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Frankfurt, 30. März 2016 – Die Automatisierung von Prozessen auch in den Logistikcentern entwickelt eine immense Dynamik. So werden Roboter zum Beispiel seit einigen Jahren als fahrerlose Transportsysteme (FTS) in Logistikimmobilien eingesetzt. Ein Forschungsprogramm von JLL, das im Verlauf der nächsten zwei Jahre von JLL EMEA Logistics & Industrial Research durchgeführt wird, widmet sich unter anderem Fragestellungen und Themen dieser Art. Ein aktueller Report vermittelt erste Forschungsergebnisse.

Roboter halten Einzug in den Lagerbetrieb

Eine Online-Umfrage von JLL mit Antworten von mehr als 200 Logistik-Immobiliennutzern europaweit (aus den Bereichen Produktion, Einzelhandel und Logistik) kommt zu bemerkenswerten Ergebnissen. So gaben etwa 50% der Befragten an, dass sie aktuell Automatisierungstechniken in ihren Lagern nutzen. Davon setzen nach eigenen Angaben 55% bereits Roboter in ihrem Lagerbetrieb ein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Auswertung der Befragten aus Deutschland: Automatisierungstechniken werden von 50% der Umfrageteilnehmer eingesetzt, 60% davon, also etwas mehr als der europäische Durchschnitt, bestätigen, in ihren Logistikbetrieben von Robotern Gebrauch zu machen. Last not least sind europaweit insgesamt 54% der Befragten der Meinung, dass autonome Fahrzeuge innerhalb der nächsten zehn Jahre Realität werden, hier zeigen sich die Befragten aus Deutschland mit 47% etwas zurückhaltender.

Auswirkungen auf Logistik-Immobilien

Frank Weber, bei JLL Head of Industrial Agency Germany, betont: „Der zunehmende Einsatz von Robotertechnik in der Produktion und Logistik könnte die Kommissionierungspraxis in punkto Geschwindigkeit und Genauigkeit verändern. Darüber hinaus könnten Standortstrategien von Logistik-Unternehmen beeinflusst werden, weil einer der wichtigsten Faktoren hinter dem Offshoring, niedrigere Lohnkosten nämlich, an Bedeutung verlieren würde.“

Alexandra Tornow, JLL EMEA Logistics & Industrial Research, notiert: „Unsere Befragungen ergaben auch, dass autonome Fahrzeuge ein bedeutendes Potential haben, insbesondere in kleineren Städten mit weniger komplexen geografischen Gegebenheiten. Transportabläufe könnten effizienter und sicherer gestaltbar sein, inklusive Treibstoffersparnis. Darüber hinaus beeinflussen sie ebenso das Thema Arbeitskräfte in der Logistikbranche mit immer wieder auftretenden Engpässen insbesondere bei Fahrern von Frachtfahrzeugen und LKW.“ Tornow gibt jedoch auch zu bedenken, dass der Einsatz von autonomen Fahrzeugen zunächst sicherlich noch zahlreiche Hürden nehmen muss: „Hier sind technologische, infrastrukturelle, rechtliche, versicherungs- und arbeitsrechtliche Faktoren zu berücksichtigen, deren Klärung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.“

Quelle: JLL