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Frankfurt, 05. April 2016 – Um die langfristigen Vorteile der 18 analysierten Investmentstandorte zu beschreiben, hat Catella Research eine große Anzahl an Kriterien aus den Bereichen Wirtschaft, Demografie, Regulierung, Wohnungsmarkt und Finanzen genauer untersucht. Egal, auf welches Land bzw. auf welchen Standort wir blicken: Investitionen in Wohnimmobilien sind einer starken Nachfrage ausgesetzt, was zu stetig steigenden Preisen führt. 

Der Wohnungssektor ist dabei der am besten performende Immobiliensektor dieser Dekade, obwohl es signifikante Unterschiede in den Erträgen und den Performancetreibern zwischen den Standorten und lokalen Märkten gibt. In den letzten 24 Monaten stieg die Nachfrage gewaltig, ein Ende ist vorerst nicht absehbar. Laut “Catella`s Market Indicator – Residential Europe 2016” flossen 2015 insgesamt 37,5 Milliarden Euro in Wohnungsinvestments.

Der europäische Wohnungssektor wird durch zwei maßgebliche Phänomene geprägt, welche die Grundlage für eine Phase bilden, die wir als „Superzyklus“ bezeichnen, sagt Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella: eine steigende Liquidität und eine fast schon dramatisch schnell voranschreitende Urbanisierung – und das mindestens seit 10 Jahren. Diese Entwicklung mündet heute in einer Situation, in der eine hohe reale Nachfrage auf ein vergleichsweise langsam wachsendes Angebot trifft. Zudem muss aber berücksichtigt werden, dass die Wohnungsmärkte der nationalen Politik unterliegen, fügt Beyerle hinzu.

Städte wie London, Paris, Schweizer Metropolregionen und deutsche Städte wie München, Hamburg und Stuttgart sind sehr begehrt und fallen daher mit hohen Mietpreisen zu Buche.  Doch trotz steigender Mietpreise ist es nicht möglich den Kaufpreisanstieg zu kompensieren was zu weiterer Renditekompression und Renditen zwischen lediglich 3 und 4 Prozent führt. Dies stellt wiederum einige deutsche und französische B- und C-Städte, mit Renditen bis zu 6 Prozent, in den Vordergrund, schreiben die Analysten.

Vergleichbare Ergebnisse wurden in polnischen Städten wie Warschau, Danzig und Lodz erzielt. Dieser Trend wird mittel- und langfristig von einem stabilen Wirtschaftswachstum gestützt. Erst kürzlich sind die Transaktionsaktivitäten in Spanien gestiegen, es bleibt jedoch abzuwarten ob diese Entwicklung nachhaltig ist.

Quelle: Catella