Berlin, 14.01.2020 (OPM): Damit wird dem Unternehmen weiterhin eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management bescheinigt.

Die Unternehmenshistorie geht auf die Gründung der Deutsche Finance Group im Jahr 2005 zurück. Gründer und heutiger Executive Partner der DF Deutsche Finance Holding AG („Deutsche Finance“) ist Thomas Oliver Müller. Die inhabergeführte Deutsche Finance ist ein erfahrener Investmentmanager für global investierende Private Equity-Portfolios im Immobilien- und Infrastruktursegment mit einem langjährig aufgebauten Netzwerk zu lokal agierenden und fokussierten Zielfondsmanagern. Der den Privatanlegern mittels Publikums-AIF ermöglichte Zugang zu solchen institutionellen Strategien stellt das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens dar. In den beiden letzten Jahren sind eigene Transaktionsteams in Großbritannien und den USA hinzugekommen, mit denen für institutionelle Kunden ein signifikantes Volumen an Immobilien-Direktinvestitionen generiert werden konnte.

Die Deutsche Finance Group verwaltet per 30.6.2019 ein Gesamtvermögen von 4,15 Milliarden Euro (plus 2,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr), wovon 16% für Privatanleger und 8% für Family Offices / institutionelle Mandate global gestreut in indirekten Private Equity Zielfonds sowie 32% bzw. 44% für institutionelle Anleger in Direktinvestments in Europa bzw. den USA investiert waren.

Scope würdigt die strategische Transformation der Unternehmensgruppe von einem reinen Dachfondsmanager hin zu einer breiter aufgestellten Investmentgesellschaft mit wachsender Produktpalette, eigener Strukturierungs- und Transaktionskompetenz, sehr stark gesteigerten Assets under Management und damit einhergehender verbesserter Marktwahrnehmung. Zuletzt neu aufgelegte Produkte umfassen u. a. einen Single Asset Club Deal Publikums-AIF und einen OGAW-Fonds im Bereich Listed Real Estate. Darüber hinaus gelang es der Deutsche Finance Group im Betrachtungszeitraum ihren European Value Add Fund mit einem Volumen von rund 450 Millionen Euro bei institutionellen Anlegern zu platzieren und ihren Kreis institutioneller Investoren um einige namhafte ausländische Adressen zu erweitern. Konsequenterweise stieg die Anzahl der Mitarbeiter innerhalb der Gruppe auf Jahressicht um 23% auf 96 Mitarbeiter, verteilt auf die Standorte München, London, Denver, Zürich und Luxemburg.

Sämtliche Dachfonds im Retailbereich zeigen seit Auflage positive Wertzuwächse, unabhängig vom Vintage, wodurch das Konzept der globalen Diversifikationsstrategie unter Einbindung von rund fünfzig spezialisierten institutionellen Zielfondsmanagern bisher bestätigt wurde.

Das Rating wird noch teilweise durch die bisher noch nicht ausreichend belastbare Performancehistorie der Deutsche Finance Group begrenzt: Diese ist im Publikumsfondsbereich aufgrund der Konzeption von langen Fondslaufzeiten und zum Teil Ansparmodellen durch bisher geringe kumulative Kapitalrückflüsse an die Dachfondsanleger geprägt. Es gibt bisher erst eine erfolgte Fondsauflösung: Der Gesamtmittelrückfluss beim Fonds PPP in Höhe von rund 145% seit Auflage im Jahr 2006 liegt leicht unter der damaligen Prognose von 150%, was allerdings in Anbetracht des Anfangsinvestitionszeitraumes kurz vor der Finanzkrise und der geringen Fondsgröße als durchaus zufriedenstellend anzusehen ist.

Als Asset Manager von Immobilien-Direktinvestments in den USA und Europa verfügt das Unternehmen aktuell noch über einen kurzen Track Record. Aus Sicht von Scope hat die Deutsche Finance Group allerdings seit 2017 eine Reihe von Immobilien mit vielversprechenden Entwicklungsplänen akquiriert, die Investoren beträchtliches Renditepotenzial bieten. Teilweise bereits deutlich zweistellige Renditen bei laufenden institutionellen Mandaten sind ein Indiz hierfür.

Kritisch wird von Scope weiterhin die hohe Kostenbelastung der Retailfonds gesehen. Diese macht eine entsprechend hohe Bruttorendite auf Objektebene der Zielfonds i. H. v. ca. 15-19% p.a. erforderlich, um die in Aussicht gestellte Fondsrendite von 6-8% p. a. zu erreichen (Angaben jeweils in IRR). Die Deutsche Finance hat bisher noch keine durchgängige Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten, umsetzbaren und messbaren Zielen bezogen auf das eigene Unternehmen oder den Investmentprozess implementiert. Aus Sicht von Scope ist somit noch größeres Potential für den Ausbau des Nachhaltigkeitsbereichs vorhanden, wenngleich die Unterzeichnung der UNPRI (UN Principles for Responsible Investment) zum Jahresende 2017 erfolgte sowie ESG-Themen inzwischen in den Investitionsprozess der Deutsche Finance International implementiert wurden. Auch sollte die geplante Erweiterung des Fragebogens für die Zielfondsmanager um ESG-Komponenten für mehr Transparenz in den Zielfonds sorgen.

Quelle: Scope Analysis GmbH