bvzlMünchen / Berlin, Oktober 2016 – Auf der zum dritten Mal gemeinsam von BVZL und ELSA organisierten und veranstalteten „International Life Settlement Conference“ Ende September im Münchner Künstlerhaus trafen sich knapp 100 internationale Experten und Investoren, um auf der größten europäischen Fachkonferenz zum Thema „Lebensversicherungszweitmärkte“ aktuelle Markttrends und  Perspektiven in den unterschiedlichen Teilmärkten zu diskutieren und aufzuzeigen.

Besonders im Fokus stand bei der von Christian Seidl (BVZL-Vorstand International) und Alec Taylor (ELSA Chair) geleiteten Fachkonferenz in diesem Jahr u. a. das Thema „Digitalisierung“.  Das Konferenzprogramm bot den Teilnehmern zahlreiche interessante Impulsvorträge, zum Teil kontroverse Podiumsdiskussionen, aber auch genügend Raum für persönliche Vier-Augen-Gespräche oder einen Erfahrungsaustausch in kleiner Runde. Ein Highlight der Konferenz war das „Politische Grußwort“ von Erik Hunt, Consul for Commercial Affairs at the United States Consulate-General in Munich, der in seiner einführenden Rede auch auf den Megatrend „Digitalisierung“ und mögliche Folgen für die Finanz- und Versicherungswirtschaft einging und so bereits einen idealen Einstieg in einen der wichtigsten Themenschwerpunkte der Konferenz lieferte.

Weitere Themen und Ausführungen zu “Major Challenges for the German Secondary Market” (Ingo Wichelhaus / BVZL-Vorstand National), “Longevity: Past, Present & Future” (Dr. Iacovino / Fasano Associates), “The Impact of Digitalization on Banking and Insurance” (Christoph Mussenbrock / CEO of parcIT GmbH), “Medical Underwriting in the Life Settlements Market: New Empirical Evidence” (Jiahua Xu / University of St. Gallen, Switzerland) sowie die Diskussionsrunden “Legal and Regulatory Update – US & Europe” (Steve Foresta / Orrick, Thomas R. Weinberger / Schulte Roth & Zabel) und “Latest developments in the UK secondary annuities market” (Alec Taylor / SL Investment Management, Jason Sutherland / DRB Capital, Gareth Mee / Ernst & Young) rundeten das abwechslungsreiche Konferenzprogramm ab.

Nach Aussage von Veranstaltungsleiter Seidl wurde auch bei den am Rande zahlreich geführten Gesprächen eines deutlich: „Die Rahmenbedingungen für eine Marktwiederbelebung sowohl im deutschen, britischen (Thema „Annuities“) und US-Lebensversicherungs-Zweitmarkt sind geschaffen, es gilt jedoch im Interesse aller Marktteilnehmer, noch einige Themen und Problemfelder gemeinsam aktiv anzugehen, um so die internationalen Lebensversicherungszweit- und drittmärkte – mit all ihren Vorzügen – wieder verstärkt in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit und insbesondere von Verbrauchern und Investoren zu bringen.“ Sehr rege diskutiert wurde in den Networking-Pausen auch das Thema „Digitalisierung“. Seidl sieht hier die Strategie des BVZL bestätigt, dieses Thema frühzeitig auf die Agenda zu nehmen: „Unsere Gesellschaft befindet sich bereits inmitten des digitalen Wandels, auch wenn einige das noch nicht wahrhaben wollen. Insbesondere die gängigen Geschäftsmodelle in der Finanz- und Versicherungswirtschaft werden von der Digitalisierung  betroffen sein und damit auch irgendwann die Lebensversicherungszweit- und drittmärkte. Der digitale Wandel bietet Chancen und neue Möglichkeiten. Wir tun gut daran, uns frühzeitig und intensiv mit diesem Megatrend zu beschäftigen.“

Vorstand International im Amt bestätigt

Die Mitglieder des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e.V. haben in ihrer kürzlich stattgefundenen regulären Mitgliederversammlung Christian Seidl, Geschäftsführer der Life Bond Management, einstimmig für weitere zwei Jahre in seinem Amt als BVZL-Vorstand International wiedergewählt. Der ausgewiesene US-Life Settlement-Experte wird somit auch weiterhin zusammen mit Ingo Wichelhaus (BVZLVorstand National) die Geschicke des Verbandes weiter maßgeblich mitbestimmen. Seidl zeigte sich über den erneuten Vertrauensbeweis aus Reihen der Mitglieder sehr erfreut, machte aber auch gleichzeitig deutlich, dass der BVZL in nächster Zeit vor einigen Herausforderungen in einer sich verändernden Verbändelandschaft steht. „Es gilt, dem BVZL in der Zukunft ein noch schärferes Profil zu geben sowie in der breiten Öffentlichkeit die „Marke BVZL“ mit all seinen Vorzügen und in der Vergangenheit initiierten Projekte wie z. B. „Musterwertmitteilung“, „Best Practices“, „Transparenzoffensive“ für unsere Mitglieder, aber auch für Verbraucher, Anleger und Investoren noch aktiver zu kommunizieren“.

Quelle: BVZL