant ist der Blick auf die Vorvermietungen. Von den in den ersten sechs Monaten fertiggestellten Büroflächen sind aktuell nur noch 59.000 m² frei verfügbar, oder anders formuliert, 87 Prozent aller Neubauflächen sind bereits vermietet oder an Eigennutzer vergeben. Diese Quote ist im Vergleich zum ersten Quartal zwar gesunken, ist aber nach wie vor sehr hoch und trägt – noch – dazu bei, dass die Leerstände nicht stärker ansteigen. „Die Betonung muss hier auf dem Wort noch liegen. Angesichts der unsicheren Geschäftsaussichten der Unternehmen wäre es alles andere als verwunderlich, wenn die Vorvermietungsquote im weiteren Jahresverlauf nicht weiter abnehmen würde“, relativiert Helge Scheunemann die Aussichten.
Im zweiten Halbjahr befinden sich noch insgesamt knapp 615.000 m² in der Pipeline, die sich alle bereits im Bau befinden. Aktuell stehen 292.000 m² Bürofläche und damit immerhin noch rund 48 Prozent suchenden Mietern zur Verfügung. Gegenüber dem ersten Quartal wird eine deutliche Verschiebung der Vorvermietungsquote sichtbar, die die aktuell verhaltene und abwartende Haltung von Nutzern dokumentiert.

Verhaltener agieren aber auch die Projektentwickler. Zum einen, weil sie durch immer noch gestörte Lieferketten und unterbrochene Bauprozesse nicht mit Volldampf ihre Projekte abschließen können. Darüber hinaus dürften einige Pipeline-Projekte gar nicht erst an den Start gehen, weil die Finanzierung schwierig ist bzw. mit mehr gefordertem Eigenkapital unrentabler wird. „Bereits jetzt machen sich diese Effekte in Form von zeitlichen Verschiebungen bemerkbar – für 2021 gehen wir aktuell von einem Neubauvolumen von 1,9 Mio. m² aus, noch vor drei Monaten waren es über 2,1 Mio. m²“, stellt Scheunemann fest.

Spitzenmieten unverändert – in zwei Märkten sogar gestiegen

Wie wirkt sich die Gemengelage aus Angebots- und Nachfrageentwicklungen auf die Mieten aus? Kurz gesagt: noch gar nicht. Natürlich werden viele Mieter preissensibler, aber es gibt weiterhin Mieter, die für Top-Flächen in Top-Lagen Spitzenmieten zu zahlen bereit sind, so dass es sogar in Corona-Zeiten dazu kommt, dass in zwei der Hochburgen die Spitzenmiete sogar gestiegen ist. In Stuttgart und in Hamburg wurde ein Plus von jeweils einem Euro pro Monat und Quadratmeter auf 24,50 Euro bzw. auf nun 30,00 Euro registriert. In den anderen Hochburgen blieben die Spitzenmieten unverändert. Damit legte der JLL-Spitzenmietpreisindex wieder leicht zu auf aktuell 220,5 Punkte. Im Jahresvergleich schlägt ein Plus von 3,5 Prozent zu Buche. „Solange die Leerstände in den Hochburgen nicht deutlich über 5 Prozent ansteigen, wird es gerade in den guten und gefragten Lagen eine Flächenknappheit geben. In Kombination mit einer zurückgehenden Pipeline wirken sich diese Effekte stabilisierend auf die Nominalmieten aus. Effektiv, also unter Berücksichtigung von Incentives, bemerken wir allerdings schon einen gewissen Druck auf die Mieten. Der könnte sich im weiteren Jahresverlauf verstärken, wenn immer mehr Nutzer mietfreie Zeiten oder Ausbaukostenzuschüsse durchzusetzen versuchen“, vermutet Helge Scheunemann.

Die Büroflächennutzer werden auch nach der Akut-Phase von Corona weiterhin kostensensibel bleiben und u.a. Einsparungen im Immobilienbereich prüfen. Gleichwohl könnten einige Firmen die Arbeitsplatzdichte mittel- bis langfristig moderat verringern, und zwar nicht nur mittels temporärem Remote Working, sondern dauerhaft, d.h. entweder bei gleicher Mitarbeiterzahl mehr Quadratmeter nutzen oder bei leicht reduzierter Mitarbeiterzahl die Gesamtbürofläche unverändert belassen. Wie sich die benötigte Bürofläche „unter dem Strich“ ändert, hängt u.a. also einerseits davon ab, wie sich die Mitarbeiterzahl im Büro ändert, und andererseits, welche qualitativen und quantitativen Anpassungen im Büro vorgenommen werden. Falls Unternehmen befürchten, dass bei Home-Office der „drive / spirit“ der Mitarbeiter sowie der Informationsfluss leiden könnten, werden sie versuchen, ihre Mitarbeiter nach der Phase der Abstands-Vorgaben wieder verstärkt im Büro arbeiten zu lassen und weniger Fokus auf Home-Office legen; in diesen Fällen wird es auch weniger quantitative Änderungen ihrer Flächennutzung geben.

„Im Laufe der nächsten Monate wird man die Entwicklungen präzisieren können. Dann werden sich für Unternehmen, die öffentliche Hand sowie Selbständige als Büroflächennutzer individuelle Auswirkungen konkretisieren lassen. Ganz grundsätzlich ist natürlich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein wesentlicher Treiber des Büroflächenbedarfs“, kommentiert Helge Scheunemann abschließend. Und ergänzt: „Aber vielleicht nicht mehr der bedeutendste. Das würde für den Fall gelten, dass Remote Working-Anpassungen in summa zu deutlicheren Flächenreduzierungen führen sollten.“

Quelle: JLL (PM vom 06.07.2020)

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Starkes erstes Quartal trägt überproportional zu gutem Halbjahresergebnis bei

© pixabay

Frankfurt, 6. Juli 2020 Aufgrund des außergewöhnlichen Investmentumsatzes im ersten Quartal konnte auch für das erste Halbjahr insgesamt ein neues Allzeithoch registriert werden. Mit einem Ergebnis von knapp 29,4 Milliarden Euro wurde der Vorjahreswert um rund 20 % übertroffen. Rechnet man noch die Investitionen in Wohnimmobilien (ab 30 Einheiten) hinzu, die sich auf knapp 12,7 Milliarden Euro belaufen, ergibt sich ein Gesamtumsatz von gut 42 Milliarden Euro. Dies zeigt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Aufgrund der im ersten Quartal aufgestellten Bestmarke mit über 18,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen, das überproportional durch große Portfolioverkäufe, Übernahmen und Beteiligungen, wie etwa der Übernahme der TLG durch Aroundtown, auf die alleine rund 4 Milliarden Euro entfielen, getrieben wurde, konnte auch im ersten Halbjahr 2020 ein neuer Umsatzrekord verzeichnet und der Vorjahreswert deutlich gesteigert werden. Betrachtet man nur das durch die Corona -Pandemie und den zwischenzeitlichen Lockdown massiv beeinflusste zweite Quartal, ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 ein Rückgang um 19 % zu beobachten. Im Vergleich mit dem fünfjährigen Durchschnitt ist im zweiten Quartal ein rund 17 % niedrigeres Investmentvolumen zu verzeichnen. Damit spiegeln sich die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Märkte und die umfangreichen Einschränkungen während des Lockdowns, beispielsweise kaum durchführbare Besichtigungen oder erschwerte Finanzierungsbedingungen, im Investmentumsatz deutlich wider. Es zeigt sich aber auch, dass von einem teilweise prognostizierten Stillstand der Investmentmärkte keine Rede sein kann und viele Investoren weiter an deutsche Immobilien und eine Fortsetzung der positiven Trends glauben, sobald die Pandemie überwunden beziehungsweise durch Medikamente und Impfstoffe beherrschbar ist“, erläutert Piotr Bienkowski, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die einzelnen Asset- und Risikoklassen in ganz unterschiedlichem Umfang von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind und demzufolge auch die Investoren eine differenzierte Risikoanalyse hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung vornehmen. Weiterhin sehr gefragt sind vor allem Logistik- und Residential-Investments. In Logistikimmobilien wurde auch im zweiten Quartal mehr angelegt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend hierfür ist die Erwartung, dass die Logistikbranche durch ein beschleunigtes Wachstum des E-Commerce und einen eventuell leicht rückläufigen Trend bei der globalen Arbeitsteilung profitieren könnte. Auch auf den Wohnungsmärkten zeichnet sich keine grundsätzliche Änderung des Nachfrageüberhangs ab. Hinzu kommt, dass die Cashflows sehr stabil und das Risiko größerer Mietausfälle erheblich geringer ist als bei gewerblichen Immobilien. „Prinzipiell stehen die Käufer auch den deutschen Büromärkten weiterhin positiv gegenüber. Zum Tragen kommt in diesem Zusammenhang auch die Einschätzung der Anleger, dass Deutschland sich im internationalen Vergleich, wie bereits nach der Finanzkrise, am schnellsten von den Folgen der Pandemie erholen wird, was zu einem relativ zügigen Anziehen der Nutzernachfrage führen sollte. Allerdings sind zwischen den einzelnen Risikoklassen deutliche Unterschiede spürbar“, fasst Bienkowski das aktuelle Stimmungsbild zusammen.

Unmittelbar am stärksten betroffen vom Lockdown und den Kontaktbeschränkungen waren weite Teile des Einzelhandels. Dabei wurden bereits vor der Corona-Krise vorhandene Entwicklungen verstärkt, vor allem durch den schnell steigenden Anteil des E-Commerce, der zu Umsatzrückgängen im stationären Einzelhandel führt. Hiervon sind bestimmte Assetklassen, wie z. B. Shoppingcenter, die auf eine starke Kundenfrequenz angewiesen sind, stärker betroffen, als andere. Vor diesem Hintergrund waren bislang kaum Shoppingcenter-Transaktionen zu beobachten. Dagegen stehen funktionierende High Street-Objekte in den absoluten Top-Lagen der großen Städte, aber auch Fachmärkte und Fachmarktzentren mit hohem Food-Anteil sowie Supermärkte unverändert ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Dies zeigt sich u. a. auch daran, dass im Food-Segment mehrere größere Portfolios verkauft wurden, was dazu geführt hat, dass Einzelhandelsobjekte bei Paketverkäufen mit fast 5,1 Milliarden Euro klar an der Spitze liegen.

Ähnlich stellt sich der direkte Impact für Hotels dar, die aufgrund der Lockdown-Maßnahmen mit massiven Übernachtungsrückgängen zu kämpfen hatten. Hier zeigt sich nach den umfangreichen Lockerungen aber bereits wieder ein klarer Aufwärtstrend, von dem auch Hotelinvestments im zweiten Halbjahr profitieren sollten. Wie auch in anderen Assetklassen dürfte auch hier in der nächsten Zeit eine stärkere Berücksichtigung des Risikoprofils zu beobachten sein. Vor allem erprobte Konzepte an Top-Standorten mit langfristigen Mietverträgen werden aber weiterhin auf eine breite Investorennachfrage treffen.

Rund 52 % des Gesamtumsatzes entfallen auf Einzelverkäufe, die knapp 15,2 Milliarden Euro zum Ergebnis beisteuern. Im Vorjahresvergleich liegt das Transaktionsvolumen damit um rund ein Viertel niedriger. Verantwortlich hierfür ist auch, dass in einer Spontanreaktion während des Lockdowns einige Deals erst einmal „on hold“ gesetzt wurden, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Viele dieser Deals befinden sich mittlerweile wieder im Prozess und dürften im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Portfoliotransaktionen kommen auf fast 14,2 Milliarden Euro (48 %) und können ihr Resultat mehr als verdreifachen. Viele M&A-Abschlüsse und Anteilskäufe an bestehenden Portfolios sowie eine ganze Reihe größerer Paketverkäufe, die bereits in der Vor-Corona-Zeit nahezu endverhandelt waren, haben für das zweitbeste Ergebnis nach 2007 gesorgt. Am meisten investiert wurde in Einzelhandelsportf olios, häufig mit einem hohen Food-Anteil, gefolgt von Büro- und Logistikpaketen.

Ähnlich stellt sich der direkte Impact für Hotels dar, die aufgrund der Lockdown-Maßnahmen mit massiven Übernachtungsrückgängen zu kämpfen hatten. Hier zeigt sich nach den umfangreichen Lockerungen aber bereits wieder ein klarer Aufwärtstrend, von dem auch Hotelinvestments im zweiten Halbjahr profitieren sollten. Wie auch in anderen Assetklassen dürfte auch hier in der nächsten Zeit eine stärkere Berücksichtigung des Risikoprofils zu beobachten sein. Vor allem erprobte Konzepte an Top-Standorten mit langfristigen Mietverträgen werden aber weiterhin auf eine breite Investorennachfrage treffen.

Rund 52 % des Gesamtumsatzes entfallen auf Einzelverkäufe, die knapp 15,2 Milliarden Euro zum Ergebnis beisteuern. Im Vorjahresvergleich liegt das Transaktionsvolumen damit um rund ein Viertel niedriger. Verantwortlich hierfür ist auch, dass in einer Spontanreaktion während des Lockdowns einige Deals erst einmal „on hold“ gesetzt wurden, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Viele dieser Deals befinden sich mittlerweile wieder im Prozess und dürften im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Portfoliotransaktionen kommen auf fast 14,2 Milliarden Euro (48 %) und können ihr Resultat mehr als verdreifachen. Viele M&A-Abschlüsse und Anteilskäufe an bestehenden Portfolios sowie eine ganze Reihe größerer Paketverkäufe, die bereits in der Vor-Corona-Zeit nahezu endverhandelt waren, haben für das zweitbeste Ergebnis nach 2007 gesorgt. Am meisten investiert wurde in Einzelhandelsportf olios, häufig mit einem hohen Food-Anteil, gefolgt von Büro- und Logistikpaketen.

In den deutschen A-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) beläuft sich das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr auf knapp 14,4 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich entspricht dies sogar einer Steigerung um gut 4 %. Bei der Interpretation dieses Ergebnisses ist allerdings eine detaillierte Analyse notwendig. Verantwortlich für den hohen Umsatz sind überproportional hohe Beiträge anteilig eingerechneter Portfoliotransaktionen. Insgesamt entfallen rund 38 % des Resultats der A-Standorte auf diese Kategorie. Im ersten Halbjahr 2019 waren es dagegen nur gut 8 %. Betrachtet man nur Einzelobjekte, kommen die großen Metropolen aktuell auf knapp 9 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 29 % entspricht, wofür vor allem die großvolumigen Deals, die vorübergehend ‚on hold‘ gesetzt wurden, verantwortlich sind“, erläutert Marcus Zorn, Deputy CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. Am meisten investiert wurde mit 3,85 Milliarden Euro (-27 %) erneut in Berlin, gefolgt von Frankfurt mit gut 2,9 Milliarden Euro (+24 %) und Hamburg mit knapp 2,2 Milliarden Euro (+92 %). In der Hansestadt wurden mit dem von BNP Paribas Real Estate vermittelten Ericus-Contor und dem Neuen Dovenhof trotz Corona-Krise zwei großvolumige Core-Transaktionen abgeschlossen. München verzeichnet mit knapp 2,1 Milliarden Euro einen leichten Rückga ng (-4 %), wohingegen Düsseldorf um 58 % auf gut 1,8 Milliarden Euro zulegen konnte. Auch Köln (702 Mio. €, -10 %) und Stuttgart (833 Mio. €, -15 %) weisen lediglich moderate Umsatzrückgänge auf.


„Bezüglich der Preisentwicklung sind die unterschiedlichen Marktsegmente zu differenzieren. Im Core-Segment sind aufgrund des weiterhin sehr großen Investoreninteresses kaum Preisanpassungen zu beobachten, und wenn, dann in der Regel nur im Zusammenhang mit verteuerten Finanzierungen. Die Netto-Spitzenrenditen bleiben insgesamt in den großen Städten aber unverändert. Mit 2,60 % liegen sie in Berlin und München weiterhin am niedrigsten. Gemeinsam auf dem dritten Platz folgen Frankfurt und Hamburg mit jeweils 2,80 %. Außerhalb der vier absoluten Top-Standorte, also in Köln, Düsseldorf und Stuttgart, sind bislang unverändert 3,00 % anzusetzen“, stellt Marcus Zorn fest. Etwas anders stellt sich die Situation im Value Add-Segment dar, wo Investoren aufgrund der Unsicherheit über die zukünftige Marktentwicklung durchaus spürbare Risikoabschläge kalkulieren. Gleichzeitig sind viele Käufer aber nicht bereit, zu deutlich niedrigeren Preisen zu verkaufen, da sie davon ausgehen, dass die Märkte nach der Corona-Krise ihren grundsätzlich positiven Aufwärtstrend fortsetzen werden. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Marktsegment aktuell relativ wenige Transaktionen getätigt, da noch kein abschließendes ‚Markt-Agreement‘ zwischen Verkäufern und Käufern zu angemessenen Kaufpreisniveaus gefunden wurde. Der momentane Findungsprozess dürfte im zweiten Halbjahr noch weiter anhalten.

„Die Investmentumsätze und die Kaufpreisentwicklung des zweiten Quartals zeigen, dass auf den Investmentmärkten erwartungsgemäß natürlich ein erheblicher Corona-Effekt zu beobachten ist. Bestehende Unsicherheiten darüber, wann es einen Impfstoff beziehungsweise wirksame Medikamente gibt, ob die Krise zu strukturellen Verhaltensänderungen bei den Nutzern führt und wie schnell sich die wirtschaftliche Erholung vollziehen wird, haben Einfluss auf das Investitionsverhalten. Es zeigt sich aber auch, dass zwischen einzelnen Assetklassen erhebliche Unterschiede bestehen. Gleichzeitig zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Deutschland auf Käuferseite erneut als der sichere Hafen angesehen wird. Die meisten Investoren gehen davon aus, dass Deutschland analog zur Finanzkrise die schnellste Recovery hinlegen dürfte und die Rezession 2020 geringer ausfallen wird als in den meisten anderen Ländern. Hierfür spricht auch, dass die geschnürten finanziellen Hilfen nicht nur absolut, sondern auch bezogen auf das BIP teilweise deutlich über dem vergleichbaren Niveau anderer Länder liegen. Auch der traditionell großen Rechtssicherheit und stabilen politischen Situation kommt gerade in schwierigen und unsicheren Zeiten eine besondere Bedeutung zu“, erläutert Piotr Bienkowski.

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass sich die Situation aufgrund der Corona-Krise zwar spürbar eingetrübt hat, die Märkte aber gleichzeitig von Stillstand oder kompletten Einbrüchen weit entfernt sind. Berücksichtigt man weiterhin, dass sich das Stimmungs-Sentiment in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt aufgehellt hat und sich eine Reihe großer Transaktionen, die „on hold“ gesetzt wurden, wieder voll im Prozess und auf der Zielgeraden befinden, spricht vieles dafür, dass bereits im dritten Quartal wieder eine messbare Marktbelebung zu spüren sein wird. „Da Restrisiken, wie eine zweite Infektionswelle, noch nicht vollständig gebannt sind, bleibt es unverändert schwierig, eine Prognose für das Gesamtjahr abzugeben. Es deutet aber vieles darauf hin, dass ein Investmentumsatz über 50 Milliarden Euro möglich ist, womit der zehnjährige Schnitt spürbar übertroffen werden könnte. Für die Preisentwicklung stellt eine stabile Situation im Core-Segment sowie ein noch anhaltender Findungsprozess im Value-add-Bereich das aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Szenario dar“, fasst Piotr Bienkowski die Aussichten zusammen.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 06.07.2020)

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BVT investiert für aktuellen Publikumsfonds in Boston

München, 03. Juli 2020 –Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat als Spezialist für Investitionen in Projektentwicklungen im US-Mietwohnungsmarkt mit der BVT Residential USA 15 GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (BVT Residential USA 15) die erfolgreiche Serie mit Investments in US Multi-Family Housing mit einem weiteren Fonds für private Anleger fortgesetzt. Bereits in der frühen Platzierungsphase konnte der BVT Residential USA 15 eine Kapitalbeteiligung von 91,7 Prozent an der Projektentwicklungsgesellschaft „The Residences at the Loop, LLP“ anbinden, die ein Projekt mit 156 Apartments in Methuen, Massachusetts, entwickelt.

BVT Residential USA 15 konnte die „Class-A“ Projektentwicklung Criterion „Methuen“ mit 156 Apartments in 83 Pleasant Valley Street in Methuen, Massachusetts, durch eine Kapitalbeteiligung von 91,7 Prozent anbinden. Methuen ist mit 51.000 Einwohnern Teil von „Greater Boston“ mit rund 4,9 Millionen Einwohnern und liegt 32 Meilen nördlich der Bostoner Innenstadt. Aufgrund der ausgezeichneten Anbindung an das Bundesstraßennetz und den öffentlichen Nahverkehr ist Methuen vor allem als Wohnort beliebt. Die Zugpendelstrecke „MBTA Commuter Rail“ führt von Methuen direkt in die Bostoner Innenstadt. Boston gilt mit über 80 Colleges und Universitäten und mehr als 250.000 Studenten als Wirtschafts-, Kultur- und Wissenschaftszentrum der Neuenglandstaaten. Hochschulen von Weltruf sind hier ansässig, wie die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.). Boston gehört laut dem Immobilienanalysten CBRE zu den Top-4-Märkten für Multi-Family Residential in den USA. In dem Zielmarkt Boston hat die BVT bereits mehrere Residential-Projekte erfolgreich begleitet.

Quelle: BVT Unternehmensgruppe (PM vom 03.04.2020)

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