© www.shutterstock.com

© www.shutterstock.com

Düsseldorf, 13.12.2015Die Düsseldorfer Insolvenz- und Sanierungskanzlei Kreplin & Partner etabliert die vorinsolvenzliche Sanierungsberatung als neues weiteres Geschäftsfeld. Im Fokus stehen aufgrund der hohen Kapitalmarktkompetenz des Gründers Georg F. Kreplin und seines spezialisierten Teams zum Beispiel geschlossene Beteiligungen. Diese Finanzprodukte könnten künftig vermehrt in Schieflage geraten.

Die Welt der geschlossenen Beteiligungen ist in Bewegung – und das nicht erst, seitdem der Gesetzgeber im Sommer 2013 mit dem Kapitalanlagegesetzbuch neue regulatorische Vorschriften unter anderem für Struktur und Vertrieb solcher Finanzprodukte geschaffen hat, um den Verbraucherschutz zu stärken. „Wir sehen auch vermehrt geschlossene Beteiligungen, die in wirtschaftliche Schieflage geraten und bei denen weder klar ist, ob sie ihre geplanten jährlichen Ausschüttungen realisieren können noch ob am Ende der Laufzeit ein geordneter Ausstieg für die Investoren mitsamt der Rückzahlung ihres Kapitals möglich ist“, sagt Georg F. Kreplin, Rechtsanwalt in Düsseldorf und namensgebender Partner der auf Sanierung und Insolvenz spezialisierten Kanzlei Kreplin & Partner.

Experten haben schon 2014 allein für die Schifffahrt rund 450 Fonds-Pleiten gezählt, und diese Situation könne sich in den kommenden Jahren noch verstärken, sehr zu Ungunsten der privaten und gewerblichen Investoren. „Geschlossene Beteiligungen sind in der Regel als Kommanditgesellschaft gestaltet, die Anleger werden damit zu Unternehmern. Also kann es zu Nachschusspflichten kommen, ganz abgesehen von den Schwankungsrisiken im Portfolio und unklaren Renditeaussichten“, hebt Kreplin hervor. Er sagt aber auch: „Es stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, geschlossene Beteiligungen zu sanieren und für die Zukunft neu aufzustellen. Wie bei Unternehmen kann eine Sanierung auch für einen Fonds die Wende bringen – wenn sie richtig umgesetzt wird.“

Georg F. Kreplin muss es wissen, denn er hat sich als Insolvenzverwalter bereits mehrfach mit solchen Krisen-Fonds befasst, zuletzt mit einigen Medico-Immobilien-Fonds, die in die Insolvenz geraten sind. Der Rechtsanwalt ist überzeugt davon, dass sich die Interessen von Emittenten und Anlegern durch eine Sanierung nachhaltig verfolgen ließen. „Wer sich vor der professionellen Sanierung einer geschlossenen Beteiligung sperrt, nimmt natürlich die Insolvenz in Kauf. Und dann ist der Schaden umso größer.“

Aufgrund der hohen Kapitalmarktkompetenz der Kanzlei hat sich die Sanierungsberatung im Fonds-Bereich zuletzt als ein Schwerpunkt in der vorinsolvenzlichen Tätigkeit bei Kreplin & Partner herausgestellt. „Wir wollen gezielt Emittenten dabei begleiten, ihre geschlossenen Beteiligungen zu restrukturieren und wirtschaftlich und rechtlich tragfähige Lösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht immer die saubere Fortführung der Gesellschaft.“ Georg F. Kreplin und sein hochspezialisiertes Team, zu dem in Sanierungsfragen auch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und ESUG-Spezialisten stoßen, analysieren die Situation einer Gesellschaft – und zwar offen und schonungslos. Kreplin stellt klar: „Es ist für die Sanierung entscheidend, dass diskutiert wird, um was es wirklich geht, denn eine Sanierung ohne Konzept ergibt keinen Sinn.“

Zum Einsatz kommen alle Instrumente, die zum Ziel führen, betont Georg F. Kreplin. „Bei einer Sanierung darf es keine Scheu vor harten Einschnitten geben, die beispielsweise im Teilverkauf eines Assets bestehen können. Investiert ein Immobilien-Fonds beispielsweise in mehrere Wohn- und Geschäftshäuser und ist in Schieflage geraten, obwohl das wirtschaftliche Umfeld eigentlich gut ist, müssen vielleicht schlecht laufende Objekte abgestoßen werden. Dies kann man aber eben nur nach einer detaillierten Analyse sämtlicher Rahmenbedingungen entscheiden, dazu gehören die Finanzierungsmodalitäten, steuerliche Fragestellungen, die Tragfähigkeit des Standorts und, und, und.“

Quelle: Kreplin & Partner Rechtsanwälte