© Jäderberg & Cie.

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Landshut, 21.03.2016 – Sachwerte sind bei smarten Anlegern Trumpf – erst recht in der Niedrigzinsphase. Neben dem allergrößten Angebot, Immobilien, ist die Auswahl bei anderen „real assets“ schon knapper. Und wenn dann das Risiko-Rendite-Profil des Investments attraktiv und die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten gering ist, schlagen die ersten Adressen gern zu, bevor es bekannt wird. Dass es mal anders gehen kann und deutsche Anleger vorne dabei sein können, zeigt die ungewöhnliche und spannende Geschichte um das Indische Sandelholz.

Seit nunmehr sechs Jahre ermöglicht der Hamburger Initiator Jäderberg & Cie. Anlegern den Investment-Zugang zum Indischen Sandelholz, das im tropischen Norden Australiens seit 1999 auf Plantagen nachhaltig kultiviert wird. Dabei geht es weniger um ein Forstinvestment, sondern um die ganz speziellen und wertvollen Eigenschaften des daraus gewonnenen Sandelholzöls. Da bei Investmentprofis nicht selten von potentiellen zweistelligen Renditen gesprochen wird, wollte der BeteiligungsReport mehr zu dem Thema erfahren, und sprach mit Peter Jäderberg, geschäftsführender Gesellschafter von Jäderberg & Cie.

BeteiligungsReport: Herr Jäderberg, wie seriös kann eine Anlage mit einer zweistelligen Renditeerwartung sein?

Peter Jäderberg: Als uns im November 2009 das Investment in Indisches Sandel-holz erstmals vorgeschlagen wurde, war meine persönliche Reaktion zunächst von Skepsis überlagert. Zumal der Plantagenanbau noch im fernen Australien stattfindet. Die prognostizierten Renditen klangen in der Tat viel zu hoch, um seriös zu sein – nicht nur verglichen mit üblichen Forstinvestitionen. Doch das fundierte und vielversprechende Konzept überzeugte uns umso mehr, je tiefer wir in die Materie und Zahlen einstiegen.

BeteiligungsReport: Was taten Sie, um das Konzept zu prüfen?

Peter Jäderberg: Wir haben uns seit Januar 2010 selbstverständlich vor Ort in Australien ein umfassendes Bild gemacht, uns mit Experten und späteren Nachbar-Investoren ausgetauscht. Das gesamte Vorhaben und vor allem die handelnden Personen – vom forstwirtschaftlichen Mitarbeiter auf der Plantage bis zum Büro-Management – haben uns ob ihrer Kompetenz und Begeisterung restlos überzeugt, wie kein anderes Investmentprojekt in meiner inzwischen 30-jährigen Investmenterfahrung, so dass wir der erste internationale Plantageninvestor bei dem australischen Partner TFS wurden. TFS steht für Tropical Forestry Services und ist seit der Gründung in 1997 auf Sandelholz spezialisiert. Inzwischen sind sie eines der größten Agrarunternehmen Australiens und auf lange Sicht der weltweit einzige ernsthafte Anbieter von nachhaltig angebautem Indischen Sandelholz – denn der „heilige Baum“ der Inder ist in seiner natürlichen südasiatischen Heimat aufgrund von jahrhundertelangem Raubbau vom Aussterben bedroht.

BeteiligungsReport: Gibt es bekannte Investoren, die schon den Schritt in diese Sachwertanlage gemacht hatten?

Peter Jäderberg: Es steht jedes Jahr nur eine begrenzte Fläche von Neupflanzungen zur Verfügung, und wir sind lediglich eine Handvoll von Wiederholungstätern: der wohl größte Forstinvestor der Welt, eine bekannte Universitätsstiftung aus den USA, ein führender Staatsfonds aus den Arabischen Emiraten und neuerdings auch die Church of England sind prominente Plantagennachbarn, die allerdings ausschließlich für das eigene Portfolio investieren. Wir sind mit Stolz die einzigen außerhalb von Australien, die „normalen“ Anlegern den Zugang hierzu bieten.

BeteiligungsReport: Woher kommt nun aber die Anlegerrendite?

Peter Jäderberg: Ein Quasi-Monopolist bedient einen langfristigen Nachfrage-Überhang mehrerer Märkte, und als Plantageninvestor partizipieren wir von der vertikal integrierten Wertschöpfungskette. So gesehen sind unternehmerische Eigenkapitalrenditen eines Marktführers im zweistelligen Bereich keine Überraschung. Als wir einstiegen, hieß es noch „from soil to oil“. Seit Jahrhunderten wird das Sandelholzöl in der ayurvedischen sowie der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Im Januar 2015 wurde das erste auf Sandelholzöl basierte dermatologische Heilmittel auf den US-Markt gebracht, entwickelt von der TFS-eigenen Santalis Pharmaceuticals aus Texas und lizenziert an eine Nestlè-Tochter. Es handelt sich dabei um ein Akne-Heilmittel, das gleich zum Akne-Produkt des Jahres ausgezeichnet wurde. Nun stehen verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von einer Vielzahl von Hautkrankheiten vor der Marktreife – und das Sandelholzöl wird wohl den nächsten Preissprung machen. Dadurch hat sich der TFS-Slogan zu „from soil to oil…to shelf“ bzw. „from tree to treatment“ erweitert.

BeteiligungsReport: Wird das Öl angezapft wie bei Gummibäumen – oder wie darf man sich das vorstellen?

Peter Jäderberg: Wenn das kultivierte Indische Sandelholz nach etwa 15 Jahren erntereif ist, sprich: genügend Öl in seinem Kernholz enthält, werden die Bäume durch komplettes Rausreißen aus der Erde geerntet. Das Holz wird zerstückelt, und durch Wasserdampf-Destillation wird nach drei Tagen das hochwertige Sandelholzöl gewonnen. In Europa ist vor allem die Verwendung des Indischen Sandelholzöls in exquisiten Parfüms, z.B. bei Chanel N° 5 bekannt, denn neben der lang anhaltenden, holzigen Duftnote besitzt es einzigartige Attribute wie hervorragende Trägerstoffeigenschaften, weswegen es seit 1790 in fast jedem zweiten Parfüm weltweit genutzt wurde. Für uns Europäer sind allerdings die größten, traditionellen Märkte für Indisches Sandelholz bei den Buddhisten und den Hindus ein weites unbekanntes Feld. Dort wird auch das Holz selbst hoch gehandelt.

BeteiligungsReport: Jetzt aber Butter bei die Fische. Wie hat Jäderberg & Cie. nun das Anlagevehikel konzipiert, um von diesem Sachwert zu profitieren?

Peter Jäderberg: Wir bieten unterschiedliche Investment-Lösungen an – so wie es unterschiedliche Anlegerprofile gibt, nicht nur regulatorisch betrachtet. Aktuell haben wir für semi-professionelle Anleger ein Eigenkapital-AIF, JC Eagle Park 4 GmbH & Co. KG, das in eine spezifische Plantage investiert. In 2028 erwarten wir bei normalem Prognoseverlauf eine Gesamtausschüttung von 549 Prozent nach Steuern. Selbstverständlich können unsere Anleger jedes Jahr beantragen, ob sie eine individuelle Vorab-Auszahlung von bis zu 10 Prozent der Pflichteinlage wünschen.

BeteiligungsReport: Doch die wenigsten Anleger qualifizieren sich als semi-professionell, was bieten Sie den normalen, sog. Publikumsanleger?

Peter Jäderberg: Aktuell bieten wir ab einer Beteiligungssumme von 10.000 Euro ein nachrangiges partiarisches Beteiligungsdarlehen an, JC Indian Sandalwood 5 GmbH Co. KG. Ein Agio wird nicht erhoben. Anlegern wird somit ermöglicht, als Fremdkapitalgeber mittelbar in von TFS errichteten und bewirtschafteten Plantagen von Indischem Sandelholz zu investieren. Es gibt eine laufende Verzinsung von 5-6 Prozent und einen Schlussbonus von bis zu 67 Prozent nach zwölf Jahren. Somit kommt der Anleger auf 10,7 Prozent Rendite. Das Darlehen ist nach zwei Jahren monatlich kündbar.

Weitere Angebote sind in Vorbereitung – nicht zuletzt um unsere neue, rekordgroße Plantage zu platzieren, die diesen Sommer bepflanzt wird. Auch unser Partner TFS ist überzeugt, dass unsere Investmentangebote aufgrund der über Erwarten guten Ergebnisse des Assets und unserer ersten Fonds breiten Zuspruch finden werden.

BeteiligungsReport: Danke für die Einblicke!

 

Dieser Artikel erschien auch im BeteiligungsReport 1-2016.
BeteiligungsReport 1-2016