Ein Kommentar von Wolfgang Kunz, DNL Real Invest AG

 

Wolfgang Kunz (r) hier bei der Überreichung des Deutschen BeteiligungsPreises 2016 für DNL Real Inzest AG © epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

Wolfgang Kunz (r) hier bei der Überreichung des Deutschen BeteiligungsPreises 2016 für DNL Real Inzest AG © epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

Interessierte Investoren werden vor allem von deutschen Pressemitteilungen verunsichert, Investitionen in den USA vorzunehmen, in welchen andauernd das „Gespenst Donald Trump“ als Weltuntergang oder Super – GAU im Falle einer möglichen Wahl geschildert wird. Ungeachtet der Tatsache, dass die deutsche Presse sich hier bei ihren Argumenten auf wenige „Schlagzeilen“ beruft, gibt sie nicht die wirkliche Wahrheit wieder.

Fakten sind:

  1. Wirtschaftsfachleute gehen davon aus, dass eine „mögliche“ Wahl von Donald Trump die US-Wirtschaft noch weiter beflügeln würde, weil der Motor Mittelstand anspringen würde.

 

  1. Es gab bisher nicht einen Tag, an dem Donald Trump nach den Electoral Votes vor Hillary Clinton gelegen hat.

 

  1. Viele Aussagen der deutschen Presse beziehen sich auf das Bild der US-Landkarte, in der in verschiedenen Farben die Befürworter für Trump und Clinton abgebildet sind. Hier wäre tatsächlich davon auszugehen, dass die Republikaner und somit Donald Trump die absolute Mehrheit haben. Aber diese Information ist nicht korrekt, denn sie gibt überhaupt nicht die Wirklichkeit wieder. Auf der US-Landkarte nimmt Texas einen ca. zehnmal so großen Anteil  wie New York ein. Optisch erscheint hier also eine hohe Überlegenheit zugunsten der Republikaner/Trump. Richtig ist jedoch, dass nach dem US-Wahlsystem die Bundesstaaten entsprechend ihrer Bevölkerungsanzahl über Electoral Votes verfügen. In den verschiedenen Bundesstaaten wird die entsprechende Mehrheit (Republikaner oder Demokraten) mit Wahlmännern ausgestattet. Das bedeutet in diesem Fall, dass Texas 38 republikanische Wahlmänner hat, dass auf der Landkarte wesentlich kleiner erscheinende New York hat 29 demokratische Wahlmänner. Montana ist ca. viermal so groß wie Illinois: Montana stellt aber nur 3 republikanische Wahlmänner – Illinois dagegen 20 demokratische Wahlmänner.  Geht man nur von den überzeugten Wählmännern aus, so war das Verhältnis von jeher 190 Demokraten zu 138 Republikaner. Daneben gibt es eine große Anzahl unentschlossener oder sogenannter „swingender“ Bundesstaaten.

 

  1. Das Zahlenverhältnis am Freitag, den 05.08.2016 betrug 397 Electoral Votes für Clinton/Kaine zu 181 Electoral Votes für Trump/Pence.

Ich verfolge hier in Atlanta täglich die aktuellsten Zahlen der sogenannten Polls. Übereinstimmend sind bei CNN, Fox News, Mc Clatchy und NBC alle Prognosen zwischen ein (NBC) und 7 (CNN) Pluspunkten für Clinton, während Donald Trump zwischen 1-6 Punkten fällt.

 

  1. Täglich verschlechtern sich Donald Trumps Zahlen, weil er selber dafür sorgt.

Gründe: Donald Trump hat es geschafft, seine republikanischen Mitbewerber mit harten, unfairen und teilweise diffamierenden Äußerungen und Aktionen aus dem Rennen zu drängen. Selbst überzeugte republikanische Medien und Wirtschafts – Fachleute raufen sich die Haare, das Donald Trump diesen Stil nun bei der wirklichen Auseinandersetzung mit der demokratischen Kandidatin beibehält.

Sie vergleichen dies (Übersetzung): Bisher hat er in der Regional- Liga gespielt und behält diesen Stil nun in der Champions – Liga bei.

Es ist also per heute keinesfalls davon auszugehen, dass Donald Trump der nächste Präsident wird!

Aber…

es hat in der Geschichte der Vereinigten Staaten noch keine Präsidentenwahl gegeben, bei der beide Kandidaten so wenig Anklang bei den Wählern fanden.

Man erwartet von Hillary Clinton keine großen Veränderungen der bisher – gerade beim Mittelstand – so wenig akzeptierten Politik der Obama-Regierung. Deshalb ist es interessant zu beobachten, dass am 08.08.2016 ein neuer republikanischer Kandidat, Evan McMullin, als sogenannter Seiteneinsteiger seine Kandidatur angekündigt hat. Dies ist normalerweise ein in den USA absolut untypischer Vorgang.

Da aber derzeit nahezu 60% der Mitglieder der republikanischen Partei -abgeschreckt durch das Verhalten von Mr. Trump – diesem offiziell ihre Gefolgschaft verweigern (u.a. der Präsident des Repräsentantenhauses, Mr. Paul Ryan), gehen die Medien hier in den USA davon aus, dass Evan McMullin tatsächlich Chancen hat, die Position von Donald Trump als Widersacher von Hillary Clinton einzunehmen. Offen fordern sie mittlerweile in der Presse Trump auf, seine Kandidatur zurückzuziehen. Mit Evan McMullin hätte Hillary Clinton einen wirklichen Gegner, da es sich hier um einen erfahrenen Sicherheits- und Wirtschaftsmann handelt, der nicht von politischen Skandalen belastet ist. Nachteil für Evan McMullin mag sein, dass er nicht tief in den politischen Systemen verwurzelt ist. Allerdings geht die US-Presse davon aus, dass diese Tatsache Evan McMullin gerade die Wahlstimmen der unzufriedenen demokratischen und republikanischen Wähler und des Mittelstandes geben, weil sich diese, nach der Enttäuschung über Obama, unbedingt Veränderungen und mehr Volksnähe wünschen.

Ich denke, Sie sollten bei Ihren Kundengesprächen diese Fakten vorbringen.

DNL wird auf jeden Fall ihrer Verpflichtung, Kunden und Vertriebspartner über wirklich wichtige Geschehnisse zu informieren (so haben wir es bei der Subprime-Krise, bei der Banken-Krise immer gehalten, treu bleiben und diese Informationen ebenfalls an alle Kunden weitergeben.